Beiträge von Two

    Nett gemacht und eine neue Methode Kessel zu bauen.


    Aber was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum er die eingekerbte Seite beim Rundbiegen nach außen legt. Wenn er die nach innen dreht schließen sich doch automatisch die Einschnitte, und dann müsste auch keine weitere Lage Furnier außen drüber. Das fände ich viel schlauer.

    Kann man machen, ist kein großer Aufwand und mit etwas Geschick & Werkzeug auch gut selbst zu machen.

    Beachten musst Du die Position der Bohrungen für die Böckchen, Du solltest die neue Länge darauf abstimmten, dass die alten Bohrungen nicht stören, also zB in die Gratung geraten.

    Wenn der Lochabstand ausreichend ist, ist es zB geschickt, die weiter von der Gratung entfernte als erste Bohrung nutzen und eine zweite entsprechend weiter innen auf dem Kessel zu setzen.

    Neben einer guten Säge brauchst Du einen (evtl. improvisierten Frästisch) und einen Fräser für jeden Winkel der Gratung, im einfachsten Fall nur einen 45°-Fräser.

    Welche Trommeln ein Kind zum spielen benutzt ist doch eigentlich fast egal. Kann doch eine von Deinen sein, bevor Du da investierst.

    Aber viel wichtiger ist ein Gehörschutz. Da würde ich mir eher Gedanken drum machen, ob es da was passendes für so kleine Ohren gibt.

    Nach einer Jamsession mit fremdem Set, an dem ich mich nicht wohl fühlte und deshalb schlechter Klang und weniger Vokabular hatte, habe ich eine "Aufbaukur" gemacht: zuhause mein Set komplett abgebaut, und "falsch" wieder aufgebaut, auch die Spannung der Fussmaschine verstellt, und dann so lange darauf gespielt, bis ich mich wieder entspannt fühlte.

    Dann wieder alles verstellt, gespielt bis es wieder lief, etc. Nach ein paar Iterationen ging die Umstellung schneller und einfacher, und insgesamt bin ich mittlerweile sehr viel flexibler geworden. Seitdem baue ich mein Set auch im Normalfall wesentlich freier auf, habe auch eigentlich auch gar keinen "exakten" Aufbau mehr. Und für die Jamsessions hat es auch geholfen.

    Abgesehen davon, dass Jazz ja sehr vielgestaltig ist, warum sollte Jazz ein Grund für son Pocketschlagzeug sein? Ich spiel Jazz meist auf meinem 22/13/16. Vielleicht "in the pocket" (hoffe ich wenigstens), aber allein die Idee, Jazz müsse man auf nem Bop-Set spielen, ist eigentlich ein historisches Mißverständnis, nur weil man im Bebop mal damit angefangen hat, Fußtoms statt Bass Drums zu nehmen. Aber bis dahin hatte man oft Bass Drums, die John Bonham neidisch gemacht hätten.

    Cmon Jan, es ist doch klar, dass es um den Klang geht. ;)

    Mir sind die historischen Entwicklungen zur typischen BD-Größe bekannt, aber den Sound einer hochgestimmten 18er BD bekommst Du mit einer 22er einfach nicht hin. Für mich passt genau dieser Klang einfach extrem gut zur kleinen Jazz-Formation, da ihr Frequenzbereich wunderbar Platz findet zwischen dem Klavier und dem Kontrabass. Scheinbar sehen viele andere das auch so, denn diese Größe hat sich in dem Genre einfach als Standard durchgesetzt.

    das Renown komme. Das soll ja auch recht gut sein. In einem englischsprachigen Forum traf ich mehr als einmal auf die Aussage, dass dieses sogar besser als das in den USA gefertigte, teurere Brooklyn verarbeitet sein soll.

    Da muss man aber aufpassen, über welche Version des Renown gesprochen wird.

    Das ursprüngliche hatte Gussreifen und war baugleich mit dem USA custom, mit dem einzigem Unterschied im Herstellungsort Taiwan bzw. USA. Ich habe ein solches Renown und konnte im direkten Vergleich keinen Unterschied zum USA custom feststellen.


    Das neue Renown hat geflansche Reifen ("302 hoops") und ist damit anders gebaut als das USA custom. Es ist aber auch keine Brooklyn-Kopie, da zB. die Kessel 7-Lagig sind, während die des Brooklyn 6-Lagig sind. Der Tomhalter und das Freischwingsystem sind auch anders.


    Ich habe das neue Renown immer als eine etwas abgespeckte Version des alten gesehen. Vielleicht liege ich da aber auch falsch. Sicherlich ist das ein absolut amtlich klingendes Set.

    Ich habe viele Gigs auf einem Catalina Club Jazz gespielt und fand immer, dass das gut klingt für den Preis. Ich spiele sonst ein Renown 18/12/14 (die alte Version), das hat solidere HW und besser verarbeitete Kessel, aber das Club Jazz ist im Vergleich schon ziemlich ok.

    Ein Yamaha SC hatte ich auch mal, das ist prima verarbeitet, aber was mich immer gestört hat, war dass die BD nur 6 Klauen hat (fand ich optisch doof) und dass sie 15" tief war, ich mag lieber 14". Auch das ST hat beim Yamaha nur 6 Lugs pro Seite. Wenn Dich das nicht stört gibt es in der Preisklasse auch noch das Tama Club Jam mit 12" tiefer BD, davon ist Mom Jovi hier im Forum recht angetan.