Beiträge von Two

    Was viele gar nicht wissen, ist, dass Chick Corea auch Schlagzeug gespielt hat.


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    Steve Gadd hat mal in einem Interview erzählt, dass Chick Corea für ihn als junger Drummer ein grosser Einfluss war. Dadurch, dass er Chick beim spielen zusah, konnte er Dinge begreifen, die Tony Williams auf Aufnahmen spielte, und die er durch reines Zuhören nicht verstehen konnte.

    Ich finde es von Sound, Timing und Shirt wunderbar. Was zu diesem sehr hohen Niveau nicht so gut passt, ist die "Berechenbarkeit" der Fills. Was ich damit meine ist, dass man meist schon ahnen kann wann ein Fill kommt, und alle Fills enden auf der 1. Um die Performance noch zu steigern würde ich genau da ansetzen: also mal Fills auf andere Zählzeiten enden lassen, z.B. über die 1 hinauslaufen lassen, oder nach einem 4-Takte-Turnaround auch mal eines weglassen.

    Ich glaube, das Hauptproblem in dieser Diskussion ist entstanden durch den irreführenden Titel des Spektrum-Artikels "Auch wer spät anfängt kann ein guter Musiker werden." Das versteht man intuitiv so, als wäre mit "spät" gemeint, in einem höheren Lebensalter. Das entspricht aber gar nicht der Aussage der Studie. Man sieht hier mal wieder, dass man durch die spätere Aufbereitung wissenschaftlicher Arbeit ziemlich in die Irre geführt werden kann - ein Grund mehr, sich, wenn es drauf ankommt, immer den Originalartikel selber anzuschauen.

    (Gerade in Corona-Zeiten hätte das viele hasserfüllte Diskussionen verhindern können...)


    Ich denke, dass die Studie sehr wohl eine Berechtigung hat. Denn es ist durchaus eine interessante Frage, ob man, um überhaupt in der Musik etwas erreichen zu können, unbedingt mit 5 anfangen muss, oder ob man, wenn man mit 16 anfängt, mit z.B. 50 das gleiche erreicht haben kann. Es wird z.B. oft behauptet, dass man eine Karriere als professioneller Geiger vergessen kann, wenn man nich spätestens mit 3 anfängt. Die Studie zeigt, das das falsch ist. Vorausgesetzt, der, der später anfängt, holt die Übezeit auf, die der, der früher angefangen hat, ihm voraus hat.

    Bevor Du solche Kritik übst, die gesamte Studie und die entstandenen Kosten in Frage stellst, solltest Du vielleicht den Artikel auch mal lesen. Denn der beantwortet durchaus einige Deiner Fragen. Die Studie ist open-access veröffentlicht, also für jeden zugänglich, und hier zu finden.


    Zumal ich auch das ja noch nicht mal sagen kann, weil es ja immerhin schließlich auch noch an den Genen, auch an den Umwelteinflüssen und auch an der Dauer der Übezeit liegen kann, die ich im Nachhinein ja sowieso ohnehin nicht objektiv miteinander vergleichen kann.

    Der Einfluss der Gene wird berücksichtigt durch die vergleichende Untersuchung von Zwillingen und Nicht-Zwillingen. Die Lebens-Übezeit ist in der Auswertung berücksichtigt worden. Die gesamte Methodik der Studie ist klar definiert und beschrieben.

    Was heißt "musikalische Fähigkeiten", was bedeutet "Leistung" und was bedeutet es, mit "Musik etwas erreicht zu" haben.

    In der Studie ist genau definiert, was sie damit meinen und wie sie diese jeweils bestimmt haben. (Seite 5).

    Das sind doch vollkommen unterschiedliche Kategorien, die überhaupt nicht miteinander verglichen werden können, geschweige denn überhaupt sinnvoll wissenschaftlich definiert werden können.

    Die werden auch nicht miteinander verglichen, sondern sind unabhängige Bewertungskriterien in der Auswertung.

    Die ganze Studie erscheint so als eine "Null Studie" ohne Aussagekraft, ohne Relevanz und ohne der Beweisbarkeit,

    Die Studie untersucht ob es eine bestimmte Zeit im Leben gibt, in der man besonders gut oder effektiv musikalisch lernen kann, und wie sich das auf die musikalischen Fähigkeiten im Erwachsenenalter auswirkt. Ich finde das durchaus eine interessane und relevante Fragestellung.

    Das Ergebnis ist, dass die statistische Auswertung der Daten nicht hergibt, dass es eine solche besonders effektive Zeit im Leben gibt, und dass eher familiäre Faktoren entscheidend dafür sind, wie sich der Anfangszeitpunkt der musikalischen Erziehung auf die Fähigkeiten im Erwachsenenalter auswirkt.


    Und zur "Beweisbarkeit": in einer empirischen Wissenschaft kann man grundsätzlich nichts beweisen, sondern nur Hypothesen (bzw. Theorien) stützen oder widerlegen.

    ....und die Unabhängigkeit.

    Manchmal kommen Erfolge erst, wenn man seine Probleme anders betrachtet. Daher hilft Dir vielleicht dies:


    Was Du als "Unabhängigkeit" bezeichnest, ist in Wirklichkeit Koordination, bzw. Inter-Koordination. Denn Du willst ja nicht Deine Gliedmaßen unahbängig voneinander bewegen - eher im Gegenteil, diese sollen zusammen die verschiedenen Klänge eines Grooves erzeugen - nur eben nicht immer gleichzeitig.

    Versuche das ganze mal so zu sehen, dass Du nicht lernst Gliedmaßen unabhängig voneinander zu machen, sondern zu lernen, jederzeit zu wissen was die anderen Gliedmaßen machen, wenn ein bestimmtes Gliedmaß was bestimmtes macht. Also welche Schläge gleichzeitig geschehen und welche eben nicht.


    Hope this helps ;)

    Hmmmm. Zwei Punkte gefallen mir nicht so gut. Mir fehlt durchgehend das Federn der Bassdrum und der Übergang aufs Ride ist nicht so gelungen. Der kommt irgendwie beliebig auf der 2 und der Klangunterschied ist zu abrupt. Ich würde da entweder noch etwas weiterwischen mit der linken Hand oder ganz bewusst einen deutlichen Übergang machen, der müsste dann aber durch ein Fill oder Intensitätssteigerung zum Wechsel hin motiviert werden.