Beiträge von martinelli

    Durch Kombination verschiedener Eigenschaften kommt bei der Fertigung ein Ride oder ein Crash heraus. Ich kann dabei nur den kleinen Teil berichten, den ich sehen und erfragen konnte:


    Für ein Ride werden gerne schwerere Rohlinge verwendet, weil sich damit mehr Sustain und mehr Stockansprache erzielen lassen.


    Dier Formgebung ist wesentlich. Diese passiert beim Hämmern und dem anschließenden Abdrehen. Wenn das Hämmern beginnt liegen Gewicht, Durchmesser und Größe der Kuppe schon mal fest. Dann kann es im Prinzip noch alles werden. Ein Ride ist stärker gebogen und läuft stäker nach außen aus, d.h. es ist am Rand eher düner und in der Mitte eher dicker.


    Die Riefen, die beim Abdrehen erzeugt werden, haben auch Einfluss. Im Extremfall werden die Becken gar nicht abgedreht, was sehr wenig Obertöne lässt.


    Aber alle Eigenschaften können sowohl bei einem Ride als auch bei einem Crash gewünscht sein. Das gilt für die meisten Eigenschaften. Wichtig ist, was gefällt. Wenn Ride draufsteht, dann hat ein Becken eben Eigenschaften, die die meisten Drummer sich für ein Ride-Becken wünschen. Wer einen allmächtigen Crash mit Wahnsinns-Sustain, hohem Grundton und wenig Obertönen will, kann also mit einem Heavy-Ride durchaus zum Traum-Sound kommen. :)


    Aber wie gesagt: Ich bin kein Experte, sondern kenne das nur vom Zugucken.


    Wenn Du einen "washingen" Sound willst, würde ich schon mal vom der Power-Version abraten; vorausgesetzt, wir verstehen das gleiche unter "washig".


    Edith sagt: Mein Lieblings-Crash hat 20" Durchmesser, ist aber Paper-Thin. Die dickeren klangen für mich zu sehr nach Riesen-Kirchenglocke (eben wie ein angecrashtes Heavy-Ride).


    M.

    Paiste positioniert seine Medium-Becken als geeignet für Crash und Ride. Mein Paiste 505 Medium 18" ist ein exzellentes Crashbecken mit ansatzweise Ride-Eigenschaften, aber nicht mehr erhältlich. Das hochpreisigere Paiste 2002 Classic 18" Medium Crash dürfte auch in die Kategorie fallen, aber noch etwas Spargeduld erfordern.


    Mein Istanbul Mehmet Traditional PaperThin Crash 20" wird eher mal passagen-weise als alternativer Ride-Sound eingesetzt. Schön "schwammig" und leise.


    Aber ich würde mir genau überlegen, ob ich ein Ride oder ein Crash will; nachher hat man ein Kompromiss-Becken, dass für nichts den Traum-Sound hat.


    M.

    Hallo,


    ein Kollege will mein altes Paiste 505 Medium Hi-Hat haben und ich suche einen fairen Preis.
    Ich habe es 1982 gekauft, weiß aber nicht mehr, was es gekostet hat. Der Zustand ist tadellos.


    Was würdet Ihr denn ggf. für sowas bezahlen, wenn Ihr es brauchen könntet? (Dies ist kein Verkaufsangebot sondern nur eine Preis-Recherche.)
    M.

    Ich vermute, Du willst ein bestehendes Sonor-Set um ein weiteres Tom erweitern (?).
    Da kann ich nur zu Geduld beim Rumfragen und Gebrauchtmarkt-Beobachten raten.
    Falls es ein neueres Sonor ist würde ich weitersparen und irgendwann das Original nachkaufen. So kannst Du Dich länger darauf freuen. :)


    M.

    Also wenn Terry Bozzio irgendwann die indische Musik für sich entdeckt, dann wird er wahrscheinlich auch noch Größen wie siebzehneinhalb oder elfdreiviertel Zoll salonfähig machen. :)


    M.

    das Teil besitz 9!!!!!!! Spannböckchen. Ich hab sowas noch nie gesehen (8 oder 10 ist was anderes),


    Warum sollte die Anzahl auch immer gerade sein? Offenbar war das bei Sonor bis vor wenigen Jahren üblich. Das Designer-Standtom mit 18" Durchmesser hatte jedenfalls auch 9 Stimmschrauben.


    M.

    Hilft es, wenn Du zunächst einmal auf der Hi-Hat Achtel statt Viertel spielst,
    und zwar sehr langsam und unter lautem Mitzählen aller Achtel, also:
    1 und 2 und 3 und 4 und ...?


    Wenn Du dann die Bassdrum auf den richtigen Zählzeiten platziert bekommst, kannst Du die Hi-Hat-Schläge auf 'und' ja wieder weglassen und Dich nur an dem Zählen (immer noch Achtel) orientieren.


    M.

    Mein Tip geht in richtung Yamaha Hip-Gig "Al Foster". Das ist genau das richtige in Sachen Transport und der Sound ist ein Hammer. Die Bassdrum bietet tief gestimmt totz kleinen Durchmessers (18") akzeptablen Bass. Dürfte allerdings gebraucht schwer zu finden sein - sowas verkauft man nicht mehr, wenn man es hat.


    Beim Schlagzeug hätte ich weniger Bedenken wenn es jetzt nicht unbedingt eine 24" Bassdrum ist.


    Geschmackssache. Warum sollte eine 24er Bassdrum nicht für ein Akkordeon-Orchester taugen? Mit weichem Schlegel und Gefühl angespielt bringt die genau die richtigen tiefen Frequenzen rein. Da würde ich sogar für 26x14 plädieren.


    M.

    knappe 832.000. Wenn man davon jetzt tatsächlich ein knappes Achtel für die Komponisten der gruseligen Musik abtreten muss


    Man beschimpfe meinen gesunden Menschenverstand, aber:
    Wenn die Autoren der Musik (und deren Inkassobetrieb) ein Achtel der Einnahmen bekommen, halte ich das für vollkommen unverhältnismäßig.


    Übrigens: Es gibt gute Bands, die schreiben und spielen gema-freie Musik.


    M.

    Erfahrungsbericht: Hatte früher gut 10 Jahre lang ein Paiste 505 Medium Hi-Hat mit Top unten, Bottom oben gespielt. Trotz Hardrock und Vater-1A-Prügeln erfreuen sich beide Teile bester Gesundheit. Das war eine andere Serie, aber wenn's beruhigt ...


    M.

    Wenn du allerdings ne 16"er Floor als tiefste hast, ist meiner Erfahrung nach der Kontrast zur BD zu groß


    Das sehe ich nicht so. Die Bassdrum ist m.E. kein Tom, d.h. muss doch nciht "melodisch" in die Reihe der Toms passen.


    Mich würde interessieren, was für einen Sound die Tonne(n) denn überhaupt haben soll(en).


    Falls es Hard-Rock oder Big-Band werden soll (die zwei Bassdrums assoziieren das bei mir):
    Wenn Du Platz für zwei 20er/22er hast, dann kannst Du ja auch eine einzelne Bassdrum (+ Doppelpedal) mit mindesten 24" Durchmesser erwägen. Zwei Bassdrums sehen zwar saugut aus, erfordern aber doch einiges beim Schleppen, Stimmen und Zurechtrücken.


    Sollten 24"/26" keine Alternative sein, stimme ich hiermit für die zwei 22er.


    Aber Geschmäcker und Soundvorstellungen sind ja gottseidank verschieden.


    M.

    Wie macht Ihr das eigentlich so?
    Reißt Euch kein Fell


    Ich nehme mit:

    • Ein altes, doppellagiges Bassdrum-Fell; alt, weil es nicht in das Case passt und es daher beim Transport Schaden nehmen könnte und doppellagig, weil ich im Fall der Fälle was stabiles haben will. (Da reißt meistens erst mal eine Lage, die man mit Gaffa flicken kann.)
    • ein Snare-Fell;
    • Gaffa; das kann auch schon mal das normale Bassdrum-Fell bis zur Pause retten.


    Und ja, hier habe ich was gelernt heute: Wenn mir das Snare-Fell zum Anfang eines Sets reißen würde, dann würde das sehr peinlich. Vielleicht sollte ich mir doch mal so ein 10"-Trömmelchen zulegen und dieses permanent im Auto mitführen. (In meinem Ersatzrad-Fach ist nämlich nur eine Reparaturspray-Dose und locker Platz für eine 10" Billig-Snare.)


    M.

    Ich sitze auf dem "K&M 14052 Multi Purpose Stool" seit Jahren gut. Der ist nicht ganz billig, aber ich bin ja auch nicht ganz leicht.


    Was Du mit "ohne Lösen des Oberteils" meinst ist mir nicht ganz klar. Wenn man die Schraube ein wenig lockert, kann man natürlich hin und her schaukeln. Wenn man das häufig macht, wird man aber Metall abtragen bzw. die Befestigung verschleißen. Willst Du Dich wirklich während des Spiels vermehrt um die eigene vertikale Achse drehen? Dann müsste ja ein Gleit- oder sogar Kugellager eingebaut sein, was es kaum geben dürfte. Ich glaube, die meisten Schlagzeuger wollen eher, dass das Ding fest steht.


    Aber die Show muss ich sehen.


    M.

    Davor kann ich nur warnen: Ich hatte eine hammermäßige, alte Snare, bei der z.T. der Lack abging. Außerdem hatte ich ein defektes Spannböckchen durch eines mit etwas anderer Optik ersetzt. Der Sound war richtig gut - das sagten alle in der Band, am Mischpult und sogar im Studio. Dann habe ich dem Ding einheitliche Spannböckchen und eine neue Lackierung verpasst - und seitdem klingt sie nicht mehr und steht im Keller.


    Also: Wenn sie gut klingt, dann lass sie wie sie ist.


    M.

    Ich behaupte mal, dass Du entweder direkt mit Sonor verhandelt hast, oder aber über einen Händler, der bei Sonor eine recht kleine Nummer ist.


    Ein Hersteller braucht zwar in letzter Konsequenz den Endkunden, aber er will diesem keine Aufmerksamkeit (= Kosten) opfern. Stattdessen kümmert er sich lieber um die Händler und hilft denen, die Ware zu verkaufen. Im Gegenzug muss sich der Händler um den Kunden kümmern. Das ist dessen Aufgabe.


    Will sagen: Suche Dir einen Händler, der viel Sonor verkauft bzw. einen guten Draht zu Sonor hat. Wenn er Dich als Kunden schätzen lernt, wird er beim nächsten Vertreterbesuch etwas für Dich tun. Das kann kein Problem sein; höchstens teuer werden.


    M.

    Historischer Beitrag:
    Ich hatte Anfang der 1980er ein Zanki-Ride (20") gekauft, um wenigstens schon mal ein vernünftiges Becken am Set zu haben. Das Ding war wirklich gut. Es hat mr jahrelang gute Dienste getan, sodass ich erst mal Hi-Hat und Crash upgraden konnte. Will sagen: Zanki kann oder konnte mindestens gute Mittelklasse-Becken machen.


    M.