Beiträge von Moigus

    So, jetzt geht's hier wieder weiter. Hab gestern meine DIplomarbeit abgegeben und endlich wieder den Kopf frei. :)
    Also heute den nächsten Kessel gebaut. Die neue Form ist richtig toll geworden, die Naht ist ein Traum. =)
    Die Vorgehensweise war identisch zum letzten Mal, nur dass diesmal die Form 100% luftdicht ist. Etwas musste natürlich trotzdem schief gehen: aus irgendeinem Grund ist mir das Harz im Exsikkator "hoch" gegangen. ?( Auf dem Foto vorallem am Deckel zu erkennen. Alles schön eingematscht.



    Naja, da musste ich eben nochmal Harz anrühren. Doof nur, dass mein Harz fast aufgebraucht war. Beim infiltrieren hat sich dann herausgestellt, dass es etwa 20g mehr hätten sein können.

    Die trockene Stelle ist dann aber nach ner viertel Stunde fast vollständig verschwunden, vielleicht hab ich ja noch Glück gehabt. (auf dem Foto oben rechts)
    Hier sieht man nochmal die schlanke Naht :love:


    Morgen abend wird entformt, bin auf das Ergebnis gespannt. Der Kessel ist komplett farblos.


    So, das war's für heute. Ich halte euch auf dem laufenden. Mein Tempus-Projekt hab ich ja auch noch vor mir :D


    Grüße Moigus

    Schöne Zeichnung.
    Du hast die Symmetrielinie vergessen ^^ (und ich das zweite m)
    Mir erscheinen die 15mm etwas wenig. Hast du das nachgemessen? Gerade das Reso zieht man ja sehr gern ziemlich stark an. Wäre blöd, wenn der Fellreifen dann am Kessel anstößt. Würde in die Zeichnung gleich noch die Bohrungen einzeichnen, dann siehst du, ob's passt.


    Ansonsten: Geprüft und freigegeben, soll ich nen Arbeitsauftrag schreiben? :D
    Drück dir die Daumen!


    Grüße Moigus

    Stimmböckchen und Stimmschrauben gibt es ja in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben. Da musst du schauen, was passt. Also ruhig mal maßstabsgerecht ne kleine Skizze machen.


    Grüße Moigus

    Ich würde mir auch wünschen, dass es außer Fellwahl und Stimmung mehr eindeutige Möglichkeiten gäbe, den Klang seiner Trommeln zu beeinflussen. Neue Gratungen sind ja auch vergleichsweise günstig. Da könnte man sagen, ich will weniger Obertöne, also lass ich mir das so und so machen. Hat jemand da Erfahrungswerte?

    Ich denke die Leute gibt es. Die sagen dir dann, dass du ne 30° Gratung mit 45 Winkelminuten rechts vom Azimut brauchst. Muss zwar nicht stimmen, aber wenn der Fachmann das sagt, dann wird das so sein, schließlich macht er das bei allen Trommeln so, und die klingen richtig gut. Wenn ich zum örtlichen Giftmischer gehe, und ihne frage in welcher Farbe ich mein Schlafzimmer streichen soll, dann sagt er mir: am besten (hier kann sich jeder ne Farbe raussuchen), das beruhigt. Und er hat damit genauso recht, wie der Fachmann, der mir die Gratung geschliffen hat.


    Ich sehe schon: der nächste Nobelpreisträger hat dieses Buch geschrieben: "Die Physik der Trommel: Was Einstein nicht wusste"


    Grüße Moigus

    OT: So hundertprozentig ehrlich ist das MD 421 ja auch nicht. Hat ja auch den, wie ich finde, Sennheiser-typischen Höhen-Boost. Aber es geht auf jeden Fall schön weit runter, und eben auch hoch.
    Ich möchte keins von denen mehr hergeben!
    Zur Frage kann ich nichts beisteuern, da ich die e604 und Konsorten noch nicht testen konnte.


    Grüße Moigus

    Du musst auf jeden Fall sehr gründlich wieder runterschleifen, damit alles an Wachs runter geht. Also weiter runterschleifen als vorher, und dann hoffen, dass keinerlei Wachs mehr übrig ist. Sonst hält der Lack nicht, und die Beize wird an den Wachsstellen auch nicht richtig einziehen.
    Warum willst du eigentlich das Wachs wieder runterschleifen? Wird das nicht ausreichend hart? Ansonsten kann man die meisten Wachs-Arten ja auch auf Hochglanz polieren.


    Ich hoffe ich konnte dir helfen.


    Grüße Moigus

    Masse &Volumen eines Körpers bestimmen seine Eigenfrequenz.


    Wenn man das so stehen lässt ist es falsch. Wenn man einen schwingenden Körper meint, dann wird die Eigenfrquenz durch Masse und Steifigkeit bestimmt.
    Diese rege Beteiligung an diesem Thema zeigt uns doch nur eins: wir wollen es begreifen, aber wir können es nicht verstehen.

    Man kann sich ja noch nicht einmal auf eine subjektiv qualitative Beschreibung von Sounds einigen, also wie die Trommel klingt.
    Das ist schließlich die Voraussetzung, um unter Laborbedingungen gemessene Daten auswerten zu können.
    Und am Ende gibt es immer noch Zweifel, die die Ergebnisse in Frage stellen. Was sagt uns das? Selig, die nicht sehen hören und doch glauben.
    Amen. :D

    Sag mal Bescheid wenn's geklappt hat, aber auch wenn es nicht funktioniert hat. Die genannte Vorgehensweise ist die sichere Variante. Man kann auch einfach Sandstrahlen aber dann läuft man Gefahr, dass es Stellen gibt, wo der Lack nicht bombenfest haftet. Das A und O einer guten Beschichtung/Klebung, ist die Haftgrundvorbereitung. Das ist in 99% der Fälle der Fehler. Nicht der Lack. Am besten du ziehst die ganze Prozedur gleich an einem Tag durch. Weißt du schon wie du den Lack aufbringen willst?


    Grüße Moigus

    Crashi: Jeder 2K-Klarlack härtet komplett aus, mindestens Zimmertemperatur, wenn nicht sogar Backofen vorausgesetzt. Das was man als Klarlack kennt, ist auf Acryl-Basis. Der Lack auf der Gratung sollte kein Problem darstellen (vermute ich), du solltest aber eine gewisse Reihenfolge vor dem Sandstrahlen einhalten:
    erst komplett reinigen (mit Seife) UND danach entfetten. Danach nur noch mit Handschuhen anfassen und Sandstrahlen. Nochmal mit Aceton säubern, ablüften lassen und danach den Klarlack drauf.
    Wenn du erst Sandstrahlst und danach entfettest, kann es passieren, dass du durchs Strahlen Rückstände ins Material einarbeitest, die du dann mit Aceton nicht mehr ordentlich runter bekommst. Danach sollte der Klarlack einwandfrei halten, da Fette und Schmutz (Haftungsverhinderer) entfernt sind, und durch das Sandstrahlen eine rauhe Oberfläche vorherrscht, in der der Lack sehr gut haftet.
    Wie lange der Lack dann an der Gratung hält kann ich dir allerdings nicht sagen, da hab ich keine Erfahrungswerte. Alternativ statt Klarlack kann man auch Polyesterharz nehmen. Das braucht aber bei glasklaren Qualitäten ziemlich lange bis es aushärtet, und ist allgemein Fehleranfälliger.


    Grüße Moigus

    Ein wenig UNtermaß sollte schon sein. lässt sich besser stimmen, als wenn der FEllkragen auf der GRatung liegt. So im Bereich 350-354mm dürfte i.O sein.

    Aber hätte bei dir gleich jemand an deinem persönlichen "Ziel" eine Kunstoff-Snare zu bauen herumgemotzt, wäre dir dein Ehrgeiz auch schnell verflogen

    Nein. Zum Durchhaltevermögen gehört immer eine gewisse Portion Starrsinn. Lass deine Idee mal noch ein bißchen reifen, du wirst sehen, dass du mit der Zeit viele Ideen wieder verwirfst und sich andere Ansätze herauskristallisieren.
    Ich möchte hier mal Rolidrumi sinngemäß zitieren: "Den Problemen geht irgendwann die Materie aus."
    Also setz dich nicht unter Druck hier was posten zu müssen und Ergebnisse zu präsentieren. Lass dir Zeit. Ist übrigens eine anerkannte Lösungsmethode: "Viele Probleme lösen sich von allein mit der Zeit." Kein Scherz.


    Moigus

    Böses Foul!
    Wenn du dir eine Trommel bauen möchtest, dann muss man einen gewissen Ehrgeiz entwickeln. Ideen sind immer fix geboren, umgesetzt aber nicht. Ich weiß von was ich rede.
    Was denkst du, was rausgekommen wäre, hätte ich zu Beginn meines Projektes hier rumgefragt, wie ich ne Kunststoff-Snare bauen kann? Das wäre dann abgelaufen wie der Turmbau zu Babel. Wenn man nicht auf einen Bausatz zurückgreifen kann/will, dann muss man einkalkulieren, das zunächst Ausschuss rauskommt. Ich habe hier einen Karton rumliegen, da sind ungefähr 20-30 Proben drin. Erst danach hab ich den ersten Prototyp gebaut.
    Also: unabwegig drüber nachdenken und ausprobieren. Weil die Gesamtheit der Gedanken, hast du im Kopf, und du willst die Snare bauen.
    Wünsch dir viel Erfolg und Durchhaltevermögen. Und das mein ich ganz ernst und aufrichtig.


    Grüße Moigus

    Mit ner entsprechenden Rundbiegemaschine sind 5 mm kein Problem. Und mit etwas anderem biegen würde ich garnicht erst anfangen. So richtig durchdacht scheint mir dein Konzept jedoch noch nicht. Aber das ist ja immer das Problem, wenn man was bauen will, und andere ständig um Rat frägt ;) Von daher ist der Tip von essetiv der Beste.


    Hier wird immer auf andere Hersteller verwiesen, welcher anderen Hersteller bauen solche dicken Stahlkessel? Und sind die dann nicht eher gegossen und dann abgedreht?


    Essetiv: mein Attentat auf dich ist nur aufgeschoben, nicht aufgehoben ;)

    Ich bin mit nichten Kunststoff-Experte! Ich rühr bloß bißchen Harze an, und hab in der ein oder anderen Vorlesung wahrscheinlich zugehört, damit ich die Grundzüge begreife (Also damit ich jemandem vom Fach mein Problem erklären kann, so dass er es versteht. Und damit ich den vom Fach verstehe). Unser Prof. meinte immer, dass wir den Chemismus dahinter nicht verstehen müssten, weil dass die Chemiker teilweise nichtmal wissen.
    Wenn dein Lieferant sagt, dass mit dem Montieren der HW alles i.o ist, dann ist doch super. Kannst ja trotzdem nochmal versuchen, rauszufinden, aus welchem Material die Folie ist. Dann kann man sich im Zweifelsfall, wenn es doch weiter reißen sollte, nach ner Klebervariante umschauen. Am besten du markierst die Risse. Dann kannst du ja alle viertel oder halben Jahre nachschauen, ob die Risse wandern.
    Ich bin nachwievor verwundert, dass die Folie reißt. Hast du mal beim Stegner angerufen ob das normal ist?


    Grüße Moigus


    Edit: Ich würde darauf tippen, dass du einen lösemittelhaltigen Kleber brauchst.

    5mm finde ich jetzt ziemlich heftig, was versprichst du dir davon? Nen Bandscheibenvorfall?
    Davon abgesehen: soll es auch noch gut aussehen, also auch wenn man kritisch hinschaut gut aussehen, oder hauptsache Stahl?
    Wenn einfach nur Stahl, dann das DIng rundbiegen und verschweißen, das Resultat ist ein verbogener gekrümmter Kessel. Wem das nicht stört, der wird damit zufrieden sein.
    Im Prinzip gibt es bei dieser (einfachen Variante) zwei Hauptprobleme: Mit der Rundbiegemaschine bleibt immer ein Streifen, der nicht gebogen werden kann (kann man teilweise kompensieren) und beim Schweißen verzieht sich der Kessel enorm (bei 5mm könnte es weniger Probleme geben, je dünner umso mehr Probleme)
    Da ich es gerade lese: das mit der neutralen Faser ist eigentlich nicht das Problem, abschneiden kann man immer noch, wenn man merkt, das Blech ist zu lang.


    Grüße Moigus