Jetzt hast Du jede Menge Analogien zwischen Musikmachen und Sport treiben aufgeführt, aber mehr als Analogien sind es leider nicht. Natürlich erfordert beides eine gewisse Übung, natürlich kann man in beiden Fällen ein Publikum unterhalten. Aber schon die Kreativität beim Aufbau eines Parcours mit der Kreativität beim musikalischen Ausdrücken zu vergleichen, greift zu kurz. Während das erste eher eine Art der Problemlösung ist, hat das zweite mit einem kreativen Schaffensprozess zu tun.
Nein, Musikmachen und Sport treiben sind von Kern und Wesen grundverschieden. Vermutlich hat das, wie oben schon mal erwähnt, mit dem kompetitiven Grundgedanken im Sport zu tun, der beim Musikmachen grundsätzlich nicht vorhanden ist. Im Gegenteil, echtes Musikmachen erfordert ein Aufgeben des Kompetitiven und die Bereitschaft sich selbst, sein Ego und sein Können der Musik selbst untertan zu machen.