Beiträge von martinelli

    Genau. Übrigens: Die Mehrzhl von Pad ist Pads (nicht Pad's),
    genau wie die Mehrzahl von DVD ja auch DVDs und nicht DVD's ist.
    ("Wer CD's schreibt, muss auch Hund'e schreiben.")


    M.

    So ein Junge will vielleicht sehr bald auch mal die Toms benutzen "wie die im Fernsehn" und da stellt sich das Problem der Montage und Ergonomie. Jürgen, ich glaube wir wissen nicht wirklich, was dem jungen Mann wichtig und unwichtig sein wird. Als reifer Musiker magst Du um die (Un-) Bedeutung der Toms wissen, aber wir wissen doch alle noch, was man als erstes spielen will, wenn man mal an ein komplettes Set darf.


    Da ich einigen Frust mit der Tom-Montage gesehen habe, empfehle ich auf jeden Fall das Ausprobieren und schätze, es wird mit einer 18er Bassdrum, bei sehr kurzen Tom-Kesseln vielleicht auch 20", klappen.


    M.

    da ich keine Herausforderung mehr hatte, nachdem ich die D3 Gold Prüfung hatte


    Du weißt schon, dass Leute Dich an die Wand spielen, die vielleicht gar nicht wissen, was D3 überhaupt ist, ja?
    Statt wie ein Irrer Notenfressen zu üben, solltest Du unbedingt jemanden aus ebendieser Liga fragen, ob er Dir erklären kann, wie Du Dich musikalisch weiterentwickeln kannst, ohne mehr Noten zu spielen. Dir werden die Augen und besonders die Ohren aufgehen.


    Wenn es Noten sein müssen:

    • Suche im Fachhandel mal nach Dream-Theater-Songbook u.ä.
    • Als Überflieger ohne Herausforderung wirst Du ja Ideen und Musikalität genug haben, um schöne komplexe Progressive-Patterns und Soli über das ganze Set zu schreiben - natürlich alles nach Norman Weinberg ausnotiert und mit Taktwechseln in alle Taktarten dieser Welt (2/2, 3/2, 5/4, 7/8, 15/16, ...). Will sagen: Selber schreiben!


    Es kann double base enthalten


    Was ist "double base"? Lernt man das im D3-Gold-Lehrgang?


    M.

    Benutzt Keyhole-Schoner!


    Naja, das klingt wie "Karies-Schoner". Der eigentliche Zweck soll doch eher sein, dass man gar keine Keyholes bekommt, also die gesunde Bohrung schont.


    Spielt mit euren Gelenken und nicht mit eurem ganzen Arm!


    Drumstudio1 hat bereits erwähnt, dass es nicht unbedingt mit Handgelenk vs. Arm zu tun hat. In der Tat: Das Becken anzuschlagen ist etwas anderes, als den Versuch zu unternehmen, durch das Becken zu hauen und/oder darin zu verweilen. Das war wohl auch ein Freddie-Gruber-Thema. Übrigens wurden mir in 30 Jahren nur zwei Becken von anderen kaputtgehauen, die beide leiser spielen als ich - aber eher Kung-Fu mit dem Stock betreiben.


    Die Empfehlung, live mit einem mittelprächtigen Beckensatz auszukommen und den guten für das Studio zu lassen, ist für mich persönlich kompletter Schwachsinn. Rate mal, wo ich richtig gut klingen will und muss und wo ich sogar Geld dafür kriege?


    Ansonsten viel Glück bei Deiner hier viel diskutierten SAE-Ausbildung. Kann doch nicht so falsch sein, wenn Begeisterung und etwas Begabung mitspielen.


    M.

    Ich nehme an Du hast alle möglichen Stimmungen probiert, bei denen die Felle in sich stimmen, also an jeder Stimmschraube etwa die gleiche Spannung (die gleiche Tonhöhe) haben.


    Beim Rumprobieren bedenke bitte: Manchmal liegt zwischen Jaulen/Nachrascheln/Pfeiffen/Dröhnen und dem Traumklang nur eine Achtelumdrehung an einer einzigen Schraube.


    Noch zwei Versuche, die bei mir schon mal geholfen haben:
    1. Die vier Stimmschrauben am Resonanzfell jeweils eine viertel bis halbe Umdrehung lockern.
    2. Die eine Stimmschraube am Schlagfell direkt vor dir um eine ganze Umdrehung lösen.


    Zuguterletzt Leih Dir doch mal einen ganz anderen Snare-Teppich aus und versuche es damit.


    Aber ich glaube schon, dass der Teppich in Ordnung ist und dasss das Problem den Stimmschlüssel in der Hand hält. :)


    M.

    Mir ist gerade eingefallen, dass man aus einem zu langen Tom sehr einfach ein Concert-Tom machen kann: Gerade abscheiden, vorsichtig fein verschleifen, fertig. Der Sound ist dann allerdings der Sound von Concert-Toms (oder einer offenen Bassdrum).


    Jaja, das habe ich seit meiner Jugend(*) nicht mehr gesehen, aber dafür sehe ich immer öfter junge Trommler, die ihre Felle so dämpfen, dass sie ohne Resofell wohl leichter an ihren Traum-Sound kommen würden. Ich empfehle jedem, seine Trommeln mal ohne Reso zu probieren - oder eben dem TS, die zu lange Trommel einfach abzuschneiden und sich um den Grat des abgeschnittenen Teils mal gar nicht zu kümmern.


    (*) Jugend war, als Concert-Toms, weggelassene Resofelle, Rototoms, Pinstripes und offengelassene Bassdrums mit Kissen drin für Rock-Drummer salonfähig waren.


    M.

    Mein Tip: Kaufe mein Set.
    Wenn Du die Farbe magst, liegst Du damit garantiert nicht falsch, weil billiger kommst Du nie an solche High-End-Drums.
    Ich meine das ernst und ja: Ich werde mir das gleiche wieder kaufen, nur brauche ich das Ding in leuchtend rot, weil es sonst nicht zur Show passt.


    Informationen gibt es unter:
    http://martinelli.zwergfell.de/SQ2.php


    Ja, das war Werbung, aber sie kommt aus Überzeugung.
    Nie eine bessere Bassdrum gehört und nie mit dem Sound zufriedener gewesen.


    M.

    Du fragst, ob Du für das Hi-Hat und das Ride-Becken jeweils ein eigenes Mikrofon brauchst, oder ob diese mit dem Overhead-Mikro übertragen werden.


    Bei Clubgigs und in kleinen Hallen kann man u.U. sogar ganz auf Overhead-Mikros verzichten.
    Wenn man schon zwei Overhead-Mikros hat, sind separate Mikros für Ride und Hi-Hat auch bei größeren Veranstaltungen nicht nötig.


    Je nach Band und Stil hätte ich Dir sicher empfohlen, statt eines ganzen Satzes Billigmikros erstmal nur zwei bis drei mittelprächtige Mikrofone zu kaufen und von da an nach und nach einen guten Satz aufzubauen / anzusparen. Aber um anständig Rabatz zu machen, reichen Deine sicher auch aus. :)


    M.

    Guck dich mal bei Panzerballett um. Das folgende sollten Quintolen sein.


    Das ist nicht quintolisch phrasiert. Das ist wohl noch nicht mal ein 5/4 (im Gegensatz zum Standard). Wie schon erwähnt geht es hier auch nichtum 5/4 oder 7/8, sondern um Sinn und Unsinn, eine bestimmte Phrasierung zu notieren.


    Einige scheinen zu glauben, dass ein Schlagzeuger oder Arrangeur entscheidet, jetzt eine quintolische oder septolische Phrasierung zu wollen. Nach meinem Wissen hat die Phrasierung auch oft mit dem Tempo zu tun und so kann man sie auch am besten erklären, was ich hier versuche.


    Wenn jemand ein irre schnelles Bebop-Stück spielt, dann ist die Aufteilung eher Richtung glatte Achtel, also etwa:
    1+2+3+4+
    x xxx xx

    Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=YZYaSkhRhoE (In dem Tempo bekäme ich rein technisch schon gar keine feinere Aufteilung hin.)


    Mittelschnellen Swing werden die meisten ungefähr so (etwa oder genau triolisch) phrasieren:
    1..2..3..4..
    x__x_xx__x_x


    Nun machen wir mal viel langsamer und plötzlich kann es groove-dienlich sein, die Doppelschläge noch ein bisschen näher aneinander zu machen. Weil eigentlich ist das ja so eine Art Vorschlag, was da jeweils vor der Eins und vor der Drei kommt. Das ist jetzt eher quartolisch als triolisch, also ungefähr so:
    1...2...3...4...
    x___x__xx___x__x
    Tempo-Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=NNMnfTyc4Vg


    Wenn es noch langsamer wird, dann kann der jeweilige "Vorschlag" eben auch noch ein Stückchen näher an die Eins und Drei heran. Da wird man beim Spielen nicht denken "jetzt phrasiere ich quintolisch", aber praktisch kommt da etwa sowas bei heraus:


    1....2....3....4....
    x____x___xx____x___x


    Damit sind wir jetzt wieder bei der bereits vorgestellten Pyramide und es darf extrapoliert werden, bis wir bei Nonole und darüber hinaus. ABer besser ist, einfach in den Dimensionen "ein bisschen enger", "breiter" oder "ein bisschen zickiger" zu denken, als in Unodeolen.


    M.

    Wenn man drei Noten auf einer Viertel, achtel oder sechzehntel Note verteilen will, sollte man ternär notieren.
    Wenn man zwei oder vier Noten auf einer viertel, achtel oder sechzehntel Note verteilen will sollte man es binär notieren.
    wenn man einen so großen Interpretationsspielraum lässt, dann kommt es meiner Ansicht nach zu Zu Verwirrungen.


    Nö. Wenn da steht, dass es swingen soll, dann ist doch klar, was man spielen soll.


    Außerdem stellst Du Dir das zu einfach vor: Wie würdest Du denn "In the mood" (Glenn Miller) notieren?
    Ok, jetzt schreibe das mal so hin und spiel mal exakt, was da steht.
    Du kommst aus dem Lachen nicht mehr raus; selbst, wenn Du Dich für die binäre Variante entschieden haben solltest (was ich nicht glaube).


    M.

    Es gibt von der Percussive Arts Society den "Guide to Standardized Drumset Notation" (Autor: Norman Weinberg). Aber kaum einer haelt sich dran,


    Da will ich nachfassen und schicke voraus: Ich schreibe Bassdrum, Snare, Ride und Hi-Hat nach Weinberg, was aber keine große Umstellung war. Bei den Crash-Becken geht es dann aber schon los: Weiß ich, ob Pick Withers am Schlagzeug sitzt und die Abschläg lieber (und besser) auf dem Ride-Becken plazieren will? Weiß ich im Voraus, ob der Drummer nur ein oder fünf Crash-Becken hat? Da finde ich besser, Dynamik und Idee anzugeben (Dynamikzeichen oder im Klartext, was es werden soll). Rhythmik ist nun mal meist atonal und man sollte Freiheiten lassen, weil der Trommler ja in der Umsetzung besser ist, als der Arrangeur.


    Ich würde den Weinberg ernsthaft bemühen, wenn eine folgender Bedingungen gegeben wäre:

    • Meine Name ist Frank Zappa, ich habe das Drumset zusammengestellt, ich will das genau so gespielt haben und Vinnie kann das auch lesen.
    • Ich schreibe für einen Programmierer bzw. für ein Arrangement-Programm und Programmierer bzw. Maschine verstehen Weinberg. (Aber ich schreibe aus Prinzip nicht für Maschinen und Programmierer, daher sehr unwahrscheinlich.)

    Fragen an Euch:
    Wer kann Weinberg (bis zu welchem Grad) lesen?
    Wie oft bekommt Ihr ein Arrangement in Weinberg-Notation vorgelegt?
    Habt Ihr weinberg-taugliche Software?


    M.

    Travis Barker macht sich übrigens nicht zum Affen.


    Der Name polarisiert doch hier öfter und deswegen habe ich ihn mir bei Youtube mal angesehen: Der Typ ist originell, allerdings ist das für meine Altersgruppe eher was zum Schmunzeln.


    Aber auch wenn die Schlagtechnik eher bescheiden und die Ästhetik der Bewegung sehr verkrampft und das musikalische Ergebniss nicht gerade Oberliga ist, muss man dem Burschen eines lassen: In Sachen Marktpositionierung hat der Mann alles richtig gemacht. Die Nische des wilden, lauten Lebend-Tatoos zu finden und gut auszufüllen ist eine markttechnische Meisterleistung. Mehr Erfolg kann man bei limitierter Begabung nicht herausholen - auch wenn das für mich schon sehr nach Affe aussieht. Aber kein Neid, sondern Anerkennung.


    M.

    Die schönste und einzige Show, die einen selber motiviert, die Mitmusiker antreibt und die Zuhörer wirklich in den Bann zieht ist, wenn man locker, natürlich und mit Freude spielt, und zwar nicht für sich allein, sondern mit der ganzen Band zusammen; schön zusammen halt.


    Abgesehen davon sind die Ratschläge Einzelner nach dem Gig praktisch immer peinlich.


    M.

    Paar Sachen, die noch nicht in diesem oder dem verlinkten Thread stehen:


    Die dynamischen Nieren wie SM58, M400/M500, E840, ... sind m.E. durch die Bank ok. Warum behaupten hier Leute das Gegenteil ohne zu erklären, warum?


    Du gehtst nicht nah genug ran. Der Nahbesprechungseffekt mag bei Soundfreaks und Studioleuten verhasst sein, aber ich empfinde anständig Druck von unten im Live-Einsatz als durchweg positiv, gerade bei tiefen Stellen, die man nur schwer druckvoll singen kann.


    Am Rande: Das SM58 wurde für meinen Geschmack vom Sennheiser E 840 S in Sachen "Wert fürs Geld" ausgestochen. Hat mein Fachhändler gesagt und ich kann das mittlerweile aus Erfahrung bestätigen.


    Mittlerweile bin ich beim Kopfbügel-Mikrofon angelangt, was natürlich kein Variieren mit dem Abstand mehr erlaubt, aber einfach stressfreier ist. Kompressor spare ich mir trotzdem und der Soundmann kann damit leben.


    Wie auch immer: Am Schlagzeug sollte es m.E. immer eine dynamische Niere sein.


    M.

    Ich halte nichts (mehr) von fünf Stunden am Stück üben, und schon gar nicht, wenn man alleine übt.
    Daher würde ich die meiste Zeit dazu nutzen, zu reifen und ein gutes Projekt auf die Beine zu stellen, d.h. gute Mitmusiker zu finden, Stilkunde zu betreiben, Musik zu hören, Proben einzufädeln, Ideen zu sammeln und mich locker zu machne.


    Und ja, ich würde alle zwei Tage 30 bis 90 Minuten Stick-Control, Unabhängigkeit o.ä. am Set üben. Auf keinen Fall würde ich mich 5 Stunden an einem Tag kasteien,


    Und schon gar nicht würde ich - wie mittlerweile auch hier zu sehen - meine Ratterratter-Bassdrum auf Video onanieren und posten.


    M.

    Man muss nicht alle Trommeln dauerhaft einsetzen. Im Laufe der Zeit merkst Du ja vielleicht, dass 22-10-12-14-16 zwar Mainstream, aber für Dich gar nicht das Gelbe vom Ei ist. Dann hast Du alle Möglichkeiten, ohne Geld auszugeben z.B. bei dem Toms mal nur 13-16 oder 8-10-14 zu spielen. Das sind alles tolle Kombinationen und jeder Umbau inspiriert zu neuen Spielvarianten.


    Den Preis halte ich persönlich für angemessen. Trotzdem reizt die Aktion natürlich, den 3.11. abzuwarten. Das ist aber Dein Risiko.


    M.

    Wie funktioniert Triggering mit Akustikfellen?


    Bei einem großen Konzert ist der Natursound ohne MIkrofon für das Publkum vernachlässigbar, da hört man nur die getriggerten Sounds.


    Vor Jahren habe ich auch mal ein Interview gelesen (ich glaube im Fachblatt), wo jemand elektronische Sounds und Natur-Sound mischt. Dabei kann man sich die Trigger aber vielleicht auch sparen und das stattdessem das mikrofonierte Signal für synthetische oder gesampelte Elektrosounds verwenden.


    M.


    P.S.: Die Originalfrage ist zwar 9 Jahre alt, aber vielleicht interessiert es ja doch noch jemanden. Übrigens gab es das Fachblatt zur Zeit der Fragestellung auch schon nicht mehr.