Beiträge von Two

    Am besten gleich eine schöne Konstruktionszeichnung schicken!




    Spass beiseite: weisst Du eigentlich, wieviel Arbeit das ist, so ein Teil komplett auszumessen? Davon abgesehen, dass es bei solchen Konstruktionen auf die Fertigungsgenauigkeit ankommt, dh. mit Maßen die jemand schnell mit dem Zollstock statt sauber mit der Schieblehre gemessen hat, wirst Du wenig Freude haben....

    Die meisten, die eine DFM spielen, haben das linke Pedal rechts neben der HH stehen, rein aufbautechnisch geht es aber auch andersrum.


    Die Wahl ist also Geschmacks- und Gefühlssache. Hier schrieb mal jemand (ich glaub es war der Lehrer von Kathrin (DrummerinMR)), dass er das linke Pedal links von der HH stehen hat, weil sich für ihn das DB-Spiel auch breitbeiniger anfühlt.

    Mein Verständnisproblem liegt da, dass ich nicht verstehe, inwiefern Wellenlänge und Hindernisgröße zusammenhängen, also weshalb und wo der Unterschied zwischen Beugung und Reflexion passiert.


    Oha, da wird es kompliziert. Um das zu verstehen, musst Du relativ weit eintauchen in die Theorie der Wellenausbreitung. Was man hier als Modell benutzen kann, ist das Huygenssche Prinzip.
    Vereinfacht kann man es sich etwa so vorstellen: Wenn eine Welle auf ein Hinderniss trifft entsteht an jedem Punkt eine neue Kugelwelle, und die Überlagerung aller Kugelwellen bildet eine neue Wellenfront. Betrachtet man zB ein punktförmiges (dh beliebig kleines) Hindernis, dann bildet sich eine auslaufende Kugelwelle, die sich mit der einfallenden ebenen Welle (dh parallel einlaufende Wellenfronten) überlagert. Dann entsteht keine stehende Welle, weil die auslaufende Welle kreisförmig und die einfallende Welle eben ist - es gibt dann keine Linie, auf der sich die ein- und auslaufenden Wellenfronten addieren könnten. Ist das Hindernis sehr klein, ist man immer noch recht nahe an dieser Situation und die stehende Welle kann sich nicht bilden. Erst wenn das Hindernis sehr gross ist, bildet sich davor ein Bereich in dem sich die ausfallenden kreisförmigen Wellen zu einer ebenen Wellenfront addieren, die dann wiederum mit der einfallenden Wellenfront eine stehende Welle bilden kann.


    Wo kommt nun die Wellenlänge ins Spiel? Die Wellenlänge ist ein Maß für den Abstand gleicher Phasen in einer Welle. Die Bedingung dafür, dass sich Wellenberge konstruktiv, dh. so, dass eine größer Amplitude entsteht, überlagern, ist, dass die sich überlagernden Wellen an einer bestimmten Position gleichzeitig einen Wellenberg haben, sie müssen also in Phase sein. Wenn sich zwei Wellen treffen, so dass ein Wellental mit einem Wellenberg zusammenfällt, wenn sie also außer Phase sind, gibt es keine konstruktive sondern destruktive Überlagerung, dh. die Wellen löschen sich gegenseitig aus. Jetzt kannst Du also leicht erkennen, dass im Fall des kleinen Hindernis kein Bereich entsteht, in dem die einfallenden und ausfallende Welle in Phase sind. Einfach, weil die Form der Wellen nicht zusammen passt.


    Zusammengefasst ist also die Wellenlänge ein Maß dafür, wie klein ein Objekt sein darf, damit eine Welle es noch "sehen" kann. Das ist übrigens exakt der gleiche Grund, warum man mit Mikroskopen keine beliebig kleinen Objekte sehen kann. Wird das Objekt kleiner als die Wellenlänge (also beim Licht einige hundert Nanometer) wird es vom Mikroskop einfach nicht mehr wahrgenommen.

    Das ganze geht eigentlich nur um Reflektion und Überlagerung. Eintreffende Schallwellen werden reflektiert und treffen beim Zurücklaufen auf neu eintreffende Schallwellen, und die Amplituden der ein- und auslaufenden Wellen addieren sich. Wenn Wellenberg auf Wellenberg trifft, bekommt man die doppelte Amplitude, dies entspricht dann einem höheren Schalldruck. Physikalisch ausgedrückt, handelt es sich um eine stehende Welle vor einer harten Wand.


    Die Hindernissgröße kommt ins Spiel, weil das obige Bild nur dann funktioniert, wenn das Hinderniss sehr viel größer ist, als die Wellenlänge. Ist das Hindernis kleiner, gibt es keine Reflexion sondern mehr oder weniger ausgeprägte Beugungseffekte. Wenn ein Spektrum an Frequenzen auf ein Hindernis trifft, tritt der Effekt also nur für Wellenlängen auf, die kleiner sind, als das Hindernis - es gibt also eine Maximalwellenlänge für den Effekt. Weil Wellenlängen und Frequenzen umgekehrt proportional sind, folgt, dass es eine Minimalfrequenz gibt. Diese wird in dem Wikipedia-Artikel als Grenzfrequenz bezeichnet und über die Gleichung berechnet.


    Ich finde übrigens den Artikel ausserordentlich schlecht geschrieben!

    Jürgen, hab ich das jetzt richtig verstanden? Lagerbronze ist eine Bronze mit Zusätzen, die reingemischt werden, um dem Material bestimmte Eigenschaften zu geben, die aber leider nicht sehr gesundheitsförderlich sind. Und Tegodyn hat die gleichen positiven Eigenschaften, aber jetzt durch andere, weniger giftige Zusätze?


    Hier hat schon mal jemand versucht, das Loch mit einem aufgeklebten Patch zu stabilisieren. Man sieht noch die Reste von JB Weld (angeblich der stärkste Kleber der Welt, was natürlich ausgemachter Amerikanerunsinn ist) und den für die Klebung gemachten Anschliff. Das hat wohl nicht funktioniert.


    Laserschweissen plus eingelassene Niete zur Stabilisierung scheint mir hier auch die beste Lösung.

    Schöner Bericht.
    Wenn man die Bilder so sieht, würde man fast denken, die Magnum ist besser als die Mapex verarbeitet, aber Details sieht man ja nicht wirklich. Dass sie bei der Mapex diese unsägliche Plastikstellschraube genommen haben, ist wirklich übel. Das sieht ECHT billig aus, und kann eigentlich nur zu einer Einsparung von ein paar Cent geführt haben....

    War ja auch nur beispielhaft gemeint. Ich gebe zu, dass mich das Diagramm allgemein überfordert, kein Plan mehr was alpha- beta und die ganzen anderen Phasen bedeuten. Ich dachte diese Spitze bei 32,55% wäre das Eutektikum (oder eutektoider Punkt?) Habe während des Studiums dann irgendwann auf FKV umgeschwenkt, da ich EKD etc. nicht mehr sehen konnte. :D


    Das Ding bei 32.55 % ist einfach nur ein Einphasengebiet der delta-Phase. Ist aber ein gutes Beispiel für eine Phase, die sich nur mit großem Aufwand gezielt herstellen lässt, weil so weit unten im Diagramm. Nur Phasen mit direkter Verbindung zur flüssigen Phase (Liquidus) lassen sich einfach durch Abkühlen herstellen, also hier Cu (= alpha), beta, gamma, epsilon, eta und Sn.


    Ein ehemaliger Schulkamerad, mit dem ich noch ab und zu Kontakt habe, hat Hüttenwesen studiert und ist jetzt technischer Leiter in einer Gießerei. Da wird schon genau gemessen, was da noch rein muss, und was nicht.


    Klar. Die machen ja auch richtige Metallurgie.