Beiträge von Two

    Pauschalurteile sind manchmal einfach nur pauschal formuliert, enthalten aber trotzdem einen gehaltvollen Kern Wahrheit, über den es sich bisweilen lohnt nachzudenken, bevor man sich lediglich über die Pauschalität des Pauschalurteils ausläßt ;)


    Weiter in diesem Sinne: Als sich selbst gegenüber verantwortungsvoller Mensch muss man sich schützen. Der Fernsehzuschauer ist einer psychologisch hochprofessionell gemachten Propaganda ausgesetzt, da hat man als guckender Laie gar keine Chance. Da hiflt nur abschalten.


    Jonglieren finde ich prima.


    Du hast theoretisch natürlich Recht Two, aber dennoch ist lüften zu jeder Jahreszeit unerlässlich, einfach um bestehenden Mief aus dem Raum zu bekommen und um schlechte, verbrauchte, stehende Luft auszutauschen. Im Winter kann man länger lüften, ich persönlich lüfte vor und nach dem Proben ca. 15 min (während der Vor- und Nachbereitung). Im Sommer langen 5 Minuten, um den von dir genannten Effekt zu vermeiden.


    Das stimmt leider nicht. Wenn Du im Sommer warme Luft in den kalten Raum lässt, dann wird die darin enthaltene Feuchtigkeit kondensieren, bis die Luftfeuchtigkeit wieder der Raumtemperatur entspricht, egal wie lange bzw. wie kurz du lüftest. Bei kurzem Lüften merkst Du natürlich nicht viel davon, aber es passiert trotzdem. Die Feuchtigkeit bleibt im Mauerwerk, und mit jedem Lüften kommt ein wenig neue dazu.


    Um im Sommer den Mief rauszukriegen gibt es nur zwei Möglichkeiten:
    1) "Nach draussen lüften", zB indem man einen starken Ventilator benutzt um kalte aber unmiefige Luft, z.B. aus einem Vorraum oder Treppenhaus in den Raum zu blasen, und die Raumluft über die Fenster nach aussen ableiten. Geht natürlich nicht bei jedem Proberaum.
    2) Normal lüften, aber die Raumtemperatur durch Heizung soweit anheben, dass der Taupunkt nicht unterschritten wird. Dann Kondensiert die Feuchtigkeit nicht aus, richtet also keinen Schaden an. Das dumme ist nur, dass dafür auch die Wände auf eine Temperatur oberhalb des Taupunkts gebracht werden müssen, kurzes Heizen während des Lüftens reicht also nicht aus, sondern es muss dauernd geheitzt werden.

    Micha, dies ist eine der meistgestellten Fragen im Forum. Bitte nutze die Suchfunktion um Dir eine Grundübersicht zu schaffen, und frage dann von solider Basis aus nach übriggebliebenen Detailfragen. Letztlich wirst Du wie auch immer den (richtigen) Rat bekommen, dass nur selber Testen wirklich weiterhilft.

    Dass bei kalten Räumen immer gut gelüftet werden muss ist ein Märchen. Leider ist die Sache komplizierter. Wenn man zB im Sommer wenn es draussen warm ist einen kalten Kellerraum lüftet, wird er dadurch feuchter und nicht trockener. Das liegt ganz einfach daran, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Wenn man die warme Luft in den Keller lässt kühlt sie sich schnell ab und ihr relativer Feuchtigkeitsgehalt ist dann zu hoch. Die Feuchtigkeit kondensiert dann an der kältesten Stelle des Raumes und bietet ein schönes Biotop.
    Das einzige, was hier funktioniert ist ein Hygrometer mit Taupunktanzeige. Der Taupunkt gibt an, wie kalt der Raum sein darf damit bei der bestehenden Luftfeuchtigkeit kein Wasser auskondensiert. Die dadurch gegebene Temperatur-Untergrenze gilt natürlich nicht nur für die Raumluft selbst, sondern insbesondere für die Wände. Die Temperatur muss dann konsequent oberhalb des Taupunkts gehalten werden. Das kann leider auch mal heissen, dass gerade an warmen Sommertagen der Raum geheizt werden muss.


    Nach dem gleichen Prinzip kann man übrigens zB seinen Autoinnenraum effektiv trocknen (wenn man zB an kalten Tagen innen Eiskratzen muss, was ich immer extrem nervig finde): Während derFahrt Heizung voll aufdrehen, bis es in der Karre brüllend heiss ist, dann Heizung aus und ein Paar Kilometer mit offenem Fenster fahren, bis es drinnen richtig kalt ist. Evtl. wiederholen. Vor der Ankunft Heizung aus und Fenster aus, damit beim Abstellen kalte Luft im Auto vorhanden ist. ;)