Beiträge von Two

    Ich habe mal ein paar Proben auf einem geliehenen Midtown gespielt, ich fand das erstaunlich gut. Keine Jazz-Sachen, sondern eher Soul und Pop, und mit EMAD klang die BD ziemlich erwachsen und der Rest liess sich ordentlich stimmen.

    Als erstes würde ich darüber nachdenken, ob eine echte Laufbahn als Berufsmusiker, also ohne zusätzliches Einkommen aus anderer Quelle, tatsächlich das ist, was Du möchtest. Mir ist klar, dass man auch als gleich- oder sogar höher qualifizierter Amateur oft von Berufsmusikern nicht wirklich anerkannt wird, und entsprechend manche Jobs einfach nicht bekommt. Andererseits hat das Leben als bedingungsloser Profi einen gewaltigen Nachteil: im Allgemeinen muss man Alles nehmen, was man bekommen kann, ob es einem gefällt oder nicht.


    Wenn es Dir wirklich ernst ist würde ich über einen Wohnortwechsel nachdenken, der einerseits Sichtbarkeit und Kundenpotential erhöht, aber trotzdem Dein bestehendes Netzwerk nicht antastet. Und auch nicht in eine zu stark durch Konkurrenz abgedeckte Situation führt. Hier ist sorgfältiges Abwägen gefragt.


    Unterricht scheint mir sinnvoll, um sich stilistisch breiter aufzustellen, eventuell etwas flüssiger nach Noten zu spielen, und einfach eine Weile professionelles Feedback zum eigenen Stand zu bekommen. Dafür käme evtl. eine private Schule wie zB. der Drummers Focus in betracht. Hier kannst du spezifische Kurse buchen, eine definierte Ausbildung durchlaufen und bekommst als Abschluss ein Zertifikat, das wenn auch nicht staatlich ausgestellt im Sinne einer Hochschule, in der Praxis bekannt und anerkannt ist.

    Triplet-Feel ist der Oberbegriff aller nicht straighten Rhythmen, also aller ternär gespielten Grooves.

    Diese Definition ist für mich als leidenschaftlicher in-between-Spieler nicht tragbar ;)

    Für mich gilt: Triplet ist wenn die nächsthöhere Notenlänge durch 3 geteilt wird (also z.B. ternäre Achtel durch Drittelteilung von Vierteln), binär wenn durch 2 geteilt wird. Welche Werte dieser Teilung gespielt werden, also z.B. ob man durch Weglassung bei den Triplets einen Shuffle oder einen Swing erzeugt, ändert nichts am grundsätzlichen Time-Feel.

    Alle anderen "Teilungen" sind möglich aber auch nicht straight, sondern irgendwo in-between.

    Mir geht es wie Trommla - wenn ich meine Höranalytik auf höchste Genauigkeit stelle, kann ich ein paar kleine Ungenauigkeiten hören, die mir normalerweise gar nicht aufgefallen wären. Insgesamt klasse gespielt und toller Sound, Du bist konsistent auf einem sehr hohen Niveau angekommen.

    In der Tat würde mich auch interessieren, ob es hier um ein reines Demostück, eine Art "Shuffle-Etüde" oder um einen Teil eines Soloprogramms geht.

    Ich bin nach ein paar (Irr-)Wegen schließlich wieder da angekommen, wo ich angefangen habe....
    Wie ist das bei euch so?

    Bei mir definitiv nicht.
    Ich stand in meinen Anfangstagen auf Paiste 2002, und eher dicke Becken, Richtung heavy. Genau die mag ich jetzt gar nicht mehr.


    Seit vielen Jahren spiele ich leichte Becken, vom Klangcharakter eher Richtung dunkel mit mehr oder weniger Trash-Anteil. Diese Vorliebe hat sich bei mir ziemlich stabilisiert und wird sich vermutlich so schnell nicht mehr ändern. Schwerere B20-Becken und insbesondere der "Paiste-Klang" sind mir zu eindimensional und zu wenig komplex. Mag aber auch mit meiner Musikrichtung zusammenhängen.

    Kann nicht direkt zu dieser Snare was sagen, aber ich habe seit langem eine Canopus "The bronze" in 14 x 4 und bin immer noch begeistert. Ist ein tolles Musikinstrument, das ich nicht mehr hergeben werde. Ich habe damals gebraucht 350 bezahlt und empfand das (und immer noch) als günstig.