Kennst du J. P. Bouvets RhythmBot? -> Super!
Beiträge von Mattmatt
-
-
Kann wirklich gut sein, dass es an mir liegt. Vielleicht auch an meiner Erwartung ... Vielleicht gehe ich von einer ewig haltenden
Stimmung aus, und es ist normal, dass eine Schraube sich Schritt für Schritt ganz leicht zu lösen beginnt und dann immer mehr.
Oder meine Stimmung ist nie so hoch, dass ich in die optimal mögliche Stimmstabilität komme. Keine Ahnung ...
.Ich bin jedenfalls sehr offen für die Möglichkeit, dass weder die Kompressor noch die Jost Nickel irgendwas dafürkönnen
. -
Ich find meine Alu-Kompressor auch top. Die einzigen Punkte auf der Minusseite sind bei mir, dass sie sich eher schnell
verstimmt (eine Schraube – passiert mir zwar bei der Jost-Nickel-Snare auch, bin kein Hardhitter) und dass sie nicht die
superpraktische Dualglide-Abhebung hat.
Sie hat auch schon diverse Komplimente von unwissenden und unbeteiligten Hörern und Mitspielern erhalten.
Der einzige Grund, dass sie nicht meine Hauptsnare ist (nebst dem schnelleren Verstimmen), ist, dass ich meine Holz-
snares einfach so sehr mag
. Besagte Jost Nickel sowie meine Prolite-Snare
. -
Wo war nochmal der Fred mit den eher kritischen Aristocrats-Posts?
Jedenfalls: Hab sie am Donnerstag zum ersten Mal live gesehen und fand es einfach nur großartig geil!!
Ich glaube, diese Mischung aus Virtuosität, Spielfreude und Spielwitz/Schalk habe ich so noch nie erlebt.
Vom Erzählen her könnte das auch etwa so auf Zappa zutreffen, leider kenn ich das Zeugs praktisch nicht.
Auf jeden Fall meine höchste Empfehlung, sich die Herren live ansehen zu gehen! Guthrie Govan ist einfach
ein unfassbares Talent, und Marco Minnemann hat mich auch richtig umgehauen. Auch wenn mir ja klar
ist, dass er saugut ist, und ich manches von ihm kenne, seit Jahrzehnten. Vielleicht hat mein eigenes Gehör
sich so weiterentwickelt oder er, oder diese Combo passt einfach musikalisch dermassen gut, wie dem auch
sei, ich fand ihn nebst der offensichtlichen technischen Fähigkeiten einfach auch ausdrücklich supermusi-
kalisch, wahnsinnig dynamisch (die ganze Band, meine Fresse, ich glaub, ich hab generell noch nie eine
Band so leise spielen gehört), und präzise, groovig, tight, transparent, artikuliert. Und eben, das Ganze
alles andere als in sich gekehrt, auf sich konzentriert, verbissen, sondern mit Lust und Witz, kommunikativ
und so entspannt (in der Wirkung zumindest).
Sie kommen auch kein bisschen so daher, dass sie sich für was Besseres halten würden und jetzt mal
zeigen, wo der Hammer hängt und wie man so viele Noten und schräge Ideen wie möglich zusammen-
schustert. Im Gegenteil, sie strahlen aus, dass sie sich selbst nicht allzu ernst oder wichtig nehmen.
Auch meine Befürchtung, dass ich es nach einer gewissen Zeit nur noch anstrengend finden könnte,
hat sich kein bisschen bewahrheitet. Ihr Set war sehr ausgewogen und abwechslungsreich, teilweise
haben sie ausufernd und unterhaltsam über die Songs geredet (alle drei kamen zum Zug), und Marco
spielte ein ausgedehntes Drumsolo (lang keines mehr gesehen live tatsächlich – und auch hier wieder:
selten so ein unterhaltsames und kurzweiliges!). Die andern zwei gingen hinter die Bühne, und wer
dachte, dass sich danach Marco mal eine Pausen gönnen würde: weit gefehlt! Der Kerl zog sein wirklich
intensives Ding 2 1/4 Stunden knallhart durch!
-
Also ich hätte schon ein eigenes Gegenbeispiel, bei dem ich über die Noten gelernt habe:
Bei gewissen vertrackten Polymetern in meinen Twisted-Shuffle-Videos habe ich mir den Verlauf durchaus zuerst ausnotiert,
quasi rechnerisch, und so ausgecheckt, wo was wie landet. Danach gehts dann natürlich irgendwann schon wieder ohne
Noten, es geht ins Gehör, und im Fall von polymetrischen Verschiebungen lernt man (oder ich zumindest), das Zeugs gleich-
zeitig gegeneinander zu hören.
So nebenbei versuche ich aktuell, Camille Bigeaults Buch durchzugehen, da beschäftigte ich mich diese Woche grad mit
3er-Pattern (o..o.. etc.) gegen 5er-Pattern (o.o..o.o.. etc.) plus Fußostinato dazu. Hier fand oder finde ich den Weg über
die Notation auch sehr angenehm
. Das Ziel ist ganz eindeutig, es ohne Noten draufzuhaben und auch nicht "pattern-mäßig", sprich mit bestimmtem Anfang und Ende, sondern frei irgendwo starten und enden. Aber ohne Notation fände
ich so was in der Draufschaff-Phase viel schwieriger oder strenger.
-
Ja, auf jeden Fall! Schreiben, lesen, üben, unterrichten, alles
.Und ich spiele aber genauso viel notenlos.
Und: Beim Unterrichten um Himmels willen analog.
-
Habe ich gerade polymetrisch gehört? Bin sofort angerannt gekommen!

Cool Stuff, und wie immer mit Perfektion dargebracht.
-
Einerseits klingt eine Tomreihe in gleichmäßigen Intervallen kompakter, was aber eine Geschmacksfrage ist, ob man danach sucht.
Andererseits hat eine Stimmung in Terzen den Vorteil, dass man von einem Tom zum übernächsten eine Quinte findet. Spielt man zwei Toms im Quintenabstand gleichzeitig, bekommt man einen besonders günstig gelegenen Differenzton geschenkt (=> Hüllkurvenmodulation des Zweiklangs), nämlich die Oktave unter dem tieferen der beiden Töne. Das klingt besonders fett, ohne dass man etwas tun oder können müsste. Das ist quasi die Übersetzung des Powerchords für Schlagzeug.
Aber nur wenn du strikt zwischen großen und kleinen Terzen abwechselst, ansonsten gibts ne übermäßige Quint, was du vermutlich nicht meinst bzw. suchst
.Eines meiner beiden Drumsets (s. Avatar) besteht aus (8), 10, 12 und 16. Inzwischen ordne ich das gar nicht wirklich als eine Tomreihe ein, sondern sehe
die zwei oder drei kleinen oben als die "melodiösen" Toms an und das 16 Floortom als eigenständigen Effekt oder Charakter mit einer etwas anderen
musikalischen Funktion. Irgendwie gleich, irgendwie aber doch nicht. Insofern stört mich der große Sprung überhaupt nicht.
-
Wow, diese Kombination Sonor und Bill Stewart
! -
Oh, schade wegen Frankfurt (für mich). Hatte "leider" Gig letzten Sa und So, sonst wäre ich auf jeden Fall auch in Friedrichshafen gewesen!
-
Sehr interessante Gedanken
. -
Im Mai sind sie in Zürich, und ich tendiere momentan stark dazu, hinzufahren
.Guthrie habe ich erst mit Hans Zimmer live erlebt, war auf jeden Fall umwerfend.
Ich hatte ähnliches Sauer-aufstoß-Erlebnis vor einigen Jahren mit Animals As Leaders.
Ich wusste genau, was mich erwartet, und eigentlich fand ich vieles sehr geil, und dennoch
habe ich gerade im Livekontext eine Connection auf der emotionalen Ebene vermisst, und
ich glaube, es wäre nicht mal unmöglich, aus Musik von der komplexesten Sorte eben auch
etwas Emotionales schaffen zu können, Geschichten zu erzählen, Bogen zu spannen, die
musikalische Aussage in dem Sinn über die "technischen Ideen" zu stellen. Aber leider
gibts die Kombination irgendwie selten.
Meiner Meinung nach sind Haken eine Band, die diesen Grat zwar nicht vollständig, aber
zu einem (für mich) herausstechenden Grad schaffen.
Gut, die Aristos haben es als instrumentale Band vielleicht auch ohnehin etwas schwerer,
wenn man davon ausgeht, dass die menschliche Stimme die beste, tiefste und emotionalste
Verbindung schafft. Auch in Kombination mit Sprache natürlich.
-
Oh geil! Ihn hatte ich schon länger nicht mehr auf dem Schirm. Würd ich auch nicht Nein sagen, ihn wieder mal live zu sehen!
Viel Spaß!
Edit: Wäre für mich sogar auch der nächste Ort gewesen auf seiner Tour, schade ...
-
Präzisierung von meiner Seite her: Ich find Anika top in dem Clip. Die Gesamtperformance auch, aber mit dem Song kann ich irgendwie gar nichts anfangen, und ich bin auch kein Rush-Fan, noch nicht einmal ein Kenner in dem Sinn. Aber rüberkommen tun Spielfreude und Energie von allen. Auch eine Band (oder eine Teilband) ist halt
kein statisches Gebilde, sondern besteht aus Menschen mit Entwicklungen und dynamischen Prozessen. Ist doch insofern alles gut, find ich.
Kein Vergleich jedenfalls zu manch anderen in die Jahre gekommenen (Rock)Bands und -Musikern, wo beim Anhören und Ansehen eines aktuellen Videos einfach
jedem klar ist, ob Fan oder komplettem Ignorant, dass es eifach nicht (mehr) klingt, nicht zündet, nicht funktioniert etc.
-
Hier gibt es einen ersten Vorgeschmack auf Rush mit Anika
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Ich finds top!
-
Stimmt, großen Dank natürlich an Marius und auch an Niop für den Einsatz
!! -
Wow, krass! Hätte nicht gedacht, dass es mich erwischt! Vielen Dank, freut mich.
Hier meine Notizen beim Anhören und Abstimmen (Avatarnamen natürlich erst jetzt ergänzt
) :C (Niles): Lustiger Hall/Delay, chillig gespielt, guter Flow, erstaunliche Ähnlichkeiten mit meinem eigenen Arrangement!
E (Lexikon): Falls das Lexikon ist, ist das für mich sein "tightester" Beitrag bis jetzt
. Lustige Idee mit dem verdoppelten Feel(im Vergleich zum sonst hier vorherrschenden One-Drop) und den binären Einlagen, allerdings finde ich es leider persönlich
nicht so passend
G (Olli K.):
etwasviel zu busy/verspielt mit den Händen, aber irgendwie doch stilistisch passendes Feel und großteils guterFlow, solid
H: ich
J (mtree): vermute hier Marius
. Interessanter Rockbeat drüber. Sauber gespielt, vermisse allerdings schon dasReggae-Flair, auch wenn die andere Richtung sicher bewusst gewollt ist
O (SleishMan): Keep it simple -> works!! Ein bisschen Rushing immer mal wieder. Die viele "Luft" durch das reduzierte
Spiel passt sehr zum Track, finde ich. Schluss mit dem Diminuendo sehr cool!
P (haidem): Mein Abräumer bei diesem Playalong! Love it! Fetter Snaresound, interessantes HiHat-Pattern (ich finde nicht
wirklich raus, wie das erreicht worden ist – Stack mit Splashes für die Accents und ein anderes Becken für einen fast schon
shakerähnlichen Effekt?), sehr cooles Arrangement, sogar ein Solo, das sich sehr gut einfügt, wie ich finde – nicht überbordend
oder nach Aufmerksamkeit schreiend.
R (Surfkoala): Solid songdienlich! Gefällt mir! Recht detailliert aufs Arrangement des Playalongs eingegangen und diszipliniert
durchgezogen.
V (Mai-Carsten): Finde diesen trashigen Snaresound ziemlich geil
. Könnte in einer Produktion durchaus bewusst sogesucht und gewollt werden. Solid und durchdacht gespielt. Interessanterweise für mich genügend Reggae-Vibes, obwohl
die Drumpatterns an sich eigentlich gar nicht so konkret Reggae sind (abgesehen vom Steppers). Sehr kurzweilig anzuhören
durch die vielen Variationen.
-
Alles anzeigen
Mal ein anderes Thema.

Zwei von den neun Teilnehmern haben mir ihre Zeitinvestition mitgeteilt. Die sind mit 4,5 Std. und 20 Min. schon sehr unterschiedlich.
Mit dieser Information kommt der Aspekt "Leistung" ins Spiel. Physikalisch betrachtet ist Leistung die Arbeit, die in einer bestimmten Zeit verrichtet wird. Je kürzer die investierte Zeit bei gleicher Arbeit, desto höher die Leistung.
Zwar finde ich diese Info schon irgendwie interessant, aber andererseits auch unwichtig, sogar schon fast störend. Insbesondere, wenn das sowieso nicht alle angeben.
Ich könnte dazu jetzt noch viel mehr schreiben, weil mir dabei vieles durch den Kopf geht. Jedenfalls würde ich es gern weglassen.
Ja, schwieriges Thema, weil man fairerweise eigentlich die lebenslange Summe der "Leistung" allen Übens und aller musikalischen Erfahrungen auch miteinbeziehen müsste, oder man müsste zumindest diskutieren, wo es anfängt und wo es aufhört. Ich für mich würde diese Philosophier-Büchse lieber zubehalten
.Ich habe nicht geschaut, wie viel Zeit ich aufgewendet habe, denn dann hätte ich mehr ein Gefühl von Arbeit, Leistung, Zeitdruck usw., alles nicht entspannende
Attribute, die mich mindestens ablenken würden vom eigentlichen Spass des Entwickelns, Aufnehmens und Verbesserns.
-
Ich finde es gut zu wissen (auch für die Bewertung), dass von Marius keine – sagen wir – entscheidende und prägnante Effekte hinzugefügt wurden.
Ich freue mich, dieses Mal auch wieder Zeit zu haben, mich an der Abstimmung zu beteiligen und meine Gedanken zum Besten zu geben.
Bei der Jazzchallenge hatte ich mich da leider mangels Kapazität raushalten müssen und deshalb auch gar nicht abgestimmt.
-
Ist aber auch fast 1 pro Tag
!