Beiträge von Chuck Boom

    Dass englische Redewendungen irgendwann übernommen werden und die entsprechenden deutschen verändern, ist in einer vernetzten Welt m. E. zwangsläufig. Sprache lebt ja auch und verändert sich ständig (s. gummischlag Post 7).


    Interessanter finde ich das Phänomen der "Talkshow-Idiome" oder wie man sie auch nennen mag. Ihr erinnert (euch, haha) sicher, dass mal monatelang auf einmal jede, aber auch wirklich jede Partei, Firma, Organisation "gut aufgestellt" war (oder ist das evtl. das englische "Standing"?) und auch wirklich jeder Hans Wurst das unentwegt von sich gab. Pro Talkrunde mindestens 20 Mal. Vorher war das niemand und relativ einschnittartig war es plötzlich auch niemand mehr.


    Aktuell (und schon seit Längerem) ist man in Diskussionen immer "ganz bei Ihnen". :wacko:

    Sieht klasse aus, gute Arbeit.


    Wäre es zu der 20 x 16 evtl. noch eine Überlegung, das 12er etwas zu kürzen (z. B. so, dass die unteren Böckchen genau einen Bohrungsabstand hochrutschen, dann müsste nur jew. ein neues Loch gebohrt werden)?

    Was mich aber interessiert, wenn man das zwei Jahre macht, auch eine Zeit lang mit Unterricht und trotzdem das Gefühl hat man muss jeden Groove 'einzeln' lernen und teilweise dauert das (für meinen Geschmack) echt lange.


    das man am Anfang über echt jeden Sch*** nachdenkt und alles in Minnischritten lernen muss, aber irgendwann zu dem Punkt kommt, wo vieles 'automatisiert' und recht flockig von der Hand geht.


    Üblicherweise sind Lernkurven am Anfang steil und flachen dann ab. Richtig gute Leute sagen, dass sie mindestens mehrere Stunden am Tag üben müssen, um nicht schlechter zu werden. Ich will dich damit nicht frustrieren, nur mental vorbereiten. ;) Dem Frust solltest du m. E. auch nicht zu viel Raum lassen, denn du sagst ja, es mache dir Spaß - what want you more? :) Sich klar sein, dass man "nicht mehr richtig gut wird" und es um Spaß geht, ist sicher schon mal eine gute innere Einstellung, die auch hilft, die eigenen Fortschritte eher wahrzunehmen, als wenn man sich an einem Idealbild orientiert und sich frustet.


    Zu meinen bescheidenen Erfahrungswerten: Ich muss auch regelmäßig an meinen inneren Einstellungen arbeiten, denn auch ich könnte mehrfach die Woche kotzen, warum dies und das und jenes noch immer nicht rund läuft und trotz recht ausgiebigen Übens für meinen Geschmack nur viel zu langsam bis gefühlt gar nicht voran (oder gar zurück) geht. Ich frage mich auch immer mal, wie manche Teens nach nur ein paar Jahren Trommeln schon so gut sein können. Viele sagen, Talent gäbe es nicht wirklich bzw. 98% seien harte Arbeit und max. 2 % Talent. Andererseits hat Mozart mit drei Jahren angefangen, Klavier zu spielen, mit vier Geige, mit fünf gab er dann sein erstes öffentliches Konzert. Hm. Es ist sicher hilfreich, wenn man früh lernt, wie man richtig (und dadurch schnell und viel) lernt. Auch fleißigstes Falschüben bringt nix.


    Last not least ist Schlagzeug m. E. ein oft unterschätztes Instrument. Man könnte auch sagen scheiße schwer. Beim Klavier hat man schneller Erfolgserlebnisse. "Drück mal C-E-G zusammen" ... boah, klingt gut (wann hat man dieses Erlebnis das erste Mal beim Schlagzeug?). Jetzt noch mit rechts c-d-e-f-g-f-e-d-c dazu - ja wie geil ist das denn? usw.. Ein Schlagzeug ist m. E. deutlich schwerer zum "schön klingen" zu bringen.

    Da. Ist insofern aufschluss- und folgenreich, da im Original was anderes gespielt wird. Nicht nur andere Noten (Bass und BD auf 1 und 3, anderes Ridepattern), sondern - was hier m. E. wichtig und richtig ist - auch nicht auf der HH, sondern auf einem dezenten (2002 eher suboptimal) Ride. Auf der HH kann das schnell zu aufdringlich, zu stark im Vordergrund sein. Wie z. B. im Akkordeonvideo.


    Wenn man das wie notiert sauber spielen möchte, braucht man so oder so flinke Finger. Ich würde es auf dem Ride spielen, hört sich besser an und ist leichter so als auf der Hihat. Schnelle Dreiergruppen gehen (auch auf der HH) "leichter", wenn man mit dotzen lassen anfängt, irgendwann bildet sich mit Fingerschließen eine flüssige Bewegung heraus. So etwa. Da das Jahr(zehnt)e dauern kann, kann man verschiedene Behelfe versuchen, z. B. das erste 16tel nur mit getretener HH spielen oder das letzte 16tel (mit Snare) erst mal weglassen und sehen, ob man das mit Dynamik unauffällig glattgebügelt bekommt.

    Will man helfen und gibt darum das geheim Verratene bei duröhre ein, hilft zumindest mir das leider auch nicht mehr als einem Postboten die Adresse "T. Schmidt, Bahnhofstr., Neustadt".

    Man könnte auch einfach mal eine bpm-Zahl [upps ... übersehen, pardon] angeben und statt heiterem Ratespiel das Stück. Denn beides hat u. U. Auswirkungen darauf, welchen Handsatz man empfiehlt. 120 (allegro) ist halt was anderes als 160 (allegro) und je nach dem, was der Rest der Band spielt und was ausgedrückt werden soll, kann der eine oder der andere besser sein.

    Über (meinen) Kopfhörer kommt die BD nicht zu schwach. Für meinen Geschmack (und nur weil du danach gefragt hast) könnte sie aber noch etwas weniger platschig-fett klingen. Etwas mehr Luft rein, trockener, weniger Attack (obere Mitten / Höhen?), "natürlicher". Die Snare könnte vllt. noch ein Mü nach vorne und (dafür) etwas weicher klingen. Aber da geht es um Nuancen und persönlichen Geschmack, den Mix würde dir vermutlich auch so jeder abkaufen.

    Der Geburtstag ist zwar vermutlich schon rum, aber wo der Thread gerade oben ist: nachher gibt´s auf arte einen ganz netten Film zum Thema, der einen in diese Welt etwas reinschnuppern lässt (vor allem in der Eimerszene). ^^

    Ein Schnäppchen m. E. eher nicht, nein. Falls du hinfährst, würde ich mir auch die Gratung mal ansehen, die sieht auf dem Foto recht 90° aus (kann täuschen). Eine ungewöhnliche horizontale Linie im Kessel (als wäre er zusammengesetzt) sehe ich da auch, aber auch das kann was anderes sein. Die Schrauben und damit auch das Set haben aber auf jeden Fall Feuchtigkeit abbekommen, das täuscht nicht. Kann für´s Holz verschmerzbar, aber auch zu viel gewesen sein.

    Und dies sei nur durch das wirlich unabhängige Spielen aller vier Extremitäten erreichbar.


    Das ist imho entweder ein Denkfehler oder falsch ausgedrückt, denn er propagiert ja ein gleichzeitiges Erklingen (in einem Groove ja meist mehrfach bzw. ständig), was eine Koordination der Arme und Beine und damit eine (ständige) Feedbackschleife / Angleichung / also Abhängigkeit bedeutet.


    Aber ich vermute er zielt darauf ab, dass man mit einer Hand einen lauten Schlag (z. B. 40 cm Weg oder weiter und aus dem Arm) und mit der anderen eine Ghostnote (2 cm Weg, nur Handgelenk) ohne Flam spielen können sollte.

    Ich weiß nicht, ob das bauartbedingt geht, aber bei anderen Abheben habe ich das gelöst, indem ich eine Feder über die Stellschraube gezogen habe (Druck verhindert Lösen).


    Die Schraube von evtl. Öl befreien kann auch helfen.


    (Oder Plan B: eine andere Abhebung mit gleichem Lochabstand kaufen.)

    Und hier noch ein schneller Sprachkurs, um das Touri-Info-Paket rund zu machen:


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