Beiträge von m_tree

    Auch wenn E-Drums versuchen, A-Drums zu emulieren, gelingt das den meisten mehr schlecht als recht. Folglich ist das immer noch eine andere Welt als Akustikschlagzeug und man kann auf den meisten E-Drums kein Gefühl für A-Drums entwickeln.


    Auch der Vergleich zu Tasteninstrumenten hinkt. Meines Wissens können z.B. E-Pianos echte Klaviere ziemlich gut emulieren. Das ist für brauchbare Ergebnisse nicht annähernd so komplex wie Schlagzeug. Und Synthesizer / Keyboards haben auch nicht vorrangig das Ziel einer Emulation.


    Bei E-Gitarren geht's auch nicht darum, A-Gitarren zu emulieren, sondern um eine andere Art der Klangerzeugung und damit einen ganz anderen Sound.


    Alles schlecht vergleichbar ...


    Mit "Drums aus der Dose" meinte ich übrigens nicht EDM u.ä., sondern auch ganz "normale" Pop- und Chartmusik. Da, wo früher noch echte Menschen Akustikschlagzeug in Studios eingespielt hatten, wird heute fast alles programmiert. Aber das betrifft auch das weitere Arrangement.

    Ok! War am Titel nicht zu erkennen, dass es um A-/E - Diskussion geht. Bin raus!

    Es ging ja vor allem um den schweren Stand des Akustikschlagzeugs in den heutigen Zeiten. Das hat nicht nur mit E-Drums zu tun, sondern auch mit der Art der Musik, die heutzutage hauptsächlich produziert und gehört wird. Da kommen die Drums nämlich meistens aus der Dose.


    Lustig, dass ich erst wenige Tage vor diesem Thread hier eine Idee zu dem Thema für eine neue Video-Kategorie auf meinem Youtube-Kanal hatte. Werde dazu dann nächste Woche was in meiner Hörzone posten.

    Warum unwiderruflich? Kannst du denn in die Zukunft blicken und wissen, dass sich der Zeitgeist nicht wieder etwas ändern könnte?

    Ich denke bei Seelanne eine Spur von Sarkasmus raus zuhören. Ironie auf ganz hohen Niveau ;)

    Für mich liest sich das alles in allem leider kaum sarkastisch, nicht mal ironisch. Sondern erschreckend nah an der Realität.

    Daher meine Frage.

    Ja, und der Zusammenhang von Trommeldurchmesser, Fellspannung und Klang fehlt auch völlig. Gleich große Pads für unterschiedliche Trommelgrößen-Sounds, Fellspannung / Rebound völlig unabhängig vom Sound einstellbar usw.

    Günstige und mittelpreisige E-Drums können die Facetten eines Akustikschlagzeugs und die Komplexität der Klangerzeugung und des Spielgefühls nicht mal ansatzweise nachahmen.

    Das hat man mir auch schon nachgesagt, obwohl ich kein elektrisches spiele, sondern weil ich so kleine Trommeln benutze und mit Besen unterwegs bin. Das sei keine richtige Snare, kein richtiges Schlagzeug. Nun denn.

    Sehe ich nicht so. Das ist halt dein persönlicher und künstlerischer Ausdruck am Akustikschlagzeug.


    Aber E-Drums sind wirklich eine Seuche geworden. Die von Roland haben meines Wissens auch nur ein Sample pro Pad, das in verschiedenen Lautstärken abgespielt wird. Echte Trommeln klingen sachte angespielt aber auch anders als mit Schmackes angespielt, das sind dann nicht nur die selben Klänge in anderer Lautstärke.

    Auch vernünftig funktionierende Hi-Hats sucht man bei E-Drums oft vergeblich. Keine gute Basis zum Üben.

    Wir leben in traurigen Zeiten für das Akustikschlagzeug. Nicht nur, dass Musik heutzutage meistens mit programmierten und synthetischen Drums produziert wird. E-Drums sind eine Seuche geworden. Die wenigsten spielen noch "richtig" Schlagzeug.

    Aber hier geht's ja auch ums Träumen. :saint:

    Ich träume da eher von einem großen, sündhaft teuren Set mit richtig amtlicher Mikrofonierung und Recording-Technik und noch teurerem Studio mit einem großen, hohen und gut klingenden Aufnahmeraum für Schlagzeugaufnahmen. Da wäre eine größere Auswahl an Snares natürlich auch inbegriffen und finanziell Peanuts im Gesamtverhältnis.


    Aber ich bin trotzdem mit meinen begrenzten Möglichkeiten zufrieden. ;)

    Oder halt auch das:

    Der Durchmesser macht nach meiner Erfahrung den Hauptunterschied.

    Wäre halt doch noch mal was anderes in der Sammlung.

    Und die Dämpfer sind auch wirklich interessant.

    Hast du nur 14er Snares? Dann probier ruhig auch mal eine 13er. Vielleicht auch noch eine 12er (zusätzlich für Akzente).

    Unterschiedliche Kesselmaterialien sind auch interessant. Messing, Stahl, Ahorn, ... bei Snares vom Gefühl alles in Nuancen unterschiedlich.

    Der Durchmesser macht nach meiner Erfahrung den Hauptunterschied. 13er haben eine geringere Dynamik als 14er - Ghostnotes sind damit subjektiv lauter und Backbeats leiser - und können nicht so einen fetten / tief gestimmten Snare-Sound wie 14er. Zumindest nicht mit vernünftigem Rebound.


    Die Gesamtmasse macht auch viel aus und die Tiefe hat auch einen deutlichen Einfluss auf die Teppichansprache und die "Trägheit" des Schwingungssystems (Schlagfell und Reso).


    Je extremer diese Unterschiede, desto unterschiedlicher werden die Snares auch klingen. Ist eigentlich ganz einfach. Wer käme schon auf die Idee, eine schwere 14x8" Messing-Snare mit einer leichten 12x4" Pappel-Snare zu vergleichen?

    Ich stelle mir die Frage ob das hin und herstimmen bei einem Auftritt nicht stressig ist?🤔 Eine Sidesnare mitzunehmen wäre da doch entspannter finde ich

    Hatte ich wohl falsch verstanden, wie Korki schon angemerkt hat.


    Side-Snares machen Spaß. Ich bevorzuge da aber deutliche Kontraste mit unterschiedlichen Durchmessern. Z.B. eine richtig angeknallte 12er als Side-Snare und eine 14er als Hauptsnare in mitteltiefer bis mittlerer Stimmung. Und dann gibts trotzdem noch Leute, die da keine Unterschiede hören. :D

    Dekadenterwise würde ich 2 davon haben wollen eine tief und eine hoch gestimmt. Wenn es so ein Umschaltfeature of Knopfdruck gäbe wäre natürlich auch schön.

    Eine Snare umzustimmen geht eigentlich schneller als alles andere, weil man das Snare-Reso gut auf gleicher Fellspannung lassen kann - sowohl mit tiefer als auch hoher Stimmung des Schlagfells. Bei Bassdrum und Toms verhält es sich für meinen Geschmack etwas anders.


    Zum schnellen Umstimmen nutze ich, wie auch beim Aufziehen von Fellen, zwei Stimmschlüssel gegenüberliegend.

    Das ist auch mit 10 Spannschrauben in ein paar Sekunden erledigt. Danach hab ich gefühlt 'ne andere Snare vor mir.


    Wenn die Fellspannung vor dem Umstimmen ausgeglichen ist braucht man die danach auch nicht noch mal unbedingt zu prüfen und zu justieren.

    Meiner Erfahrung nach liegt die Wahrheit da schon auch irgendwo in der Mitte. Eine schwere Messing-Snare klingt z.B. definitiv etwas anders als eine leichte Pappel-Snare und die Spannreifen machen auch einiges aus. Klar - wenn man nicht nur die Felle, sondern auch den Teppich und die Spannreifen als Variablen mit einbezieht, relativiert sich vieles. Aber der Durchmesser macht schon auch große Unterschiede. Und vielleicht beschäftige ich mich noch mal genauer damit, warum meine Tama 14x5,5 Stahlsnare so anders als meine anderen beiden 14er klingt und mir daher nicht mehr gefällt. Irgendwas scheint bei der halt schon anders zu sein.


    Bei Bassdrum und Toms relativiert sich noch mehr, zumal man dort allein durch die Mikrofonauswahl noch mal mehr Spielraum kriegt als bei Snares.


    Aber wie gesagt - ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es lohnt sich schon, sich mit seinem Equipment zu beschäftigen und auch mal was neues zu probieren. Kommt halt immer drauf an ... kann man natürlich auch alles maßlos übertreiben.

    Momentan hab ich tatsächlich gar keine Snare auf meiner Wunschliste. :D

    Prio hat für mich erstmal, mein Drittset zu vervollständigen (da geht's vor allem um Hardware, z.B. 'ne neue / zweite doppelte Iron Cobra), meine Beckensammlung zu erweitern und meine Mikrofonsammlung zu verbessern und zu erweitern. Becken kann man im Vergleich zu Trommeln nicht in ihrer Klangfarbe ändern (die klingen mit neutral klingenden Mikros und ohne übermäßigen EQ-Einsatz m.E. auch am besten). Bei Trommeln dagegen hat man sehr viele Möglichkeiten mit der Fellauswahl, Stimmung, Dämpfung und Mikrofonierung.


    Abgesehen von logistischen Aspekten braucht man wahrscheinlich viele Snares, wenn man sehr unterschiedliche Snare-Sounds im Portfolio haben muss / möchte.

    Mir persönlich reichen momentan die 14x6 Tama Starphonic Brass, die 14x6 Sonor AQ2 Maple, die 13x6,5 Tama Maple und die 12er Gretsch Mighty Mini. Meine Tama Sound Lab Stahlsnare hatte ich kürzlich mal neu befellt und festgestellt, dass mir deren Sound einfach nicht mehr zusagt. Werde ich aber behalten und für meinen Unterricht nutzen. Ich bin definitiv mehr bei 14ern als Hauptsnare. Wichtig sind mir dabei 10 Spannschrauben pro Seite, eine vernünftige Snare-Abhebung (die sich durchs Bespielen nicht lockert) und Stimmstabilität. Für letzteres kann man zur Not nachhelfen, so wie ich es bei der AQ2 gemacht habe (mit Kontermuttern).


    Ansonsten habe ich für Snares auch schon klare Präferenzen bei der Fell- und Teppichwahl. Habe momentan fast alle mit der selben Konfig ausgestattet.

    Hallo Christian,


    wenn du magst, kannst du mir deinen Mix gern schicken. Dann mach ich ein exemplarisches (kostenloses) Mastering. Ich betreibe Mixing+Mastering semiprofessionell.


    Du schreibst auf deiner Website, dass das Mastering zeitlich anspruchsvoll sei. Tatsächlich nimmt das Mastering im Regelfall nur einen Bruchteil des Zeitaufwands in Anspruch, der für den Mixdown notwendig ist. Ein Mixdown kann bei größerer Spurenanzahl und Länge schnell mal z.B. acht Stunden in Anspruch nehmen. Es geht da einfach um viel Detailarbeit und Automation. Ein Mastering dauert beim Profi z.B. durchschnittlich eine halbe Stunde pro Song, wobei bei Alben die ersten Masterings i.d.R. länger brauchen als die letzten (wenn das Material bereits bekannt ist).


    Weiterhin schreibst du, dass das Mastering der Schlüssel dafür sei, den Mix für die Wiedergabe auf verschiedenen Abhörgeräten "kompatibel" zu machen. Tatsächlich ist hier aber auch schon der Mix der Schlüssel. Es geht dabei vor allem um den Mittenbereich. Wenn ein Mix dort nicht "funktioniert", kann ein Mastering das oft auch nur verschlimmbessern.


    Mastering wird auch oft überschätzt. Ursprünglich war Mastering nur die technische Vorbereitung des Mixes für das Zielmedium. Zum Beispiel Vinyl. Da wurden "früher" kaum klangliche Eingriffe gemacht. Das hatte sich erst später so etabliert. Die Stereosumme eines Mixes profitiert zwar fast immer von ein bisschen EQ, Kompression und Sättigung (Reihenfolge nicht festgelegt), aber man kann da auch schnell übers Ziel hinaus schießen oder den Vibe der Produktion verfehlen (wie beim Mix auch).


    Gruß

    Marius

    Bin endlich dazu gekommen das angekündigte Video zu machen:


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    Dieser Thread hat mich auf die Idee zu einem Video zu Polyrhythmik gebracht: Umschalten von 5:4 auf 4:5 Polyrhythmus


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    Geht mir bei den Aristocrats auch so. Hab ich dieses Jahr mal live gesehen. Minnemann hat ein 10 Min. Solo gespielt. Der ist auch einfach ein cooler Typ, humorvoll und locker. Auch das Mindsetting der gesamten Band hat mir gefallen. Die kennen ihre Zielgruppe und geben sich auf der Bühne z.T. als Zirkusartisten, nehmen sich selbst nicht so ernst. Cool!

    Den Sound, vor allem die Gitarre, fand ich auf dem Gig aber zu brachial. Demgegenüber den Bass etwas zu zahm. Das ist ja schon fast Jazz. Kommt auf den Alben besser rüber.

    Aber die Idee, dass sich Musiker für jede gegenseitige Unterstützung Kohle abnehmen sollten, wäre mir jetzt doch a bisserl zu "speziell".

    Zumal wir nicht davon reden, irgendeinem Anfänger Unterricht zu geben, Moritz ist schließlich ein versierter Banddrummer und Musiker.

    "Speziell" ist vieles. Und auch wenn es um Geld geht kann eine Freundschaft bestehen.


    Ich hatte in früheren Zeiten auch einiges für lau gemacht und mich z.T. unter Wert verkauft. Davon bin ich mittlerweile weitgehend weg.


    Das Alter und das spielerische Level spielen da eigentlich auch keine Rolle. Fortgeschrittene Erwachsene erhalten im Unterricht genau so eine Dienstleistung wie Kinder im Anfängerstadium.


    Aber gehört hier nicht her, wie gesagt. Daher zurück zum Thema bitte.