Olli K.
Fand jetzt im Nachhinein doch ganz interessant, dass du meine Hi-Hat-Arbeit angesprochen hast. Da entsprechende Anpassungen zu machen wäre bei Bedarf gar kein Problem. Z.Z. habe ich da gleich vier Faktoren, die die Hi-Hat so "dünn" machen: ich spiele die Iron Cobra Lever Glide HH-Maschine - mit (in Relation zur Bewegung der HH-Stange) verlängertem Pedalweg - am liebsten auf der niedrigsten Federspannung. Zusätzlich habe ich mir in den letzten Jahren leiseres und filigraneres HH-Spiel angewöhnt und spiele auch im letzten Video die leisesten Hi-Hat-Becken, die ich je besessen habe.
Ich hätte also einige Stellschrauben, um in die andere Richtung zu gehen: höhere Federspannung, lauterer Anschlag, HH-Maschine mit direktem Kettenzug und lautere HH-Becken.
Und wie gesagt gehe ich vieles pragmatisch an - ist die Hi-Hat auf einer Aufnahme an bestimmten Stellen zu laut, kriegt man sie nur mit Aufwand leiser:
Man kann die Overheads in der Lautstärke automatisieren -> macht aber Arbeit und klingt unnatürlich
Man kann das obere Snare-Mikro gaten, aber das bringt u.U. auch Probleme mit sich -> Ghostnotes werden vom Gate verschluckt und der Sound wird unnatürlicher
Ist die Hi-Hat eher leise, kann man einfach das Hi-Hat Mikro ganz gezielt dazu mischen. Und entsprechend mikrofoniert klingt die dann auch besser.