Woran erkennt man einen guten Lehrer bzw guten Unterricht

  • [quote]Keith Moon und Buddy Rich hatten z.B. nie Schlagzeugunterricht. Und so schlecht waren die ja nun nicht. ;)


    Das stimmt ja schon, es muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass die aus unterschiedlichen Zeiten (musikalisch, gesellschaftlich, technologisch) stammten.
    Die übten bestimmt nicht isoliert im Keller, bis sie 20 waren, sondern erlernten ihre Fähigkeiten grösstenteils im Bandkontext und sonstigen sozialen (Musiker)Umfeld.

  • Auch wenn dieser Thread schon seit einer Weile ruht, möchte ich ein paar mir wichtig erscheinende Dinge ergänzen.


    Es ging um z.B. um Preisvergleiche. Dabei wurde m.E. nach das Entscheidende übersehen: es geht im Unterricht nicht um die Länge der Unterrichtsstunden, sondern erstens um die Qualität der Informationen und zweitens darum, das der Lehrer seine Schüler exzellent darin berät, wie er diese Inhalte schnell und effizient in sein Spiel integriert. Denn das Ziel aller Schüler ist doch schnellstmöglich der/die beste Drummer/-in zu werden, die er/sie werden kann. Wenn ein Lehrer doppelt so teuer ist, wie ein anderer, ich aber im gleichen Zeitraum 4x soviel bei ihm lerne, ist er doch tatsächlich günstiger.


    Einen wahrhaft guten Lehrer anhand von Einzelkriterien (guter Unterrichtsraum, guter Drummer etc) zu erkennen, ist leider für Anfänger und deren Eltern äußerst schwierig. Da gibt's Superdrummer, die nicht erklären können, bärbeißige Unsympathen, die sich erst nach längerem als echte Juwelen outen, etc..


    Selbst das vielzitierte Spaßargument, kann in die Irre führen. Denn zum Lernen gehören auch Blut, Schweiß und Tränen und viel Geduld. Der Spaß kommt manchmal auch erst später, wenn etwas Bestimmtes erreicht wurde. Mit Drums kann kann man Leuten auch sehr leicht Sand in die Augen (und Ohren) streuen. Bisschen schnell rumkloppen, bisschen Krach mit viel Action, ... macht schnell was her. Welcher Laie soll da noch durchblicken, trotz all der vielen richtigen und wichtigen Dinge, die in diesem langen Thread beschrieben wurden?


    Ich finde, ein Lehrer sollte sich natürlich an seinen Schülern messen lassen. Besuch doch mal ein Schülervorspiel der Schlagzeugklasse der Musikschule oder Konzerte der Musikschulcombos. Da sieht man doch vieles: wie trommeln die Schüler (verschiedenen Alters und verschiedenen Niveaus), wie herzlich ist der Kontakt zwischen den Schülern und dem Lehrer? Wenn was schief geht, wie geht der Lehrer damit um? Klingen alle irgendwie gleich oder ist da von Snaredrum Etüden über Pop/Rock bis Jazz und Metal alles dabei? Daran kann man doch ablesen, ob der Lehrer ein Konzept hat, in welchem zwar alle die gleiche Grundausbildung erhalten, sich dann aber auf dieser Basis ganz individuell entfalten können.


    Punkgirl: vielleicht kannst Du ja mit dieser verspäteten Info noch etwas anfangen. Und super, dass Du trotz einiger Schwierigkeiten so engagiert bei der Sache bist. (So scheint es mir jedenfalls! ;-) )

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