Ja, in meinem Fall fehlte leider die Zeit, um bei der Abstimmung mitzumachen, oder sonst hätte ich es einfach schnell hinschluddern müssen,
was ich nicht hätte machen wollen.
Ja, in meinem Fall fehlte leider die Zeit, um bei der Abstimmung mitzumachen, oder sonst hätte ich es einfach schnell hinschluddern müssen,
was ich nicht hätte machen wollen.
Wenn ich Holdsworth einordnen will sage ich : Er hat sein Handwerk mit wichtigen Einflüssen und Spielern der Jazztradition entwickelt, seine Musik fußt auf der Idee und Tradition des Jazz von Ästhetik und Improvisation...also nennen wir es Jazz. Das schließt ja nicht aus, dass einer wie Slash hergeht und sich dieser Tradition zuwendet und dann nicht in der Lage wäre etwas zu machen, was man eindeutig Jazz nennen kann.
Das finde ich generell einen wichtigen Gedanken und erinnert mich an die modernen Gospelstile (Kirk Franklin, Israel Houghton und Konsorten), aber auch an fusionigen Mischmasch wie Snarky Puppy, Dirty Loops usw.:
Ein großer Teil der handwerklich gewichtigen Musiker und Bands heutzutage hat im Minimum einen "Jazzbackground", also die Bausteine Jazz-Harmonielehre, Traditional-Jazz-Playing, Improvisation, Interaktion, Comping, Swing-Feel sind solid bis vertieft vorhanden. Mit diesem Können und Wissen wird dann aber eine riesige Bandbreite an Musikstilen gespielt, die sich recht erfolgreich klaren Schubladisierungen entzieht.
Ausnahmen bestätigen die Regel: Ich mag mich an eine Drumclinic mit Anika Nilles vor vielen Jahren erinnern, in der sie grinsend auf eine Frage meinte, sie höre und spiele eigentlich keinen Jazz. Meiner Ansicht nach hat sie - und sicher viele andere auch - aber ihr spielerisches Repertoire mittlerweile vermutlich so quasi von hinten aufgezäumt, positiv gemeint. Damit will ich sagen, wenn man halt nicht das traditionelle Zeugs auscheckt wie Bebop, Swing etc., aber andere virtuose Musiker und Stile studiert, die auf diesen Traditionen aufbauen bzw. die ihrerseits die traditionellen Stile und Musiker studiert haben, kommt man ein Stück weit der Sprache und dem Sound ja auch auf die Spur.
Zu den Themen Lautstärke und viele vs. wenige Noten habe ich zwei subjektive Einwürfe:
Ich find halt zum Beispiel diesen Spielstil sehr geil (Gary Novak – jaaaaa ich weiß, das ist kein puristischer Jazzpolizei-Jazz):
Viele leise Noten, aber viele, und was für welche
!!
Und wer Dave Grohl nur aufgrund seiner Lautstärke bereits disqualifiziert für etwaige Jazzambitionen, vergisst vielleicht, dass Kerle wie Elvin Jones
auch alles andere als leise getrommelt haben
(gemessen an den entsprechenden Gegebenheiten).
Das ist z.B. der Grund warum ich nicht mitgemacht habe. Die Struktur des Playalongs ist eher ungewöhnlich. Für den Anfänger (oder mich) wäre da eher ein Standard (da beziehe ich mich auf's Real Book) in gewohnter Form mit ein oder zwei Solo Chorus. Ich persönlich hab zwei dreimal dazu gespielt und kam nicht im Ansatz gut in die Form wie z.B. bei ner Session, weil's eben nicht "Standard" war und ich Zeit fürs auschecken investieren hätte müssen. Ausserdem, ich habs oben schon geschrieben, der Feel, angelegt als astreiner Swing mit 1/4 Klick drunter -> Polka
Absolut einverstanden! Eher seltsames Stück verglichen mit einem typischen Ablauf, mit dem an einen Standard umsetzt.
Auch vom dynamischen Aufbau her etwas eigenartig.
Ich glaube, dass man im Jazz "alles darf", ist schon ein ziemliches Missverständnis. Meinen tut man wohl damit die meist sehr große improvisatorische Freiheit. Gerade das Comping (Begleiten eines Solisten, gilt nicht nur für Drummer) kann sehr interaktiv, variierend, wechselnd, expressiv sein. Muss aber nicht. Und das ist natürlich überhaupt nicht dasselbe wie "alles dürfen".
Jazz ist eine Sprache mit vielen Dialekten (Äras, Entwicklungsstadien). Innerhalb dieser Sprache oder des entsprechenen Dialekts (Bebop z. B.) darf man "alles", ungefähr so, wie man in einem Rocksong an einer Stelle, an der ein großes Fill angebracht ist, "alles" darf. Wobei halt sehr vieles unpassend unmusikalisch klingen würde.
Wenn man sich eine Fremdsprache anhört, bei der man nicht ein Wort versteht, sondern halt nur die Art von Lauten registriert, könnte man auch meinen, es seien einfach alle Laute erlaubt, die etwa so ähnlich klingen. Man wird so aber nichts Verständliches sagen und sich als Nichtversteher der Sprache zu erkennen geben.
Der Vergleich mag hinken, aber in diese Richtung würde ich es wohl sehen.
Ich hab leider genau Gigs an diesen beiden Tagen, schade :-(. Letztes Jahr war ich am Sonntag dort.
Ach nö, war doch lustig ![]()
Es kommt auf die Socken und die Spielweise an, wusste ich doch schon immer!
Bin gespannt, wie es im Vergleich ist mit dem sehr langen Interview von Elmo Lovano (Go With Elmo) mit Phillips, fand ich auch sehr gut.
m_treeUnd: gibt es tatsächlich HiHat Becken, die per se leise(r) sind? Ernstgemeinte Frage.
Oh ja, eindeutig! Meine 15er Meinl Byzance Jazz Hats sind die leisesten Hats, die ich je hatte. Gut, man müsste vielleicht die maximal möglichen
Lautstärken miteinander vergleichen und definieren, ob man sich auf die wahrgenommene (Frequenzen) oder die absolut gemessene Lautstärke
beziehen will, denke ich.
Auf jeden Fall kann ich mit diesen Jazz Hats in akustisch delikaten Situationen (unverstärkter Chor mit Klavier zum Beispiel) definitiv leiser spielen
als mit typischen eher schweren Hats durchschnittlicher Herstellung und Bearbeitung.
Ansonsten würde ich persönlich generell in dem Rahmen gar nicht so auf Mikrotrends bei Reaktionen auf unterschiedliche Videos achten. Lieber weiter selber die Richtung vorgeben als sich von den Leuten, die Reels auf dem Klo konsumieren, treiben zu lassen.
Guter Punkt
!!
Im übrigen ist ein _einfacher_ swing für mich auch nur ein "erweiteter bummtschak" - im gegensatz eben zu so jazz, wo es für Laien ein bissi wahllos/zufällig wirkt, wo die Snare kommt. Soll heißen, wenn ich "verrocken" sage, meine ich nicht bloß snare auf 2 und 4, kick auf 1 und 3 (oder 1 und 3 und 3+), da dürfen natürlich auch Triolen vorkommen. So ein geshuffleter Rock is ja auch grob gesagt nix anderes
Zu wahllos/zufällig: Ich denke, es ist wie bei anderen Genres auch: Du kannst in einem klassischen Rocksong diverse Begleitungen und – vielleicht besser vergleichbar – alle möglichen Fills (weil diese ja oft quasi Kürzestimprovisationen sind) spielen, aber nicht alle werden gleichermaßen zünden oder zur "Sprache" passen. Und das ist natürlich auch bei den vielen Arten und Unterarten des Jazz nicht anders.
Zu Swing ist erweiterter Bummtschak: Ich stimme dem zu, denn vor hundert Jahren oder so waren ja die damaligen Jazzstile die Pop- bzw. Tanzmusik, und es ging bei den Drumparts nicht um Frickeleien in dem Sinne. Und gerade wenn man die Anfänge des Rock bzw. den Rock'n'Roll betrachtet, hört man ja, wie die guten Trommlern ihre liebe Mühe hatten, sich irgendwie einigermaßen mit dem Binären anzufreunden :-).
Interesting read, thanks!
Oh, schade. Ich hatte gehofft, dass man das Sync Signal in realtime übertragen kann.
Falls du doppelt investieren magst und kannst, wäre dann der Zoom Q2n noch etwas für dich, den nutze ich seit einigen Jahren
und finde ihn sehr praktisch sowohl für (bescheidene) Videoaufnahmen als auch Probe- oder Konzertmitschnitte nur als Audio.
Zerredet ihr die designten Rides halt, mir persönlich gefällt es, dass zwei sehr kreative Drummer (die ja übrigens nicht erst jetzt mit
solchen Design-Ideen auffallen) diese Rides so verziert haben, und wenn Preis und Klang anders wären (der Sound von Arics ist nicht
so meins), würde ich mir sehr gern ein solches Teil ans Set hängen und fände es inspirierend und faszinierend anzuschauen.
Logisch braucht das niemand, das ist wohl jedem Kind klar.
Das Aric-Improta-Ride finde ich rein optisch fantastisch
!
Bin ich denn der Einzige, der sich wundert, ob der Mix sich bewusst mit dem Kamerawinkel mitverändert
?
Die HiHats wechseln in den Ohren die Position im Panorama mit, das fand ich relativ speziell. Hat eine gewisse
Logik eigentlich, aber ist auch sehr ungewohnt, da man (ähnlich wie beim ominösen Spiegelparadoxon) ja
beim Hören und Schauen eines Videos gefühlt als Person nicht wirklich im Raum mitspringt, wenn die Kamera
wechselt
.
Ich habe gerade zehn Minuten meines Lebens verloren. ![]()
Yeah, den Jost finde ich in jeder Hinsicht superklasse!