Beiträge von m_tree

    Ich kann es wieder mal nicht fassen, was hier miteinander verglichen wird... Mikros, die 1400 Euro kosten gegen Mikros, die 300 Euro kosten. Und weniger. Nicht nur das Mikro zählt, sondern auch die Verstärker der Raum und ganz besonders das Instrument. (Spiel eingeklammert)

    Wenn die Becken scheisse klingen, hilft auch kein Neumann. Am Ende: Shit in/shit out. Ich habe hervorragende Erfahrungen mit Oktava gemacht. Mit guten Becken und ebtsprechendem Spiel. Geschmackssache und Sache des Gesamtklangs. Kingbee von Neat. Ebenfalls spitze.


    Dogma ist immer 80 % bei der Wahl. Um Testen kommt man nicht herum. Ausprobieren Testen und dann gucken, was zum Wunschsound passt.

    Ich nutze die Oktava MK-012 aus Überzeugung. Aber mal ehrlich: wenn ich mir einfach mal so ein Paar KM184 leisten könnte, würde ich schon lieber die nehmen.


    Unabhängig von irrsinnigen Gedanken über das eigene Niveau kann doch jeder tun, was er für richtig hält. Man kann sich ja auch Schlagzeugequipment im Wert von 100.000€ mit "Stil" und aus Überzeugung zusammenkaufen und in Szene setzen, ohne damit je eine ernsthafte Aufnahme und einen ernsthaften Gig damit gespielt zu haben.


    Oliver_Stein

    Also mein Rat lautet tatsächlich:

    Gönn dir die KM184 einfach gebraucht und hab Spaß! :)

    Ich hab die Mics alle in den Trommeln außer bei der Snare. [...] Ich möchte einfach nicht das dass Gate aufmacht wenn von einem anderen Tom oder gar von einem Crash Becken die Lautstärke erreicht wird [...]

    Das ist sehr unwahrscheinlich, wenn die Mikros in den Trommeln sind. Denn wenn du sowieso schon auf den "gated" Sound bzw. sogar Samples aus bist, spielst du wahrscheinlich auch nicht sehr dynamisch. D.h., die Thresholds können wahrscheinlich relativ knapp eingestellt sein, sodass die Gates wirklich nur aufmachen, wenn die Trommeln angespielt werden.


    Mir stellt sich noch die grundsätzliche Frage:

    Wozu überhaupt gaten? Wenn die Mikros in den Trommeln sind, hat man sowieso deutlich weniger Übersprechen. Tomspuren kann man bei Aufnahmen im Nachinein auch gut in der Lautstärke automatisieren, statt zu gaten. Macht halt ein bisschen Arbeit ... geht mit einem Gruppenfader aber vereinfacht auch. So um 10-20dB. Und man muss Toms auch nicht unbedingt komprimieren.


    Also meiner Meinung nach solltest du das noch mal überdenken.

    Ich würde mir auch ein gebrauchtes KM184 Stereopaar besorgen. Es gibt m.E. keine wirkliche Alternative zu diesen Mikros. Selbst die doppelt so teuren Schoeps klingen halt nicht wie die KM184.


    Auch im Vergleich zu den alten KM84i klingen die KM184 durch den etwas magereren Bassbereich und die breite 2dB Höhenbetonung etwas "schlanker" (aber noch lange nicht so brizzelig und aufdringlich wie viele andere KMK-Mikros). Und genau das ist an einigen Stellen ja auch gewünscht.


    Mein Drumset steht z.Z. in einem Tonstudio in Halle für eine Albumproduktion und der sehr erfahrene Engineer hat auch ein KM184 Pärchen als Overheads aufgestellt ... ungefähr mit den Worten "nach vielen Tests usw. ... es sind einfach die besten Schlagzeug-Overheads".


    Ich hatte auch mal einen eigenen Direktvergleich von Oktava MK-012 zu KM184 als Hauptmikrofon an einer Akustik-Gitarre. Trotz des schlankeren und brillianteren Klangs der KM184 klangen die Höhen dort einfach deutlich besser. Von der Auflösung und dem gesamten Klangcharakter ganz abgesehen. Kaum vergleichbar.

    ... "je dünner die Resos sind, um so besser" ...

    ... hat ja gar keiner gesagt. Und erlaubt ist bekanntlich, was gefällt.


    Rein physikalisch verhalten sich Resonanzfelle schon etwas anders als Schlagfelle. Was das Sustain betrifft z.B. genau umgekehrt: Dünnere Resos sprechen durch die geringere Masse schneller an und schwingen auch schneller aus. Das Schlagfell bekommt mehr klangliches Gewicht.


    Das längste Sustain erreicht man mit gleichen Fellen, die auch gleich hoch gestimmt sind.


    Ich würde für meine Resos jedenfalls niemals dickere Felle als für meine Schlagfelle nehmen. Außerdem hab ich bei Bassdrum und Toms gute Erfahrungen mit einer Dämpfung des Resonanzfells gemacht. Allerdings subtil: ein kleines Kissen in der Bassdrum am Reso ohne Dämpfring und ein paar Wattebällchen auf den Resos der Toms - Anzahl je nach Größe.


    Kann auch gut sein, dass ich in 10 Jahren wieder eine ganz andere Philosophie habe ... wichtig ist aber halt, die physikalischen Zusammenhänge grundlegend zu verstehen. Denn die ändern sich halt nicht, unabhängig vom Geschmack.

    Ehrlich gesagt finde ich die gesamte Diskussion um "Talent", "Begabung" usw. relativ sinnlos.


    Menschen sind natürlich sehr unterschiedlich. Aber der Begriff "Talent" suggeriert etwas, das in meinen Augen im Allgemeinen eher zu Unklarheiten führt. Nämlich, dass talentierte Menschen es ja viel einfacher hätten, bestimmte Leistungen zu erreichen. Diese Annahme halte ich allerdings für gewagt. Denn die Leistungen erreichen sich nicht von allein. Das ist keine Hexerei, egal um was es genau geht.


    Der Begriff "Talent" öffnet auch schnell das Tor zu negativen zwischenmenschlichen Dingen: Neid, Be- bzw. vor allem Abwertung und ähnliches.


    Gerade beim Erlernen eines Instruments, dem gemeinsamen Musizieren, dem Schreiben von Songs usw. ohne besonderen Zweck (z.B. Geld zu verdienen oder im Rampenlicht zu stehen) geht es vor allem um die pure Hingabe und eben die intrinsische Motivation. Die "beste" Musik hatte und hat m.E. immer die Eigenschaft, dass die Schöpfer genau diese beiden Dinge voran getrieben hatten bzw. voran treiben. Sie sind also schlicht und einfach "ehrlich" damit.


    Musik (oder Kunst allgemein) zu machen ist m.E. eine der "höheren" menschlichen Fähigkeiten, die nicht primär was mit dem rationalen Verstand zu tun haben.

    Und solche Diskussionen hier lenken davon m.E. nur ab. Jeder sollte sich, wenn er das ernst meint, mindestens einmal die Frage stellen: Warum tue ich das eigentlich? Und die Antwort sollte lauten: Weil ich es liebe. Punkt. :)

    Auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, aber für mich klingen die für 10er und 12er Tom relativ normal. Als "hoch" würd ich das jetzt nicht bezeichnen, [...]

    Du hast recht. Habe das Soundfile gerade noch mal mit "wachen" Ohren genauer angehört / analysiert und "hoch" sind die Toms wirklich nicht gestimmt. Das ginge weitaus höher.

    Sie sind aber definitiv ein Stück höher gestimmt als meine mit meiner Intervallstimmung (siehe Video oben).


    Das Problem sehe ich eher im Gesamtklang. Die Tonhöhe sagt ja auch nur teilweise etwas über den gesamten Klang aus. Neue Felle und ein bisschen Hingabe beim Stimmen schaffen da meistens Abhilfe.


    Eine Nahmikrofonierung mit Druckgradientenempfängern (alle gebräuchlichen Mikros mit Ausnahme von Kugelcharakteristiken) macht den Klang immer mindestens basslastiger, abhängig vom Frequenzgang des Mikrofons (bei dynamischen Mikrofonen sehr häufig mit Betonung des Präsenzbereichs - obere Mitten und Höhen) auch meistens "badewanniger" - also Bass- UND Höhenlastig. Das klingt letztendlich immer "fetter" und gehört auch schon länger zu einem modernen und "produzierten" Drums-Sound. Allerdings ändert das nicht die Höhe der Grundtöne und Oberschwingungen!


    Bei John Bonham hingegen wurde im Studio nur die Bassdrum nah mikrofoniert und erstaunlicherweise waren seine übergroßen Kessel (mit Ausnahme der Snare) auch insgesamt relativ hoch gestimmt. Denn nicht nur tiefer gestimmte Trommeln sind schwerer durchsetzungsfähig zu kriegen, auch die Fell- und Luftmassen von sehr großen Kesseln muss man erstmal zum Schwingen und Klingen bringen. ;)

    Das alles hat zu seinem legendären Sound gehört und der war ja auch ziemlich "fett". Es geht dabei wirklich um die Stimmung in ihrer Gesamtheit, nicht nur um die Höhe der Grundtöne.


    Dr. R_o_c_k

    Falls du die Möglichkeit hast, die nächste Aufnahme mit einem richtigen Mikrofon (einfach auf Ohrhöhe im Raum aufs Drumset zeigen lassen) oder einem Handyrecorder zu machen, wäre das sehr hilfreich. Deine letzte Aufnahme ist stark "ungünstig" gefärbt, sage ich mal.

    Der Yeti glaubt ja auch nicht, dass es Reinhold Messner gibt... ein jeder hat das Recht auf Irrtum ;)

    Das ist die Art von Kommentaren, die für mich persönlich mittlerweile einfach Brechmittel sind.


    Ich bin "offiziell" lieber komplett Talentfrei, wenn ich einfach mein Ding als Drummer und Produzent mit anderen Musikern machen kann. Und meinetwegen bin ich auch kein Musiker. Mach unterm Strich aber trotzdem Musik. :D


    Ein sehr wichtiger Punkt bei der ganzen Sache ist die intrinsische Motivation. Und wenn man die hat, fällt es einem oft leichter, was zu tun, egal was andere sagen.

    Standard Tama Resos nicht tief genug...

    Die zu wechseln ist auf jeden Fall ratsam. Denn die Werksfelle sind meistens minderwertigere / günstigere Serien der namhaften Hersteller. Mit Ausnahme von High-End Drumsets.


    Ich bin letztes Jahr zu Diplomat als Tomresos gewechselt. Und zu Emperor clear statt Emperor oder Ambassador Coated. Hat sich m.E. wirklich gelohnt.

    Und als ich mich dann mal mit Intervallstimmung der Toms beschäftigt hatte, hatte ich meine Toms auch noch mal insgesamt etwas tiefer gestimmt. Bzw. wieder ... vor ca. 10 Jahren hab ich sehr tief gestimmt, in der Zwischenzeit wieder mal etwas höher.


    Hatte dazu auch ein Video gemacht: Fat toms tuned in intervals - 6/8 with triplets


    Empfehlen kann ich eine etwas höhere Stimmung der Resos. So hat man grundsätzlich einen tieferen Klangcharakter vom Schlagfell, aber durch die höhere Resostimmung ohne zusätzliche Dämpfung ein kürzeres Sustain.

    Ruhig Brauner ;)

    Find zwar die Aussage auch ziemlich pauschalierend und sogar falsch, aber deshalb den Kollegen persönlich attackieren führt doch nicht weiter.

    Sollte kein Attackieren sein ... aber kann man sicher so auslegen. Insofern ... bin ich mal ruhig. Ok. :)


    und kein Meister ist je vom Himmel gefallen.

    Genau so siehts aus. Vieles ist Sache der Grundeinstellung, des Willens und eben auch einfach des Übens.


    Und so unterschiedlich wie Menschen sind, so problematisch finde ich, Menschen in irgend einer Form zu bewerten. Dabei kommt man nämlich oft nicht um Auf- und Abwertung drumrum. ;)

    Wenn du ein Song im Radio hörst ...

    Das "Können" und gelernte umzusetzen macht ein Profi aus.

    SCNR: ein, eine, einen? ein oder einen? Unbestimmter Artikel


    Die Emotionen (während des spielens) auf den Groove zu übertragen ist noch schwieriger als Timing und alles andere. Das eine kann man lernen, das andere hat man oder hat man nicht.

    Ich finde solche Kategorisierungen etwas deplatziert. Da könnte man auch jeden hier fragen: Bist du ein Musiker oder nicht?


    Oder anders gefragt: Hast du es denn?

    Ehrlich gesagt finde ich deinen Einwurf hier absolut nicht "zielführend". Jeder schreibt von seinem eigenen Standpunkt aus und da ist das, was "ist", ganz automatisch dabei. Eine etwaige Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten inbegriffen ;)


    Bei dir weiß hier auch keiner, wie du eigentlich spielst und du schreibst hier immer wieder sehr ausführliche Beiträge mit mitunter vielen Tipps und Ratschlägen.

    Und ich will dir keineswegs Kompetenzen absprechen.

    Huch, den Beitrag von Beeble hatte ich ja ganz übersehen ^^

    "klingen" tut ein Schlagzeug an der Spielposition ja eh scheisse

    "Anders" als ein paar Meter weiter weg im Raum definitiv, ja. Aber "scheiße"? :/

    Eine Nahmikrofonierung und alles, was man damit so machen kann, hat mit dem natürlichen Klang eines Schlagzeugs auch ohne Effekte nicht mehr viel zu tun.


    Der Tinnitus entsteht nicht durch den Lärmpegel sondern hat psychische Ursachen die durch Stress entstehen, welcher wiederum durch Lärm ausgelöst werden kann.
    Viel schlimmer ist der Hörverlust der unauswechlich ist. Leider bemerkt man das erst im fortgeschrittenen Alter.

    Es gibt zwei Arten von Tinnitus: Der von dir genannte, Stress-bedingte / psychisch verursachte (den ich seit 11 Jahren habe) und tatsächlich einen, der durch Hörverlust entsteht. Bei einem Hörschaden entsteht für gewöhnlich im betroffenen Frequenzbereich ein Tinnitus. Ältere Menschen, deren Gehör auf natürliche Art mehr oder weniger eingeschränkt ist, haben meistens auch einen Tinnitus.


    Es hilft auch mal eine Schallpegelmessung an der Hörposition durchzuführen um die Gefähdung besser einschätzen zu können.
    Laut ist nicht per se schädlich, es kommt auf die Dauer und Häufigkeit der Belastung an.
    Pegel die unser Ohr instant schädigen erreichen wir im Proberaum nicht.

    Ja, es kommt dabei immer auf den eigentlichen Pegel am Ohr (die Entfernung zur Schallquelle spielt eine sehr große Rolle) und auf die Dauer der Belastung an.

    Mit einem günstigen SPL-Messgerät hatte ich mal den Pegel meiner Snare vom Hocker aus gemessen und es wurden irgendwas bei 120dBA angezeigt. Ich denke zwar, dass das der Spitzenpegel war, der nur sehr kurzzeitig entsteht und dass mein Messgerät auch nicht geeignet dafür war ... aber die Spitzenpegel am Drumset können auf Dauer definitiv Gehör-schädigend sein. Aber das ist natürlich immer individuell, weil der Klang von Trommeln und Becken sehr unterschiedlich sein kann (auch lauter und leise) und die Spielweise ihr Übriges tut. Bei lauter Spielweise sind Snare und Becken jedenfalls das erste, was in den Ohren "weh tut".


    Wenn sich diese Aussage "Pegel die unser Ohr instant schädigen erreichen wir im Proberaum nicht." wirklich nur auf dich und deine Band bezieht, mag das vielleicht stimmen. Aber eine Allgemeingültigkeit kann man ausschließen. ^^

    Gehen wir jetzt mal davon aus, dass wir einen Drummer haben, der mit dem Stück, wenn er denn das gleiche wie die anderen spielt, total unterfordert ist und sich quasi das Stück mal eben aus dem Ärmel schüttelt, wird man das merken und möglicherweise sagen, dass er zwar gut gespielt hat, aber langweilig rüberkommt.

    Wieso sollte das langweilig rüberkommen? Das wäre evtl. der Fall, wenn es lieblos, ohne Emotion, gespielt würde. Aber darum geht es doch nicht.

    Ich halte es für eine ungewöhnliche Sichtweise, beim musizieren von Unterforderung zu sprechen.

    Jupp. Gerade in die für einen selbst einfachen Sachen kann man oft mehr Gefühl und Interaktion mit den Mitmusikern und ggf. dem Publikum stecken, als das bei für einen selbst schwierigen, fordernden und durchgetakteten Sachen der Fall ist. So ist meine Erfahrung zumindest.


    Kommt aber wohl auch immer auf die Sichtweise an :/

    Ich find den Sound des Drumsets hinterm Drumset als Drummer generell zweitrangig. Letztendlich gehts darum, wie's aus Zuhörersicht und eben mikrofoniert, nachbearbeitet usw. klingt.


    Eine ganz andere Welt ist generell ein mikrofoniertes Drumset mit Echtzeit-Monitoring via Kopfhörer oder In-Ears. Insbesondere die Bassdrum hört man so mit entsprechender Mikrofonierung wesentlich differenzierter und direkter. Das kriegt man mit keinem Gehörschutz so auf die Ohren. ;)