Beiträge von m_tree

    Ich nehme seit geraumer Zeit diese Patches: https://www.thomann.de/de/evan…sdrum_head_protection.htm


    Vorteil: Verfälscht den Klang nicht so wie Kevlar Patches und frisst Filzbeater nicht so schnell auf.

    Nachteil: Verschleißt selbst. Regelmäßiger Wechsel notwendig. Kosten ja aber auch nicht viel.


    Meiner Meinung nach klingt es ohne Patch am besten. Wenn da halt nicht der Veschleiß wäre ...


    Ich glaube, da sind harte Federn unvermeidbar, wenn man laut und gleichzeitig schnell spielen will.

    Auch da geht es nur um Physik. Masse des Beaters, Federspannung, Hebel, Weg, ... dazu kommt die Größe der Trommel und deren Stimmung: Luftmasse im Innern, Fellmasse, Fellspannung (Tonhöhe, Rebound). Je kleiner und höher gestimmt, desto lauter bei gleicher Krafteinwirkung. Je schneller die Schlagfolgen, desto geringer (und anstrengender) ist die Maximallautstärke. Ist ja bei Händen und Sticks nicht anders.


    Nicht ohne Grund triggern viele Speed-Blaster ihre Bassdrum(s) und ggf. auch andere Trommeln. Irgendwann fehlt halt der Druck und einen plöckigen Bassdrum-Sound will im Metal auch keiner.

    Was ist denn bitte ein 90° Beaterwinkel? Waagerecht? Wie geht denn das mit handelsüblichen Unterschenkeln zusammen? Bleibt da nicht ständig der Beaterkopf am Hosenbein hängen?

    Oder versteh ich nur einfach die Hochleistungsmetaller und ihre Fußtechnik nicht?

    In der Regel steht der Beater-Schaft ja nicht senkrecht, wenn er aufs Fell auftrifft, sondern ist schon leicht zum Fell geneigt. Insofern würden "fast" 90° Auslenkung in Ruheposition nicht waagrecht sein.


    Ich versteh aber, was du meinst. Hängt halt auch immer von der Technik ab. Heel-Down Spieler können das wohl am wenigsten nachvollziehen.


    Schwierig wird es aber definitiv mit einem Doppelpedal und dem zweiten Beater, wenn dieser nur gelegentlich genutzt wird. Seit ich ab und zu eine DW 7000 nutze, nachdem ich meine 900er IC nun über 10 Jahre habe, ist mir der Slave-Beater kurz nach dem Wechsel aufs Hi-Hat Pedal ab und zu leicht vors Schienbein gekommen. Das war mir zu dem Zeitpunkt neu und hat dazu geführt, dass ich noch mal am Pedal geschraubt hab, damit das nicht mehr passiert.


    Von der Beater-Auslenkung mal abgesehen hängt vieles natürlich auch vom Durchmesser der Cam, der Federspannung und der Länge des Pedals ab.

    Ich experimentiere seit letztem Jahr auch mit zusätzlicher Masse an Standtoms und in Bassdrums. Der Klang wird dadurch halt fokussierter und kompakter, das Sustain i.d.R. etwas kürzer. Was man genau dafür nimmt ist eigentlich egal. In der Bassdrum spielt es wahrscheinlich noch eher eine Rolle wegen der üblichen Mikrofonierung im Kessel und der Reflektionen im Kesselinneren (der "Basketballeffekt" lässt grüßen).


    An Standtoms finde ich den Effekt übrigens deutlicher.

    Bei der Bassdrum hatte ich dann aus dem Grund sogar überlegt, das Hängetom und auch das Ride auf der Bassdrum zu montieren. So würde man ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gleich Hardware einsparen.

    Mal von anderen Faktoren abgesehen haben auf der Bassdrum montierte Toms aber den Nachteil, dass sie noch mehr von der Bassdrum zum Schwingen angeregt werden als ohnehin schon. :/


    Simon hatte 2018 in Paderborn auch Farbdosen im Stageset, die wurden hinterher von mir raus genommen und unterschrieben. Im Seminarraumset waren keine eingesetzt. Beide Sets klangen für meine Ohren fulminant, egal ob mit oder ohne Dosen. Backsteine hatten wir in Paderborn bisher in keine Sets verbaut, seit dem ich dabei war.

    Wie kommts? Warst du sein Roadie?


    PS:

    Kann mal jemand den Titel ändern? Wir sind doch hier in einem Fachforum. :/

    Habe z.Z. drei weitere Videos in Planung, davon zwei mit eigenen Sachen. Der Coversong wird "Tom Sawyer" von Rush sein, den wollte ich ja noch mal machen. Hab auch noch ein paar andere Songs auf meiner Liste. Will aber einfach mal fragen:


    Gibts eventuell Anregungen für Coversongs?


    Nein, so klingt es angenehmer, HH vielleicht n Ticken zu präsent, aber ich höre das hier auch nur mit Handy und Kopfhörer. Live direkt vor Ort kann das schon wieder ganz anders wirken. Was mir allerdings jetzt beim Hören ohne Schauen sofort aufgefallen ist, dass mir der Fuß zu nervös klingt. Ich weiß, soll so sein und ist technisch alles sehr anspruchsvoll 👍 solche Sequenzen gekonnt eingebaut, finde ich immer gut, auf Dauer wäre es mir persönlich zu nervös.

    Die Lautstärke und Präsenz der Hi-Hat ist, besonders mikrofoniert, immer wieder eine interessante Sache. Nach meiner Wahrnehmung neigen die meisten Hi-Hats von Natur aus im Verhältnis dazu, sehr "präsent" im gesamten Drumset zu sein. Ich neige jedenfalls dazu, die Hi-Hat durch Mikrofonierung und Mixdown in der Präsenz bzw. Lautstärke etwas zu zähmen (auf der anderen Seite neige ich z.B. dazu, große Toms etwas mächtiger zu machen). Mein HH-Mikrofon habe ich hier nur in der zweiten Hälfte an, damit die getretene etwas besser durchkommt. Ansonsten muss man sich halt auch noch mit dem Übersprechen der Hi-Hat aufs obere Snare-Mikro arrangieren, wenn Ghostnotes eine wichtige Rolle spielen und man keine "Wand" zwischen Hi-Hat und Snare-Mikro aufbaut.


    Ich gehe zunehmend eigene Wege. Meine vor dem letzten Video noch mal geänderte Overhead-Aufstellung entspricht z.B. gar nicht mehr irgendwelchen Standards und sieht auch recht komisch aus. Klingt m.E. aber eben für meinen derzeitigen Aufbau rund. Das Bändchen-Mikro an der Hi-Hat hatte ich gestern auch noch mal umgestellt, nachdem ich noch mal Testaufnahmen gemacht hatte. Hab ich so noch nirgendwo gesehen, klingt m.E. aber halt unter Berücksichtigung einiger Aspekte (generelle Klangfarbe, "Schärfe", Dynamik und Übersprechen) gut.


    Offen und mit Schmackes gespielte Hi-Hats kommen meist über die Overheads schon ausreichend gut durch, sogar wenn man die Snare etwas gated und/oder Samples dazu mischt. Die Akustik-Drums meines Mix-Stammkunden supporte ich immer mit selbst (mit meinen Drums) gebastelten Samples und da wären sowohl ein Mikro an der Hi-Hat als auch eine natur-belassene (weil im Verhältnis ziemlich leise) Snare kontraproduktiv.


    Viel zu präsent ist mir die Hi-Hat z.B. auf dem "Travelling without moving" Album von Jamiroquai. Die Drums wurden da mit der "Glyn Johns"-Methode aufgenommen, d.h. nur zwei Overheads plus Bassdrum. Passt zwar zur Mucke, aber rein auf die Drums bezogen find ich das zu unausgewogen. Beispiel (im aktuellen Remastering mit entsprechendem Höhenboost ist das noch deutlicher): https://youtu.be/D-NvQ6VJYtE


    ...


    Was die "Nervosität" in meinem 5/4-Solo angeht, so hatte ich genau das im Sinn, ja. Viel reinpacken, wenig Wiederholungen. Sind ja keine typischen Drums zur Begleitung eines Songs.

    In meinen nächsten beiden Videos wird das wieder etwas anders aussehen. Da läuft die Bassdrum recht geradlinig durch.

    Ist für mich nicht nachvollziehbar. Youtube ist doch keine Plattform für Musikunterricht (mal von Lehrvideos abgesehen).


    Ich hatte das hier einmal gemacht wegen meines Rosanna-Covers. Und dann die Bastelversion gelöscht und durch die finale ersetzt. Ganz andere Baustelle.


    So ein großes Ego hab ich zum Glück nicht, dass ich mit praller Brust hier meine Versuche präsentiere.

    Die Negierung bringt es auf den Punkt. ;)


    Weitermachen.

    Eigentlich wollte ich nichts dazu sagen, aber ...


    Ich bitte euch wieder mal um konstruktive Kritik am Schlagzeugspiel meiner Wenigkeit! Gibts Fortschritte zu früheren Covers, etc.

    Schönen Montag Mittag,

    nachdem es anscheinend untergegangen ist - ich bitte euch um konstruktive Kritik meines letzten Covers, vielen Dank!


    Das ist das, was ich kritisiere. Denn vor allem du selbst solltest dein größter Kritiker sein. Du wirst nur auf dem Level spielen können, auf dem du dich selbst kritisieren kannst.


    Wie du hier vorgehst hat so'n bisschen den Charakter von "hier habe ich toller Hecht wieder mal was ausprobiert, das ich euch jetzt zum Fraß vorwerfe".


    Ansonsten rate ich dazu, sich nicht Lars Ulrich als Vorbild zu nehmen. Der ist sicher 'n ganz netter Kerl und spielt insgesamt eine wichtige Rolle in der Band. Aber spielerisch ... :/

    Hier muss ich widersprechen. Ich habe über Jahre das Slave-Pedal links der Hihat gehabt, das ging mit der normalen Welle an meiner DW 9002 ohne Probleme. Das habe ich so gemacht, wie du auch argumentierst, weil der linke Fuß die meiste Zeit auf der Hihat steht, und das Dreieck Hihat-Snare-Kick möglichst bequem sein soll. Tatsächlich hab ich das dann mal im Vorfeld zu einer Studio-Session geändert, um mehr Abstand zwischen Hihat und Snare-Mikrofon zu gewinnen. Ob das sinnvoll ist oder ob da ein paar CM überhaupt einen merklichen Unterschied erzeugen kannst du sicherlich besser beurteilen als ich?

    Hmm, vielleicht lässt sich die Welle der DW 9002 länger ausziehen als die der 900er Iron Cobras. :/


    Was den Abstand von Snare und Hi-Hat bzgl. des Übersprechens der Hi-Hat aufs obere Snare-Mic betrifft:

    Übersprechen ist dein Freund. ;) Bzw. greift wohl einfach der Spruch "you have to deal with it". Natürlich ergibt es Sinn, das schon bei der Aufnahme zu minimieren. Aber ob die Hi-Hat nun 5cm weiter von der Snare entfernt ist, ist dabei ziemlich nebensächlich. Besonders, wenn man sich vor Augen führt, welchen Preis das hat. Das geht ja alles auf Kosten der Ergonomie.

    Man kann das Snare-Mikrofon auch einfach anders aufstellen. Und zusehen, dass die Snare laut ist ... Stimmung und Spielweise. Und die Hi-Hat evtl. nicht ganz so laut.

    Und wenn Ghostnotes keine Rolle spielen, kann man auch noch mit Gates und ggf. Samples von der exakt selben Snare im selben Setting (die sauberste Lösung) nachhelfen.


    Manche stellen ja auch noch eine kleine "Wand" zwischen Snare und Hi-Hat auf, um das Übersprechen zu minimieren. Oder Trommeln und Becken werden ganz und gar getrennt voneinander eingespielt ... der Wahnsinn kennt keine Grenzen. :/

    Miss_Mieze

    Ich hatte das mit meiner Iron Cobra auch mal probiert. Mit einer 14" Snare. Bin auch recht klein gewachsen - da gehts eben genau wegen der Armlänge um die Position der Hi-Hat beim "normalen" Überkreuzspiel.

    Hatte das dann aber direkt abgehakt, weil eine normale Welle nicht nur zu kurz ist, sondern eben auch dem Hi-Hat Pedal im Weg ist. Also meiner Meinung nach braucht man dafür 'ne spezielle Welle.


    Ich hab das auch so rum stehen, weil es bei mir "richtig rum" nicht passt.

    Meines Erachtens ist es für gelegentliches DoubleBass-Spiel mit Heel-Up kein Problem, wenn das Slave Pedal ein bisschen unter der Snare ist.

    Vielen Dank erstmal für das geniale Feedback! :)


    Hätte am Ende noch ein längeres, dichtes Lick erwartet, dass als "Höhepunkt" das Solo abschließt.

    Hmm ja, da hätte ich mir noch was überlegen können. Andererseits ist es aber vielleicht auch mal erfrischend, nicht so den Erwartungen und Hörgewohnheiten zu entsprechen.



    trommla

    Ich verstehe, was du meinst und dieser Kritikpunkt kam auch an anderer Stelle mal zur Ansprache. Werde es im Hinterkopf behalten. Mir war und ist erstmal wichtiger, insgesamt authentisch zu sein ... oder zu werden und zu bleiben. ;)

    Selbstfindung und Selbstausdruck ... denke, das wird schon insgesamt noch positiver.



    Meine Ohren und Augen als einfacher Hörer sagen, die Dynamik (Lautstärken der einzelnen Teile im Verhältnis zueinander) sind noch ausbaufähig, groovt dadurch irgendwie noch nicht so richtig

    Interessanter Punkt. Das Schlagzeug ist im Video natürlich auch ein bisschen komprimiert, in mehreren kleinen Schritten. Dieses Mal habe ich die Snare parallel auch noch stärker als sonst komprimiert (bzw. auch die obere, nicht nur die untere Spur) um die Ghostnotes hier noch weiter rauszuarbeiten. Aber auch, um tatsächlich den Hi-Hat Bleed auf der oberen Spur lauter zu machen. Mein Hi-Hat Mikro vergrößerte durch die Aufstellung irgendwie noch die Dynamik, auf der oberen Snarespur kommen dagegen auch die leisen Hi-Hat Anschläge gut durch.


    Lange Rede, kurzer Sinn - ich habe mal einen Rohmix angehängt (Effekte und parallele Tracks ausgeschaltet, nur Phasenbeziehungen, Panning und Lautstärken):

    5-4th with triplets - 29.12.21 - rough.mp3


    Findest du die Verlaufsdynamik hier immer noch zu gering?

    Moin moin,


    ist noch nicht das angekündigte Solo mit Bandbegleitung. Nur eine Idee, die ich jetzt mal ausgearbeitet habe. Meine Performance ist mir eigentlich noch zu wackelig, aber ich hau's trotzdem einfach mal raus:


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    Wenn du das Slave-Pedal links außen neben die Hi-Hat Maschine stellst (ist auf den Bildern zu erkennen), kann das ja auch nichts werden ...

    Dafür sind die normalen Wellen einfach nicht gebaut. Also einfach die Hi-Hat nach links außen und gut ist.


    Wenn ich mich richtig erinnere bist du ja recht groß gewachsen. Da sollte es nun echt kein Problem sein, wenn die Hi-Hat etwas weiter außen steht. Zumal du ja sowieso eher rockigere Sachen spielst.


    Prioritäten setzen kann hier auch sinnvoll sein. Bleibt dein linker Fuß bspw. zu über 90% der Zeit (im Durchschnitt) auf dem Hi-Hat Pedal, dann optimiere deinen Aufbau für das Verhältnis von Snare, Hocker, Hi-Hat und Bassdrum. Das Slave-Pedal der Dofuma ordnet sich dann unter. Fertig. ;)

    Interessant ist zb. der SSL Channelstrip von der 400E von Brainworks. Wohl die beste Umsetzung des analogen Pendants.
    Auch die bauteilbedingten Toleranzen der einzelnen Channels lassen sich emulieren. Rauschen tut das Teil natürlich auch wenn man das will.
    Klar hätte man gerne eine SSL oder Neve und ich würde gerne mal auf sowas arbeiten, aber heute kann man das alles in the box nachbauen.
    Wenn Andrew Sheps sagt das er nur noch in the box arbeitet weil es analog keinen Vorteil mehr hat, dann kann man ihm das glauben.

    Ja ... ich hab im Moment sowieso keine andere Möglichkeit. Mixe aber auch hauptsächlich nur mit Emulationen von real existiertendem, analogen Equipment. So z.B. auch SSL 4000-E Channelstrips. Und die Sättigung gehe ich hier und da mittlerweile lieber ganz gezielt an: https://www.plugin-alliance.co…oducts/vertigo_vsm-3.html

    Teilweise auch parallel. Hatte viel rumprobiert und auf der Summe finde ich für eine spezielle Sättigungsstufe nur noch transparent klingendes Mastertape gut ... aber kann ja jeder so machen wie er mag. :)


    Die Haptik einer 2m Konsole und den Racks ist allerdings nicht zu ersetzen.

    Leider ... ja. Hatte kürzlich eine E-Gitarrenaufnahme ganz klassisch mit MD421 und SM57 zusammengetaped vor dem Lautsprecher und einem weiteren Mikro hinter dem Lautsprecher gemacht. Als es dann darum ging, das Mischverhältnis von MD421 und SM57 auszuloten und ein Hauptmikrofon zu wählen, wären zwei echte Fader, die man mit zwei Händen bedient, viel praktischer gewesen ...


    Aber ich denke wir sollten hier jetzt nicht all zu sehr vom Thema abschweifen. Lieber einen eigenen Thread dafür erstellen? :/

    Wirklich cool! Hatte kürzlich erst wieder über den 1073 Preamp diskutiert, weil er wohl so gut zum Shure SM7B für Vocals passt. Das ganze dann noch mit einem 1176 komprimiert und man hat eine durch und durch klassische Kette für Vocals.


    Interessant finde ich dabei aber den Umstand, dass der 1073 ja ursprünglich für alle Mikrofoneingänge größerer Neve Pulte verbaut wurde. Wie eben z.B. in den 28- und 40-kanaligen 8078 Neve Pulten im Sound City Studio - eins davon wurde ja dann von Dave Grohl gekauft.

    Zieht man dann noch in Betracht, dass in diesen Zeiten noch auf wiederrum stark färbendes Tonband aufgenommen wurde ... worauf ich damit hinaus will ist nur, dass meistens alle Einzelspuren die gleiche Farbe von den Preamps und vom Tonband hatten und man wiederrum nachträglich im Mix schauen musste, wie man in der Tiefe staffelt und so weiter.


    Weißt du eigentlich, aus welchen Harmonischen sich die Sättigung des 1073 zusammensetzt? Ich nutze beim Mixen generell recht viel Sättigung und es ist schon interessant, ob man Harmonische 2. oder 3. Ordnung oder einen Mix aus beiden nutzt.

    Fakt ist jedenfalls, dass auch im digitalen Zeitalter mit sehr clean klingenden Preamps nichts ohne Sättigung und ggf. auch ein bisschen Rauschen geht ... das klingt sonst einfach zu steril.

    ibins

    Mal in meine Hörzone geguckt? Fast alle meiner Covers wurden ohne Klick eingespielt und haben z.T. deutliche Schwankungen. Davon abgesehen hab ich schon "ein bisschen" Banderfahrung in den verschiedensten Bereichen und bin auch kein genereller Verfechter eines Klicks oder konstanten Tempos.


    Allerdings trifft deine zitierte Aussage auf heutigen Musikdurchschnitt durchaus zu. Des weiteren schrieb ich ja bereits in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema:


    Es gibt auch einige Alben aus vergangenen Tagen, die komplett ohne Klick eingespielt wurden. Ist im Prinzip sogar die größere Herausforderung, weil Schwankungen so wirklich musikalisch passend sein müssen.


    Das hier halte ich allerdings für nur teilweise zutreffend:

    In den 60ern, 70ern, auch noch 80ern wurde Musik in aller Regel ohne Klick gespielt/aufgenommen. Dann wurden die Aufnahmemöglichkeiten besser und die Ton-Ings wollten aus fünf verschiedenen Takes den perfekten Song zusammen schneiden. Dafür musste das Tempo identisch sein > also kam der Klick.


    Das war also zunächst mal ein technischer Grund, kein musikalischer.

    Das war ein möglicher Grund, der aber nicht generell gegeben sein musste. Es gibt ein bekanntes Beispiel dafür - das Nevermind Album von Nirvana. Grundsätzlich ohne Klick eingespielt, aber Butch Vig riet Dave Grohl bei einem bestimmten Song zum Klick, weil er immer schneller wurde und das halt nicht gut zum Song passte.


    Einseitige Darstellungen halte ich hier für völlig fehl am Platz. Ein Klick ist ein Hilfsmittel. Auch zum Üben. Die größere Herausforderung ist immer, das Tempo bewusst und eigenständig zu führen und zu ändern - und das halt auch noch musikalisch passend.


    Ich hatte die beinahe gleichen Shows live schon ohne und mit Klick gespielt und kann nur sagen, dass das Thema keineswegs schwarz/weiß ist. Es spielen sehr viele Faktoren mit ein, ob das nun sinnvoll ist oder nicht. Zumindest, wenn man auf dem Teppich bleibt und sich vor Augen führt, dass wir bald das Jahr 2022 schreiben. Nicht 1972. ;)

    Hehe, die bösen DrummerInnen :D

    In der nächsten Probe werde ich wohl tatsächlich mal mit Klick spielen... dann zieh ich das knallhart mal durch. Nix mit anpassen und einen nach dem Eiern abholen... ich bin gespannt, ich befürchte, es wird ein interessanter Nachmittag :D

    Dazu noch ein Tipp:

    Wenn (Arbeits-)Aufnahmen vorhanden sind, höre die durch und ermittel schon mal die Tempi. Die werden sicher etwas schwanken. Da ist eine weitere Analyse gefragt. Setz das Tempo an, das sich am passendsten für dich anfühlt. Sollte die Aufnahme aus deiner Sicht zu langsam oder zu schnell gespielt sein, dann auch mit einem Vorschlag fürs Tempo.


    Je mehr du dich damit im Vorhinein beschäftigen kannst, desto souveräner bist du dann bei der Probe. Wenn die Kollegen eh schon keinen Bock auf Klick haben, haben sie sicher noch weniger Bock drauf, erstmal das passende Tempo zu ermitteln.

    Mit einem Mikrofon außen am Schlagfell der Bassdrum habe ich nur eine Erfahrung gemacht, allerdings mit einem Audix D6. War eine Notlösung. Und ich kann davon nur abraten.

    Das D6 ist bekanntermaßen sehr badewannig und bringt grundsätzlich genug Attack bzw. obere Mitten und Höhen. Das führt außen am Schlagfell aber dazu, dass man kaum eine Chance hat den Anschlag der Bassdrum vom Übersprechen des restlichen Sets rauszuarbeiten. Besonders der Snare-Teppich ist problematisch.

    Nimmt man nun ein neutraler klingendes KMK-Mikro, wird sich das Problem dadurch auch nicht lösen. Denn irgendwo will man den Attack ja auch rausarbeiten.


    Das E902 ist auch sehr badewannig. Hier ist der Nahbesprechungseffekt (1m Abstand) zwar nicht eingezeichnet, aber man sieht deutlich worum es geht:


    Meiner Meinung nach ist die Lösung ganz einfach: Nimm einen (gut klingenden) EQ und hebe breit bei z.B. 5kHz an. Da kann man auch schon mal 5-10dB reindrehen, das tut auf einer rund klingenden BD-Spur erstmal nicht weh (anders sieht das z.B. bei Becken aus). Der Bassbereich ist da problematischer. Zusätzlich kommt eine Tiefmitten-Absenkung gut - ich mach die mittlerweile aber auf dem Drumbus und lasse die Einzelspuren weitgehend frei von EQ (abgesehen von ein paar gezielten Präsenzanhebungen).


    Natürlich ist der Grundsound der Bassdrum als aller erstes entscheidend. Dazu zählt auch die Beschaffenheit des Beaters und des Schlagfells bzw. eines etwaigen Patches. Viel Kick kriegt man z.B. mit Holz-Beatern und natürlich einem klaren Fell bzw. Patch (Falam Slam bzw. Kevlar vermumpfen den Attack eher). Desweiteren spielt das Innenleben und die Mikrofonaufstellung eine Rolle: zwischen Mikrofon und Schlagfell sollte kein Dämmmaterial sein. Und ein Nierenmikrofon wie das E902 bringt On-Axis nicht nur am meisten Pegel, sondern auch die ausgeprägtesten Höhen. Lass es also aufs Schlagfell zeigen.


    Es würde mich schon wundern, wenn du mit dem E902 nicht genug Attack kriegst. Der Klang der BD, die Position des Mikrofons (innen!) und das richtige EQing sollten definitiv Abhilfe schaffen. Eigentlich sogar so weit, dass man dann schon ein zweites Mikro für etwas mehr Bass vom Reso dazu stellen könnte - so wie ich das einschätze.