Beiträge von martinelli

    Du scheinst dem Irrglauben aufzusitzen, dass die Becken bestimmter Hersteller besonders gut zu den Trommeln bestimmter Hersteller passen. Dem ist nicht so. Such Dir einfach was gutes, gebrauchtes in Deiner Preisklasse. Die müssen auch nicht aus einer Serie, ja nicht mal von einer Firma sein.


    Darüber, womit man anfängt (eher wenig, z.B. Ride, Hi-Hat, evtl. 1 Crash, dafür so gut wie finanziell möglich) und wie man sein Budget am besten aufteilt, gibt es in der Suche genug Threads.


    M.

    Sitzhöhe und Technik sind ja schon genannt, wobei ich - wie viele hier - auch überzeugt bin:

    • Die optimale Sitzhöhe kann man nicht berechnen; nur ausprobieren.
    • Man sollte auch möglichst viele Techniken ernsthaft ausprobieren, also auch mal über Wochen. Im Endeffekt (er)findet man dann die für einen selber geeignete.

    Aber noch was:

    Man will ja nicht nur das typische 70er Jahre gerummse spielen.


    Als Kind der 70er muss ich sagen: Ich weiß ja nicht, was mit "Gerummse" gemeint ist, aber das "Gerummse" von heute ist auch technisch keinen Deut anspruchsvoller als das der 1970er (rumms-rumms halt). Das gilt für den Mainstream, aber auch für die Oberliga. Steve Gadd, Buddy Rich und die Frank-Zappa-Trommler der 1970er sind da nur Beispiele.


    Das wird man in meinem Alter doch mal sagen dürfen. :)


    M.

    Ich würde nie dämpfen. Soweit möglich dünnere/kleinere Becken und vielleicht leichtere Sticks, aber das wäre es auch schon. Dinnermusik nehme ich aus: Da helfen ohnehin nur Besen, Rods oder ultraleichte Stöcke. Da finden sowieso nur die Melodieinstrumente Gehör.


    Wenn es sich aber um Unterhaltung geht (egal ob z.B. Rock, Pop, Jazz oder Volksmusik), dann würde ich sagen: Man darf die Musik auch hören. Es ist nicht die Aufgabe der Band, ungestörte Konversation der Gäste untereinander sicherzustellen. Statt spaßfrei vor sich her zu mucken ist mein Geheimrezept:
    Spielt normal, aber macht mehr Pausen!


    Kneipen- und Fetengäste brauchen Zeit für sich. Man kann noch so leise spielen: Für einen Schwatz ist das immer noch zu laut. Also einfach ganz befreit aufspielen und den Leuten Pausen bieten. Dazu muss man eventuell das Programm geschickt in Blöcke zerschneiden und es wird schwerer, einen Bogen über den Abend zu spannen. Das ist nicht einfach, aber dazu sind wir ja Künstler.


    M.

    Bevor der Thread nochmal zehn Jahre ruht, hier mal die Möglichkeiten, die ich zum Stapeln von Becken probiert habe und wie das funktioniert:

    • Kleines Crash- oder Splashbecken mittels Stacker über Ride-Becken: Das Ride liegt ganz normal auf Filz. Statt der Mutter wird ein etwa 30 cm langer Arm (Stacker) auf das Gewinde geschraubt, an dessen Ende wiederum eine ganz normale Beckenhalterung (Platte, 2x Filz, Mutter) das kleinere Becken aufnimmt.
    • Splash auf großem Crash: Crash liegt auf Filz, darauf kommt ein Filz, dann das Spashbecken umgekehrt, also mit Glocke nach unten, auf den Filz, dann ein weiterer Filz und die Mutter.

    Resultate:

    • Die Positionierungsmöglichkeiten der jeweiligen Becken sind bei beiden Varianten begrenzt.
    • Den Aufbau mittels Stacker habe ich als umständlich / langsam empfunden.
    • Bei der 2. Variante wird der Klang, insbesondere der des oberen Beckens, beeinflusst.

    Meine Lösung:
    Mit einstrebiger Yamaha-Hardware und zusätzlichen Beckenarmen (Multiklammer) habe ich volle Flexibilität, Stabilität (!), vollen Sound, kurze Aufbauzeit und leichtes Gepäck.


    M.

    Du wirst zwar bei Deinem (von mir angenommenen) Budget sowieso nicht das Set fürs Leben kaufen, aber irgendwie sollte es ja schon wenigstens für eine Weile seinen Dienst tun. Da kann man wirklch nur raten: Schau Dich nach einem gebrauchten Sonor Force 2000, Pearl Export, oder Gleichwertigem auf dem Gebrauchtmarkt um. Rumfragen!(!), Ebay- und Thomann-Kleinanzeigen, etc. sind da gute Anfänge.


    Kauf Dir keinen Schrott, den Du nachher nie mehr los wirst.


    M.

    Mit dem Millenium-Set im Avatarfoto klingt der Beitrag ehrlich gesagt ganz schön erquicklich! ^^


    Betrachte meine Avatar-Foto bitte als ein versuchtes Understatement, dass bisher wohl wenig Erfolg / Aufmerksamkeit erhalten hat. :) Mein tatsächliches Geraffel siehe Website (im Profil verlinkt).


    M.

    das früher 12" 13" 16" Standard war und viele geschimpft haben ,da das 13" Tom oft nicht wirklich zu stimmen ging


    Da musste ich gerade grinsen:
    Für mich persönlich lässt sich kein Tom besser stimmen, als eines mit 13" Durchmesser.
    Deshalb fiel es mir auch bei meinen vorletzten Sets immer schwer, zugunsten gerader Kesselmaße auf das Tom in 13" zu verzichten.
    MIttlerweile spiele ich auch wieder 13er Toms.


    M.

    Paiste 505 haben grüne Aufschriften.
    Ich habe kein 22" Ride, aber zumindest Hi-Hat und Medium waren bei mir früher im Einsatz und ich kann sagen: Das sind in der Tat gute Becken.
    M.

    Ich kenne dieses Problem auch. Dabei habe ich ein irres Langzeitgedächtnis, auch für Musik, aber nur wenn sie mir vertraut ist.


    Das Problem "wie geht das noch, wie fängt das an" hatte ich früher in Tanz- & Show-Bands, und zwar bei Stücken, die ich für die Band lernen musste. Da war mir dann nicht klar, was ich anzählen soll, wenn jemand den Titel genannt hat oder ich den Text angeschaut habe. Das ist aber kein Wunder, wenn man sich das Stück vor der Probe 2x anhört, dabei die Breaks in den Text notiert und dann bestenfalls noch ein bisschen Chorsatz probt. Selbst komplett notieren (runterschreiben) reicht höchstens zur rein mechanischen Wiedergabe. Ein Stück kennenzulernen ist mehr als das.


    Vor allem kann man ein Stück nicht an einem Tag kennenlernen, sondern die Wiederholung über längere Zeit machts. Man muss sich mit Stilen und Stücken vertraut machen, sonst kann man sie ohnehin nicht interpretieren.


    Ich kann den Leuten aus Tanz- und Cover-Bands ohnehin ans Herz legen, sich die Originale nicht nur in der Proben-Vorbereitung anzuhören, sondern später immer mal wieder. Selbst wenn das Arrangement notiert ist, entfernen sich die Bands oft vom Original, und zwar nicht im kreativen Sinn, sondern im Sinne von Schlampigkeit. Das ganze Programm passt ja heute locker auf einen USB-Stick, also ...


    M.

    nicht, römisch 1 schneller als 100 BPM zu spielen (...) und römisch 2 nicht schneller als 155 BPM
    (...)
    Was nämlich passiert ist, dass mein linker Fuß unkontrolliert anfängt zu "zappeln", sprich ich kann keine kontrollierten, sauberen Schläge bzw. Tritte mehr ausführen (bei singlestrokes)


    Den Grund kann ich Dir nennen: Weil das ganz einfach zu schnell ist.
    Mach Dich nicht unglücklich und freue Dich über Dein respektables Tempo bei angenommener Präzision.


    M.


    P.S.: Deine Pausenzeichen sehen komisch aus und zu den Notenwerten hat Jürgen Recht.

    Meine Erfahrungen (schon was her) waren:

    • So viele Einzeltrommeln werden gar nicht angeboten.
    • Wenn man bei Hersteller, Serie, Größe und Finish festgelegt ist, dann muss man schon sehr viel Glück haben. Mir ist es noch nie gelungen, was genau passendes zu finden.
    • Bei einem günstigen Set habe ich mir mal einfach die gewünschte Größe aus einer ähnlichen Serie als Einzeltom besorgt und von einem Freund (Lackier-Profi) in exakt das gewünschte Finish umlackieren lassen. Hat sich aber nur gelohnt, weil er es mit Freude bei Gesellschaft & Getränk gemacht hat. Das Ergebnis war spitze.

    Richtig coole Säue nehmen zum Emerald Green natürlich einfach ein gelbes Hängetom und ein schwarzes Standtom dazu. Ya, man! 8)


    M.

    kleiner Nachtrag zum Thread:


    Schön, dass der Thread nochmal wiederbelebt wurde.
    Derzeit ist mein SQ2 feil. Wenn es weg ist werde ich neben einem neuen SQ2 (etwas andere Maße und eine Farbe, die zur Band passt) auch eines Euerer Sets erwägen. Dann sehen wir uns im Saarland.


    M.


    Edith sagt, ich kaufe natürlich nur ein neues Set vom Erlös des SQ2, und zwar entweder ein (kleineres) SQ2 oder alternativ je nach Hör- und Geschmackstest auch SB-Drums.

    Habt ihr einen Tipp wie man Quin- und Septolen am besten auszählt?


    Gar nicht. Also in Zeitlupe einfach 1-2-3-4-5(-6-7) und wenn man ein Gefühl für die Anzahl der Schläge hat gar nicht mehr.


    Die Aufteilung in 3er- und 4er-Gruppen habe ich zwar damals im Zusammenhang mit ungeraden ("zusammengesetzten") Taktarten gelernt, halte sie aber nicht mehr unbedingt für sinnvoll. Schließlich ist ein 4/4-Takt ja auch was anderes als zwei 2/4-Takte und ein 12/8 sind keine zwei 6/8. Aber man darf gerne anderer Meinung sein.


    M.

    Hallo. Ich hänge mich mal an diesen Thread dran, weil es ja um Bassdrum-Tiefen geht.
    Nachdem ich viel zum Thema Bassdrum-Tiefe gesucht und auch gefunden habe, frage ich mal ins Blaue:


    Hat zufällig jemand einen Vergleich verschiedener Bassdrum-Tiefen als Audio oder Video?
    Im Idealfall wären das Aufnahmen von Bassdrums gleicher Bauweise und Durchmesser, aber mit zwei verschiedenen Tiefen (z.B. 14" und 18" oder noch unerschiedlicher). Das dabei gleiche/ähnliche Stimmung und Aufnahmetechnik sinnvoll sind, versteht sich.


    Ich habe viele textuelle Beschreibungen gefunden, die aber dann oft gar nicht so verständlich sind und vielleicht auch nicht von jedem gleich interpretiert werden: "Punch", "flacher", "fetter", "wärmer", ... Aufnahmen wären dagegen ein Traum von Entscheidungshilfe, aber leider gibt Youtube da nix gescheites her. Bei mir geht es übrigens darum, ob ich bei 24x18 bleibe oder ob die nächste kürzer wird.


    Danke.
    M.

    Die Drum-Tuning-Bible sagt, wenn man keine Zeit hat, mindestens 24 Stunden bei hoher, gleichmäßiger Fellspannung zu zentrieren, soll man mit dem Föhn drüber gehen.


    Ich habe es gemacht, aber ich kann nicht sagen, dass icih einen Unterschied gehört hätte. Die Logik dahinter ist mir klar, aber ob es zu einem hörbaren Unterschied führt, wage ich für meine Trommeln, Felle und Spielweise zu bezweifeln. Schaden kann es meines Erachtens nicht. Ob Wirkung oder Esotherik muss jeder für sich entscheiden.


    M.