Mir fallen da direkt eins, drei "Anwendungsszenarien" ein, wo das Sinn machen könnte. Zwingend notwendig ist es aber meistens sicherlich nicht.
#1: Ich setze zwei aufeinanderfolgende Akzente einmal "Bassdrum-Crash#1-Crash#2" und darauf folgend "Bassdrum-Crash#3-Crash#4". Wären sogar schon 4 Crashes. Mache ich auch sogar relativ oft (wenn ich mehr als 2 Crashes aufgebaut haben sollte...)
#2: Ich schlage Crash#1 in 8tel durch und setze unterschiedliche Akzente mit Crash#2 und Crash#3.
Beide Anwendungen lassen sich auch mit zwei Crashes erledigen. Ob da ab und zu ein leicht anders klingender Crash-Akzent kommt merkt kein Zuhörer und ist für die Musik eher unwichtig. Die vielen Crashes brauchst Du also eher für Dich, weil es Dir Spass macht (und dagegen ist auch nichts einzuwenden), als aus musikalisch zwingenden Gründen.
Meine Erfahrung mit mir selber und mit vielen anderen Trommlern ist, dass die Einschränkung auf wenig Equipment eine gute Schule in Tightness und solidem Spiel ist, ohne Ablenkung durch Klangvariationen oder sonstigen Firlefanz. DAS ist es, was am Ende jeder Zuhörer, auch der Nichtschlagzeuger, als positiv und musikdienlich wahrnimmt. Das Verstecken hinter großen Burgen ist ein Ablenkungsmanöver evtl. eine Beschäftigungstherapie für den gelangweilten Trommler - nur wer mit kleinstem Besteck auftritt, sitzt praktisch nackt da und muss sich mit dem zu helfen wissen, was er spielerisch drauf hat.