Mein Fuß will nicht so wie mein Kopf

  • hi,
    ich habe probleme mit dem spielen der bassdrum bei vorgezogenen noten.


    ich über zur zeit "breed" von nirvana und da sieht es ja im chorus wie folgt aus


    hihat 4tel , bass 8tel


    hihat auf 1/2/3/4
    snare auf 2 / 4
    bass auf 1 / 1+ und auf 2+ / 3


    ich bekomme den kick auf 2+ nicht sauber hin, jedenfalls nicht bei dem tempo.
    kennt ihr vll übungen womit ich das trainieren kann?


    gruß

    ..." Haben Sie darauf geachtet, daß alles Bemühen der modernen Musik dahin geht, uns gewisse Akkorde,
    die bisher als disharmonisch galten, nunmehr als erträglich, ja sogar als angenehm erscheinen zu lassen?"...

  • Hey Haustrein,


    also das Zauberwort heißt da immer erstmal langsam üben (ok, sind drei Wörter :P ).
    Der Bewegungsablauf muss sich im Hirn manifestieren, was anscheinend bei dem aktuellen Tempo nicht möglich ist.
    Nur wenn es langsam funktioniert, und du das Tempo allmählich steigerst, kann´s auch irgendwann im höheren Tempo abgerufen werden.


    Üben kannst du solche Geschichten, in dem du z.B. 4tel in der HH und Snare auf 2 und 4 hast, und die BD Doppelschläge pro Takt (oder alle 4 Takte) immer um eine Achtel verschiebst.
    Sprich:
    #1: BD auf 1 / 1+
    #2: BD auf 1+ /2
    usw.
    Wenn das nicht klappt, kannst du ja zum Verständnis erstmal 8tel in der HH spielen.
    Klappt auch super mit 16tel Verschiebungen, also:
    #1: BD auf 1 / 1e
    #2: BD auf 1e / 1+
    usw..


    viel Spas beim üben!
    cheers,
    seven

    "I don't want to bore you cause I really hate long drum solos." - Roger Meddows-Taylor

  • ...achso: und mach dir klar durch (evtl. lautes) Zählen, wo die kritische Achtel liegt, die du nicht erwischt, das hilft oft saumässig!

    "I don't want to bore you cause I really hate long drum solos." - Roger Meddows-Taylor

  • ok danke erstmal für eure hilfe.


    dann werde ich das mal so probieren. bei langsamerem tempo klappt es ja schon ganz gut.


    gruß

    ..." Haben Sie darauf geachtet, daß alles Bemühen der modernen Musik dahin geht, uns gewisse Akkorde,
    die bisher als disharmonisch galten, nunmehr als erträglich, ja sogar als angenehm erscheinen zu lassen?"...

  • Hilft es, wenn Du zunächst einmal auf der Hi-Hat Achtel statt Viertel spielst,
    und zwar sehr langsam und unter lautem Mitzählen aller Achtel, also:
    1 und 2 und 3 und 4 und ...?


    Wenn Du dann die Bassdrum auf den richtigen Zählzeiten platziert bekommst, kannst Du die Hi-Hat-Schläge auf 'und' ja wieder weglassen und Dich nur an dem Zählen (immer noch Achtel) orientieren.


    M.

  • Es ging glaube ch darum wie bewegungsabläufe (Hände) gelernt werden (übung).
    Dabei wurde auch gezeigt, dass kinder noch nicht die motorischen fähigkeiten von erwachsenen besitzen und das das bloße greifen eines gegenstandes eine genaue dosierung braucht und effizient zu sein. Bis das jemand effizient beherrscht vergehen JAHRE, auch wenn die personen beim greifen optisch gleich aussahen.


    Das Problem ist, dass wi das Beim schlagzeug gerne vergessen. Über sowas banales wie greifen machen wir uns keine gedanken mehr, eben weil wir jahrelang das geübt haben ohne in sportliche ambition zu verfallen. Genau darin liegt ja der Lernerfolg versteckt: Einfach am ball bleiben und nicht krampfhaft irgendwelchen zielen hinterherzujagen (vor allem speed).
    Das ist auf lange sicht zum scheitern verurteilt.


    Meistens haben die Leute erst ein offenes ohr für mein gefasel, wenn sie hart und unbarmherzig gegen eine Wand prallen und deshalb kann man nicht jeden so einfach davon überzeugen Klingt ja irgenwie nach Drummen für mädchen :D


    LG

  • Dabei wurde auch gezeigt, dass kinder noch nicht die motorischen fähigkeiten von erwachsenen besitzen und das das bloße greifen eines gegenstandes eine genaue dosierung braucht und effizient zu sein. Bis das jemand effizient beherrscht vergehen JAHRE, auch wenn die personen beim greifen optisch gleich aussahen.


    mhh ich denke DAS kann ich nun als guten Einstieg für meinen doch sehr bescheidenen aber an einem Beispiel geschmückten Beitrag zeigen.


    Die Übung an sich, die du oben angegeben hast, ist an sich ja schon etwas leichteres, im Hause der übertriebenen Koordination von manchen Drummern.
    Bei der Übung wird vorallem dich dein linker Fuß mental sehr stark beanspruchen, so war das damals zumindest bei mir, wenn ich sowas geübt habe. Weil der linke Fuß ja nun Anfangs nicht sehr viel macht, sind es ungewohnte Bewegungen und nicht oft strapazierte Muskelgruppen, die sich das Gehirn erst einprägen muss.
    Daher hilft wirklich nur, sehr langsam anfangen, schneller werden, also ÜBEN ÜBEN ÜBEN immer das Selbe, mancher raffts schnell mancher langsam.


    Und am Ende wenn du es beherrscht würde ich dir empfehlen folgendes Experiment durchzuführen:


    Setz dich auf deinen Hocker, dreh dich um 180 Grad und spiele das Pattern "trocken" und zwar so, dass es sich für dich "richtig anfühlt" so wie wenn du es spielst, dir wird auffallen, dass dein Kopf so gesehen nicht mehr arbeiten muss, der Pattern läuft von alleine, aber WAS IST DAS? deine Füße werden minimal asynchron bewegt :o, der Sound wird auf einer ebenen Bodenplatte nicht der selbe sein wie auf deinem Set. (diese Erfahrung habe ich gemacht, setzte mich darauf an mein set und machte alles nochmal wie vorher und DORT passt es dann weider perfekt alles aufeinander).
    Warum ich das erzähle? um meinen Vorredner etwas zu untermauern, zeige ich dir mit diesem banalen Beispiel, welches mir selbst irgendwann mal durch Zufall aufgefallen ist(ist auch nicht bei allen gleich ausgeprägt), dass dein Körper die genaue Kraft, die genaue Schnelligkeit und den Ablauf deiner Bewegungen erst nach einiger Zeit verinnerlichen kann, das geht nie von jetzt auf gleich. Und das ist glaub ich die biologisch zweitbeste Begründung warum man beim Schlagzeug fleißig üben sollte, gleich nach dem Vorwand zu erzählen, dass man DRUMMER ist und so es schafft mit VIELEN FRAUEN SEX ZU HABEN.


    doch.. ich schweife ab...


    mfg crashi

    Mein Zeug


    Meine Band


    "I'm not something like a talker, I'm a drummer" Michael "Moose" Thomas


    "I am not the best drummer, sue me! Well..just kidding don't sue me I hate paperwork"

    Einmal editiert, zuletzt von Crashi das Fetzige Becken ()

  • Ich würde dir auch raten, wie die anderen, den Rhythmus erstmal langsam zu üben und immer schneller zu werden. Die Schläge auf und also auf 1 und, 2 und, die kommen immer wenn dein rechter Stick am höchsten Punkt angelangt ist um wieder für einen neuen Schlag auszuholen. Also immer wenn du ausholst hantelt es sich um eine 1 und 2 und usw. Wie ein anderer Kollegen schon gesagt hat, ist das üben zunächst mit Achteln auch sinnvoll. Da bekommst du dann ein gutes Gefühl für die bassdrum und weißt schonmal wo du sie spielen musst. Dann lässt du die Achteln weg und spielst die viertel.
    Halt uns auf den laufenden.


    Beste Grüße
    Chris

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