Beiträge von martinelli

    Bin zwar selber kein Doublebass Player, aber was das in dem Zusammenhang zu suchen hat


    Ich dachte, dass man so vielleicht die Heavy-Technik-Freaks dazu kriegt. sich das Wesentliche bei Henry Spinetti anzuhören, also Groove ohne Ende und auch ohne Doppelpedal mit satt Power. Sorry für die Verwirrung.


    M.

    Es gibt viele tolle Drummer, aber manchmal findet man einen bei dem man denkt: Uff! Der spielt genau so, wie ich auch spielen will.


    Habe eben so einen durch Zufall entdeckt (bin ja eigentlich gar kein Clapton-Fan):
    https://www.youtube.com/watch?v=d2O5DJA_yOo


    Predigt an die Heavy-Doublebass-Fraktion: Gehet hin und lauschet einmal, was der Typ macht. Mehr braucht es nicht zu sein - mehr darf es bei dem Stil/Titel auch gar nicht sein.


    M.

    Tom von einem neueren Sonor Set und eine von meinem 14 Jahre alten Yamaha Billigset


    Das meiste ist ja gesagt, aber vielleicht noch zum Alter: Kessel nutzen sich weder ab, noch werden sie - bei normaler Behandlung - im Alter gebrechlich. Bei wirklich alten Sets war die Hardware oft ab Werk nicht gut, aber 14 Jahre sind in der Beziehung kein Alter. Gerade Yamaha hat auch vor 20 Jahren schon tolle, haltbare Hardware gemacht.


    NIchtsdestotrotz: Es findet sich immer ein Grund, ein neues Set zu kaufen. Ich weiß, wovon ich schreibe. :)


    M.

    Danke, Schlagschrauber, dass Du meine Aufmerksamkeit auf diese Nummer gelenkt hast.
    Sie war bei mir in der Schulblade "alt, seicht, vergänglich" abgespeichert, aber mit der heutigen Erfahrungen muss ich sie umparken in die Kiste mit dem Etikett "originell, geil arrangiert, klasse gespielt, klasse gesungen, cool dargeboten".


    Hilft Dir vielleicht nicht weiter, aber ich musste das jetzt loswerden.


    M.

    Welche Art von Snare und Fell braucht man um so einen Sound hinzubekommen


    Ich sehe keinen Grund, warum meine 14x8 oder 14x6 Ahorn-Snare, z.B. mit Ambassador rauh oder Genera Dry und einem ganz normalen Resonanzfell den Sound nicht hinbekommen könnte. Deine Metallsnare wirst Du auch in die Nähre kriegen. Die hier teilweise vorgeschlagenen Extreme würde ich mir sparen. Probiere mal einfach ganz normale Stimmungen aus. So lernst Du, wie sich verschiedene Spannungen bei Schlag- und Resonanzfell (absolut und gegeneinander) auswirken oder welchen Einfluss die Spannung des Teppichs hat. Klebeband, Moongel und Dämpfungringe würde ich dabei außen vor lassen.


    M.

    dass dünne Kessel generell etwas „fetter“ klingen


    Glaube ich nicht.
    Es kommt aber darauf an, was Du mit "fett" meinst. Viele verstehen darunter ein breites Frequenzspektrum - und da würde ich behaupten, ein dicker, starrer Kessel schluckt weniger weg als ein dünner.


    Ich kann mir folgende gnadenlos vereinfachte Merkregel (bei gleicher Holzart) nicht verkneifen:
    Dünne Kessel klingen tiefer und leiser als dicke.
    Das ist aber nur meine Erfahrung und stimmt auch nur, wenn man die Trommeln auch entsprechend befellt, stimmt und spielt.


    A propos fett: Für mich wurde die Welt erst mit dem Sonor Signature (heavy) fett und laut. Und dünn ist wahrhaftig anders.


    M.

    Unterschätzte Kombination a la Garibaldi: 10-13-16


    Egal ob das 16er hängt oder steht, die Kombination ist irre flexibel und bietet ein weites Spektrum.
    Das 13er kann über der Bassdrum oder in Standtom-Position hängen.
    Für Rock darf das 13er auch mal alleine über die Bassdrum und das 10er bekommt frei.


    Übrigens sind 13 Zoll m.E. der schönste / stimmbarste Tom-Durchmesser.


    M.

    Schönes Set.


    Wenn Du aber schon ein Rack hast, verstehe ich nicht, warum Du Stand-Toms statt Hänge-Toms wolltest. Oder ging es Dir um den typischen Stand-Tom-Sound.


    Oft wird behauptet, dass ein 16"x14" Hänge-Tom statisch ein Problem für Holz und Halter wären, aber aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen: Beim Yamaha Maple Custom hält das 16er Hängetom prima und schwingt hörbar freier, als wenn es auf drei eigenen Beinen steht.


    Aber trotzdem hast Du ein sehr, sehr schönes Set.
    Zudem werden Situationen kommen in denen Du froh bist, Standtoms zu haben, nämlich wenn Du das Rack daheim lässt (und vielleicht weniger Zeug mitnimmst).


    M.

    Heute mache ich jedes Konzert zu einem einzigartigen Event, indem ich den Aufbau eben nicht millimetergenau beibehalte. Das ist bei mir der Kreativität zuträglich.


    Aber das war nicht Deine Frage, daher hier meine Erfahrung zur Sache, nämlich mit einem Pearl-Rack:

    • Alle Klammern (die verschiebbaren Vierkant-Teile mit Rohr-Aufnahme) blieben immer am Rack.
    • Alle Tom-/Becken-/Effekt-Halter hatten Memory-Klammern.
    • Auf der dem Publikum abgewandten Seite hatten die Halter kleine Aufkleber mit Zahlen, d.h. sie waren von links nach rechts durchnummeriert wegen der Reihenfolge.

    So kann das sogar ein Bassist aufbauen, während man selber so tut, als müsse man dringend die Snare stimmen.


    M.

    Trommeln und Symmetrie ist ein interessantes Thema. Ein paar Punkte aus Rechtshändersicht:


    • Wer die Stöcke klassisch ("trad. Grip") hält, braucht keine Symmetrie. Zurecht, weil das Schlagzeug ja auch nicht symmetrisch ist. Aber die Unsymmetrie meinst Du ja nicht, sondern Unsymmetrie durch Schwäche.
    • Die linke Hand ist auch nicht in allen Aspekten schwächer: Sie kann auch Sachen besser als die rechte Hand. Das weiß jeder, der 20 Jahre Backbeats mit links gehämmert hat und nun open-handed spielen will. Da hat nicht nur die Linke ein Problem auf der Hi-Hat, sondern auch die Rechte kommt an ihre Grenzen. Gleiches, wenn man im Jazz plötzlich mit rechts Comping betreiben will. Oho!
    • Eine Hand kann die andere (waschen und) lehren. Wenn man sich anschaut, was man mit rechts so alles auf dem Ride-Becken macht, dann lohnt es sich, genau das mit der Linken zu kopieren. Das macht sich gut auf dem Übungs-Pad, wenn es ganau mittig vor einem steht. erst mal nur die Hand- und Stockhaltung exakt kopieren und dann langsam üben und immer wieder vergleichen. Klar kann man so auch der Rechten einen vernünftigen Backbeat beibringen.
    • Wer sich im Endeffekt bewusst (und nicht nur als Notlösung) dann doch für unterschiedliche Stockhaltungen oder Schlagrichtungen links und rechts entscheidet: Warum nicht?


    M.

    Ein Standtom ist für mich kein Hängetom mit Füßen. Der Sound ist anders und hat seinen Platz. Ich hatte auch schon 16er Hängetoms und bin aber bei den großen Eimern wieder auf Standtoms zurückgekehrt - nicht nur, weil es praktisch ist.


    Meine 16er Standtoms waren und sind 16 tief; die 18er auch.
    Ein 14er würde ich wahrscheinlich eher als Hängetom kaufen und dann deutlich kürzer (14x12?).


    Aber: Alles Geschmacksache.


    M.

    Geh testen.
    Ich bin auch mit der festen Meinung mir ne Iron Cobra zu kaufen ins Musikgeschäft gegangen, und mit ner Pearl Eliminator wieder raus.


    Kenne ich. Wenn der Laden der Wahl gute Sachen zum antesten hat würde ich auch mal ein paar gute Fumas, jeweils mit verschiedenen Federspannungen ausprobieren. Andere Einstellungsvarianten habe ich noch nie getestet und so gut wie nie benutzt. Ich betreibe Trommeln allerdings auch nicht als Sport sondern der Kultur wegen.


    Allerdings: Bei uns ist das Vor-Ort-Angebot wegen "geiz ist geil" und "ich probier nur mal grad und bestell dann bei T" mehr oder weniger auf das beschränkt, was Eltern ihren Kindern so schenken. Daher habe ich etliche gute Fußmaschinen gekauft und wieder verkauft, bis ich endlich - doppel wie einzel - bei der Eliminator als "Haupt-Fußmaschinen" rauskam.


    M.

    Deine Beckenstative sollten so nahe wie möglich an die Bassdrum.
    Die vorgeschlagenen Pearl Tom-/Beckenstative werden trotzdem mit den mitgelieferten Tomhaltern beim rechten Tom nicht die gewünschte Position erlauben.
    Die besten Ergebnisse für 2 Toms habe ich (für mich!) erzielt, wenn ich beide Toms links von der Bassdrum auf einem Doppel-Tomstativ hatte. Von Yamaha gibt es übrigens ein Stativ, da passen 2 Toms und ein Becken dran und ich glaube die Durchmesser passen auch zu Pearl-Haltern (nachfragen).


    Wobei ich finde, dass meine Tama optisch echt stabilder aussehen.


    Stabil aussehen - und das auch noch optisch :) - ist aber nicht die Frage. Hardwar soll ja leicht aussehen. Keine Sorge: Bei Pearl und Yamaha ist alles fest und stabil.


    M.

    Ist ein bischen wie Bruchrechnen...


    Bruchrechnen kann ins Auge gehen, wie die pauschale Auslegung in Beitrag 2 zum Zählen von 9/8 zeigt (1 + 2 + 3 + 4 + 5 1+ 2 + ...)


    Allermeistens wird folgendes den Fluss eines Rhythmus wesentlich besser treffen:
    1 + + 2 + + 3 + + 1 + + 2 + + 3 + +


    Natürlich kann man alles, was die Bruchrechnung hergibt auch so machen, aber ob es musikalisch sinnvoll ist und ob der Rest des Orchesters das auch so macht?


    M.

    Zitat
    Markenbewusstsein und Prestige allein motivieren meiner Meinung/Erfahrung nach nur selten dazu, viel mehr Geld für gleiche Leistung auszugeben.


    Ganz großer Irrglaube. Frag mal Marketingexperten. ;)


    Um Quantitäten ("nur selten") und Betrachtungsgruppen (z.B. markenhörige Kinder) könnte man jetzt breit streiten. Die Wahrheit ist sicher weniger extrem als unsere Meinungen. Ich habe übrigens in der Tat viel mit ernstzunehmenden Marketing-Leuten zu tun. Und mit einer Schneiderin. Wegen letzterer kann ich Deine Aussagen zu Klamotten so nicht stehen lassen und erlaube mir, richtig off-topic zu gehen.


    Besagte Dame zeigt mir bei Einkaufstouren regelmäßig, warum teuere Klamotten besser sind als günstigere. Dafür hatte ich früher gar keinen Blick. Mir geht es dabei nicht um Pseudo-Yuppie-Sachen, auf denen groß HIlfiger oder Camp David draufsteht. Das wären dann die ZBTs unter den Hemden und die sind in der Tat überteuert. Es geht um echte Qualität, die ihren Preis hat.


    Richtig gute Kleidung sitzt besser, ist mit Liebe zum Detail verarbeitet (Musterverlauf, Nähte, Knopflöcher, etc.), bügelt sich leichter, fühlt sich gut an, hält langfristig die Form - und kostet richtig Geld. Warum No-Names das nicht mal per Reverse-Engineering des Originals hinkriegen, war für mich unverständlich, aber, so Frau Schneiderin, mit Auftrennen und Nachmessen ist es nicht getan. Den Rest erspare ich Euch.


    Zu genannten Jeans-Vergleich: Ja, die Levi's- und die Aldi-Jeans tun sich in der Haltbarkeit nix.
    Aber: Wer kauft sich schon ein Becken nach Haltbarkeit?


    M.


    P.S.: Ich selber trage keine sehr gute (sehr teuere) Kleidung, aber ich kann es gut nachvollziehen, dass Leute das Geld dafür hinlegen.

    Kann ja nix sein bei dem Preis. ich glaube, davon kann man sich lösen


    Das würde ich nicht.
    Sonst hätte sich ja entweder der Hersteller / Händler vom Nimm-was-du-kriegen-kannst-Kapitalismus gelöst, oder alle Käufer teuerer Ware würden auf Markennamen hereinfallen. Markenbewusstsein und Prestige allein motivieren meiner Meinung/Erfahrung nach nur selten dazu, viel mehr Geld für gleiche Leistung auszugeben. Ich bin sogar der Meinung, dass selbst bei Klamotten nur eine Minderheit den Namen kauft. Die meisten kaufen Marken-Jeans und Marken-Hemden wegen der Qualität. Markenzwang wie in Schulen gesichtet, kann man nicht verallgemeinern.


    Wer einfach nur Zildjian haben will, kauft sich einen ZBT-Satz und merkt mit Erkenntniszuwachs, dass es weggeschmissenes Geld war. Das dürften aber nicht die typischen Käufer von Zildjian sein.


    Es gibt nur einen einzigen Grund, der den Kauf billiger, neuer Becken gerechtfertigt: Man mag den billigen Sound.


    Ansonsten bleibt für einen Beckensatz (Rd, HH, Cr) unter 600 € für mich der Gebrauchtmarkt die einzige Alternative.


    M.

    Vielleicht habe ich jetzt eine angebrochene Flasche Rarität im Regal stehen - nur weil ich nicht gewillt war, meine Becken öfter zu putzen. Ber in der Tat, das ist das einzige Putzmittel, was ich mal mit zufriedenstellendem Ergebnis eingesetzt habe.


    M.