Beiträge von Mattmatt

    Ja, irgendwie traurige Geschichte. Auch Erfolg, Ruhm, Ehre und musikalische Erfüllung schützen vor persönlichem Scheitern

    und gesundheitlichen Rückschlägen nicht ...


    Außer dass er wohl für alles mehr Geld hatte. ODER das Geld hat ihm ähnlich viel geschadet wie genützt?

    RIP Rodney! Ich war ein Fan seit seinem Auftritt beim MD Fest 2005 und habe die letzten Jahre auch immer gehofft,

    dass sein neues Soloalbum noch irgendwann veröffentlicht werden möge. Traurig!


    Hier die Message von seiner Familie, die im Netz ein bisschen herumgereicht wird:


    We are heartbroken and devastated to share that Rodney passed away on Saturday, July 11th, surrounded by his family and loved ones.
    Rodney inspired people around the world through his extraordinary musicianship, phenomenal drumming, brilliance, intelligence, kindness, infectious sense of humor, and genuine love for humanity. Rodney was a multi-Grammy Award-winning artist, who performed, toured, recorded, and collaborated with many of the world’s finest musicians throughout his remarkable career. Entirely self-taught, he was not only a world-class drummer, but also an accomplished composer, producer, and creative visionary whose influence will continue to be felt for generations. Rodney was a rare talent, possessing the exceptional ability to perform at the highest level across virtually every genre of music.
    Rodney was a true rock star in every sense of the word—both on and off the stage. He lived with passion, generosity, and authenticity, bringing laughter and inspiration to those fortunate to know him and experience his music. His legacy extends far beyond the notes he played; it lives in the countless lives he touched.
    Rodney was deeply grateful for the unwavering love and support he received throughout his career from his family, friends, fellow musicians, fans, and followers. We ask that you help us honor and celebrate his life by continuing to listen to his music, watch his performances, and carry forward his passion that he poured into every beat.
    Thank you for keeping Rodney’s spirit alive through the music he loved so dearly.
    Cancer sucks and it is a cruel disease. While our hearts are broken, we find comfort in knowing that Rodney’s music and the love he shared with the world will live on forever.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Quasi als Frust, weil ich meine Reihe noch immer noch nicht geschafft habe fortzuführen, habe ich mein letztes

    Video vom November nochmals mit einer Notation hochgeladen. In der zweiten Section des kleinen Stücks habe

    ich diese Variationen im quintolischen Groove gespielt, an denen ich sehr Freude hatte. Ich finde den Effekt sehr

    cool und expressiv.


    Ein neues Stück habe ich eigentlich seit Monaten, den Drumpart weiß ich schon längst, aber ich musste mir immer

    wieder Zeit nehmen und noch daran herumtüfteln, wo das Stück hin soll ...


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Vielleicht hast du mich hier missverstanden, ich wollte nur in Bezug auf mein eigenes Beispiel (Richard Spaven)

    anfügen, dass ich davon ausgehe, dass in seinem Fall der Faktor schlechte Spieltechnik natürlich nicht zutrifft. ^^

    12er mittig über der Bassdrum ist schon eher speziell. Wenn ich sehe, wie viele Drummer mit konventionellem Aufbau (=Tomhalter und Rosette, 2 Toms) wirklich virtuos unterwegs waren und sind, könnte man das auch unter "bad habit" einsortieren, wie manch schlechte Spieltechnik eben. Erlaubt ist, was gefällt, aber es kann halt auch einschränken.

    Gegenargument:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Ist zwar ein 10er, und vielleicht ist es eine Bad Habit, aber von schlechter Spieltechnik würde ich sicher nicht wagen zu reden :).

    Ja, denke ich auch, aber der Umkehrschluss, dass Menschen mit herausragenden (künstlerischen) Leistungen Täter(innen) oder

    psychisch krankhaft sind etc. (hatten wir ja alles), kann deswegen nicht automatisch mit herausgelesen werden, meiner Meinung nach.

    Habe mir diese Dok tatsächlich angeschaut, danke. Erschütternd! Aber ich würde sehr vorsichtig mit dem Thema

    umgehen, wenn es um allgemeine Diskussionen geht. Pauschalisieren, mutmaßen ist schnell passiert, oder sogar

    dass gegen irgendwelche Namen plötzlich unterschwellig Vorwürfe oder Unterstellungen impliziert werden. Das

    ist ziemlich heikel.


    Ich weiß auch nicht, ob man aufgrund dieser (traurigen) Sachlage Schlüsse ziehen kann, welcher Typ Mensch –

    Musiker, Künstler, exzentrische Originale – eher zu Machtmissbrauch und dergleichen neigen soll oder es sogar

    fast schon mutmaßlich zusammengehören könnte. Ich denke nicht, ehrlich gesagt.


    Ich will damit aber nicht schon wieder eine Büchse öffnen, die letztlich wieder zur Ausuferung und Sperrung

    des Freds führt.

    Kann wirklich gut sein, dass es an mir liegt. Vielleicht auch an meiner Erwartung ... Vielleicht gehe ich von einer ewig haltenden

    Stimmung aus, und es ist normal, dass eine Schraube sich Schritt für Schritt ganz leicht zu lösen beginnt und dann immer mehr.

    Oder meine Stimmung ist nie so hoch, dass ich in die optimal mögliche Stimmstabilität komme. Keine Ahnung ... :/ .


    Ich bin jedenfalls sehr offen für die Möglichkeit, dass weder die Kompressor noch die Jost Nickel irgendwas dafürkönnen ^^.

    Ich find meine Alu-Kompressor auch top. Die einzigen Punkte auf der Minusseite sind bei mir, dass sie sich eher schnell

    verstimmt (eine Schraube – passiert mir zwar bei der Jost-Nickel-Snare auch, bin kein Hardhitter) und dass sie nicht die

    superpraktische Dualglide-Abhebung hat.


    Sie hat auch schon diverse Komplimente von unwissenden und unbeteiligten Hörern und Mitspielern erhalten.


    Der einzige Grund, dass sie nicht meine Hauptsnare ist (nebst dem schnelleren Verstimmen), ist, dass ich meine Holz-

    snares einfach so sehr mag :) . Besagte Jost Nickel sowie meine Prolite-Snare :love: .

    Wo war nochmal der Fred mit den eher kritischen Aristocrats-Posts?


    Jedenfalls: Hab sie am Donnerstag zum ersten Mal live gesehen und fand es einfach nur großartig geil!!


    Ich glaube, diese Mischung aus Virtuosität, Spielfreude und Spielwitz/Schalk habe ich so noch nie erlebt.

    Vom Erzählen her könnte das auch etwa so auf Zappa zutreffen, leider kenn ich das Zeugs praktisch nicht.


    Auf jeden Fall meine höchste Empfehlung, sich die Herren live ansehen zu gehen! Guthrie Govan ist einfach

    ein unfassbares Talent, und Marco Minnemann hat mich auch richtig umgehauen. Auch wenn mir ja klar

    ist, dass er saugut ist, und ich manches von ihm kenne, seit Jahrzehnten. Vielleicht hat mein eigenes Gehör

    sich so weiterentwickelt oder er, oder diese Combo passt einfach musikalisch dermassen gut, wie dem auch

    sei, ich fand ihn nebst der offensichtlichen technischen Fähigkeiten einfach auch ausdrücklich supermusi-

    kalisch, wahnsinnig dynamisch (die ganze Band, meine Fresse, ich glaub, ich hab generell noch nie eine

    Band so leise spielen gehört), und präzise, groovig, tight, transparent, artikuliert. Und eben, das Ganze

    alles andere als in sich gekehrt, auf sich konzentriert, verbissen, sondern mit Lust und Witz, kommunikativ

    und so entspannt (in der Wirkung zumindest).


    Sie kommen auch kein bisschen so daher, dass sie sich für was Besseres halten würden und jetzt mal

    zeigen, wo der Hammer hängt und wie man so viele Noten und schräge Ideen wie möglich zusammen-

    schustert. Im Gegenteil, sie strahlen aus, dass sie sich selbst nicht allzu ernst oder wichtig nehmen.


    Auch meine Befürchtung, dass ich es nach einer gewissen Zeit nur noch anstrengend finden könnte,

    hat sich kein bisschen bewahrheitet. Ihr Set war sehr ausgewogen und abwechslungsreich, teilweise

    haben sie ausufernd und unterhaltsam über die Songs geredet (alle drei kamen zum Zug), und Marco

    spielte ein ausgedehntes Drumsolo (lang keines mehr gesehen live tatsächlich – und auch hier wieder:

    selten so ein unterhaltsames und kurzweiliges!). Die andern zwei gingen hinter die Bühne, und wer

    dachte, dass sich danach Marco mal eine Pausen gönnen würde: weit gefehlt! Der Kerl zog sein wirklich

    intensives Ding 2 1/4 Stunden knallhart durch!

    Also ich hätte schon ein eigenes Gegenbeispiel, bei dem ich über die Noten gelernt habe:


    Bei gewissen vertrackten Polymetern in meinen Twisted-Shuffle-Videos habe ich mir den Verlauf durchaus zuerst ausnotiert,

    quasi rechnerisch, und so ausgecheckt, wo was wie landet. Danach gehts dann natürlich irgendwann schon wieder ohne

    Noten, es geht ins Gehör, und im Fall von polymetrischen Verschiebungen lernt man (oder ich zumindest), das Zeugs gleich-

    zeitig gegeneinander zu hören.


    So nebenbei versuche ich aktuell, Camille Bigeaults Buch durchzugehen, da beschäftigte ich mich diese Woche grad mit

    3er-Pattern (o..o.. etc.) gegen 5er-Pattern (o.o..o.o.. etc.) plus Fußostinato dazu. Hier fand oder finde ich den Weg über

    die Notation auch sehr angenehm :) . Das Ziel ist ganz eindeutig, es ohne Noten draufzuhaben und auch nicht "pattern-

    mäßig", sprich mit bestimmtem Anfang und Ende, sondern frei irgendwo starten und enden. Aber ohne Notation fände

    ich so was in der Draufschaff-Phase viel schwieriger oder strenger.

    Einerseits klingt eine Tomreihe in gleichmäßigen Intervallen kompakter, was aber eine Geschmacksfrage ist, ob man danach sucht.


    Andererseits hat eine Stimmung in Terzen den Vorteil, dass man von einem Tom zum übernächsten eine Quinte findet. Spielt man zwei Toms im Quintenabstand gleichzeitig, bekommt man einen besonders günstig gelegenen Differenzton geschenkt (=> Hüllkurvenmodulation des Zweiklangs), nämlich die Oktave unter dem tieferen der beiden Töne. Das klingt besonders fett, ohne dass man etwas tun oder können müsste. Das ist quasi die Übersetzung des Powerchords für Schlagzeug.

    Aber nur wenn du strikt zwischen großen und kleinen Terzen abwechselst, ansonsten gibts ne übermäßige Quint, was du vermutlich nicht meinst bzw. suchst ^^ .


    Eines meiner beiden Drumsets (s. Avatar) besteht aus (8), 10, 12 und 16. Inzwischen ordne ich das gar nicht wirklich als eine Tomreihe ein, sondern sehe

    die zwei oder drei kleinen oben als die "melodiösen" Toms an und das 16 Floortom als eigenständigen Effekt oder Charakter mit einer etwas anderen

    musikalischen Funktion. Irgendwie gleich, irgendwie aber doch nicht. Insofern stört mich der große Sprung überhaupt nicht.