Beiträge von Two

    Ein befreundeter Metaller [von Beruf, nicht von der Musik her] hat mir auch gesagt, dass das Material mit der Zeit schwerkraftbedingt "nach unten" wandert.


    Der Metaller hatte es wohl nicht so mit dem Quantitativen...


    Nimmt man an, dass die Auflagefläche des eines Beckens von 3 kg Gewicht auf der Halterung 9 mm^2 beträgt, ist die Spannung am Auflagepunkt ca. 3 MPa. Es gibt frei verfügbare Tabellen, wo man für jedes technische Material nachschlagen kann, welche Kriechrate sich daraus ergibt. ZB hier (pdf-Seite 15, links unten). Der Graph ist zwar für Cu 5%Sn, aber sehr viel anders wird der für Cu 20%Sn auch nicht aussehen. Umrechung in psi ergibt eine Spannung von ca 430 psi, man kommt damit bei allen gezeigten Kurven grob bei einer Kriechrate von ca. 10^-9 inch/h raus. Das Becken wird sich also am Auflagepunkt um ca. 2*10-4 mm/Jahr, also zwei Zehntausendstelmillimeter pro Jahr verformen.
    Dazu kommt noch, dass die angegebenen Kriechdaten für Temperaturen deutlich über Raumtemperatur gelten, dass heisst, diese Verformung tritt auf, wenn es im Probe- oder Lagerraum ca. 150 bis 260 Grad warm ist. Da das normalerweise nicht der Fall ist, und die Kriechrate exponentiell von der Temperatur abhängt (bei normalen Raumtemperaturen also mit einer Verformungsrate von noch mal ein bis zwei Grössenordnungen geringer zu rechnen ist) können wir alle aufatmen, und dürfen unsere Becken getrost hängend lagern.

    Und hier noch meine Meinung: ich würde den Verkäufer anschreiben und Kompensation verlangen. Auch wenn er sich erst mal wehrt - einfach so würde ich ihn nicht damit davonkommen lassen. Nimm einfach mal an, dass die Reparatur Dich 100 Euro kostet und biete an, die Kosten zu teilen. Geht er darauf ein, hast Du ein gutes Set für 200 Euro bekommen. Dann das Loch so gut es die eigenen handwerklichen Fähigkeiten veschliessen und zufrieden sein.

    Gerade
    bei Hihat-Grooves komme ich regelmäßig an meine Grenze (circa ab 160bpm 8tel fängts
    an, absolutes Maximum ist dann 175bpm).


    Aber wie kann denn dann meine Freundin (nicht
    Schlagzeugerin) und zum Bespiel beide ihrer Eltern doppelt so schnell „tapen“
    wie ich? (Drum-)Technik kann bei denen ja schlecht ein Rolle spielen.


    Willst Du wirklich sagen, Deine Freundin und ihre Eltern können bei 320 BPM Achtel klopfen? Das glaube ich nicht.
    (...und ich kann das auch nicht).

    Durch reinen Unterricht auf das gleiche Einkommen, wie Du jetzt in der IT hast, ist sicher schwierig. Mach doch mal eine Überschlagsrechnung: Du kannst nachsehen, was die Kollegen pro Stunde verlangen, schätze eine realistische Schülerzahl pro Woche ab, Steuer und weitere Unkosten abziehen, und Du siehst, was Sache ist.



    Hey Dan, Geschmäcker sind wirklich verschieden. ;)


    Ich finde das Ding auch eher bescheiden. Der Beat ist dermaßen "old school", dass man meint, die Produzenten hätten die letzten 15 Jahre Entwicklung im Hiphop verschlafen. Soundtechnisch sicherlich ok, aber gerade und unraffiniert, wie direkt aus Garage Band exportiert, als hätte es nie einen Dilla oder Dre, keine Roots und keine Soulquarians gegeben. Und dann diese albernen Texte, so bewusst auf die Demonstration von streed cred ausgerichtet, dass es lächerlich, und zusammen mit dem aufgesetzten Akzent schon fast wie eine Parodie wirkt.

    Das is wieder mal so eine typische Medizinerstudie, in der in unübersichtlicher Kausalitätslage bequeme Schlüsse gezogen werden.
    In Wirklichkeit ist es einfach nur umgekehrt: nur die Intelligenten spielen Schlagzeug.

    Ja Dannyboy, das musste echt mal gesagt werden! Gut, dass sich nach 8 Jahren endlich mal einer traut!!! :D :wacko:


    ("basales Fachwissen" finde ich übrigens auch sehr gelungen :thumbup: )

    Aus gegebenem Anlass (neue Snare) auch von mir mal wieder ein Bild:




    Gretsch Renown 18/14, Canopus Bronze-Snare, 21" Agop SE Jazz Ride, 22" Diril Raw Flat Ride, 14" Avedis Vintage HH.
    Sehr schön zu sehen ist auch mein sebstgebastelter Beaterkopf mit Filz-Innenleben und einem Überzug aus einem von meiner Tochter entwendeten Kindersocken.