Kann mir jemand physikalisch begründen, was das Schleifen verändern soll bei der Haltbarkeit? Schließlich ist der Stick ja auch schon beim Einkauf sehr glatt. Oder kommt das nur durch den Lack? Für mich ergibt das ganze noch keinen Sinn.
Mein Trick mit dem Schleifen war nicht als Grundlage für eine Ölbehandlung, sondern als direkte Maßnahme zur Haltbarkeitserhöhung gemeint.
Die (physikalische) Idee dahinter ist ganz einfach: die ersten Absplitterungen am Stock entstehen da, wo ein Angriffspunkt vorhanden ist. Wenn der Stick eine leichte Rauhigkeit aufweist, gibt es viele, mikroskopisch kleine Angriffspunkte, an der die Absplitterung beginnen kann.
Natürlich sind neue Sticks relativ glatt. Aber mir ist aufgefallen, das sie heutzutage rauher sind als früher (sagen wir, vor 20 Jahren). Ich habe das Schleifen jetzt mit Promark L.A. und mit Vic-Firth American Classic ausprobiert, und bei beiden hat es geholfen, die Haltbarkeit spürbar zu erhöhen. Diese Modelle sind, wenn ich das richtig sehe, nicht lackiert. Die Rauhigkeit ist gering, aber vorhanden.
Ich habe früher immer Paiste-Sticks gespielt, bis deren Produktion vor einigen Jahren eingestellt wurde. DIE waren wirklich glatt. Wenn man da mit dem Finger drübergestrichen hat, waren sie wirklich seidig, da gab es keinerlei Rauhigkeit. So ein "Finish" bekommt man auch hin, wenn man, wie oben beschrieben, mit Stahlwolle nachbehandelt.