Beiträge von m_tree

    Ich weiß, dass dein Beitrag ein Seitenhieb an Pessimist war. Und genau der hat mir hier wirklich nett weitergeholfen, im Gegensatz zu dir.


    Letztendlich alles PillePalle, aber mir geht die gesamte "Forum-Mechanik" hier zunehmend auf den Sack. Dazu zähle ich auch das Vorgehen der Moderation.

    Jetzt höre ich, dass ich so selbstherrlich und unreflektiert wäre und daher kurz vor einer Sperre stehe.


    Gut, dann haut rein! :thumbup:

    Mir gibt das hier sowieso kaum noch was.

    mc.mod & Chuck Boom

    Finde ich auch interessant, dass ich im Trash-Forum zurechtgewiesen werde, wo ich nicht mehr reagieren kann.


    Die Brisanz des Vorfalls erschließt sich mir nicht. Schon gar nicht gegenüber #123 hier z.B. ... sowas hoch provokantes und komplett sinnloses (ja, war nicht gegen mich, aber gegen jemanden, der mir hier wirklich geholfen hat) bleibt dann stehen, aber wenn man mal klar seine Meinung äußert wird's gelöscht?

    Oder liegt das nur daran, dass ich keine Beiträge melde?


    Wie auch immer. So langsam wird mir das hier echt zu albern und mich beschleicht wiederholt das Gefühl einer Zensur.

    Ein Teppich hilft jedenfalls nicht per se gegen Wegrutschen, auch nicht mit ausgefahrenen Dornen. Das kommt nämlich auch auf den Teppich selbst an. Manche halten besser, andere schlechter. Auf dem erwähnten Festival-Gig hatte ich halt mal Pech gehabt. Seitdem benutze ich einfach immer meinen eigenen Teppich und lege den ggf. über einen (größeren), der schon da liegt. Gegen wandernde Beckenstative hilft ein Teppich ebenso wenig. Die wandern durch die Gummifüße auf Teppichen vielleicht sogar eher als z.B. auf Parkett (ist aber nur 'ne Vermutung von mir).


    Mein Kommentar zur Bezeichnung der Dornen (Sporen) war ein sarkastischer Seitenhieb und als Hinweis auf die Relevanz dieses Kommentars gemeint. Leider unnötig, sehe ich ein.


    Vielen Dank auf jeden Fall für die Hilfe hier! Ich weiß jetzt, wie ich es mache. 10x8 und 12x9 Hängetoms sind mir sowieso lieber als 10x7 und 12x8. Sieht m.E. besser aus und theoretisch müssten die klanglich so auch näher an die Floortoms kommen. Das wäre mir nur recht, weil Floortoms nach meiner Erfahrung (auch wegen den tieferen Grundtönen) oft leiser als Hängetoms wirken. Je kürzer die Luftsäule, desto resonanter und lauter müssten die Trommeln theoretisch sein. So gleicht sich das evtl. etwas aus.


    10x8 und 12x9 kommen vom Verhältnis her auf jeden Fall näher an die Floortoms (14x12 und 16x14) als flache Toms.


    Verhältnis Durchmesser / Kesseltiefe:


    10 / 8 = 1,25

    12 / 9 = 1,33


    10 / 7 = 1,43

    12 / 8 = 1,5


    14 / 12 = 1,17

    16 / 14 = 1,14


    22 / 16 = 1,37



    Zum Kesselsatz wurden schon viele gute Überlegungen geschrieben, ich denke da ist alles gesagt. Aber das Thema wackeliger Riser + wandernde Stative wollte ich nochmal anschneiden bzw. kommentieren. Mir ist das selbst schon ein paar Mal passiert. Insbesondere das China-Stativ und auch das Snare-Stativ wandern bei mir auf hohen Risern gerne mal herum. Meine Lösung sind tatsächlich Sandsäcke für Fotostative, da hab ich 2 Stück im Hardware-Case und packe die bei Bedarf auf die wandernden Stative. Wir sprechen da aber von Produktionen mit Stage-Hands und Transport im Sprinter, geringes Gewicht ist also in dem Fall für mich kein Kriterium.

    Cool! Das hatte ich schon mitgekriegt. Wie viele Shows spielst du mit der Band so pro Jahr? Und bist du eigentlich immer noch im Kraftwerk-Proberaumzentrum in Frauenaurach?

    Danke für die Bestätigung! ;)


    Tatsächlich konnte ich das schon mehrfach und auch mit schweren Beckenstativen beobachten. Aber ich wollte hier keine unnötige Diskussion darüber entstehen lassen.


    Demgegenüber kenne ich aber auch, dass leichte Beckenstative in anderen Situationen an Ort und Stelle bleiben. Kommt halt immer auf den Kontext und die Faktoren an.

    Und zum Nebenthema: Es kann doch jedenfalls sicher nicht schaden, Noten zu können. Sie nicht zu beherrschen, kann einen dagegen mitunter ziemlich limitieren. Klar, auch ein Niedersachse wird in Oberbayern irgendwie halbwegs klarkommen (für Highway to hell braucht es nicht zwingend Noten), aber im ostafrikanischen Dschungel ist er ohne Swahili-Kenntnisse evtl. schnell gekniffen.

    (Nur für mich gesprochen) - es ging ja auch gar nicht darum, überhaupt (nicht) Noten zu können. Schlagzeugnoten sind auch nicht besonders schwierig und das rhythmische System im Vergleich zu Tonsystemen, Tonleitern usw. eigentlich sehr simpel.


    Ein weiterer Faktor ist aber ganz bestimmt bei jedem, wie fit man wirklich mit Noten ist und wie viel man wirklich mit Noten arbeitet. Diese Spanne ist ja sehr groß und dehnbar! Kann man etwas mühelos direkt vom Blatt spielen, ohne sich das Blatt vorher genau angesehen zu haben? Kann man mühelos handschriftlich (!) ganze Songs ausnotieren? Dann ist man zweifellos Vollprofi, was Noten betrifft. So weit bin ich persönlich definitiv nicht und ich bezweifel, dass ich meine Notenskills noch so weit verbessern will. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit dafür.


    Was ich aber z.B. noch machen will ist mal das ein oder andere Wilcoxon Solo zu spielen. Damit kann man seine Notenskills ja auch verbessern, mal von der Rudiment-Spieltechnik ganz abgesehen. ;)

    Möchte noch darauf hinweisen, dass meine Darstellung und Argumentation vielleicht etwas zu einseitig rüberkam. Allerdings wollte ich damit vor allem so einseitigen Darstellungen widersprechen, weil es eben viele Wege und Möglichkeiten gibt und jeder auch Vorlieben für die eigene Vorgehensweise entwickelt.


    Bei kreativen Schaffensprozessen ist die Idee, häufig verbunden mit einer Emotion, eigentlich immer zuerst da.

    Das dann für sich und die Nachwelt festzuhalten ist erst der nächste Schritt. Das muss nach meiner Erfahrung und meines Wissens auch nicht sofort passieren, denn bis etwas wirklich fertig ist, kann es dauern. Meistens ist das Gehirn und der "Flow" des Kreativen ja groß und "fit" genug, um den Erguss in seiner Entstehung weiter zu formen, noch bevor es final niedergeschrieben oder aufgenommen wird. Und genau das sind dann auch die beiden Möglichkeiten, um es festzuhalten.


    (Arbeits-)Aufnahmen oder Notationen können dann während des kreativen Prozesses behilflich sein, um das Ergebnis zu reflektieren und zu perfektionieren.

    Wie man das genau macht ist allerdings Geschmackssache, würde ich mal behaupten.


    Ganz anders sieht das aus, wenn man etwas nachspielt. Da haben Noten eine ganz andere Relevanz. Ähnlich auch, wenn man sich komplizierte Dinge auf dem Papier ausdenkt und man die Noten braucht, um sie zu verstehen. Ich würde aber mal behaupten, dass diese Herangehensweise nicht sehr verbreitet in kreativen Schaffensprozessen ist. Die Kunst ist ja letztendlich auch, das Instrument und die Performance nur als "Träger" einer Emotion zu nutzen.


    Wenn man sich eine Aufnahme anhören kann, kann man es mit entsprechender Gehörbildung aber auch ohne Noten nachspielen!


    Ich denke, dass sehr viel moderne Musik (abseits von klassischer Orchestermusik, die von Komponisten geschrieben wird) ohne Notationen entstanden ist. Arbeitsaufnahmen sind mögliche Zwischenschritte und die finale Studio-Aufnahme dann der Abschluss.

    Und allein die Möglichkeiten der Soundgestaltung sind heutzutage so mannigfaltig - das kann keiner auch nur ansatzweise in Notenform unterbringen. Weder wie jemand groovt und "klingt" noch wie er sein Set zusammenstellt, befellt, stimmt, mikrofoniert usw. - vom Mixdown mal ganz abgesehen.


    Gestern hatte ich wieder den Schüler im Unterricht, der wegen Lehrkräfte-Mangel z.Z. keinen Musikunterricht in der Schule hat.

    Mir ist im Gespräch mit dem Papa dazu eingefallen, dass im Musikunterricht in der Schule i.d.R. gar keine Schlagzeugnoten behandelt werden.

    Schlagzeugnoten sind gegenüber dem klassischen Tonsystem sowieso eine spezielle Randerscheinung und wie ich ja bereits schrieb, oft auch nicht einheitlich. Die Positionen und Symbole variieren da je nach Quelle / Autor durchaus immer mal wieder. Sind das dann unterschiedliche Dialekte oder Schriftsprachen? Wer weiß ... ich halte den Vergleich mit Sprache und Text jedenfalls nach wie vor für relativ weit hergeholt.

    Meinte auch nicht, das man in komplexen Situation zwingend alles aufschreiben muss...wenn Du aber komplexere Muster erarbeiten willst (also nicht schon Erarbeitetes runterspielst), brauchst Du ja einen Weg strukturiert zu überlegen, wie z.B. ein interessantes Grundgerüst aussehen könnte. Und da sage ich wenn's wirklich komplexer und nicht mehr intuitiv wird musste aufschreiben.


    Glaube nicht das Gavin Harrison einfach mal ein Buch Rhythmic Illusions so aus dem Bauch rausgehauen hat...da steckt Reflexion dahinter, die über "einfach (drauflos)spielen" weit raus geht. Nimm mal Black Page...das hat nicht einer runtergetrommelt und dann hinterher aufs Papier gebracht...(es sei denn bin der untalentierte Depp in der Klasse bin, der's nur noch nicht kapiert hat...kam durchaus vor ;)

    Auch da irrst du dich, denke ich. Zumindest kann man das nicht so pauschal sagen. Ich weiß das relativ sicher, weil ich mich darüber mit einem Kollegen (Schlagzeuglehrer aus Erfurt) unterhalten hatte. Der ist ein Fan von Jost Nickel und hat sich auch mal persönlich mit ihm über die Entstehung seiner Bücher unterhalten. Die Schwierigkeit bestand wohl darin, das alles fürs Buch so auszunotieren, dass es alle lesen und verstehen können. Die Noten kamen also erst zum Schluss und auch nur, um es für andere schriftlich festzuhalten.


    Und ich denke auch nicht, dass Gavin Harrison seine Ideen durch reines Ausnotieren erarbeitet hat, sondern eher durch kreatives Ausprobieren.

    Man muss nicht per se Noten aufschreiben, um was zu reflektieren und durchzudenken. Hier und da ist das sicher hilfreich, aber allgemein wäre das viel zu pauschal.


    Die Black Page wurde von Zappa als Komponist verfasst, damit es andere Schlagzeuger nachspielen.


    Wenn ich mir komplexe Sachen ausdenke und kreativ bin brauch ich auch keine Noten. Im Gegenteil, da würde es mich nur ausbremsen. Mir schwirren die Ideen auch völlig ohne Noten durch den Kopf und manches entsteht dann auch on the fly beim Improvisieren.


    Z.B. der Polyrhythmus (binär und ternär simultan) in dem 5/4 Takt (siehe Hörzone). Das ist mir auch einfach beim Freispielen und Probieren eingefallen. Dann einfach aufgenommen und fertig. Ich wüsste aktuell gar nicht, wie man so einen Polyrhythmus vernünftig in ein Notensystem kriegt. Das wäre in dem Fall Zeitverschwendung für mich gewesen.

    Einer meiner Schüler hat z.Z. keinen Musikunterricht wegen Lehrkräfte-Mangel.


    Und ansonsten verhält's sich auch wie mit anderen Dingen, die man in der Schule mal gelernt hat. Wenn man das über Jahrzehnte lang nicht mehr braucht, verlernt man es auch wieder.


    Zeig mir einen einzigen Abiturienten mit über 30, der nie irgend ein Instrument gelernt hat, aber noch fit mit der Notenlehre ist, die er mal im Musikunterricht lernen musste.


    Beim Schlagzeug kommt übrigens noch hinzu, dass es häufig keine einheitlichen Positionen und Symbole für die Dinge gibt.

    Damit komme ich im Unterricht häufig in Berührung.

    Es gibt viele Drummer/Musiker deren rhythmische Ausdrucksweise auf klaren und damit auch niedergelegten Strukturen basiert.

    Ich denke auch das geschriebene Musik, eben auch anders gedacht ist als "einfach gemachte" und damit auch zu anderen Ergebnissen führt (nicht besser oder schlechter...anders).

    Willst du damit sagen, dass "einfache" Musik besser ohne Noten auskommt und man für komplexe Musik Noten benutzen muss?

    Sorry, aber solche Aussagen können meiner Meinung nach nur von Leuten kommen, die noch nie komplexe Musik ohne Noten gemacht haben. ^^

    Frag doch mal Bands wie Rush, Dream Theater, Tool, Meshuggah oder auch The Aristocrats, ob die alle ihre Instrumentalperformances vor der Aufnahme ausnotiert haben. Zappa bildet da wahrscheinlich eher die Ausnahme, weil er halt auch ein Komponist im klassischen Sinne war.


    Ich arbeite gerade an einem Solo in einem 7/8 Takt in meiner üblichen Vorgehensweise mit Arbeitsaufnahmen. Wenn ich mir da Noten für jeden "trial & error" aufschreiben würde, würde ich wohl nie fertig werden.


    Das mit den Transkriptionen moderner Musik beinhaltet übrigens noch eine nette Analogie zum Vergleich von Text und Sprache:


    Wenn der Vergleich so naheliegend wäre, müssten doch Musiker, die die "Sprache" der Musik beherrschen, diese ohne Hilfsmittel verstehen und nachspielen können. So wie man gesprochene Texte auch verstehen und direkt nachsprechen kann. Einige scheinen aber große Probleme damit zu haben, Dinge eigenständig raushören und nachspielen zu können. Und viele Transkriptionen sind auch fehlerhaft.


    Ich denke es ist einfach auch die Frage, wie man die Prioritäten setzt. Man kann sich auch durchaus zu viel auf Noten fixieren und sich zu wenig um eine gelungene Performance kümmern. Der Mix macht es am Ende und fit mit Noten zu sein gibt einem natürlich einen mächtigen Werkzeugkasten an die Hand. Das wird jeder studierte Musiker bestätigen können.

    Noch mal wegen den "Analphabeten" ... da könnte ich ja auch Leute, die fehlerhafte Transkriptionen von bekannten Liedern brauchen, um sie nachzuspielen, als "Hörbehindert" oder "Gehör-dumm" oder "Gehör-ungebildet" bezeichnen. :/

    Für mich bedeuten Noten oft unnötige Umwege. Ich kann mir dafür halt sehr schnell Dinge raushören und brauch mir nur das nötigste aufzuschreiben, um einen Fahrplan zu haben. Und ich hab auch schon ohne Noten bei Bigbands ausgeholfen.


    Werde aber auch weiterhin an meinen Notenskills arbeiten, nicht nur weil Noten zu seriösem Unterricht dazu gehören.

    Ich glaube nicht, dass seine Gehörlosigkeit bzw. Schwerhörigkeit die Vorraussetzung für seine Fähigkeiten war. Ohne die Fähigkeit musikalischen Text im "inneren Ohr" hören zu können wäre sein Werk kleiner gewesen.

    Seine Taubheit hat aber definitiv dazu beigetragen, dass er die Musik ab einem gewissen Zeitpunkt lesen musste, um sie imaginär hören zu können.

    Seine Skills dafür waren sicher schon vorher da, klar. Diese Notenskills waren aber auch nur ein Hilfsmittel, um seine Musik zu Papier zu bringen.


    Ich behaupte, wenn wir Musik und ihre Schrift in gleichem Ausmass wie Sprache und die dazugehörige Schrift verwenden würden, wären diese Fähigkeiten sehr weit verbreitet. So wie eben bei Sprache und Schrift.

    Das ist aber nicht der Fall. Der Regelfall ist, dass ein kleiner Anteil der Bevölkerung "richtig" mit einem Instrument Musikmachen kann und dieser kleine Anteil dann dem Großteil der Bevölkerung was vorspielt. Durch Tonträger, moderne Musikproduktion, Radio und moderne Medien hat sich das ja auch noch mal erheblich verändert. Da muss man nicht mehr zu einem Konzert gehen, um Musik zu hören. Und dem Zuhörern ist sowohl beim Hören von Studio-Aufnahmen als auch Konzertbesuchen egal, ob und wie Noten beim Musizieren zum Einsatz kamen.


    Noten haben immer das Ziel, gespielt zu werden. Text hat nur selten das Ziel, gesprochen zu werden. Man kann ein Buch lesen und verstehen, ohne es laut lesen zu müssen.

    Auch von moderner Rockmusik gibt es Noten, nämlich dann, wenn Leute das, was auf die Platte gemeißelt wurde, mühsam heraus hören und aufschreiben.

    Genau das habe ich doch geschrieben:


    Moderne Rockmusik bspw. entsteht dagegen häufig "spielerisch" im Proberaum und wird dann mittels Studio-Aufnahme in Stein gemeißelt. Dadurch ist ja auch erst das Phänomen entstanden, dass Lieder transkribiert werden. Weil es halt keine offizielle Notation vom Urheber gibt.


    Aber ist halt ein großer Unterschied, ob erst die Noten da sind (klassische, komponierte Orchestermusik) oder erst die Musik da ist und sich dann Leute hinsetzen und das Gehörte transkribieren. Solche Transkriptionen sind nach meiner Erfahrung auch häufig fehlerhaft, weshalb ich mir immer alles selbst rausgehört habe.


    Und Musiker, die nicht so viel mit Noten arbeiten, als Analphabeten zu bezeichnen, halte ich auch für gewagt. Was wären "Nichtmusiker" dann überhaupt? ;)

    Musikalisch sehr fähige Menschen können das. Beethoven wird diese Fähigkeit zB zugeschrieben.

    Der Durchschnittsmensch, ja nicht einmal die Mehrheit der Musizierenden, kann das nicht, das ist richtig. Weil unsere Fähigkeiten mittels Musik zu kommunizieren eben sehr viel geringer sind als es bei Sprache der Fall ist.

    Sorry, aber ich finde diese Argumentation ziemlich gewagt. Beethoven war nicht nur ein Genie und Komponist, sondern wurde im Verlauf seines Lebens auch taub. Die Taubheit fing schon in seinen 20ern an und verschlimmerte sich dann kontinuierlich. Dieses Beispiel ist wohl eine Nadel in einem gewaltigen Heuhaufen. ;)


    Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte. Ein Vergleich von Noten und Schriftsprache ist sicherlich naheliegend, aber verdeutlicht bei näherer Betrachtung eben auch die Unterschiede.


    Die Unterschiede liegen da auch durchaus in der Epoche bzw. dem Zeitalter und der Art der Musik. In klassischer Musik wird zunächst notiert bzw. komponiert und dann gespielt.

    Moderne Rockmusik bspw. entsteht dagegen häufig "spielerisch" im Proberaum und wird dann mittels Studio-Aufnahme in Stein gemeißelt. Dadurch ist ja auch erst das Phänomen entstanden, dass Lieder transkribiert werden. Weil es halt keine offizielle Notation vom Urheber gibt.

    Der Vergleich von Noten mit Schriftsprache / Text hinkt meiner Meinung nach übrigens gewaltig. Schriftsprache ist eine eigenständige Kommunikationsform. Liest man ein Buch, braucht man es nicht laut vorzulesen, um die Information aufzunehmen, zu verstehen und zu verarbeiten. Text hat nicht zum Ziel, vorgetragen zu werden.


    Bei Noten sieht das etwas anders aus. Noten verstehen nur Musiker und nicht mal alle Musiker können gut Noten lesen.

    Die Zuhörer hören nur das Gespielte, aber sehen die Noten nicht. Die verstehen sie sowieso nicht.


    Musikmachen kann man auch ohne Noten. Aber Noten allein sind nicht viel Wert, wenn niemand sie spielt.

    Noten garantieren auch keine gute Performance, die die Zuhörer anspricht.

    Jedenfalls finde ich es gut wenn jemand nach Noten spielen kann, allerdings bedenklich, wenn man nur! nach Noten spielen kann. Musik ist für mich hören, fühlen, reagieren.

    Sehr guter Punkt! Ich hatte mal eine Schülerin übernommen, die nur vom Blatt und gar nicht frei spielen konnte. Das konnte ich ihr dann auch teilweise abgewöhnen.

    Wer nur vom Blatt und gar nicht frei spielen kann, hat m.E. nicht gelernt mit dem Instrument zu "sprechen". Noten sind ein Hilfsmittel, nicht mehr und nicht weniger. Das steht so auch in "Modern Drumming":




    Wobei ich großen Respekt vor Musikern habe, die stabil vom Blatt spielen können, ohne sich das Blatt vorher genau angeschaut zu haben. Diese Fähigkeit muss man Jahrelang üben. Ich persönlich hatte dafür bisher keine Nerven. Brauche es aber auch nicht, weil ich kein Orchestermusiker bin.

    Sogar Jeff Porcaro hat über sich selbst gesagt "I'm not a good reader".


    Um Sachen zu analysieren und zu lernen bzw. mich vorzubereiten mach ich mir meistens anderweitig Notizen. Für Youtube-Covers nutze ich bspw. die Marker/Notiz-Funktion der DAW. Ich gehe dabei so weit, dass ich mit dem Analyzer z.B. Tom-Läufe hinsichtlich der Grundtöne analysiere, um rauszufinden wann welches Tom gespielt wird und wie ich das am besten auf mein Set übertragen kann.


    So eine Detailarbeit mach ich bei Vorbereitungen für Cover-Gigs natürlich nicht. Da mach ich mir anderweitig Notizen in Tabellenform. Tippe ich am PC ein und druck's dann aus. Ich suche aber immer noch nach einer Möglichkeit, Ergänzungen in Notenform einfach integrieren zu können. Hinweise zu Grooves und wichtigen Fills lassen sich eben doch besser in Notenform aufschreiben. Allerdings sehe ich meine Notizen dabei auch nur als Brücke. Das eigentliche Ziel ist dabei für mich, die Sachen durchs genaue Analysieren und Aufschreiben schneller auswendig zu können und die Notizen auf dem Gig dann nur noch als Backup dabei zu haben, ohne daran zu kleben.

    ...genau ! Wenn ich mir vorstelle ich müsste mir all die Sachen dann irgendwie in meinem (viel zu kleinen) Gehirn ablegen...manche Sachen verstehst Du auch erst wenn's mal hingeschrieben ist...vieles erinnere ich gerade, weil ich mich der Notation beschäftigt habe, bei vielem habe ich erst da gemerkt, was ich eigentlich für einen Mist zusammen spiele....

    Wie gesagt - ich mach eigentlich alles ohne Noten und benutze Noten nur fürs Unterrichten.

    Merken, was man eigentlich für einen Mist zusammenspielt, kann man am besten durch eine Audio-Aufnahme.

    Denn es geht ja auch darum, wie man es spielt bzw. dass man es ordentlich spielt (Timing, Dynamik, Groove). Es bringt dir nichts, wenn du die Noten und Theorie verstanden hast, aber es nicht richtig gespielt kriegst.

    Noten nutze ich hauptsächlich fürs Unterrichten bzw. für meine Schüler. Um selbst Notenblätter zu erstellen benutze ich Aered. Damit habe ich auch schon mehrere komplette Songs für meinen Unterricht transkribiert. Die Alternative wäre MuseScore. Das erfordert aber deutlich mehr Einarbeitungszeit, glaube ich.


    An deiner Software wäre ich interessiert und auch bereit, was dafür zu bezahlen, wenn sie mir taugt.


    Richtige Schlagzeugnoten sind m.E. die beste Kommunikationsform (keine Tabs o.ä.).

    Auch für das theoretische rhythmische Verständnis sind Noten hilfreich.

    Und die Papierform hat im Unterricht meiner Meinung nach auch Vorteile.


    Ich persönlich brauch allerdings keine Noten und mach alles nach Gehör. Ich höre mir immer alles selbst raus und mach mir ggf. Notizen, aber schreibe keine Noten auf.

    In Transkriptionen von Liedern finde ich auch immer mal wieder Fehler und Ungenauigkeiten. Daher habe ich auch ein paar Lieder für meinen Unterricht selbst transkribiert.

    Den Vertrieb von Tama macht in Deutschland bekanntlich Meinl. Dort kann man allerdings nicht direkt bestellen, sie nennen dir auf Nachfrage aber gern die nächsten Vertragspartner in deiner Nähe, die dann für dich bestellen können. Oder man geht direkt zu Thomann. Hatte denen eine kurze Mail mit exakter Bezeichnung des gewünschten Objekts geschickt, kam prompt eine Angebot mit Preis und Lieferzeit. Kannst du unverbindlich anfragen. Vielleicht habe ich ja das letzte in Deutschland vorrätige 14x12FT ja gekauft 😈 Spaß beiseite, frag einfach mal.

    Werde ich genau so machen. :thumbup:


    Bei mir gab's (zum Glück) keine farblichen Abweichungen, obwohl beide Teile aus unterschiedlichen Jahren.

    Das ist auch gut zu hören! Vielleicht hab ich Glück. :)


    Hast du eigentlich gesehen, dass sich die HT inn den Kesseltiefen bei den beiden Konfigurationen unterscheiden? Ich wollte unbedingt die flacheren. Dir ist es aber vielleicht gar nicht wichtig 🙂

    Das hatte ich tatsächlich übersehen. :D

    Aber hab ja schon im Startbeitrag beide Kesseltiefen für die Hängetoms in Betracht gezogen. Weiß jemand, ob sich ein Zoll Unterschied in der Kesseltiefe bei den Hängetoms klanglich bemerkbar macht?


    ...


    Noch mal zu #123 - nach kurzer Rücksprache per PN - hier auch noch die Info:

    Nein, ich habe das nicht in den falschen Hals gekriegt und wusste, an wen der Seitenhieb gerichtet war. Ich find's trotzdem nervig und komplett überflüssig. Das ist genau die Art Kindergarten, die hier Eskalationspotenzial hat, was den Mods am Ende immer wieder Arbeit macht und den Trash befüllt.


    Kann man sich denn hier nicht einfach wie erwachsene Menschen unterhalten? Ich seh auch zu, dass ich hier nicht mehr (so oft) entgleise, weil dieses coole Forum hier so 'nen Quatsch nicht verdient hat.

    Der 9 Jahre alte Marius geht noch in die Grundschule und hat daher sicherlich noch nie in seinem Leben ein Instrument gekauft, daher ist dieser Thomann-Hinweis außerordentlich wertvoll. Man sollte sowieso am besten nur bei Amazon und Thomann bestellen. Und bei letzterem kann man sich sogar ein unverbindliches Angebot einholen? Das ist ja sensationell. Alle anderen brauchen wir dann wohl nicht mehr, das haben wir ja vor wenigen Tagen im Hieber-Lindberg-Fred gelernt.

    Der 9 Jahre alte Hochi hat einfach nicht verstanden, dass man sich auch mal zusammenreißen könnte.