Beiträge von Mattmatt

    Ja, schwieriges Thema, weil man fairerweise eigentlich die lebenslange Summe der "Leistung" allen Übens und aller musikalischen Erfahrungen auch miteinbeziehen müsste, oder man müsste zumindest diskutieren, wo es anfängt und wo es aufhört. Ich für mich würde diese Philosophier-Büchse lieber zubehalten :D .


    Ich habe nicht geschaut, wie viel Zeit ich aufgewendet habe, denn dann hätte ich mehr ein Gefühl von Arbeit, Leistung, Zeitdruck usw., alles nicht entspannende

    Attribute, die mich mindestens ablenken würden vom eigentlichen Spass des Entwickelns, Aufnehmens und Verbesserns.

    Ich finde es gut zu wissen (auch für die Bewertung), dass von Marius keine – sagen wir – entscheidende und prägnante Effekte hinzugefügt wurden.


    Ich freue mich, dieses Mal auch wieder Zeit zu haben, mich an der Abstimmung zu beteiligen und meine Gedanken zum Besten zu geben.

    Bei der Jazzchallenge hatte ich mich da leider mangels Kapazität raushalten müssen und deshalb auch gar nicht abgestimmt.

    Ich habe jetzt den Film nicht gesehen und ob er überspitzt ist kann ich nicht beurteilen. Aber manchmal haben Hollywoodstreifen auch ein bisschen Wahrheit in sich.

    Es ist nicht so lange her, da gab es im Schweizer Turnverband einen Skandal wegen brutalen Trainingsmethoden.

    Und unsere Flötenlehrnein war damals auch nicht gerade zimperlich. Gab es doch zwischendurch mit der Blockflöte einen auf den Kopf!

    Offtopic: Wusste gar nicht, dass du aus der Schweiz bist :) . 👋

    Ich habs über Spotify, geht das für dich?

    Vermutlich hat er den Podcast auf allen üblichen Plattformen.


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    Bin gerade unterwegs und kann mir keine Videos anhören, aber wenn du von Gavin redest: Hast du mitbekommen, dass Benny Greb

    eine Podcastreihe mit Interviews gestartet hat? Sein erstes veröffentlichtes Interview ist just mit Gavin Harrison ^^ . Wenn ich mich

    recht erinnere, ist es von 2018 (Benny hat diese Interviews ein paar Jahre lang einfach gehortet, und Gavin erwähnt im Lauf des

    Gesprächs einmal das aktuelle Jahr).

    Ja sicher, einverstanden. Und Ausnahmen bestätigen die Regel :) .


    Zitat

    Zum Thema "lange Töne", hier mal ein super Ansatz:

    SONOR Artist Family: René Creemers – Lesson

    René Creemers ist aus meiner Sicht ein GOAT, sowohl spielerisch als auch als Teacher und "Theoretiker"!

    Hier sind zwei User kurz vor einer Schreibsperre.

    OK - wer übernimmt meine Aufgabe bei der Challenge hier? Kann ich gern auch mal abgeben. So hab ich davon nämlich nichts. Eigentlich mach ich das, weil's mir Spaß macht und ich 'nen Sinn drin sehe, und auch um 'ne entspannte Zeit mit Gleichgesinnten zu haben. Aber nicht, um mir hier dafür an's Bein pinkeln zu lassen. Und dass f_luxus auch vor Lügen und Verleumdungen nicht zurückschreckt, um seine Sache durchzuziehen, hat er gestern an anderer Stelle bewiesen.


    In Zukunft wird's maximal zwei Challenges pro Jahr geben, falls ich noch Bock habe das weiterzumachen. Diese Plattform hier ist für sowas eigentlich sowieso nicht geeignet. Meine Idee dazu habe ich von http://www.mix-challenge.com und weil der Admin das da alles ehrenamtlich macht, braucht er auch seine Adminrechte, um für "Ordnung" sorgen zu können.

    Ich finde, es wäre sehr schade und den Schaden nicht wert. Dann lieber alle einen Schritt zurück machen, tief durchatmen und die Wogen glätten lassen ...

    Also nach meinem Eindruck ufert der Fred hier maßlos ins Philosophische aus ...

    Ich weiß nicht, ob alle sich gegenseitig mit noch klugeren Gedankengängen und mit Wissen übertrumpfen wollen (so kommt es mir etwas vor),

    aber vieles hier liest sich nicht "empfängerorientiert", sondern eher "senderzentriert".


    Edit: Ich meine damit, dass ich eher zweifle, dass dies den meisten Lesenden hilft, sondern eher verwirrt.


    Und natürlich gibt es doch das Swingpattern und das Shufflepattern! Wieso denn nicht? Das schließt doch Variationen, Spielarten und Entwicklungen

    nicht aus – im Gegenteil, ohne Basis keine Variationen im buchstäblichen Sinne!


    Notenlängen: Ich finde, man kann sich hier in Stimmungen und Sounds verlieren, wie man will, Fakt ist, die Trommel klingt einfach von selbst aus,

    ob länger oder kürzer. Das ist trotzdem nicht dasselbe wie wenn der Pianist die Taste eine bestimmte konkrete Zeit gedrückt hält oder die Trompeterin

    den Ton so und so lange hält. Die einzigen bewussten Tonlängen im konkreten Sinne, die Drummer so ausspielen, sind HiHat-Openings/-Barks und

    natürlich Wirbel. Oder selten Mal ein bewusst in einem Moment gestopptes Becken.


    Ob Heel Down oder Heel Up ist für mich eine technische Entscheidung, die mehr mit Lautstärke und Geschwindigkeit etc. zu tun hat, sicher nicht

    mit Phrasierung und Tonlänge. Wenn, dann müsste man darüber diskutieren, ob "Burying the beater" oder zurückfedern lassen. Wobei selbst dort

    der (Aus)Klang nur ein Faktor ist, während der andere auch wieder spieltechnischer Natur ist.


    Meine Meinung nach bestem Wissen und Gewissen.

    Bitte beachten, dass es auch um Phrasierung geht. Beim Schlagzeug ist oft alles kurz notiert, das ist aber zum Thema Swing nicht richtig. Die crochet note wird gehalten.

    Das ist ja bekanntlich sowieso ein allgemeines Thema beim Schlagzeug. Der Einfachheit halber wird zum Beispiel ein straighter "Money Beat" mit Viertelnoten notiert (Bassdrum und Snare), obwohl wir uns ja spieltechnisch nicht um Tonlängen kümmern, geschweige denn sie ein Viertel lang "halten". Insofern ist es zu 90% müßig (oder höchstens Selbstzweck), über Phrasierung im Sinne von Notenlängen zu diskutieren ...

    Swing/Shuffle etc.: Meines Wissens gibt es nur schon bei "Swing" oft Missverständnisse, weil mit demselben Wort verschiedenes gemeint sein kann:

    ein ganzer Stil (die Swing-Ära), das konkrete Ride-Pattern oder auch einfach ganz allgemein das ternäre Feel.


    Und ich argwöhne, dass hier im Forum bereits seitenweise aneinander vorbeigeredet, -gestritten und angegeben worden ist.


    Ich würde meinen, beim Wort Shuffle mag es sich ähnlich verhalten. Per "Voreinstellung" verstehe ich unter Shuffle auch die durchlaufende Figur

    und dass der entsprechende Song quasi davon geprägt ist. Ob nun HiHat oder Ride dies erzeugt oder die Snare (oder beide) oder auch der Bass

    oder die E-Gitarre, es muss jedenfalls nicht zwingend vom Schlagzeug kommen. Ein unterbrochenes Pattern (wie das Swing-Pattern oder Marius'

    Reggae-Beispiele) ist für mich kein Shuffle. Außer eben man versteht (wie bei Swing) unter dem Wort alles, was ternär phrasiert ist, auch wenn es

    nur 1x erstes und drittes Triolenteil ist.

    Wenn ich Holdsworth einordnen will sage ich : Er hat sein Handwerk mit wichtigen Einflüssen und Spielern der Jazztradition entwickelt, seine Musik fußt auf der Idee und Tradition des Jazz von Ästhetik und Improvisation...also nennen wir es Jazz. Das schließt ja nicht aus, dass einer wie Slash hergeht und sich dieser Tradition zuwendet und dann nicht in der Lage wäre etwas zu machen, was man eindeutig Jazz nennen kann.

    Das finde ich generell einen wichtigen Gedanken und erinnert mich an die modernen Gospelstile (Kirk Franklin, Israel Houghton und Konsorten), aber auch an fusionigen Mischmasch wie Snarky Puppy, Dirty Loops usw.:


    Ein großer Teil der handwerklich gewichtigen Musiker und Bands heutzutage hat im Minimum einen "Jazzbackground", also die Bausteine Jazz-Harmonielehre, Traditional-Jazz-Playing, Improvisation, Interaktion, Comping, Swing-Feel sind solid bis vertieft vorhanden. Mit diesem Können und Wissen wird dann aber eine riesige Bandbreite an Musikstilen gespielt, die sich recht erfolgreich klaren Schubladisierungen entzieht.


    Ausnahmen bestätigen die Regel: Ich mag mich an eine Drumclinic mit Anika Nilles vor vielen Jahren erinnern, in der sie grinsend auf eine Frage meinte, sie höre und spiele eigentlich keinen Jazz. Meiner Ansicht nach hat sie - und sicher viele andere auch - aber ihr spielerisches Repertoire mittlerweile vermutlich so quasi von hinten aufgezäumt, positiv gemeint. Damit will ich sagen, wenn man halt nicht das traditionelle Zeugs auscheckt wie Bebop, Swing etc., aber andere virtuose Musiker und Stile studiert, die auf diesen Traditionen aufbauen bzw. die ihrerseits die traditionellen Stile und Musiker studiert haben, kommt man ein Stück weit der Sprache und dem Sound ja auch auf die Spur.

    Zu den Themen Lautstärke und viele vs. wenige Noten habe ich zwei subjektive Einwürfe:


    Ich find halt zum Beispiel diesen Spielstil sehr geil (Gary Novak – jaaaaa ich weiß, das ist kein puristischer Jazzpolizei-Jazz):

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    Viele leise Noten, aber viele, und was für welche 8) :love: !!


    Und wer Dave Grohl nur aufgrund seiner Lautstärke bereits disqualifiziert für etwaige Jazzambitionen, vergisst vielleicht, dass Kerle wie Elvin Jones

    auch alles andere als leise getrommelt haben ^^ (gemessen an den entsprechenden Gegebenheiten).

    Das ist z.B. der Grund warum ich nicht mitgemacht habe. Die Struktur des Playalongs ist eher ungewöhnlich. Für den Anfänger (oder mich) wäre da eher ein Standard (da beziehe ich mich auf's Real Book) in gewohnter Form mit ein oder zwei Solo Chorus. Ich persönlich hab zwei dreimal dazu gespielt und kam nicht im Ansatz gut in die Form wie z.B. bei ner Session, weil's eben nicht "Standard" war und ich Zeit fürs auschecken investieren hätte müssen. Ausserdem, ich habs oben schon geschrieben, der Feel, angelegt als astreiner Swing mit 1/4 Klick drunter -> Polka :)

    Absolut einverstanden! Eher seltsames Stück verglichen mit einem typischen Ablauf, mit dem an einen Standard umsetzt.

    Auch vom dynamischen Aufbau her etwas eigenartig.

    Ich glaube, dass man im Jazz "alles darf", ist schon ein ziemliches Missverständnis. Meinen tut man wohl damit die meist sehr große improvisatorische Freiheit. Gerade das Comping (Begleiten eines Solisten, gilt nicht nur für Drummer) kann sehr interaktiv, variierend, wechselnd, expressiv sein. Muss aber nicht. Und das ist natürlich überhaupt nicht dasselbe wie "alles dürfen".


    Jazz ist eine Sprache mit vielen Dialekten (Äras, Entwicklungsstadien). Innerhalb dieser Sprache oder des entsprechenen Dialekts (Bebop z. B.) darf man "alles", ungefähr so, wie man in einem Rocksong an einer Stelle, an der ein großes Fill angebracht ist, "alles" darf. Wobei halt sehr vieles unpassend unmusikalisch klingen würde.


    Wenn man sich eine Fremdsprache anhört, bei der man nicht ein Wort versteht, sondern halt nur die Art von Lauten registriert, könnte man auch meinen, es seien einfach alle Laute erlaubt, die etwa so ähnlich klingen. Man wird so aber nichts Verständliches sagen und sich als Nichtversteher der Sprache zu erkennen geben.

    Der Vergleich mag hinken, aber in diese Richtung würde ich es wohl sehen.