Beiträge von m_tree

    Eine Tama Doppelfußmaschine hat er schon.


    Aber wir würden dann doch lieber bei Tama bleiben (ich weiß, man soll nicht immer auf eins fixieren).

    Ich bin auch langjähriger Tama Iron Cobra - Spieler. Von der Doppelfußmaschine bis zur Hi-Hat-Maschine. Und ich nutze fast ausschließlich die Tama Roadpro Beckenstative und für Aufnahmen meine Tama Starphonic Brass. Es hat sich allerdings so ergeben, dass ich momentan nur Mapex Kesselsätze für Bassdrum und Toms nutze. Auch bei Becken mische ich die Hersteller nach Gusto durch, wie es mir passt.


    Tama baut wirklich tolle Hardware und tolle Trommeln und ist eine renommierte, aber noch bezahlbare Marke (z.B. gegenüber Ludwig und DW).

    Dennoch muss man sich nicht auf eine Marke festlegen. Ich mag Tamas Konzept mit Guss-Spannreifen auf den Toms und den Tom-Halterungen an den Schlagfell-Spannreifen z.B. nicht so. Ist aber Geschmackssache!


    Wie schon mehrfach geschrieben, ist das Drumherum viel wichtiger, wenn der Kesselsatz grundsätzlich solide ist. Und dazu zählt auch, dass sich am besten ein erfahrener Schlagzeuger um's Aufstellen und Stimmen kümmert. Der Aufbau (inkl. Sitzhöhe, Höhe der Snare, Abstände uvm.) sollte auch zur Körpergröße passen.

    Warum nicht einfach sowas hier? Noch ein 2. Crashbecken dazu, einmal richtig durchstimmen und ab geht's. Als nächstes dann mal die Felle wechseln, vielleicht ein paar Becken und 'ne doppelte Fußmaschine ergänzen. Wenn er dran bleibt reicht das für die nächsten Jahre locker.


    DrumCraft Series 4 2up 2down Bundle SGF
    DrumCraft Serie 4 2up 2down Bundle SGF, Komplettschlagzeug inklusive Zultan Rock Beat B20 Beckensatz, Farbe: Sherwood Green Fade, Set bestehend aus: Zultan…
    www.thomann.de

    Auch ohne Rack sparen Standtombeine zusätzliche Hardware: Tom-Halter, Multiklammern, Dreibein-Ständer-Orgien und Basteleien. Besonders mit zwei großen Toms in der üblichen Position ist das mit Standtombeinen deutlich entspannter.


    Außerdem wackeln Standtoms nicht so rum wie große aufgehängte Toms und man hat hat durch den festen Stand mehr Kontrolle über das Sustain.


    Ich bin vor vielen Jahren ganz bewusst von aufgehängten 14er und 16er Toms weg hin zu Standtoms.

    Der Umstieg auf ein akustisches Schlagzeug ist definitiv eine gute Idee! Nur auf einem akustischen Schlagzeug kann man lernen, ein akustisches Schlagzeug zum Klingen zu bringen. Auf einem billigen E-Drum kriegt man dafür kein Gefühl.


    Ein akustisches Schlagzeug macht vieles aber komplizierter. Der Klang hat erstmal nicht viel damit zu tun, was man von produziertem Schlagzeugsound kennt.

    Es ist laut (Nachbarn, Gehörschutz) und das Stimmen der Felle ist schwieriger, als man zuerst denken könnte.


    Die Wahl des Schlagzeugs ist da eigentlich erstmal ziemlich nebensächlich. Wichtiger wäre, dass sich jemand vor Ort um's Aufstellen, Stimmen usw. kümmert. Vielleicht der Lehrer? Wahrscheinlich lohnt es sich, neue Felle zu besorgen und das Set einmal richtig durchzustimmen. Und die Trommeln müssen auch immer mal nachgestimmt werden (verstimmen sich durch Bespielen runter).


    Zultan Becken sind vollkommen ausreichend. Ich benutz die auch für Aufnahmen und auf Bühnen ...


    Was er mit einem "tribalen Klang" der Toms meint erschließt sich mir nicht. Der Klang von Trommeln hat nicht viel mit Marke / Hersteller und Preisklasse zu tun. Die Trommel selbst hat sogar unterm Strich einen geringeren Einfluss als Felle und Stimmung.


    Also kurzum: ein Starclassic muss es sicher nicht sein, Zultan-Becken reichen und es ist ratsam, dass sich jemand um's Aufstellen und Stimmen kümmert.

    Ich meinte damit vor allem Musik, die auf verkopfte Art und Weise Emotionen erzeugen soll und damit nur Mittel zum Zweck ist. Davon gibt's heutzutage nämlich mehr als genug, meistens mit dem Ziel möglichst viel Geld zu verdienen.


    Die Aristocrats haben nichts dergleichen im Sinn und sind halt einfach sie selbst. Das ist eigentlich ein schönes Gegenstück zu dem ganzen Einheitsbrei.


    Mir fällt in diesem Thread auch schon wieder das auf, was mir hier im DF häufiger auffällt: Grundsatzdiskussionen, die Threads ins Offtopic abdriften lassen.


    Die Band ist gerade auf Europa-Tour mit Start in Deutschland und das war der Aufhänger für mich, diesen 14 Jahre alten Thread auszugraben. Und statt sich einfach mal über die Band und die Tour zu unterhalten wird wieder mal alles auseinander genommen.


    Bei mir schwindet dadurch echt die Motivation hier überhaupt noch aktiv zu bleiben.

    Ich finde es z.T. deutlich anstrengender, wenn Musik mich auf Biegen und Brechen berühren will.


    So instrumentale Sachen, die die Gedanken "befreien" und eine Atmosphäre und Stimmung ausstrahlen, die auch eigenen Interpretationsspielraum lässt, finde ich dagegen sogar oft entspannender.


    So ging's mir bei Tool oft auch.


    Von den Aristocrats kann man auch nicht behaupten, keine Liedstrukturen zu haben und auf Biegen und Brechen ihre Virtuosität zeigen zu müssen. Sie sind sich letzterem natürlich bewusst und kennen auch ihre Zielgruppe. Aber mein Eindruck ist dabei schon eher, dass sie das im großen und ganzen auch einfach "laufen lassen" und sich just for fun austoben.


    Diese Nummer hier vom neuen Album ist mir trotz ihrer vergleichsweise einfach gestrickten Struktur sofort aufgefallen. Wenn das kein Ohrwurm ist ... ;)


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    Ja, der Bandname geht zurück auf einen versauten Witz: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Aristocrats


    Man muss die Band ja nicht gut finden. Aber wenigstens ist das bei denen alles 'ne klare und authentische Angelegenheit. Nicht so wie bei manch anderen Bands, die ihre Virtuosität meiner Meinung nach zunehmend in falsche Theatralik verpacken und mit aufgesetztem Drama und Gesang verbinden.


    Bei den Aristocrats weiß man wenigstens ganz klar, woran man ist.


    Was mich beim Konzert im Anker in Leipzig gestört hat war der Sound. Erstmal war es verdammt laut - OK. Die PA schien aber auch am Limit gefahren worden zu sein, zumindest die oberen Mitten krächzten schon. Und genau dort war die Gitarre auch sehr scharf im Sound. Sie war im Verhältnis aber auch einfach zu laut. Dagegen war der Bass relativ dumpf und dynamisch, d.h. kaum präsent gegenüber der Gitarre. Beides ist auf dem letzten Album deutlich besser, ausgewogener und angenehmer - die Gitarre im Verhältnis leiser und angenehm im Klang und der Bass deutlich präsenter. Die Band dreht sich ja nicht nur um den Gitarristen (wie bei so manchem Gitarrengott), sondern ist eigentlich ein gleichwertiges Trio.


    So ein Aristocrats-Konzert ist ja schon 'ne relativ anstrengende Angelegenheit, auch für geübte Ohren. Und zumindest ich möchte da auch "aufmerksam hinhören" könnnen und mir stattdessen nicht den nächsten temporären Hörschaden abholen. Das ist ja kein Motörhead-Konzert, sondern z.T. schon fast Jazz.


    Weil ich meinen Gehörschutz vergessen hatte musste ich mir dann mit Zellstoff behelfen.


    fwdrums

    Kennst du auch die Studio-Alben oder war das Konzert dein einziger Eindruck von der Band?

    Ich war vorhin auf einem Konzert der Band in Leipzig. Wirklich sehenswert und auch mit der richtigen Prise Humor.

    Und Marco Minnemann mal live gesehen -> check.


    Die Tour ist nach dem "neuen" Album von 2024 benannt. Das finde ich rundum gelungen, auch was den Sound betrifft.


    Live hatte ich zwar ein bisschen was am Sound zu bemängeln, aber was weiß ich schon ... ;)

    Rage Against The Machine ist eine meiner Lieblingsbands, die ich besonders in meinen 20ern viel gehört hatte (vor allem das Debüt-Album).


    Den Schlagzeugmix habe ich dieses mal so roh belassen und simpel gestaltet wie sonst noch nie. Auf Gates habe ich komplett verzichtet und die Bassdrum-Spuren habe ich einzeln gar nicht bearbeitet (nicht mal mit EQ). Die drei Snare-Spuren habe ich einzeln auch nicht bearbeitet, nur auf dem Snare-Gruppentrack habe ich einen EQ mit einem einzigen Band (Boost bei 6 kHz). Ansonsten subtraktiver EQ im Bass- und unteren Mittenbereich auf den Becken- und Overheadspuren. BD und Snare habe ich ein bisschen parallel komprimiert - das war's. Auf dem Drumbus habe ich meine übliche Bearbeitung. Dieses mal habe ich den gesamten Drumbus an einen parallelen Reverb geschickt - keep it simple ...


    Die Snare habe ich dieses mal oben sowohl mit einem SM57 als auch einem Audix i5 abgenommen. Die hab ich im Mix gleich laut mit jeweils 50% Panning (L/R). Einfach mal so testweise, um die Snare etwas breiter zu machen. Die Mikros klingen schon relativ unterschiedlich - da geht das (subtil) ganz ohne Stereofonie oder künstliche Verbreiterung.


    Trotz der Einfachheit war es gar nicht so einfach, den Groove zu treffen und genau drauf zu kommen. Das wurde ohne Klick eingespielt und es gibt nicht nur Temposchwankungen, sondern auch kleine Zieher und Hänger. Die Abschläge am Ende sind mit Ritardando gespielt (verlangsamt), die 1 nach dem Snare-Flam am Anfang ist dagegen sehr zackig gespielt, danach wird's langsamer. Auch das angecrashte Ride musste ich erstmal als solches identifizieren. Hab mir dafür auch eine Live-Performance angeschaut.


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    „Kann das hier jemand besser?“ Kritik ist offenbar nicht erwünscht, zumindest nicht bei Dir. Naja.

    Ist nur meine Meinung zu deiner Äußerung oben. Kein Grund schon wieder persönlich zu werden.


    Am Ende entscheidet eh das finanzielle Ergebnis, nicht die Kunst.

    Die machen das sicher nicht wegen der Kohle, sondern weil sie Bock drauf haben.

    Ja - eine halbe Welttournee muss sich rechnen, klar.


    (Fand übrigens auch Neil Peart immer tendenziell überbewertet ;) )

    Und ich so manchen Jazz-Drummer auch. ;)

    Für mich wirkt das ehrlich gesagt wie eine Reunion zweier älterer Herren weit über ihrem Zenith, bei der man hofft, durch die Verpflichtung einer jungen, hübschen, aktuell recht gefragten Drummerin wenigstens noch ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Dass Anika Nilles die Sache im Griff hat, war zu erwarten und nicht wirklich spektakulär. Und auch die Senioren können es offensichtlich noch. Muss ich deshalb die Tour besuchen? Eher nicht...

    Soweit ich weiß waren die zuerst geplanten fünf Konzerte in den USA in Kürze ausverkauft und die Nachfrage entsprechend groß. Die folgende Erweiterung der Tour auf 86 Konzerte auf drei Kontinenten spricht eine sehr eindeutige Sprache.


    Daher empfinde ich derartige Kritik wie von dir schon arg negativ und nicht den Tatsachen entsprechend.

    Auch ein angeblich wackeliges Zusammenspiel anzuprangern halte ich für fragwürdig. Kann das hier jemand besser? Glaube ich nicht. ;)


    Ich war von der Reunion in dieser Form auch erstmal irgendwie "geschockt". Mittlerweile find ich's cool.


    Geddy und Alex hatten in Interviews übrigens mehrfach angesprochen, wie schwer es ihnen nach der langen inaktiven Zeit fällt, ihre eigenen Songs wieder vernünftig spielen zu können und wie viel Übungsaufwand entsprechend betrieben werden muss.

    Kann es sein, dass "L" bei dir für "C" steht?


    Ich hab das mit 2 Overheads am Set zuhause aufegnommen (16er Bassdrum, Sizzle-Ride). Das Set klingt eher jazzy und nur gut, wenn man es soft spielt, finde ich. Im End-Mix ist das Set laut und durch die Nachbearbeitung deutlich hifi-mäßiger als gedacht, Ich war mir erst nicht sicher, ob das überhaupt mein Beitrag ist. Interessant, wie fett das Set mit nur zwei Mikros abgenommen klingen kann.

    Dass ich die Drums für die Challenges bewusst etwas lauter und präsenter als "normal" mische hab ich ja schon mehrfach erwähnt. Außerdem ist es noch im Rahmen.

    Ein Trick zum Abchecken der Lautstärkeverhältnisse und Ausgewogenheit der Elemente (auch in lauten Abhörumgebungen mit Störgeräuschen und mit schlechten Wiedergabegeräten) ist, den Mix bei extrem leiser Abhörlautstärke anzuhören. Dabei hört man dann logischerweise fast nur noch Mitten raus, aber das ist sowieso der wichtigste Bereich.


    Eine rohe Overhead-Aufnahme profitiert halt sehr von ein paar "logischen" Eingriffen, besonders im Vergleich zu umfangreicher / nah mikrofonierten und nachbearbeiteten Schlagzeugmixes. Da fehlen vor allem Bässe und die Dynamik ist zu hoch. Und genau da habe ich bei dir angesetzt.

    Das Problem gibts nicht nur bei Ludwig Snares. Es wird auch ziemlich sicher mit deinen Rimshots zusammenhängen, wenn es vor allem die Schrauben auf 5-6-7 Uhr betrifft.


    Ich kenne das von neuen Trommeln, deren Stimmschrauben leichtgängig und gut geschmiert sind. Für eine gute Stimmstabilität sind schwergängige und festsitzende Spannschrauben logischerweise besser.


    Man kann das Problem nicht nur mit gummierten Unterlegscheiben angehen. Die Schrauben und Gewinde zu entfetten ist eine weitere Möglichkeit. Oder auch Kontermuttern zwischen Spannreifen und Spannböckchen auf den Spannschrauben. Damit habe ich eine neu gekaufte Gig-Snare erfolgreich stimmstabil gekriegt.

    Und es gibt auch noch diese "Tuner Fish" Dinger hier - wobei die in DE kaum verfügbar sind und in dem Fall hier direkt aus UK geliefert werden.


    https://www.gear4music.de/de/Drums-and-Percussion/Tuner-Fish-Lug-Schlosser-Black-24-Pack/2QUX


    Eine Ausnahme bildete bei mir von Anfang an meine Tama Starphonic Brass. Die hat auch noch viele weitere Vorteile, aber vor allem die Stimmstabilität ist herausragend.

    Da kommt mir nicht mal im Ansatz der Gedanke, eine doppelt so teure Black Beauty zu kaufen, nur weil Ludwig drauf steht.

    Ich werde das weiterhin so machen, wie ich es für richtig halte. Aus bestimmten Fehlern aus der Vergangenheit habe ich gelernt. Dazu zählt auch, dass ich mir mit dem Playalong nicht zu viel Aufwand machen möchte, wenn es nicht sein muss. Und ich möchte auch keine Basteleien mit Moises o.ä. mehr, sondern "saubere" Sachen.

    Oder auch, dass zwei Challenges pro Jahr im Frühjahr und Herbst wohl das richtige Maß für alle Beteiligten sind. Zusätzliche Challenges können gern von anderen Leuten veranstaltet werden, damit habe ich gar kein Problem. Im Gegenteil freut es mich, wenn meine Idee hier auch ohne mich weiterlebt.


    Aber wenn das anfängt mir zu sehr auf den Sack zu gehen wegen nicht aufhörender sinnloser Rumdiskutiererei über unwichtige Details, lass ich es vielleicht auch einfach wieder sein. Ich mach das ja auch just for fun hier. ;)

    Genug geeignete Plugins (auch den dynamischen EQ von Hofa) hab ich da für sowas. Ich habe hier aber keine Notwendigkeit dafür gesehen. Wenn dann müsste ich das auch schon vor der Spielphase machen und das Playalong so zum Einspielen vorbereiten. Als ich vor einiger Zeit mal bei der Aufbereitung der Beiträge das Playalong noch mal deutlich nachbearbeitet hatte (das war mir tatsächlich zu mumpfig und bassig - war übrigens nicht von Jack Curtis), gab's deswegen auch Diskussionen. Weil es ja auch sinnvoll ist, den eigenen Beitrag passend zum Playalong zu mixen. Daher mach ich da im Nachhinein nichts mehr.


    Wenn ich bei diesem Playalong hier z.B. alles unter 100 Hz mit einem Shelf um nur 3 dB absenke, klingt's schon dünn und der Bass ist im Gesamtkontext zu leise. Und auch im Mix mit Nils' bassigem Beitrag (C) klingt das nicht klarer, differenzierter oder besser.


    Ich bin wirklich offen für Kritik und habe ja (auch im Orga-Thread) selbst einige Sachen aufgegriffen und zur Diskussion gestellt. Aber das meiste dreht sich so langsam im Kreis. Das hatten wir alles in irgend einer Form schon mal besprochen.

    Übrigens noch mal zu steilen Low Cuts und schmalbandigen Eingriffen im Bassbereich ... ist in dem Fall 'ne KI-Antwort von Google, aber in wenigen Sekunden hätte ich es jetzt nicht besser zusammenfassen können. Daher fang ich auch nicht an "gemessene Frequenzen vom Bass" etwas abzusenken. Wozu? Das klingt nachher beschissener als vorher. Wenn der Bass laut gemixt ist, ist er halt laut gemixt.


    Niederfrequenten Müll höre ich nicht. Aber die Challenges sind schon basslastig. Habe das letztes Jahr im Juni bei der Blues Challenge geschrieben und bei der Jazz- und Reggae- Challenge ist es mir auch aufgefallen.

    Marius, du sollst ja keinen höheren Aufwand haben. Ich würde halt einfach die gemessenen Frequenzen vom Bass etwas absenken.

    Wenn man Abhören hat, dann hört man diese Überzeichnung schon. Bei mir: Genelecs mit Sub.

    Für eine frühe Challenge hatte ich Stems für 15€ von Jacks Website gekauft und extra selber abgemischt. Aber das ist mir zu viel Aufwand. Ja, seine eigenen Mixes sind Basslastig. Aber das ist halt bei ihm so und Geschmackssache. Ich habe keine Lust fertige Mixes von ihm mit EQ zu verschlimmbessern, weil das in dem Fall halt auch die Gewichtung der Instrumente ändert.


    Es ist außerdem wahrscheinlich, dass wir in Zukunft auch mal wieder anderes Material von anderen Quellen benutzen.

    Erstmal möchte ich darauf hinweisen, dass ich kein Mastering-Studio besitze und auch keine eingemessene Abhör-Anlage mit Subwoofer. Bei bezahlten Aufträgen betreibe ich insofern deutlich mehr Aufwand für technische Sauberkeit. Für die Challenges benutze ich meinen AKG K-240 und das war's. Dafür würde ich in einem Tontechnik-Forum wahrscheinlich gesteinigt werden, aber das ist mir egal! ;)

    Das hier ist eine kostenlose Veranstaltung. Ich bemühe mich zudem, die Beiträge zeitnah nach Ende der Spielphase zur Verfügung zu stellen und das Voting zu starten.


    Was die Basslastigkeit der Playalongs angeht, sei angemerkt, dass Jack Curtis (hauptsächlich, meines Wissens) ein Basser ist und fast alle seine Playalongs relativ basslastig sind. Auch was den Mix bzw. die Frequenzverteilung betrifft. Ich würde den Bass bspw. anzerren und (Mitten-)Präsenz anheben, um ihn damit etwas in den Mittenbereich zu verschieben und der Basslastigkeit entgegenzuwirken. Aber erstens kann ich an einem fertigen Mix da sowieso nicht mehr viel machen und zweitens ist mir das für so eine kostenlose Veranstaltung hier auch zu viel Aufwand. Die Basslastigkeit hat aber auch einen Vorteil: im Regelfall ist der Basser im Bandgefüge der "erste Ansprechpartner" für den Schlagzeuger. Im Monitormix habe ich den Bass z.B. gerne lauter und den Gesang leiser als in einem ausgeglichenen Zuhörer-Mix. Sein Material ist zu Übungszwecken, für das er es ja erstellt, für Schlagzeuger also gut geeignet.


    Ohne Subwoofer ist der Bereich unter 100 Hz und erst recht unter 50 Hz im Regelfall sowieso stark unterrepräsentiert. Prio hat für mich immer das klangliche Gesamtbild und da dreht sich sehr vieles um den Mittenbereich. Ich checke immer mit einem Analyzer gegen und wenn ich im Bassbereich nichts sehe, das komplett aus dem Ruder läuft, lass ich es auch so. Spätestens seit dem Siegeszug des Hip Hop ist es auch eine Mär, dass es im Subbassbereich nicht wabern dürfte. Das kann auch ein Stilmittel sein.


    Ansonsten nutze ich Low Cuts relativ selten aber zielgerichtet und räume eher mit Low Shelfs auf. Auf Beitrag C von Nils habe ich Bässe mit einem Shelf abgesenkt und Höhen angehoben. Ich habe da also durchaus schon gegengearbeitet. Allerdings will ich das Klangbild nicht komplett verbiegen und einer Bassdrum auch nicht die Eier rauben.


    Was meine sonstige Bearbeitung und Angleichung der Beiträge betrifft behalte ich mir auch weiterhin vor, das so zu machen wie ich es ursprünglich im Sinn hatte.

    Mein Grundgedanke dabei ist nämlich, dass tontechnisch "schwächere" und rohere Beiträge nicht zu sehr im Nachteil gegenüber tontechnisch ausgereifteren Beiträgen sind. Eine Angleichung der Lautstärke reicht nicht, um einen (mehr oder weniger) roh belassenen Overhead-Mix gegen einen komplett mikrofonierten und mit Schmackes nachbearbeiteten Schlagzeugmix "ankommen" zu lassen, wenn es das Genre und das klangliche Gesamtbild erfordert.


    Meine Bearbeitung soll also auch die Chancen für die jenigen verbessern, die nicht die tontechnischen Möglichkeiten und das Know How wie andere haben.

    Hier habe ich zum ersten mal bei zwei Beiträgen subtil Hall zugemischt, um sie etwas besser an die anderen anzugleichen. Konkret waren das Beitrag E und H.

    Delays habe ich nicht dazu gemischt.


    Ich finde diese Diskussion sehr ermüdend und ich möchte auch nicht mehr, dass du eine Challenge statt mir bzw. "für mich" ausrichtest. Das müsstest du wenn dann in Eigenregie machen. Falls Niop dir sein Voting-System zur Verfügung stellt, ist das seine Entscheidung.


    Es bleibt also dabei, dass ich im Frühjahr und Herbst eine Challenge veranstalte und ich möchte dafür auch keine Gebühren nehmen oder finanzielles Interesse verfolgen, damit ich tontechnisch deutlich mehr Aufwand betreibe, um alle Eventualitäten in den Griff kriegen zu können. Wenn mal was nicht ganz passt -> take it or leave it! Das ist eine kostenlose Veranstaltung und dabei soll es auch bleiben.


    Wenn ich mich recht entsinne, habe ich einen Low Cut -100db ab 50 Hz auf der Master-Spur. Bin über Ostern unterwegs, aber werde mir das nochmal anschauen sobald ich zurück bin

    Du meinst einen steilen 96 dB/Octave Low-Cut? Wozu? So steile Eingriffe sind im Bassbereich erstens sowieso problematisch (EQs erzeugen "Rippling" und Nachschwingen, das mit der Wellenlänge und "Steilheit" korreliert) und zweitens nicht generell nötig. Wenn dann sollte das zielgerichtet im Mix auf einzelnen Tracks gemacht werden. Und auch da sind so steile Eingriffe meist nicht nötig.


    Ich werde in Zukunft noch im Startbeitrag darauf hinweisen, dass der Schlagzeugmix ohne Effekte auf dem Masterbus zum Playalong passen solllte, weil meine Masteringkette relativ subtil ist.

    Teilweise sind die Spuren nicht ganz synchron, da sollte ich in Zukunft mit Auto-Align o.ä. arbeiten. Man merkt es besonders beim Rimclick, der teilweise sehr stark ins Bassdrum Mikro überspricht und stellenweise ziemlich "krächzt" bzw. flamt.

    Was genau meinst du mit "teilweise nicht ganz synchron"? Bei meinen eigenen Schlagzeugaufnahmen mach ich seit ein paar Jahren gar kein Aligning mehr. Ohne klingt's besser, find ich. Automatische Korrekturen würde ich gar nicht machen lassen, auch wenn's verlockend ist.


    Rimclick überspricht ins Bassdrum-Mikro? Das ist interessant. ^^

    Damit hatte ich noch nie Probleme, auch nicht mit wesentlich lauteren Backbeats und Rimshots. Ich experimentiere gerade damit, meine BD-Mikros gar nicht mehr zu gaten und nutze momentan auch wieder mehr Parallelkompression.