Beiträge von Two

    Vermutlich wurde durch das ungleichmässige Anziehen einfach nur die Welle im Reifen ausgeglichen. Wenn Du ihn um 90° versetzt einbaust, könnte es sein, dass Du genau die Schrauben am Snarebed fester anziehen musst.

    Nach einer schlüssigen Definition des Begriffs "tight" suche ich seit langem schon erfolglos. Es hat natürlich mit Timing und Präzision zu tun, Mikrotiming im besonderen, aber auch mit dem Klang (des Drummers, nicht seines Equipments) und der Konsequenz im Spiel. Insbesondere ist es, nach meinem Empfinden, nicht so, dass wenn einer tight ist, er dann auch stark groovt und umgekehrt, obwohl beides positive und erstrebenswerte Eigenschaften eines Drummers sind.


    Wie man das üben kann? Gute Frage. Mein Ansatz ist nach Metronom spielen, wenig spielen, wenig Equipment spielen (Reduktion auf das Wesentliche in beiden Punkten), nichts verwischen, kritisch eigene Aufnahmen auswerten.

    Wunderbar, Mogius. Die Snares sehen absolut schön und professionell aus. Fallst es halbwegs in Deine Lebensplanung passt, solltest Du ernsthaft darüber nachdenken, die Sache zu kommerzialisieren. Das Ergebnis, inklusive Klang, spricht dafür, dass Du Kunden finden wirst.


    Zum Mattieren: Versiegelst Du die Oberfläche nach dem Schleifvorgang noch mal? Wenn nicht hätte ich ernsthaft Bedenken ob nicht die durchs Schleifen freigelegte Oberfläche erhöht anfällig gegen Korrosion ist.

    Falls er Dir das Teil wirklich geschenkt hat (denn davon steht in dem Brief an Dich ja gar nichts, da klingt es eher nach einer Studioanschaffung, die Du nutzen darfst), dann herzlichen Glückwunsch. Ich persönlich würde mich allerdings nicht ohne Not in eine solche Schuld begeben.

    Danke für Eure Antworten.



    Ralli, der Klang hat sich überhaupt nicht verändert.


    Ralf, ich habe ein Stück Messing eingesetzt und auch der Ring ist aus Messing. Bronze habe ich keine bekommen.


    Freak, Löcher werden gelegentlich mit Ösen verstärkt. Vielleicht war hier mal eine drin, und die Beschädigungen stammen von der gewaltsamen Entfernung einer Öse.


    Andre, das Becken wobbelt erstaunlicherweise sehr wenig. Ich habe schon schwerere gespielt, die deutlich mehr wobbeln. Liegt vermutlich an Form und Profil.

    Neulich habe ich von einem netten Mitglied ein altes Avedis Ride gekauft. Ich war vor allem interessiert, weil es mit 1652 gramm das leichteste 20er Avedis ist, das ich je gesehen habe. Das Becken wurde als beschädigt verkauft, mit einem kräftigen Keyhole und Rissen am Loch.


    Hier das gute Stück, wie ich es bekam:



    Nach dem Stempel ist es aus den 1960ern.



    Die Beschädigungen am Loch leider tatsächlich ziemlich heftig. An den Rissen ist ein Stück des Rands nach unten verbogen. Es sieht fast so aus, als hätte jemand das Becken hart eingespannt oder was ähnlich grausames damit angestellt.




    Ich habe dann zunächst das nach unten verbogene Stück und die Unebenheiten um das Loch wieder zurückgehämmert:



    Dann habe ich ein Stück Material ausgesägt und zurechtgefeilt, das das Keyhole auffüllt:




    Die Protese wird später noch in die Form der Kuppe gehämmert.
    Um das kaputte Loch zu stabilisieren habe ich einen Ring ausgeschnitten, Stärke 0.5 mm, auf die richtige Krümmung gehämmert und von unten in die Kuppe geklebt:




    Geklebt habe ich hier mit JB Weld, einem amerikanischen Zwei-Komponentenkleber für Metalle.


    Hier das Ergebnis - das Loch ist wunderbar stabilisiert, da reisst nichts mehr aus. Mit etwas Abstand kann man kaum noch erkennen, das das Becken repariert worden ist. Jetzt ist das gute Stück bereit für (mindestens) die nächsten 50 Jahre.
    Klingen tut es super. Sehr tief und rauschig, spricht sehr leicht an. Für mich ein sehr schönes Becken vor allem fürs Besenspiel.



    Ich meine da zu merken, dass Du am Experimentieren und Suchen bist. Für meinen Geschmack (der durch Questloves Trommeln bei den Roots genau getroffen wird) spielst Du manchmal etwas zu engagiert, oder zu wenig entspannt. Ich finde auch oft die Fills unpassend. Bei dieser Art von schwarzem Hiphop, finde ich, muss man laaaange Strecken ohne Variation und Gefrickel durchalten, sich richtig fett in den Beat reinsetzen und sich von nichts ablenken lassen, Fills nur selten und mit Minimalvariationen. In einigen der letzten Tracks hast Du ein sehr schönes Laid back, dass mir zu der Musik passend erscheint.

    Erstens bist Du nicht der Einzige (siehe Startpost), und zweitens musst Du mit sowas rechnen, wenn Du selbst Korrekturwünsche in Deiner Signatur zeigst.