Beiträge von Mattmatt

    Hallo in die Runde


    Weiß jemand, wozu dieses kleine Ding mit den drei Löchern da ist? Es ist mit drei Schrauben regelrecht in den Spannreifen (der erstaunlicherweise passende drei Löcher dafür hat) geschraubt.

    Ich kann mir höchstens vorstellen, dass es eine Art Rim-Shot-Hilfe sein könnte!? Ergibt für mich aber irgendwie wenig Sinn ...


    Frage mich schon die ganzen zwei Jahre, in denen ich in diesem Raum unterrichte, und endlich werfe ich die Frage mal weiter in die geschätzte und erfahrene Runde 😅.

    Geht mir natürlich auch so, ABER: Der Selbsteindruck kommt ja vom eigenen Gefühl.

    Um das Getrommel, sprich das hörbare Resultat/Produkt etwas neutraler zu beurteilen,

    hättest du im Prinzip am besten Folgendes machen müssen:


    Den Gig am fremden Set aufnehmen, dann die 100%-Session danach zu Hause ebenso,

    und die beiden Aufnahmen vergleichen :). Erfahrungsgemäss (eigen sowie fremd)

    wage ich die These, dass der Unterschied um einiges kleiner ist, als man selbst meinen

    würde.

    Sie zuckt da nicht mit der WImper, ich denke als Lehrer hat man irgendwann einfach alles gehört und erlebt ^^ .

    Ich würde auch sagen. In der Situation des Schülers macht man sich da wahnsinnig viele Gedanken und viel Stress (kenn ich auch), die Lehrperson – die das ja (hoffentlich) beruflich macht – kennt jedoch ohnehin alles, hat Erfahrung mit unzähligen blutigsten Anfängern und fokussiert ganz bestimmt nicht auf den Gedanken: "Wow, der kann aber wirklich nix!", sondern wird auf die besten nächsten Lernschritte schauen. Das gegenwärtige Niveau muss dabei gar nicht so sehr absolut eingeordnet oder gar bewertet werden. Finde ich. Ist ja keine Prüfungs- oder Einstufungssituation.

    Worum geht es dann? 🙂


    Und was sagst du zu meinen 4 Antworten? Sind die dort angesprochenen Sachverhalte für dich klar?


    Ich würde nicht eine allzu grosse Betonung auf deine eigenen Erfahrungen legen ("alle verstehen mich falsch", "kein Lehrer kann mich knacken (ausser der eine, der die Schule gewechselt hat)" etc.), ich fürchte, das wird dann in deinem Kopf zur Selffulfilling Prophecy ... Ich glaube jetzt nicht wirklich, dass du von allen Schlagzeuglernenden die ultimative grosse, komplizierte Ausnahme bist, die in so einsamen und komplizierten Bahnen denkt (und entsprechende Fragen stellt), dass wir alle gnadenlos scheitern müssen. Eher gehe ich davon aus, dass ein, zwei Knöpfe vorhanden sind, die ziemlich jede Frage (und Antwort) irgendwie durcheinanderwirbeln oder es gar nicht erst zu lehrreichen Assoziationen kommen lassen.


    Vielleicht stellst du mal das eine oder andere Video mit deinem eigenen Spiel rein? Wie du sagst: einfach spielen! Vielleicht kann man da besser anknüpfen und besagte Assoziationen bilden?


    Kinder lernen ja auch zuerst reden, dann schreiben und lesen 🙂. Geschweige denn Sätze grammatikalisch auseinandernehmen.

    Zitat

    Sorry Friesendrummer da hab ich dich völlig falsch verstanden.

    Oder ich ihn ...? 🤷‍♂️


    Zitat

    bzw. wenn es auf die Länge des Tons ankommt, was für uns Drummer nicht ganz so häufig ist. Melodiker setzen den Ton dann wirklich ab, statt gebunden zu spielen.

    Genau. Wir Drummer sind hier in einer Sonderposition und nehmen Notenlängen in dem Sinne nicht ganz wörtlich, weil wir ja zu 99 % keine definierten Notenlängen spielen, sondern nur einen kurzen Impuls, gefolgt von einer "Pause".

    Leider juckt es mich aber doch zu stark ...


    1) Genau so wie es Notenlängen gibt, gibt es auch Pausenlängen.


    2) Wie bei allen anderen Instrumenten (Melodienoten) gibt es immer zwei Informationen: Notenlänge (Hals, Fahne etc.) und Tonhöhe respektive bei uns Instrument (Auf welcher Linie bzw. welchem Zwischenraum die Note steht – Stichwort 5 Notenlinien).


    3) Abstände im optischen Sinn gelten NIE, NIE, NIE! Bei schön geschriebenen Noten kann man optisch auch gut erfassen, wie die Abstände/Tonlängen sind, aber das ist sozusagen Goodwill des Notierenden. Effektiv zählen tun nur die rechnerischen Notenwerte. Deine abgezeichneten Notenwerte stimmen vermutlich nicht wirklich alle so.


    4) Pausen stehen für gewöhnlich, a) wenn sie genau auf die Viertel-Zählzeit fallen und/oder b) wenn ein Ton bewusst kurz geschrieben wird.

    Ich könnte dir alle Fragen beantworten, würde aber doch ein bisschen ausführlich/aufwendig.

    Alllll deine Fragen könnten dir aber auch live und direkt von einem (guten) Lehrer in schätzungsweise 2–3 Minuten beantwortet werden 😉.


    Du hast schlicht Lücken in Sachen Noten- und Notationskenntnis. Das ist nichts Schlimmes, das aber alles mittels eines Forums aufholen

    zu wollen, finde ich nicht so effizient und zielführend.

    Ja, dieses Forum ist eine gute Ecke und Adresse im grossen, weiten Internet 🙂. Ich hatte hauptsächlich hierhergefunden, weil ich ansonsten an mehr internationalen – sprich USA-lastigen – Orten unterwegs gewesen war und etwas "Lokaleres", "Realeres" und meinem tatsächlichen Leben musikalisch und allgemein irgendwie Näheres suchte.

    GuTh ..nur nochmal damit keine Missverständisse aufkommen. Ich habe versucht, es aus meiner unlogischen/logischen Sichtweise zu verstehen.

    Das hier erklärt ja eigentlich alles!!! und meine Gedanken hab ich stark von den historischen Ereignissen getrennt, was ja völlig schwachsinnig ist.

    ab dem Jahr um 1500 wurde von den Spaniern die Sklaverei auf Cuba praktiziert und diese Menschen kamen natürlich aus Afrika. Somit ist es auch nicht verwunderlich dass die Musik dieser Menschen an den Orten einfloss wo sie gefangen gehalten wurden. Wie eben auch auf

    Lexikon75 sag mal bescheid ob und wann deine Fragen geklärt sind..hab ja auch meine Notenblätter vor mir. Dann warte ich noch

    mit meinen Sachen dann ist es nicht so chaotisch und drucheinander. :). Aber keine Eile, ....ich trinke solange Ostfriesentee und das kann dauern, hier im Norden ;)

    Was ist Ostfriesentee? Ich hab zu Hause einen offenen Schwarztee, der sich so oder ähnlich nennt (weiss grad nicht auswendig ...) 🙂.

    Shuffle: Sie dir nochmal die roten Zahlen an, eine Pause kann ja nur bei 1, 2, 3 oder 4 (in Bezug auf 16tel jetzt, nicht wie eigentlich richtig auf Viertel) vorkommen. In den Sextolen werden diese Zahlen dann nach meiner Schreibweise in obiger Post ja zu 1, 3, 4 und 6. 2 und 5 sind sowieso Pause in

    der verswingten Version. Hast du bei einer Ursprungssechzehntel eine Pause, steht die dann einfach wieder bei der entsprechenden Sextolen-Stelle.

    Je nach bereinigter, schöner geschriebenen Endversion ersetzt du dann vielleicht eine Pause durch eine längere Note zuvor oder so, aber du weisst,

    was ich meine (hoffentlich). Sonst muss ich dann auch noch mit Noten kommen 😉.


    Dein Beispiel: Ja, sogar in einem halben Takt 🙂. HH und Snare spielen 3:2, Snare und Bassdrum 4:3.

    Faszinierend ist ja Folgendes: Dieselbe rhythmische Struktur ist je nach Perspektive polymetrisch statt polyrhythmisch: Wenn du die Hi-Hats beim Zählen und Spielen einfach umdeutest und anstatt "1-trip-let 2-trip-let" etc. (oder ähnlich) "1+2+3+4+" zählst (der Takt geht dann nicht mehr auf, sondern ein neuer Takt, der, den du zählst, gilt dann), gehen die Patterns ja nicht mehr auf, sondern verschieben sich gemütlich über die Taktlinien (odd groupings). Das geht mit allen Polyrhythmuspaaren, respektive kann eben auch umgekehrt etwas Polymetrisches so mit einer neuen Perspektive versehen werden, dass es zu einem schön aufgehenden Polyrhythmus wird.

    Hm ja, na ja, man könnte es abschnittweise als 4 über 3 sehen (Snare spielt 4 gleichmässige Schläge in der Zeit, in der die Bassdrum deren 3 spielt). Ist aber ein bisschen weit hergeholt, denn der Effekt stellt sich natürlich nicht wirklich ein, weil es in jedem Takt wieder unterbricht und länger dauert, bis wieder 1 solcher "Zyklus" kommt.


    Wenn, dann würde ich es eher als polymetrisch wahrnehmen. Würde man die Snareschläge in diesen Abständen einfach weiterziehen anstelle des Unterbrechens und im nächsten Takt Wiederholens, ergäbe es das berühmte «3er-Gruppen»-Pattern, also die Snare spielt in Relation zum 4/4-Puls immer jede dritte 16tel. Wobei, ist ja eigentlich kein Konjunktiv, denn es SIND kurze polymetrische Abschnitte.


    Shuffle: Du musst alles nach Triolen bzw. Sextolen umschreiben, und immer die 2. und 5. Sextole sind Pause. Von 1234 (16tel) nach 123456 (Sextolen).

    Zitat

    Das muss ich wohl. Denn einfach mal plakativ gedacht in Namibia ist vom Trommeln und Tänzen her eine ganz andere als z,b in Peru. Warum dann allg, immer von Latin und Afrika gesprochen wird ? Und die Musikgeschichte zeigt ja auch das alle Stilistiken nicht im ganzen Kontinent verbreitet sind.

    Natürlich weiss ich was damals in Kuba passiert ist, wie es dazu kam und auch was die Musik und Kultur betrifft, Da passt es schon eher.

    Da muss ich mich noch ein bisschen rein arbeiten. Stimmt man muss hier nicht jede noch so blöde frage stellen. man kann auch mal selber

    ein wenig recherchieren. ;)

    Wenn man von Afro-Cuban spricht, meint man ja auch nicht, dass in Afrika und in Kuba dieselbe Musik gespielt würde.



    Das mit der Clave und dem Polyrhythmus hat sich erledigt zwischenzeitlich, oder? Für einen Polyrhythmus braucht es zwei gleichzeitig gespielt Figuren, und zwar zwei jeweils gleichmässige. Das heisst, die Clave einmal in 3-2 und einmal in 2-3 gleichzeitig gespielt ergeben NICHT einen klassischen Polyrhythmus. Es gibt zwar den wohl berühmtesten Polyrhythmus 3:2 resp. 2:3, bei dem 2 und 3 Schläge gegeneinander gespielt werden. Die ersten beiden Schläge sind gleichzeitig, und beide Grüppchen brauchen quasi gleich viel Zeit, bis sie wieder von vorne beginnen. ABER: Der 3-er-Teil muss triolisch sein, also alle 3 Schläge im selben Abstand, was beim 3-er-Teil der Claves NICHT der Fall ist. Kleiner, aber feiner Unterschied ☝️.

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    Eine Sache noch. Stichwort Polyrhythmik = Son clave ???

    Nö.

    Zitat

    Das Afro und Latin immer zusammen in Verbindung gebracht werden verstehe ich auch nicht. naja.

    Da musst du dich einfach (musik)geschichtlich schlaumachen, die Informationen sind alle vorhanden. 🙂

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    Stell doch mal gegenüber, wie du es notierst, da profitieren ja andere auch davon.

    So, wie Manuel mir schon zuvorgekommen ist 🙂. Abgegrenzte "Viertelpackungen" sind für mich viel schneller erfassbar. Dass man die Taktmitte nicht überschreiben soll, ist ja eine generelle Notenschreibregel. Ich persönlich weite dies in 90 % aller Fälle auch auf die anderen Viertel aus. Ausnahmen z. B. bei langsamen, einfachen Notenbildern. Beispiel: 1 Viertel, dann 1 Halbe, dann wieder 1 Viertel. Die Halbe dauert zwar über die Taktmitte, der ganze Takt ist jedoch sehr leicht zu erfassen.