Beiträge von Two

    Ich kann da Essetiv nur beipflichten. So einfach ist es tatsächlich nicht, wie es auf den ersten Blick erscheint. Auch ein mehr oder weniger "simples" Diagramm (es gibt zugegebenermaßen simplere) macht den Prozess nicht leichter.


    Natürlich gibt es NOCH einfachere Phasendiagramme. Und es gibt auch wesentlich kompliziertere.
    Allerdings zeigt jedes Phasendiagramm genau, was Du tun musst, um eine bestimmte Phase oder Phasengemisch zu bekommen, es ist sozusagen eine Handlungsvorschrift. In simplen Diagramme ist es selbstverständlich viel einfacher eine bestimmte Legierung herzustellen als in einem komplexen!


    Davon abgesehen, lassen wir die Kirche im Dorf: Es wird hier und bei allen anderen Glocken- und Beckenherstellern kein sonderlich hoher Aufwand betrieben. Da wird einfach eine Komposition zusammengeschmissen, die in Vorversuchen ausprobiert, oder überliefert wurde, und diese wird in einer Form abgekühlt. Die Abkühlrate wird nicht definiert eingestellt sondern ergibt sich mehr oder weniger von selbst über Größe und Material der Gussform und die Umgebungstemperatur. Es wird nicht ausgelagert, etc. etc.. Vom metallurgischen Standpunkt ist der übliche "Prozess" äusserst primitiv.


    Oder aber die genaue Zusammensetzung, damit man bspw. genau das Eutektikum erwischt, oder vielleicht sogar genau nicht.


    Hörma Alter, ich denke Du kennst Dich mit sowas aus. In der gezeigten Legierung gibt es gar kein Eutektikum ;)

    Wenn ich mal ganz ungenau an meinen Chemie-Lehrer denke (der immer etwas wie Professor Hastig aus der Sesamstraße wirkte), meine ich mich zu erinnern, dass er uns beibiegen wollte, dass Kupfer nur in Legierung mit Zink zu Messing wird - alle anderen Legierungsmetalle (und andere Elemente) verwandeln es in diverse Bronzen (http://de.wikipedia.org/wiki/Bronze ). Demnach, wäre Messing metallurgisch auf einem prominenteren Stand, wärend Bronzen aller Art nur dahergelaufene Gossenlegierungen sind.



    Messing und Bronze sind einfach nur bezeichnungen für bestimmte Legierungssysteme, da liegt keine Qualitative Wertung drin. Für manche Sachen ist halt Bronze und für andere Messing besser geeignet.

    ein schönes diagramm, das sich mit kupfer und zinn und temperaturen beschäftigt.


    ich vermisse da andere legierungsbestandteile.


    der genannte zusatz von beispielsweise silber kommt hier nicht vor.


    Das ist ein sog. Phasendiagramm. Gibt es für alle Möglichen Kombinationen von Elementen.


    Leider gibt es keine Angaben darüber, wieviel Silber in diesen genannten Legierungen vorkommt. Ich bin aber sicher, dass es wenig ist. Deshalb schrieb ich oben, dass sich der Silberanteil sicherlich lösen lässt und dies an den entstehenden Phasen nichts ausmacht.
    Ich habe jetzt mal das ternäre Diagramm Cu-Sn-Ag rausgesucht, um genauer nachzusehen. Im gesamten Bereich von 0 bis ca. 30 % Sn erstarrt bis zu einem Ag-Anteil von 30 - 40 % primär Cu! (Natürlich mit einem entsprechenden Anteil an gelöstem Ag). Da kann also keine Rede von auffällig kritischer Abhängigkeit von der Zusammensetzung sein.
    Ich kann das ternäre Diagramm hier nicht einbinden, da nicht öffentlich verfügbar, aber wenn jemand wirklich interessiert ist, schicke ich gerne das pdf. ->PN


    es gibt beispielsweise eine bronze, die unter der bezeichnung tegodyn bekannt ist, ebenfalls silber enthällt, und extrem wiederstandsfähig ist.


    Darüber kann ich leider keine Informationen finden, bin aber interessiert, falls Du mehr weisst.
    Ich möchte auch gar nicht bestreiten, dass man eine gut klingende Bronze sauber herstellen und entwickeln muss. Mir ging nur der Hinweis oben auf erforderliche Genauigkeit auf zwei bis drei Stellen hinter dem Komma etwas weit.

    Ich sehe das wie Buddy. An vielen Kleinverbrauchern mit Kunststoffgehäuse sind Schuko-Stecker mit Erde nicht notwendig. Durch Abkleben kann man eine Erdschleife verhindern, und so das Brummen loswerden.


    Die Erdschleife entsteht, wenn zwei geerdete Geräte über eine Leitung miteinander verbunden werden, die die Erde der beiden Geräte verbindet. Bei Kleinsignalkabeln ist das üblicherweise so (der "Minuspol" ist irgendwo mit der Erde der Schaltung verbunden). Auf der anderen Seite sind die Geräte über den Schutzleiter der Netzspannungsversorung verbunden. Es entsteht also eine schöne geschlossene Erdschleife, und wenn da eine Feld durchgeht, wird eine Spannung induziert. Bei einem Wechselfeld kommt es so zum Brummen.

    keine gezielten physikalischen eigenschaften, ohne den richtigen legierungsbestandteil!


    sorry, aber um die metallurgie ( lehre der geschmolzenen metalle ) wirst du gerade bei diesem thema nicht drum herum kommen.


    bei den anteilen wird selbst die zweite und dritte stelle hinter dem komma interessant!


    Nö.
    Die Glockenbronze liegt bei einer Zusammensetzung, wo im Phasendiagramm nicht viel los ist. Bis ca. 28 wt.% Sn gibt es immer erst mal Kupfer mit Sn in Lösung und dann beta-phase. Die Zusammensetzung ist da nicht kritisch. Die gern genannten Spuren von Silber lassen sich locker lösen (Cu löst bis zu ca. 10% Silber!), da passiert weiter nichts an der Struktur. Beim relativ schnellen Abkühlen gibts bei tieferen Temperaturen einiges Phasendurcheinander, aber das ist bei der Art des Castings sowieso nicht kontrollierbar.


    Das sehe ich anders. Traditionelle Glockenbronzen enthalten einfach nur 20 bis 22% Zinn in Kupfer. Viele Beckenhersteller geben an, zusätzlich Silber und andere geheimnisvolle Elemente in ihre Legierung zu mischen, aber ob das stimmt und in welchen Mengen ist eine andere Frage.


    Ich wollte das schon immer mal nachmessen, habe sogar schon ein paar Proben dafür da, bin aber bisher nicht dazu gekommen....

    Grade der Sound dieser Toms hat mich nie überzeuget, denn egal wie man die stimmt, sie machen immer "Bumpf!"


    Vielleicht müssen da mal die Toms von ihrer Stoff- und Dämmmaterialfüllung befreit werden - das hat man ja in den 80ern gerne gemacht... =)


    In der Musikschule, in der ich vor Jahrmillionen mal Unterricht hatte, stand ein Phonic. Mein Lehrer hatte das sehr hoch gestimmt, und da kam jede Menge Ton raus.

    Diese Frustphasen kenne ich auch, sie haben damit zu tun, dass man nicht vorankommt und sich nicht weiterentwickelt. Bei mir tauchte das Problem auf, wenn ich mal zu lange undiszipliniert geübt habe, d.h. ohne ZIel nur so vor mich hingejammt habe.
    Was hilft ist, bewusst was neues anzufangen und ein neues Ziel setzen. Also, wie schon empfohlen einen Lehrer suchen oder ein neues Buch bzw. neue Übungen anfangen, die Dich herausfordern.

    Wie untesrschiedlich Geschmäcker sein können. Ich finde dieses Phonic gar nicht schön - sogar schon fast unappetitlich mit den tiefen toms, der seltsamen Positionierung und den steil hängenden Becken.
    Aber klingen tut's gut, das stimmt!

    Dies soll ein Sammelthread werden für Bilder Eurer Sets, aufgenommen aus der Vogelperspektive. Natürlich am liebsten mit einer Beschreibung, was auf den Bildern schönes zu sehen ist. Also - Kamera schnappen, auf den Hocker klettern, Bilder machen und hier posten!


    Ich fange mal mit zwei Beispielen an:





    Gretsch Renown Maple 18/12/14, Sonor SQ2 Snare, Misch-Hihat mit Avedis Vintage Top und Istanbul Mehmet Bottom, 21" Agop SE Jazz Ride, 22" Agop Signature Ride.







    Premier Artist Birch 20/10/14, Sonor SQ2 Snare, 13" K/Z Hihat, Avedis 16" und 18" thin crashes, 20" Agop Jazz Ride.