Beiträge von Mattmatt

    Bei solchen Sachen finde ich diesen intuitiven Zugang nicht, hab keine Ahnung was die Verursacher damit ausdrücken wollen. Außer halt Zeug zu spielen, weil man es eben kann. Mir ist das irgendwie zu wenig bzw gleichzeitig zu viel.


    Ich als Fan des Albums hab dasselbe unzählige Male gehört. Beim ersten Durchhören (oder auch bei den ersten zwei Mal) blieb mir so gut wie nichts hängen, ausser
    Tausend Noten und Overkill, haha! Man muss die Kompositionen ein bisschen kennenlernen. Für mich klingt es aber überhaupt nicht nach «Zeugs spielen, weil man es kann».
    Ich fühle das Ding total. Für mich sind die Stimmungen stark, der fette In-your-face-Sound und selbstvernatürlich das grandiose Getrommel von Herrn Donati. Auch seinen Sound
    find ich superfett auf diesem Album. Ich finde auch, dass diese Kompositionen derart «modal» sind – das heisst, die Herren springen nicht von Section zu Section und spielen alles
    mit Licks, Gefrickel und haarsträubenden Lines zu – dass aus meiner Sicht die Absicht wahrscheinlich ist, dass sie eben Stimmungen schaffen wollten, also tatsächlich etwas über
    die Musik ausdrücken, und nicht bloss Sport machen ^^ . Das Ganze aber schon im Rahmen von Prog-Metal-Fusion, oder wie man es auch immer nennen möchte, das ist klar.


    Hach, bei diesem Album komm ich immer ins Schwärmen, muss es mir auch wieder mal geben in nächster Zeit ... :D !

    Virgil Donati ist seit Jahren einer meiner Lieblingsdrummer und Serious Young Insects eine meiner Lieblingsalben ^^ !
    Chapeau, dass du das Ding angegangen bist!! Eine sehr relaxte Version hast du hier am Start - gut gemacht!
    Schade, hast du nicht einfach frech über das Original gespielt (siehe Kommentar unten) ;) .


    Ich hoffe, ich tue hier nichts Unerwünschtes, aber allen, die sich das Video angesehen haben, würde ich sehr ans
    Herz legen, sich mindestens einmal auch das Original reinzuziehen :D : https://www.youtube.com/watch?v=7gXeA1mcdm0


    Edit: Ich hab dabei vor allem im Kopf, dass das Playalong in meinen Ohren einfach Sch*** klingt und ein müder Abklatsch
    des Originals ist ... Ich weiss nicht, was sich die Herausgeber dabei gedacht haben. Es ist nicht bloss eine Plastikversion,
    sondern verfälscht regelrecht Melodien, Harmonien und generelle Stimmung für mich. Ich glaube, das ist sogar der Haupt-
    grund, weshalb ich mir zwar das Transkriptionsbuch damals auch gezogen hatte, aber nie wirklich angegangen bin.

    Kann mir auch vorstellen: Kommunikationsproblem. Da ist wohl definitiv was schwach gelaufen.


    Und wie immer in solchen Situation ist das natürlich für den «Fan» besonders enttäuschend, kann ich gut nachvollziehen.


    Ist zwar nicht ganz dasselbe, aber es ist ja auch wie ein Faustschlag ins Gesicht, wenn man jahrelang für einen Musiker
    oder Schauspieler (etc.) schwärmt, diesem mal persönlich begegnet, und er einen dann aus welchen Gründen auch immer
    total unfreundlich abfertigt. Ist ne emotionale Sache!

    Kein Problem von meiner Seite her, wollte auch niemanden persönlich angreifen.


    Notenständer links etc.: Manchmal kommt auch nicht alles von der Musiklehrperson, sondern ist irgendwie im Kopf des Kindes selber
    ODER wird vom Kind auf eine gewisse Weise verstanden, wie es ihm ursprünglich gar nie so direkt gesagt worden ist.


    Wenn ich eins gelernt habe als Schlagzeuglehrer und als Vater: Trau keiner Kinderaussage, wenn es etwas weitergibt, das es von jemandem
    gehört hat, haha :D !!

    Zitat von m_tree

    Der kann auch weiter links neben / hinter der Hi-Hat stehen ... das kommt mir auch in Anbetracht der "professionellen" Schlagzeug-Aufstellung durch die Lehrerin alles etwas spanisch vor.


    Hm, solche Ferndiagnosen sind jetzt auch heikel, finde ich. Die Sache mit dieser Notenständer- und Crashposition find ich zwar auch etwas lustig, kenne das Konzept jedoch gut, und zwar von Schlagzeugern
    (und auch -lehrern), die stark mit dem (bei uns in der Schweiz) Musikvereinumfeld verbunden sind. Diese Musikwelt ist aus meiner Sicht neben der Klassik so etwa die einzige, die sehr stark notenorientiert ist,
    selbst noch bei Konzerten.


    Zitat von m_tree

    Am Ende machts eine gesunde Mischung und da kommt man mit u.U. fest gefahrenen Herangehensweisen wie von der Lehrerin nicht all zu weit.


    Find ich erst recht eine gewagte Diagnose anhand der bekannten Fakten!

    Jubiläumsbeat ^^ ^^ ^^ :


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    Zitat von Drumstudio1

    Ja, das Finish war damals sensationell... und selbst heute wo 8936265 Custom-Drumshops alles optisch umsetzen was der Kunde wünscht (und dessen Brieftasche zuläßt - er sie also ganz weit öffnet), in Zeiten in denen wir also in Sachen Finishes total verwönt sind mit allem denkbaren... ist dieses Finish immer noch wundervoll. Es ist frappierend zeitstabil in Sachen Wirkung und coolness.


    Es herrscht eindeutig eine grosse Finish-Inflation heutzutage 8| !


    Zitat von Mick

    Danke auch für das Lob meiner bescheidenen Sammlung. Die stagniert leider seit ein paar Jahren...!
    Hier mal eine kleine Collage 8)


    Hier stand doch auch mal die Amboina, die seit damals meine Lieblings- und Standard-Go-to-Snare ist :thumbsup: ^^ !!

    Hier schon wieder was Kleines:


    Beat #39 – Easy groovin'


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    Zitat von Lexikon75

    Bei Stücken von Jan erkennt man durchaus,dass der Jost kein Nasenbohrer ist und da etwas unter seinem wirklichem Niveau spielt.
    Da geht es jetzt nicht darum was er spielt,sondern wie er es spielt. Dies sieht und hört man bei allem was er spielt.


    Diese zwei Sätze widersprechen sich ^^ . Wenn es um's Wie geht, spielt Jost bei Jan nicht unter seinem Niveau, sondern groovt genau in seiner üblichen Klasse :) !


    Zitat

    Indirekt schon.Das gibt das Übungsheft schon vor.Kommt auch drauf an,ob man die Dreiergruppen über einen Takt hinausspielt oder nach jedem Takt wieder von vorne anfängt.


    Ich meine nicht direkt das, sondern mein Punkt ist schon, a) es ohne Noten zu machen und b) den Beginn mitten im Takt zu wählen! Ich weiss schon, dass man alle Permutationen
    eigentlich durchhat, wenn man ein paar Takte hintereinander übt, aber aus dem Kopf/Gehör mitten im Takt zu beginnen, fühlt sich dennoch ganz anders an und ist meistens eine grössere
    Herausforderung, vorausgesetzt, man hält sich streng an die Vorgabe, die "1" niemals zu verlieren.

    Zitat von seelanne

    :thumbup: Einer der schönsten - und sinnvollsten - Threads hier im Forum. Immer wieder gerne, danke !


    Wow, vielen Dank Seelanne!!


    Zitat von Lexikon75

    Beispiel: Akzentverteilung in Dreiergruppen.Geht relativ flott von der Hand.


    Übers hören zu lernen ist natürlich toll.Würde ich auch gerne können,sozusagen als Ergänzung,wie ich mit Hilfe von Notation lerne.


    Na siehst du! Solltest du dich mal mit Verteilungen in Fünfergruppen auseinandersetzen wollen, wird das nach der nötigen Zeit ebenso flott von der Hand gehen ^^ .
    Ausserdem wag ich mal zu behaupten, dass – auch wenn du sie vielleicht über Notation gelernt hast - du die Dreiergruppenverschiebung jetzt im Gehör hast. Da
    haben wir's doch schon :D . So wird das Gehör auch trainierter, und du kannst mehr wagen. Hast du die Dreiergruppen schon mal von verschiedenen Positionen
    aus gestartet? Zum Beispiel einfach mal so bei 2+! Oder bei 4! (Über den Taktstrich ist immer knifflig, find ich (die 1 nicht verlieren!).) Dann lass dein Gehör
    dich führen.


    Zitat

    Kann man sagen,dass er damit meint,dass man es nicht nur spielen kann,sondern es auch fühlt?


    Ich bin natürlich nicht Jojo, aber ich würde es mal so interpretieren, dass man über die "Mathematik" etwas lernen und einüben kann, das man vorerst weder
    fühlt noch (voraus)hört. Mit dem wiederholenden Spielen wird es jedoch ins Gehör und Gefühl gehen.


    Was Jojo auch sehr schön gesagt hat (in seiner Hand-DVD): Es ist nicht nur entscheidend, wie schnell du spielen kannst, sondern wie schnell du hören kannst!
    Gold wert! Hätt ich als Teenager nie begriffen leider, wag ich mal zu behaupten.


    Zitat

    Ich bin leider ein Solodengler,aber doch wissbegierig,wie sich solche Dinge auf das spielen in einer Band und üben von Songs auswirkt.Meine jetzt mit Dingen,die du in dem Video gezeigt hast.

    Zitat von trommla

    Sind solche Übungen dazu da, für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein, wenn du ins Clinician-Geschäft einsteigst und Drummer beeindrucken musst?


    Gute Frage! Haha :thumbsup: ! Fürs Clinician-Geschäft wird es wohl leider nicht wirklich reichen, ausserdem bin ich da leider eher zu zurückhaltend als Person und würde vor dem Auftritt sterben 8| :P .
    Für mich sind es mehrere Aspekte: Ganz direkt macht es einfach Spass und klingt für meinen Geschmack geil. ICH hätte gern ein musikalisches Projekt (am liebsten mein eigenes), das solche Beats
    und rhythmischen Spielereien schwer integriert, aber das ist eventuelle Zukunftsmusik, im wahrsten Sinne. Es GIBT ja auch Musik, in der solch Zeugs vorkommt. Soo abgefahren ist es auch nicht mehr.
    Immer mehr solche Musik.
    Dann indirekt ist für mich ganz einfach: Bassdrum-Platzierungen in einem Ostinato der rechten Hand sind eine Koordinationsübung, egal, welche Unterteilung. Und eine Koordinationsübung schärft meine
    Koordination auch für alle weiteren koordinatorischen Herausforderungen, auch in "banaleren" 16tel-Situationen ^^ . Dasselbe kann man auch über alle möglichen weiteren Aspekte sagen, die man da
    herausziehen kann.

    PS: Die Sache mit dem freien Solieren und Nicht-aufschreiben-Können find ich übrigens nicht so dramatisch. Klar, ich würde danach streben, so bewusst wie möglich spielen zu können. Es ist sicherlich das Ziel.


    Aber meiner Meinung nach ist es auf dem (langen) Weg des Lernens als Musiker so, dass verschiedene Bereiche sich mit der Zeit immer mehr annähern, und alle einzelnen Facetten verlieren in dem Sinn an
    Bedeutung und Gewicht, sozusagen. Du lernst möglicherweise gut und leicht über die Abstrahierung durch Noten oder über das optische Erfassen von Notation. Andere lernen leichter übers Hören. Dasselbe
    gilt fürs Spielen. Den einen fällt es anfangs leichter, sich Vokabular über vorgegebene Notation zu erarbeiten, sich so mit der "Sprache" auseinanderzusetzen, sich "Begriffe" anzueignen, das Handwerk zu erlernen.
    Andere spielen lieber nach.


    ABER: Per Definition spielt ja jeder beim freien Solieren frei :) ! Das ist ja auch die Idee. Sprechen, sich ausdrücken ohne Plan und ohne Vorgabe. Oder? Und auf besagtem langen Weg des Lernens (wobei der
    Weg ja auch das Ziel und das Schöne ist an sich!) verändern sich auf jeden Fall die Herangehensweise, das Erfassen und Verstehen und der Bewusstheitsgrad des Spielens bei diesem freien Solieren.


    Das freie Spielen geschieht ja intuitiv und nicht analytisch, und das soll um Himmels Willen auch so sein und bleiben!! Also nicht verrückt machen lassen und auch nicht dem Drang nachgeben, alles wissen und
    verstehen zu wollen ;) ! Einfach Spielen und Freude daran haben! Du kannst ja eine Aufnahme von dir im Nachhinein analysieren – wieso nicht!


    Vielleicht könnte man mein ganzes Getexte auch viel kürzer fassen, indem man sich auf Jost Nickels wunderbare Aussage (sinngemäss) beruft: Unterscheide strikt zwischen Üben und Spielen! Übe konsequent
    analytisch und strukturiert, aber spiele konsequent NICHT so :D !

    Hallo hallo :) ! Vielen Dank für die Blumen!! Der Lehrer in mir will sich bei solchen Fragen unverzüglich hinsetzen und alles ausnotieren, aber bevor ich mich in solche Aufwände stürze, versuch ich es mit kurzer Erklärung :D .


    Meine Idee oder Vorgabe war es, das Pattern der rechten Hand nicht zu verändern, aber anderes zu variieren. Das Pattern kannst du entweder als Gruppe von 5 16teln sehen oder als eine Quintolengruppe. Schläge 1, 3 und 4
    werden gespielt, 2 und 5 sind Pause, sozusagen.


    Du kannst auch insgesamt die ganze Aufnahme entweder als 4/4 sehen bzw. hören – dann wären es darübergespielte, polymetrisch verschiebende 5er-Gruppen – oder als tatsächliche quintolische Unterteilung, wobei dann
    der letzte Part eine rhythmische Modulation wäre.


    Ich selber habe irgendwie beides gefühlt, würd ich mal so sagen. Der Klick und der rhythmische Synthi haben sich nie verändert, die sind immer "normal" 4/4. Oder 5/4, wenn man es so sieht, dass nach 2 meiner quintolischen
    Takte und 5 Klickschlägen beides jeweils wieder zusammenkommt. Hoffe, das ist verständlich!


    Im letzten Part ändert sich die rechte Hand übrigens wirklich gar nicht, sondern nur die Platzierung von Bassdrum und Snare, was einfach die Perspektive total verändert. Und das ist es auch, was ich immer wieder lustig und
    interessant finde ^^ , und weshalb ich mich fast am liebsten mit solcherlei Dingen beschäftige neben dem Üben der "richtigen" Dinge (sprich die üblichen Basics sowie Lernen von Songs für Bands und Projekte) :D .

    Beat #38 – lustige Sachen in fünf am Üben ...


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