Beiträge von Two

    Die Masse des Beaters spielt schon auch eine große Rolle. Aber angesichts der Feder ist F=m*a hier natürlich nicht ausreichend. Kommt halt drauf an, wie genau man das betrachtet.


    Natürlich spielt die Masse des Beaters eine grosse Rolle. Aber nicht für die Betrachtung der Kraftentwicklung in Abhängigkeit vom Pedalweg. Und danach wurde gefragt.
    Es kommt also darauf an was man betrachtet - die Masse geht ein, sobald man das Problem dynamisch betrachtet, also Geschwindigkeiten und damit Energien berücksichtigt. Dann wird das Problem aber auch komplizierter.


    Bei 90° Auslenkung des Auslegers ist der Anstieg der Kraft (1. Ableitung) am größten. Bei exakt 180°wäre der Anstieg gleich Null. In der Praxis kommen Auslenkungen über 90° aber kaum vor. Dann müsste der Beaterschaft in Ausgangsposition ja mindestens 90° zum Fell stehen.


    Fast. Bei 90° ist die Kraft am grössten, die Ableitung, also der Anstieg, ist aber 0. Bei 180°, natürlich eine hypothetische Situation, wäre die Kraft 0 (und das System instabil).


    Und ich bin mir relativ sicher, dass alle exzentrischen Cams so gebaut sind, dass sich der Pedalweg in Nähe des Beater-Auftreffpunkts verkürzt.


    Das kann sein. Und bedeutet, dass bei konstanter Pedalgeschwindigkeit die Beatergeschwindigkeit zum Ende des Weges ansteigt. Das ist wohl das, was sich der Erfinder dabei gedacht hat.


    Letztendlich gehts auch gar nicht nur um die Kraft, die aufgewendet werden muss, sondern um die Arbeit, die am Pedal verrichtet wird:


    Arbeit = Kraft * Weg


    Zwar erhöht sich bei exzentrischen Cams am Ende der Bewegung die Kraft, die notwendig ist, aber dafür verkürzt sich der Pedalweg. Im Endeffekt macht die Cam also keinen Unterschied, wenn der Beater mit dem selben Punch auf das Fell trifft.


    Letzter Satz: doch, es macht einen Unterschied! Der Punch entspricht dem Impuls, also der Masse mal der Geschwindigkeit, und letztere steigt zum Ende des Pedalwegs bei einer exzentrischen Cam.

    Der Einfluss der Feder kann nicht außer Acht gelassen werden, denn diese definiert die Kraft, die aufgewendet werden muss, nicht der Beater oder dessen Beschleunigung. Man kann das ganze, um den Verlauf der Kraft zu beschreiben, als ein statisches Problem betrachten, also so, als würde man das Pedal unendlich langsam durchtreten.


    Die Kraft wird in erster Linie definiert durch die Ausdehnung der Feder. Diese Kraft ist linear, wird aber durch den Ausleger, der die Feder mit der Achse verbindet, in eine Kreisbewegung übersetzt. Diese Übersetzung ist immer konzentrisch, da es sich um einen einfachen Hebelarm handelt. In der Ruhelage zeigt der Hebelarm nach unten, die Feder ist nur leicht vorgedehnt, und die Geometrie des Pedals übersetzt diese Ruhelage in eine bestimmte Pedal- und Beaterstellung. Tritt man das Pedal bewegt der Ausleger das Federende auf einer Kreisbahn nach oben, dadurch wird die Feder gespannt und der Fuss muss die entsprechende Gegenkraft aufbringen. Diese Kraft steigt sinusförmig an.
    Wie groß die Kraft ist, die der Fuß aufbringen muss um dieser Federkraft entgegenzuwirken hängt von der Form des Kettenblatts ab, da dieses den Hebelarm definiert, der das Pedal mit der Drehachse verbindet. Ein konzentrisches Blatt bedeutet, dass der Hebelarm konstant ist, dass heisst die Kraft ist tatsächlich sinusförmig - sprich, bei großen Winkeln bzw. bei weiter durchgetretenem Pedal steigt die Kraft, aber die Steigung ist geringer als linear, nämlich sinusförmig.
    Bei einem exzentrischem Kettenblatt muss man als erstes definieren WIE es exzentrisch ist, nämlich ob die Achse ober- oder unterhalb des Mittelpunkts liegt. Wenn die Achse oberhalb des Mittelpunkts liegt, wie auf Bild 2 des Startposts, bedeutet das, dass der Hebelarm mit steigendem Winkel kleiner wird. Es muss also stärker gedrückt werden um die gleiche Kraft auf die Feder zu übertragen. Das exzentrische Kettenblatt kompensiert also die sinusförmige Charakteristik, die von dem anderen Ausleger eingebracht wird. Je nach Ausmaß der Exzentrizität kann insgesamt auch eine Überkompensation stattfinden, so dass tatsächlich mehr Kraft bei großen Winkeln aufgewendet werden muss.


    Worauf die exzentrischen Cams aber tatsächlich abzielen ist eine größere Geschwindigkeit des Beaters bei großen Winkeln. Denn wenn das Pedal gleichmässig durchgetreten wird, übersetzt der kleiner werdende Hebel dies in eine schnellere Drehbewegung, also mehr Geschwindigkeit mit der der Beater auf das Fell auftrifft. Sprich mehr Punch.

    Ich finde es scheisse, wenn ein Ratsuchender jede Menge ausführliche, wohlüberlegte Antworten bekommt, auf diese dann aber kein bisschen reagiert, sondern gleich das Thema wechselt in einer Weise die zeigt, dass er die Antworten entweder nicht gelesen hat oder für unsinnig hält.
    Ganz schlechter Stil, Antares :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

    Die Eile, mit der Du einen Kauf anstrebst steht in keinem Vergleich zu der Zeit, die Du brauchen wirst, selber als Drummer so zu klingen, wie in Deinen Ohren ein Reggae-Drummer klingen soll.
    Quantisieren und Reggae-Feel passt auch nicht gut zusammen.

    Die Schraube hat vermutlich ein zölliges Gewinde, und ist deshalb nicht einfach im Baumarkt zu bekommen. Als erste Lösung zum Inbetriebnehmen der Snare könntest Du eine "normale" zöllige Schraube (mit Kopf) nehmen, die ist vermutlich einfacher zu bekommen, als dieser spezielle Gewindestift mit Schlitz. Eine solche normale Schraube könnte man evtl. auch in die richtige Form umarbeiten durch entfernen des Kopfes und sägen eines passenden Schlitzes. Zöllige Schrauben gibt es bei eBay oder bei Würth, um die richtige zu finden müsstest Du das Gewinde (Durchmesser und Steigung) an der noch vorhandenen Schraube bestimmen.

    Um noch mal auf die Frage des Kaufs zurückzukommen: ich sehe das ganz wie Trommla - kauf ein gebrauchtes Set, es wurden schon einige gute Angebote in diesem Thread aufgerufen. Auf keinen Fall solchen Hausmarken-Müll, das ist wirklich schlecht verarbeitetes und schlecht klingendes, dafür viel zu teures Material.
    Mit einem gebrauchten Basix Custom hast Du für 150 bis 300 Euro ein Shellset, absolut passend für viele Jahre. Becken kann man auch sehr gut gebraucht kaufen, aber man braucht tatsächlich etwas mehr Erfahrung, die Du noch nicht hast. Daher würde ich empfehlen, Dir beim Music Store in Köln aus dem Bestand eine Fame B20 Hihat und ein 16er oder 18er Crash auszusuchen. Vermutlich brauchst Du noch einen Satz Felle und Hardware inkl. Hocker und Fussmaschine. Das ist mit Deinem Budget locker zu machen.
    Eines ist allerdings vorab wichtig zu wissen - um als Reggae-Drummer gut zu klingen, z.B. wie der von Dir verlinkte Dyrol Randall, kommt es viel mehr auf die Spielweise und die Personality an, als auf das Material. ;)

    Wenn Du das Gefühl hast, Deine Schuhe oder Dein Pedal sind das Problem, ist das fast immer ein Hinweis darauf, dass an Deiner Technik grundsätzlich was nicht stimmt.
    Ich könnte mir vorstellen, dass Du hier den Begriff des "Sliden" zu wörtlich nimmst. Je schneller die Bewegung wird, je kleiner wird sie auch. Auf Geschwindigkeit ist der "Slide" eigentlich kein Positionswechsel auf dem Pedal mehr, sondern eher nur der Wechsel zwischen den beiden Bewegungsarten, die für die jeweiligen Schläge benutzt werden.


    Ich würde empfehlen weder die Schuhe zu wechseln, noch ein anderes Pedal zu kaufen, sondern noch mal ganz langsam und konsequent von vorne anzufangen. Wichtig ist es, selbst rauszufinden, wie man die richtige Technik "denken" muss. Da ich heel-down-Spieler bin mache ich schnelle Bassdrum-Doubles mit einer umgekehrten Technik, bei der die Ferse nach dem 2ten Schlag oben ist und ein "Slide" nach hinten erfolgt. Ganz unabhängig von der jeweiligen Technik, "denke" ich den Doublestroke so: a) ich fokussiere mich auf den zweiten Schlag (der ja normalerweise der Akzent ist), der erste (der Vor-Schlag) läuft irgendwie automatisch mit. b) Die Richtung in der die Kraft aus dem Fuss auf das Pedal einwirkt ist bei den beiden Schlägen unterschiedlich, und der Wechsel zwischen den Richtungen erfolgt während des (imaginären) Slides.


    Vielleicht hilft Dir das ja beim "denken" Deiner Technik.

    Wir hatten uns darüber ja schon mal ausgetauscht ;)


    Wie gesagt - soweit ich weiss, hat Gretsch serienmässig keine BD mit diesen Maßen hergestellt und ist auch weniger zugänglich für Sonderwünsche als andere Firmen. Daher würde ich erst mal von einer nachträglichen Bearbeitung ausgehen.
    Gewissheit wirst Du nur erhalten, wenn sich bei einer genauen Untersuchung (Gratung, Bohrungen, Lochpositionen, etc.) Abweichungen zwischen den Seiten finden lassen.

    Für die Statistik: ich spiele immer Remo-Felle und auf der Snare immer Ambassador Coated, seit 40+ Jahren. Ich hatte noch nie ein Problem mit abplatzendem Coating, obwohl ich meine Felle meist nur alle paar Jahre wechsele, und ich spiele viel. Sehr viel. Übrigens auch sehr oft Rimclicks - auf meinen Fellen ist daber immer nach kurzer Zeit eine kleine dunkle Stelle, wo das Stockende, und eine größere dunkel-schmierige Stelle, wo meine Hand aufliegt. Aber abgerubbelt worden ist da noch nie was.


    Vermutlich haben die schlechten Erfahrungen mit dem Coating, den ja einige machen, nicht nur Dany, nicht einen sondern mehrere Gründe. Ein Zusammentreffen von Produktionsschwankungen, einer bestimmten Techniik, der Härte der Spielweise und der Höhe des Tunings, vielleicht auch der Lager- und Proberaumbedingungen, etc.

    Interessant, was er über das Tempo sagt. Und die Soli im Swing-Feel zu spielen ist eine Idee, da wär ich nie drauf gekommen....