Beiträge von m_tree

    nicht mit dieser Lektüre, da gibt es bessere. Das ist kein Lehrbuch sondern eher ein "Werkzeugkasten".

    Genau so ist es. Für den Anfang gibts geeignetere Bücher. Z.B. "Modern Drumming".

    Generell muss und sollte man sich aber auch nicht nur auf ein Buch fixieren.

    Für reine Snare/Pad/Rudiment-Übungen wäre "Stick Control" am Anfang besser geeignet. Da stehen auch immer die Handsätze dabei.

    Noch besser ist Unterricht. Es geht auch sehr viel um Spieltechnik, Verständnis und Gehörbildung. Und es gibt entsprechend viele Dinge, die dir als Anfänger selbst nicht auffallen bzw. die du unbewusst falsch machen kannst. Ein Lehrer kann genau das vermeiden und dir von Anfang an beibringen, wie es "richtig" geht.


    Warum ist der Thread eigentlich im Off-Topic Forum?

    Mir ging es wirklich nur darum wie ich mir den Bewegungsablauf des Fußes vorstellen kann, wenn ich Heelup aus dem Fußgelenk spiele. Ganz einfach gesagt…ich sitze auf einem Stuhl und nicht am Schlagzeug und habe das Metronom an. Tippe ich mit dem Fußballen auf den Boden oder lasse ich den Fußballen auf dem Boden und drücke meine Ferse hoch, als würde ich mich auf die Zehenspitzen stellen. Diese beiden Ansätze habe ich gesehen und wollte ein paar Meinungen dazu.

    Übe das lieber mit einem Pedal und wenn nötig einem Übungspad dafür (das simuliert die Bassdrum). Wie hier bereits erwähnt wurde, spielt die Einstellung der Fußmaschine auch eine Rolle.


    Der übliche Bewegungsablauf bei einfachem Heel-Up ist, dass sich der Vorderfuß leicht nach unten und vorne bewegt. Das erreicht man mit einer kombinierten Bewegung der Waden- und Oberschenkelmuskulatur.


    Der Ferse hochzuziehen hat mit normalem Heel-Up und auch Heel-Down nichts mehr zu tun. Dafür muss die Ferse ja in Ausgangsposition unten sein. Bei normalem Heel-Down macht der Vorderfuß eine Abwärtsbewegung, nicht die Ferse eine Aufwärtsbewegung.


    Lass dir von einem Lehrer erstmal die Standard-Techniken beibringen. Da würde ich eine nehmen, die dir gut liegt (meine Empfehlung ist Heel-Up) und diese dann perfektionieren.


    Heel Toe / Toe Heel, Swivel usw. sind eher spezielle Techniken für High Speed Doublebass, die letztendlich auch zu wenig Punch für eine Akustik-Bassdrum erzeugen und Jahrelanges und diszipliniertes Üben für gute Ergebnisse erfordern. Wenn du nicht mit high speed Blasten willst, brauchst du das alles nicht.

    Ich empfehle dir auch, zu einem Lehrer zu gehen. Ich müsste mir auch erstmal einen Eindruck von deinem spielerischen Stand und deiner Problematik machen, bevor ich dir helfen kann.


    Schlagzeuger wie Thomas Lang beschreiben den Bewegungsablauf als tippen/tappen mit dem Fußballen auf den Boden während der restliche Fuß in der Luft ist. (Als würde man mit dem Fuß einen Basketball drippeln)

    In diese Richtung würde es bei mir auch gehen. Heel-Up ist für die Bassdrum grundsätzlich eine sehr effektive Technik. Das heißt aber nicht, dass man die Ferse nicht auch mal zwischendurch absetzen kann.


    Und Heel-Up bedeutet auch nicht, dass man aus dem ganzen Bein heraus spielt. Es ist viel mehr eine Mischung. Die Kraft im Oberschenkel wird weniger zum Spielen des Pedals, sondern viel mehr zum Halten des ganzen Beins benötigt, sodass der Fuß (in Zusammenarbeit mit dem Unterschenkel) "in der Luft hängend" das Pedal bedienen kann.


    Es scheiden sich auch die Geister, ob man den Beater bei Heel-Up Spiel nun im Fell lassen darf / sollte oder nicht. Damit kann man den Oberschenkel zwischen den Schlägen entlasten, ohne die Ferse absetzen zu müssen. Auch das lässt sich nicht pauschal sagen und ist Geschmackssache.


    Aber allgemein lässt sich schon sagen, dass das Pedal bei Heel-Up Spiel nicht nur aus dem Bein heraus bewegt werden sollte.

    Finde das 7/8-Solo übrigens sehr cool, vielleicht sollte ich auch mal anfangen, Soli durchzukomponieren. Ich versuche nämlich am liebsten, gar nicht Solisten zu müssen, und wenn überhaupt, dann nur schnelle 16 Takte, allerhöchstens 32. Mit nem Konzept kann man wenigstens sicher sein, dass einen auch an schlechten Tagen nicht die Inspiration verlässt.


    Und immer wieder faszinieren mich deine "Peitschenschläge" beim Crashen der Becken. Ich glaube, mir fällt kein Drummer ein, dessen Bewegung so energetisch wirkt wie deine. Aber täusche ich mich, oder hat das in der Vergangenheit schon manch ein Becken getötet?

    Danke. Ein Solo durchzukomponieren kann ich tatsächlich empfehlen. Mir ermöglicht das ein viel konstanteres Ergebnis und eine Darbietung, mit der ich aus musikalischer Sicht zufrieden bin, auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe.


    Interessant wegen den "Peitschenschlägen". Mir persönlich fällt das gar nicht so auf. ^^

    Ja, leider habe ich schon so einige Crashbecken "getötet".

    12er mittig über der Bassdrum ist schon eher speziell. Wenn ich sehe, wie viele Drummer mit konventionellem Aufbau (=Tomhalter und Rosette, 2 Toms) wirklich virtuos unterwegs waren und sind, könnte man das auch unter "bad habit" einsortieren, wie manch schlechte Spieltechnik eben. Erlaubt ist, was gefällt, aber es kann halt auch einschränken.


    Gibt es denn einen Grund, das zwingend so beibehalten zu wollen? Oder wäre ein Umlernen wenigstens denkbar? Die Vorteile liegen imho auf der Hand, man kann nämlich auf jedem Standardaufbau dann wie gewohnt abliefern. Gerade Festivals stellen ja gerne die Backline, um die Wechselzeiten kurz zu halten. Je weniger man dann am Set rumschrauben muss, umso besser. Und mir fällt bei deinem Spiel jetzt nichts auf, was diesen Aufbau zwingend voraussetzt, sondern du hast dich halt über viele Jahre dran gewöhnt.

    Ich hatte lange Zeit auch nur 1up1down gespielt und habe da auch hinsichtlich des Beckensetups wahrscheinlich den am weitesten verbreiteten "Standardaufbau".

    Live spiele ich auch nach wie vor meistens nur mit 1up1down. Wenn ich live mehr Toms nutze, würde ich am ehesten ein zweites Floortom dazu stellen.

    Das 12er muss ich dabei auch nicht mittig über der Bassdrum haben. Im Gegenteil - nur ein Racktom kann man schön links über der BD platzieren, sodass das Ride mittiger platziert werden kann.


    Als ich (nachdem ich als Kind bereits mal gespielt hatte) mit 15 wieder angefangen hatte zu spielen, bin ich mehrere Jahre ganz ohne Hängetoms ausgekommen. Zuerst war ich in einer kleinen Kammer, die kaum Platz geboten hat. Aber ich glaube auch, dass die Hängetom-Halterungen meines alten Sets kaputt waren.


    So kommt es, dass ich den Standard-Aufbau mit zwei Toms auf der Bassdrum a us spielerischer Sicht unpraktisch finde. Die Snare ist ja eigentlich der Mittelpunkt des Sets und ich mag es auch nicht, wenn mein Ride irgendwo ganz weit rechts außen oder ganz hoch positioniert ist.


    Hinsichtlich der Hi-Hat brauche ich auch einen recht schmalen Aufbau, weil ich die Sticks nicht kreuze. Anika Nilles spielt übrigens auch so. Hier sieht man, wie nah sie ihre Hi-Hat bei der Snare hat und daher das Slave-Pedal der Dofuma sogar links außen neben der Hi-Hat:



    Das 12er habe ich also nur mittig über der Bassdrum, wenn ich zwei Hängetoms nutze. So können die Hi-Hat und das Ride an komfortablen Positionen für mich bleiben und ich nutze den Platz dazwischen optimal aus, ohne Lücken.


    Aber wie ich ja bereits schrieb, will ich den Standard-Aufbau mit zwei Toms auf der Bassdrum mal probieren. Vielleicht kann ich mich ja dran gewöhnen und vielleicht entdecke ich auch Vorteile dadurch. Das letzte mal hatte ich so einen Aufbau als Kind. ^^


    Aber das Tom umkehren wäre evtl. die Lösung, nicht? Sogar naheliegender, dachte ich mir jedenfalls aufgrund deiner Beschreibung.

    Oder meintest du nicht das Loch am Tom selbst?

    Nein, ich meine die Position der Rosette auf der Bassdrum. Die Stange ist so einfach zu weit am Schlagfell der Bassdrum, sodass das 12er Tom viel zu nah am Hocker ist. Und lässt sich durch die Position auch kaum anschrägen.

    Meine Erfahrung ist, dass jeder Drummer durch seine persönliche Übehistorie eine bestimmte Signature-Koordination hat. In Grooves umgesetzt führt diese zu einer spielerischen Sicherheit, die eine tiefere Pocket erlaubt als bei nachgespielten "Fremdgrooves".

    Ja, schön beobachtet und präzise formuliert.


    Gestern hatte ich das 7/8 Solo wieder mal live gespielt, dieses mal direkt in Weimar.


    Weil der Thread zu meinem neuen Kesselsatz ja geschlossen wurde, spreche ich es einfach mal hier an:


    Mittlerweile ist auch das 14er Standtom meines neuen Kesselsatzes da (Starclassic Performer in Molten Steel Blue Burst). Die Werksfelle habe ich in meiner gewohnten Manier erstmal zentriert und dann gestimmt (Evans G1 coated auf den Toms, einlagig clear Resonanzfelle). Klingt schon ziemlich gut, lassen sich einfach stimmen. Momentan stimme ich die Toms auch gern etwas weiter auseinander (mit fünf Halbtönen pro zwei Zoll Differenz). Die Gussreifen machen das alles etwas kontrollierter, gar nicht mal so schlecht. Bin froh, dass ich in der Hinsicht mal was anderes probiert habe (nicht wieder flanged Hoops auf den Toms).

    Nur das 16er lässt sich nicht richtig stimmen, habe da aber das Schlagfell im Verdacht. Das hat im Karton einen Knick gekriegt. Werde ich erstmal durch ein Evans G1 coated ersetzen, dann halt ohne Tama Logo auf dem Fell.

    Die Bassdrum klingt leer und ohne Loch im Reso auch schon gut. Erstaunlich finde ich, dass man den Basketballeffekt auch direkt hört. Werde also wieder was rein machen, nur um die Reflektionen im Kesselinnern etwas zu bändigen. Ein Loch mach ich auch wieder ins Reso.


    Ich lass das auch erstmal im Proberaum / Studio. Das Pro-M ist jetzt erstmal mein Tourset.


    Leider ist mein Plan aber nicht ganz aufgegangen, was die Aufhängung des 12ers auf der Bassdrum betrifft. Meinen Aufbau mit mittig platziertem 12er über der Bassdrum kann ich damit nicht realisieren, weil die Bohrung für den Tomhalter zu mittig bzw. zu weit Richtung Schlagfell gesetzt ist. Nun werde ich erstmal beide Hängetoms in "normaler" Position auf die Bassdrum hängen und mal sehen, wie ich damit so zurechtkomme. Das Ride anders positionieren usw. ... wenn ich mich dran gewöhnen kann, evtl. auch noch das 8er Tom dazu besorgen. Ansonsten muss ich mir für meinen großen Aufbau halt ein Rack besorgen.


    Bin trotzdem zufrieden mit meiner Entscheidung. Eine gebohrte Bassdrum mit Tomhalter bringt einfach mehr Flexibilität in die Sache. Und in dem Set mit ungebohrter BD sind die Hängetoms flacher (12x8 und 10x7). So flache Toms mag ich aber nicht so, 12x9 und 10x8 sind mir lieber.

    Welcome back und alles Gute zum Geburtstag bei dieser Gelegenheit! Dass das Solo in 7/8 steht und dir das besonders liegt, kann ja beim heutigen Datum nicht von der Hand zu weisen sein. ^^

    Danke! ^^

    Wobei die Zahl im Nenner letztendlich nebensächlich ist (hat Simon Phillips zum Thema "7er" auch mal gesagt).


    Ich finde es natürlich mega gut gespielt wie immer. Aber wenn ich mir doch etwas "Kritik" erlauben darf!? Bei der Länge und vor dem Hintergrund einer Bandvorstellung fehlt mir ein bisschen die Klimax. In den Parts, in denen du "nur" Gerödel und Rudiments raushaust, klingt es typisch wie viele Soli und der Puls ist mir nicht gleich erfühlbar, braucht er ja aber auch nicht sein. In den Groove-Parts fällt es dann schon leichter, aus Zuhörersicht mitzugrooven, und dann ist es cool, wenn die "1" immer schon früher kommt als man intuitiv denken würde. Nichts für ungut, das waren meine ersten Gedanken beim Hören - und Sehen (deine Bewegungen sind so exakt, das schaut man sich einfach gerne an!). ;)

    Danke für die Kritik! Ich als alter Perfektionist habe mittlerweile die Einsicht, dass es nie perfekt geht. Bei so musikalischen Sachen ist vieles ja auch Geschmackssache.

    Ist jedenfalls nicht in Stein gemeißelt und nicht mein letztes Solo. Das hier soll letztendlich ein Mix sein aus "nur" Gerödel und Rudiments bzw. Chops, wo man halt Skills zeigt und einer eigenen Note mit dem 7er, dramaturgischem Aufbau und spielerischen Eigenheiten.


    Mir tut's jedenfalls gut, ein bisschen Abstand zu meinen Ergüssen zu gewinnen und das etwas lockerer zu sehen. Ist manchmal nicht einfach, aber bringt was.

    Ist also einfach nur mal "irgend ein" Solo in einem 7er zwischendurch und hat keinen Anspruch auf absolute Perfektion.


    Ich finde den La Grange Shuffle auch richtig krass. Ich dachte immer, dass das Ride ebenfalls geshuffelt wird, aber das macht es wenigstens ein bisschen einfacher. Dennoch ist die geshuffelte Bass Drum nichts für mich, selbst die Snare bekomme ich nicht so hin. Ich spiele also immer die Cheating Version: Erste und dritte Shuffle Triole auf der Bass Drum, zweite und vierte auf der Snare, entsprechend akzentuiert oder geghosted. Rechte Hand Viertel durch.

    Ja. Man liest dazu hier und da, dass Frank Beard deswegen unterbewertet wäre. Weiß aber nicht so ganz, was ich davon halten soll. Das wie im Original so sicher und beständig durchzuziehen ist spieltechnisch schon krass und sehr "eigen". Aber aus der musikalischen Sicht ... keine Ahnung. Ich finde das groovt mit 'nem normalen Shuffle - so wie ich das in der zweiten Hälfte meines Videos spiele - besser und "fluffiger".

    Nach meiner zweimonatigen Pause hier melde ich mich mal mit einem Video von Ende Mai zurück.


    Dieses Schlagzeugsolo habe ich für Auftritte mit einer Bluesband aus Weimar entwickelt. Bei denen gibt's am Ende des Sets innerhalb eines bestimmten Songs immer eine Bandvorstellung, in der auch der Schlagzeuger ein Solo spielt (im Gegensatz zu den anderen Instrumentalisten allein). Bisher hatte ich das immer improvisiert. Das führte dann aber dazu, dass das Ergebnis sehr von Tagesform, Interaktion mit dem Publikum und Gesamtsituation abhängig und entsprechend wenig beständig war.


    Wichtig war mir, ein authentisches und kreatives Solo zu arrangieren, das ich mir komplett selbst ausdenke. Den 7/8 habe ich als Basis gewählt, weil mir diese Taktart liegt und Spaß macht. Darauf kann ich gut Grooven und Improvisieren. Und ist mal was anderes als immer nur geradeaus. Zunächst habe ich das innerhalb von drei Wochen auf meinem großen Recording-Aufbau mit Metronom (210 bpm) ausgearbeitet und auch mit Metronom eingespielt. Live spiele ich es ohne Metronom mit kleinerem Besteck mit zwei Toms, China und zwei Crashes und baue zum Schluss ein Ritardando ein. Mittlerweile habe ich es schon öfter live gespielt und dieses Jahr auch noch weitere Gigs mit der Band anstehen, wo ich es wieder spielen werde. Würde ich auch bei anderen Gelegenheiten bzw. bei anderen Bands so raushauen.


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    Durch Aushilfe bei einer anderen Band bin ich in der Zwischenzeit noch auf diese Nummer hier aufmerksam geworden. Dabei ist mir die "eigenartige" Spielweise von Frank Beard aufgefallen. Nach genauerer Analyse der Studio-Aufnahme und Sichtung von Drum Sheets habe ich rausgefunden, dass er sogar die Bassdrum (nicht nur die Snare) shuffelt. So finde ich das sehr anstrengend zu spielen, liegt mir auch nicht. Dadurch bin ich auf die Idee für dieses Video gekommen.


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    Das liegt jetzt immer noch im 2-stelligen Klickbereich, obwohl Shorts bei mir meistens 4-stellig werden. Aber ist mir mittlerweile auch egal, denn ich hab sowieso kaum noch Lust auf Youtube. Das hatte in den letzten Jahren aus mehreren Gründen gut gepasst, aber das Kapitel geht gerade ein Stück weit zu Ende. Ich will mich wieder mehr aufs "reale Leben" konzentrieren und den Ortswechsel machen. In Gotha / Thüringen will ich nicht bleiben.


    Mein neuer Kesselsatz ist übrigens schon da. Es fehlt nur noch das 14er Standtom, das Thomann für mich bestellt hat (2-3 Wochen Lieferzeit).

    Wenn ich alles beisammen habe werde ich dazu dann noch ein kleines Vorstellungsvideo veröffentlichen. Wahrscheinlich einmal ohne Loch im BD-Reso (Auslieferungszustand) und einmal mit. Macht ja einen großen Unterschied, ob man die Bassdrum innen mikrofoniert oder nicht.

    Ich weiß, dass dein Beitrag ein Seitenhieb an Pessimist war. Und genau der hat mir hier wirklich nett weitergeholfen, im Gegensatz zu dir.


    Letztendlich alles PillePalle, aber mir geht die gesamte "Forum-Mechanik" hier zunehmend auf den Sack. Dazu zähle ich auch das Vorgehen der Moderation.

    Jetzt höre ich, dass ich so selbstherrlich und unreflektiert wäre und daher kurz vor einer Sperre stehe.


    Gut, dann haut rein! :thumbup:

    Mir gibt das hier sowieso kaum noch was.

    mc.mod & Chuck Boom

    Finde ich auch interessant, dass ich im Trash-Forum zurechtgewiesen werde, wo ich nicht mehr reagieren kann.


    Die Brisanz des Vorfalls erschließt sich mir nicht. Schon gar nicht gegenüber #123 hier z.B. ... sowas hoch provokantes und komplett sinnloses (ja, war nicht gegen mich, aber gegen jemanden, der mir hier wirklich geholfen hat) bleibt dann stehen, aber wenn man mal klar seine Meinung äußert wird's gelöscht?

    Oder liegt das nur daran, dass ich keine Beiträge melde?


    Wie auch immer. So langsam wird mir das hier echt zu albern und mich beschleicht wiederholt das Gefühl einer Zensur.

    Ein Teppich hilft jedenfalls nicht per se gegen Wegrutschen, auch nicht mit ausgefahrenen Dornen. Das kommt nämlich auch auf den Teppich selbst an. Manche halten besser, andere schlechter. Auf dem erwähnten Festival-Gig hatte ich halt mal Pech gehabt. Seitdem benutze ich einfach immer meinen eigenen Teppich und lege den ggf. über einen (größeren), der schon da liegt. Gegen wandernde Beckenstative hilft ein Teppich ebenso wenig. Die wandern durch die Gummifüße auf Teppichen vielleicht sogar eher als z.B. auf Parkett (ist aber nur 'ne Vermutung von mir).


    Mein Kommentar zur Bezeichnung der Dornen (Sporen) war ein sarkastischer Seitenhieb und als Hinweis auf die Relevanz dieses Kommentars gemeint. Leider unnötig, sehe ich ein.


    Vielen Dank auf jeden Fall für die Hilfe hier! Ich weiß jetzt, wie ich es mache. 10x8 und 12x9 Hängetoms sind mir sowieso lieber als 10x7 und 12x8. Sieht m.E. besser aus und theoretisch müssten die klanglich so auch näher an die Floortoms kommen. Das wäre mir nur recht, weil Floortoms nach meiner Erfahrung (auch wegen den tieferen Grundtönen) oft leiser als Hängetoms wirken. Je kürzer die Luftsäule, desto resonanter und lauter müssten die Trommeln theoretisch sein. So gleicht sich das evtl. etwas aus.


    10x8 und 12x9 kommen vom Verhältnis her auf jeden Fall näher an die Floortoms (14x12 und 16x14) als flache Toms.


    Verhältnis Durchmesser / Kesseltiefe:


    10 / 8 = 1,25

    12 / 9 = 1,33


    10 / 7 = 1,43

    12 / 8 = 1,5


    14 / 12 = 1,17

    16 / 14 = 1,14


    22 / 16 = 1,37



    Zum Kesselsatz wurden schon viele gute Überlegungen geschrieben, ich denke da ist alles gesagt. Aber das Thema wackeliger Riser + wandernde Stative wollte ich nochmal anschneiden bzw. kommentieren. Mir ist das selbst schon ein paar Mal passiert. Insbesondere das China-Stativ und auch das Snare-Stativ wandern bei mir auf hohen Risern gerne mal herum. Meine Lösung sind tatsächlich Sandsäcke für Fotostative, da hab ich 2 Stück im Hardware-Case und packe die bei Bedarf auf die wandernden Stative. Wir sprechen da aber von Produktionen mit Stage-Hands und Transport im Sprinter, geringes Gewicht ist also in dem Fall für mich kein Kriterium.

    Cool! Das hatte ich schon mitgekriegt. Wie viele Shows spielst du mit der Band so pro Jahr? Und bist du eigentlich immer noch im Kraftwerk-Proberaumzentrum in Frauenaurach?

    Danke für die Bestätigung! ;)


    Tatsächlich konnte ich das schon mehrfach und auch mit schweren Beckenstativen beobachten. Aber ich wollte hier keine unnötige Diskussion darüber entstehen lassen.


    Demgegenüber kenne ich aber auch, dass leichte Beckenstative in anderen Situationen an Ort und Stelle bleiben. Kommt halt immer auf den Kontext und die Faktoren an.

    Und zum Nebenthema: Es kann doch jedenfalls sicher nicht schaden, Noten zu können. Sie nicht zu beherrschen, kann einen dagegen mitunter ziemlich limitieren. Klar, auch ein Niedersachse wird in Oberbayern irgendwie halbwegs klarkommen (für Highway to hell braucht es nicht zwingend Noten), aber im ostafrikanischen Dschungel ist er ohne Swahili-Kenntnisse evtl. schnell gekniffen.

    (Nur für mich gesprochen) - es ging ja auch gar nicht darum, überhaupt (nicht) Noten zu können. Schlagzeugnoten sind auch nicht besonders schwierig und das rhythmische System im Vergleich zu Tonsystemen, Tonleitern usw. eigentlich sehr simpel.


    Ein weiterer Faktor ist aber ganz bestimmt bei jedem, wie fit man wirklich mit Noten ist und wie viel man wirklich mit Noten arbeitet. Diese Spanne ist ja sehr groß und dehnbar! Kann man etwas mühelos direkt vom Blatt spielen, ohne sich das Blatt vorher genau angesehen zu haben? Kann man mühelos handschriftlich (!) ganze Songs ausnotieren? Dann ist man zweifellos Vollprofi, was Noten betrifft. So weit bin ich persönlich definitiv nicht und ich bezweifel, dass ich meine Notenskills noch so weit verbessern will. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit dafür.


    Was ich aber z.B. noch machen will ist mal das ein oder andere Wilcoxon Solo zu spielen. Damit kann man seine Notenskills ja auch verbessern, mal von der Rudiment-Spieltechnik ganz abgesehen. ;)

    Möchte noch darauf hinweisen, dass meine Darstellung und Argumentation vielleicht etwas zu einseitig rüberkam. Allerdings wollte ich damit vor allem so einseitigen Darstellungen widersprechen, weil es eben viele Wege und Möglichkeiten gibt und jeder auch Vorlieben für die eigene Vorgehensweise entwickelt.


    Bei kreativen Schaffensprozessen ist die Idee, häufig verbunden mit einer Emotion, eigentlich immer zuerst da.

    Das dann für sich und die Nachwelt festzuhalten ist erst der nächste Schritt. Das muss nach meiner Erfahrung und meines Wissens auch nicht sofort passieren, denn bis etwas wirklich fertig ist, kann es dauern. Meistens ist das Gehirn und der "Flow" des Kreativen ja groß und "fit" genug, um den Erguss in seiner Entstehung weiter zu formen, noch bevor es final niedergeschrieben oder aufgenommen wird. Und genau das sind dann auch die beiden Möglichkeiten, um es festzuhalten.


    (Arbeits-)Aufnahmen oder Notationen können dann während des kreativen Prozesses behilflich sein, um das Ergebnis zu reflektieren und zu perfektionieren.

    Wie man das genau macht ist allerdings Geschmackssache, würde ich mal behaupten.


    Ganz anders sieht das aus, wenn man etwas nachspielt. Da haben Noten eine ganz andere Relevanz. Ähnlich auch, wenn man sich komplizierte Dinge auf dem Papier ausdenkt und man die Noten braucht, um sie zu verstehen. Ich würde aber mal behaupten, dass diese Herangehensweise nicht sehr verbreitet in kreativen Schaffensprozessen ist. Die Kunst ist ja letztendlich auch, das Instrument und die Performance nur als "Träger" einer Emotion zu nutzen.


    Wenn man sich eine Aufnahme anhören kann, kann man es mit entsprechender Gehörbildung aber auch ohne Noten nachspielen!


    Ich denke, dass sehr viel moderne Musik (abseits von klassischer Orchestermusik, die von Komponisten geschrieben wird) ohne Notationen entstanden ist. Arbeitsaufnahmen sind mögliche Zwischenschritte und die finale Studio-Aufnahme dann der Abschluss.

    Und allein die Möglichkeiten der Soundgestaltung sind heutzutage so mannigfaltig - das kann keiner auch nur ansatzweise in Notenform unterbringen. Weder wie jemand groovt und "klingt" noch wie er sein Set zusammenstellt, befellt, stimmt, mikrofoniert usw. - vom Mixdown mal ganz abgesehen.


    Gestern hatte ich wieder den Schüler im Unterricht, der wegen Lehrkräfte-Mangel z.Z. keinen Musikunterricht in der Schule hat.

    Mir ist im Gespräch mit dem Papa dazu eingefallen, dass im Musikunterricht in der Schule i.d.R. gar keine Schlagzeugnoten behandelt werden.

    Schlagzeugnoten sind gegenüber dem klassischen Tonsystem sowieso eine spezielle Randerscheinung und wie ich ja bereits schrieb, oft auch nicht einheitlich. Die Positionen und Symbole variieren da je nach Quelle / Autor durchaus immer mal wieder. Sind das dann unterschiedliche Dialekte oder Schriftsprachen? Wer weiß ... ich halte den Vergleich mit Sprache und Text jedenfalls nach wie vor für relativ weit hergeholt.

    Meinte auch nicht, das man in komplexen Situation zwingend alles aufschreiben muss...wenn Du aber komplexere Muster erarbeiten willst (also nicht schon Erarbeitetes runterspielst), brauchst Du ja einen Weg strukturiert zu überlegen, wie z.B. ein interessantes Grundgerüst aussehen könnte. Und da sage ich wenn's wirklich komplexer und nicht mehr intuitiv wird musste aufschreiben.


    Glaube nicht das Gavin Harrison einfach mal ein Buch Rhythmic Illusions so aus dem Bauch rausgehauen hat...da steckt Reflexion dahinter, die über "einfach (drauflos)spielen" weit raus geht. Nimm mal Black Page...das hat nicht einer runtergetrommelt und dann hinterher aufs Papier gebracht...(es sei denn bin der untalentierte Depp in der Klasse bin, der's nur noch nicht kapiert hat...kam durchaus vor ;)

    Auch da irrst du dich, denke ich. Zumindest kann man das nicht so pauschal sagen. Ich weiß das relativ sicher, weil ich mich darüber mit einem Kollegen (Schlagzeuglehrer aus Erfurt) unterhalten hatte. Der ist ein Fan von Jost Nickel und hat sich auch mal persönlich mit ihm über die Entstehung seiner Bücher unterhalten. Die Schwierigkeit bestand wohl darin, das alles fürs Buch so auszunotieren, dass es alle lesen und verstehen können. Die Noten kamen also erst zum Schluss und auch nur, um es für andere schriftlich festzuhalten.


    Und ich denke auch nicht, dass Gavin Harrison seine Ideen durch reines Ausnotieren erarbeitet hat, sondern eher durch kreatives Ausprobieren.

    Man muss nicht per se Noten aufschreiben, um was zu reflektieren und durchzudenken. Hier und da ist das sicher hilfreich, aber allgemein wäre das viel zu pauschal.


    Die Black Page wurde von Zappa als Komponist verfasst, damit es andere Schlagzeuger nachspielen.


    Wenn ich mir komplexe Sachen ausdenke und kreativ bin brauch ich auch keine Noten. Im Gegenteil, da würde es mich nur ausbremsen. Mir schwirren die Ideen auch völlig ohne Noten durch den Kopf und manches entsteht dann auch on the fly beim Improvisieren.


    Z.B. der Polyrhythmus (binär und ternär simultan) in dem 5/4 Takt (siehe Hörzone). Das ist mir auch einfach beim Freispielen und Probieren eingefallen. Dann einfach aufgenommen und fertig. Ich wüsste aktuell gar nicht, wie man so einen Polyrhythmus vernünftig in ein Notensystem kriegt. Das wäre in dem Fall Zeitverschwendung für mich gewesen.

    Einer meiner Schüler hat z.Z. keinen Musikunterricht wegen Lehrkräfte-Mangel.


    Und ansonsten verhält's sich auch wie mit anderen Dingen, die man in der Schule mal gelernt hat. Wenn man das über Jahrzehnte lang nicht mehr braucht, verlernt man es auch wieder.


    Zeig mir einen einzigen Abiturienten mit über 30, der nie irgend ein Instrument gelernt hat, aber noch fit mit der Notenlehre ist, die er mal im Musikunterricht lernen musste.


    Beim Schlagzeug kommt übrigens noch hinzu, dass es häufig keine einheitlichen Positionen und Symbole für die Dinge gibt.

    Damit komme ich im Unterricht häufig in Berührung.

    Es gibt viele Drummer/Musiker deren rhythmische Ausdrucksweise auf klaren und damit auch niedergelegten Strukturen basiert.

    Ich denke auch das geschriebene Musik, eben auch anders gedacht ist als "einfach gemachte" und damit auch zu anderen Ergebnissen führt (nicht besser oder schlechter...anders).

    Willst du damit sagen, dass "einfache" Musik besser ohne Noten auskommt und man für komplexe Musik Noten benutzen muss?

    Sorry, aber solche Aussagen können meiner Meinung nach nur von Leuten kommen, die noch nie komplexe Musik ohne Noten gemacht haben. ^^

    Frag doch mal Bands wie Rush, Dream Theater, Tool, Meshuggah oder auch The Aristocrats, ob die alle ihre Instrumentalperformances vor der Aufnahme ausnotiert haben. Zappa bildet da wahrscheinlich eher die Ausnahme, weil er halt auch ein Komponist im klassischen Sinne war.


    Ich arbeite gerade an einem Solo in einem 7/8 Takt in meiner üblichen Vorgehensweise mit Arbeitsaufnahmen. Wenn ich mir da Noten für jeden "trial & error" aufschreiben würde, würde ich wohl nie fertig werden.


    Das mit den Transkriptionen moderner Musik beinhaltet übrigens noch eine nette Analogie zum Vergleich von Text und Sprache:


    Wenn der Vergleich so naheliegend wäre, müssten doch Musiker, die die "Sprache" der Musik beherrschen, diese ohne Hilfsmittel verstehen und nachspielen können. So wie man gesprochene Texte auch verstehen und direkt nachsprechen kann. Einige scheinen aber große Probleme damit zu haben, Dinge eigenständig raushören und nachspielen zu können. Und viele Transkriptionen sind auch fehlerhaft.


    Ich denke es ist einfach auch die Frage, wie man die Prioritäten setzt. Man kann sich auch durchaus zu viel auf Noten fixieren und sich zu wenig um eine gelungene Performance kümmern. Der Mix macht es am Ende und fit mit Noten zu sein gibt einem natürlich einen mächtigen Werkzeugkasten an die Hand. Das wird jeder studierte Musiker bestätigen können.

    Noch mal wegen den "Analphabeten" ... da könnte ich ja auch Leute, die fehlerhafte Transkriptionen von bekannten Liedern brauchen, um sie nachzuspielen, als "Hörbehindert" oder "Gehör-dumm" oder "Gehör-ungebildet" bezeichnen. :/

    Für mich bedeuten Noten oft unnötige Umwege. Ich kann mir dafür halt sehr schnell Dinge raushören und brauch mir nur das nötigste aufzuschreiben, um einen Fahrplan zu haben. Und ich hab auch schon ohne Noten bei Bigbands ausgeholfen.


    Werde aber auch weiterhin an meinen Notenskills arbeiten, nicht nur weil Noten zu seriösem Unterricht dazu gehören.