Also ich hätte schon ein eigenes Gegenbeispiel, bei dem ich über die Noten gelernt habe:
Bei gewissen vertrackten Polymetern in meinen Twisted-Shuffle-Videos habe ich mir den Verlauf durchaus zuerst ausnotiert,
quasi rechnerisch, und so ausgecheckt, wo was wie landet. Danach gehts dann natürlich irgendwann schon wieder ohne
Noten, es geht ins Gehör, und im Fall von polymetrischen Verschiebungen lernt man (oder ich zumindest), das Zeugs gleich-
zeitig gegeneinander zu hören.
So nebenbei versuche ich aktuell, Camille Bigeaults Buch durchzugehen, da beschäftigte ich mich diese Woche grad mit
3er-Pattern (o..o.. etc.) gegen 5er-Pattern (o.o..o.o.. etc.) plus Fußostinato dazu. Hier fand oder finde ich den Weg über
die Notation auch sehr angenehm
. Das Ziel ist ganz eindeutig, es ohne Noten draufzuhaben und auch nicht "pattern-
mäßig", sprich mit bestimmtem Anfang und Ende, sondern frei irgendwo starten und enden. Aber ohne Notation fände
ich so was in der Draufschaff-Phase viel schwieriger oder strenger.