Beiträge von Two

    Danke GuTh und Tom.


    Ich habe das Becken nicht gebogen oder gestülpt, sondern die Verwerfungen des Randes gezielt rausgehämmert. Immer einen definierten Bereich von oben oder unten
    bearbeitet, je nachdem, wo der Rand hin sollte. Das geht eigentlich ganz gut. Hat sich ein bisschen so angefühlt, wie wenn man einen Schlag aus einem Fahrradreifen über die Speichenspannung rauszieht.

    Ich habe jetzt die dritte Hämmersession erledigt. Dieses Mal ging es mir darum, das Becken wieder in Form zu bekommen. Durch die zwei Sitzungen davor war es ziemlich krumm geworden, das habe ich jetzt korrigiert.


    Glücklicherweise ist das hier

    ... und genau da ist es mit mir durchgegangen und ich habe alles wieder vernichtet ... :D


    nicht passiert.


    So sieht das Becken jetzt insgesamt aus (die Markerungen sind weg, die brauchte ich jetzt nicht mehr):






    Und hier die Seitenansichten, wo man die Verwerfungen des Beckens sehen kann:


    Nach dem ersten Hämmern. Nicht mehr flach...




    Nach dem zweiten Hämmern. Ziemlich krumm...




    ... und nach dem Korrigieren der Form. Hat ziemlich gut funktioniert.



    Das Becken liegt jetzt auf einer planen Unterlage wieder (fast) vollständig auf. In der Seitenansicht kann man übrigens auch ganz gut erkennen, dass die Form insgesamt nicht so gewölbt ist, wie es auf den Bildern (durch die Weitwinkelverzerrung) aussieht. Eigentlich ist das Profil recht konventionell.


    Soundfiles kommen später.

    Danke :)


    Nein, das Ergebnis ist bei Weitem nicht daneben, ich bin damit sogar äusserst zufrieden. Vorher war das Becken für mich absolut nicht zu gebrauchen, und jetzt finde ich es schon sehr gut. Ich mache ja hauptsächlich Jazz, und da werde es definitiv benutzen. Genau der trashige, dunkle und trockene Charakter, den es jetzt hat, war das Ziel der ganzen Aktion.


    Klanglich werde ich nicht mehr viel dran machen, aber ich muss es noch in eine ausgeglichenere Form hämmern. Der Rand hat jetzt ein paar Stellen wo er etwas hoch oder runter gebogen ist, je nachdem, wie da die Hämmerintensität zwischen Ober- und Unterseite verteilt war. Da werde ich noch mal nacharbeiten. Etwas leichter hätte ich es zwar gerne, aber abdrehen ist leider außerhalb meiner Reichweite.

    Danke für die ausführliche Antwort, adx. Den Thread mit Johan im DF kannte ich noch nicht, werde ich mir mal durchlesen. Die Lance-Campeau-Serie hatte ich mal gesehen, das war aber schon was länger her. Danke also für den Hinweis.


    Würdest Du, als erfahrenerer Beckenbearbeiter, sagen, dass mein Exemplar "totgehämmert" ist, abseits von klanglichen Geschmacksfragen?

    :D


    Das Becken ist schon ziemlich genau da, wo ich es haben will. Ich finde es jetzt um Welten besser als die Ausgangssituation.
    Aber durch meinen Geschmack bin ich da auch in sehr komfortabler Lage - weg von pingig clean, hin zu dunkel und trocken ist sicher sehr viel einfacher zu machen, als umgekehrt.

    Weil ich keinen Unterschied mehr hören konnte, habe ich dann auch die zweite Hämmer-Session gemacht.


    Dieses Mal habe ich mit dem leichteren Hammer aber mit deutlich mehr Wumms gehämmert, entlang der markierten Linien, jeweils 10 Schläge oben und 10 unten. Jetzt hat das Becken also noch mal 640 Schläge mehr drauf.
    So sieht es jetzt aus:






    Die Hämmermale sind jetzt doch deutlicher geworden, und mit der grösseren Kraft ließ auch meine Zielgenauigkeit nach, da ging auch mal ein Schlag nicht genau auf den Amboss, an der Stelle gab es dann eine tiefere Delle. :rolleyes:


    Und so klingt es direkt nach dem Hämmern:
    Session 2, Null Ruhezeit.


    Das gefällt mir schon ziemlich gut, muss ich sagen. Deutlich tiefer, komplex und grollend. :thumbup:


    Was mir beim Anspielen aufgefallen ist, ist dass das Becken jetzt deutlich mehr wobbelt. Ich habe vermutlich auf der Unterseite mehr Kraft eingebracht, das führt lt. Craig Lauritzen zu einer verminderten Spannung im Becken, und zu mehr Wobbeln. Jetzt lasse ich es erst mal wieder eine Weile abhängen...





    @ GuTh. Ich meinte, dass ich zwischen Tag 5 und 6 keinen Unterschied hören kann. Zwischen Tag 0 und Tag 6 höre ich den recht deutlich. Schön wäre zu sehen, ob man da im Spektrum was erkennen kann.

    Hey Männer, danke für die Kommentare!


    Ich finde, dass es nach dem ersten Ruhetag sehr ähnlich klingt wie direkt nach dem Hämmern. Allerdins, wie Chuck, meine ich auch, dass der Klang etwas tiefer bzw. dunkler geworden ist. Das wundert mich, denn eigentlich hätte ich erwartet, dass es sich irgendwie ein bisschen zurückbewegt zum Ausgangszustand. Vielleicht habe ich da aber auch nur falsch gedacht...
    Ich warte jedenfalls noch mal eine etwa eine Woche ab, um zu sehen, ob da noch was passiert. Was mir schwerfällt, weil ich neugierig bin, wohin die Modifikation noch gehen kann.


    Ich habe bei der Aufnahme tatsächlich, wie Chuck vermutete, verschieden Zonen auf dem Becken angespielt. Konkret: ein- zwei Anschläge im normalen Anspielbereich, dann in jeweils einigen cm Abstand nach innen bis hin zur Kuppe. Dann noch ein Schlag nahe am Rand, und als letztes ein leichtes Crashen mit der Stockflanke. Ich hoffe halt, damit auch zu erfassen, was sich entlang des Beckenradius so tut.

    Ich habe gerade mal versucht auf Holz zu hämmern. Das geht nicht. Man sieht keinerlei Effekt auf dem Becken, auch wenn man ordentlich knüppelt. Teppich probiere ich auch mal, gute Idee.
    Hier meine Hämmer:



    Ich habe mit der flachen Seite des vorderen gearbeitet (sieht auf dem Bild flacher aus als in Wirklichkeit). Der wiegt ca. 470 gramm.
    Die nächste Runde mache ich mit dem breiten Ende des anderen Hammers und mehr Kraft (ca. 350 gramm).

    Danke für Eure Kommentare!


    Tom: Ist natürlich Geschmackssache. Für mich geht das tonal schon sehr in die richtige Richtung. Kaputt würde ich nicht sagen. Das Spektrum ist nach meinem Gefühl breiter und flacher geworden, und da wollte ich auch hin. Es klingt wesentlich kürzer nach, dadurch wirkt es vielleicht auch gedämfter.


    Odd: Genau, mehr Charakter hat es jetzt schon. Löcher werde ich keine reinmachen, es soll schon ein reguläres Ride bleiben, kein Effektbecken.


    GuTh: Ich werde auf jeden Fall heute noch mal ein Soundfile zum direkten Vergleich machen. Bin sehr gespannt, ob da gegenüber gestern ein Unterschied hörbar sein wird.


    Gsüchd: Kein Problem, ist Geschmackssache. ;)


    Chuck: Danke! Die Beschreibung auf Cymbalholics konnte ich nicht finden, aber die von Craig hat insofern schon mal gepasst, als das die Methode das Becken in die gewünschte klangliche Richtung bringt. Fotos meiner Hämmer mache ich gerne.
    Zu der Hämmertechnik: Bisher habe ich einen harten Amboss verwendet, dabei wird das Becken beim Aufprall des Hammers zwischen Amboss und Hammer plattgedrückt. Ein schwererer Hammer dürfte nach meinem Gefühl nur zu einer lokal dünneren, evtl. etwas grösseren Einschlagstelle führen. Um schöne Dellen zu bekommen, die das gesamte Material nach unten ausbeulen lassen, müsste man, denke ich, eher auf einem weichen Untergrund arbeiten. Vielleicht versuche ich irgendwann später mal eine Runde auf Holz. Ich habe nur noch nirgends Beckenschmiede mit hölzernen Ambossen gesehen....

    Vor einiger Zeit habe ich mal aus Neugierde ein günstiges 24" Meinl Romen Ride gekauft, das mir dann aber doch zu hell und zu clean klang, und nicht zu meinen anderen, eher dunklen Becken passte. Damit habe ich jetzt ein neues Projekt gestartet: Nachhämmern um einen dunkleren, trashigeren Sound zu bekommen. Die Aussichten auf Erfolg sind nicht sonderlich groß, die möglichen Verluste aber auch nicht - also los!



    Hier das Becken im Orignalzustand. Meinl Romen, Nickelbronze, 24", Gewicht ca. 2.6 kg.



    Ich mache bei jedem Schritt des Prozesses Aufnahmen, immer gleich, sodass ich objektiv vergleichen kann, wie sich der Klang verändert. Das Setup bleibt dabei immer unverändert in meinem Proberaum aufgebaut. Die Aufnahme mache ich mit einem Zoom 4N, immer aus der gleichen Overhead-artigen Position.





    Um das Becken zu einem trashigeren Klang zu bringen, hämmere ich "speichenförmig", d.h. von der Kuppe nach aussen entlang des Radius des Beckens. Erst die Oberseite, ca 25 Schläge, dann die gleiche Stelle von unten, dann die gegenüberliegende Speiche genauso. Dann drehe ich das Becken um 180° und mache das gleiche. Danach habe ich also vier gehämmerte Speichen 90° zueinander gedreht. In diese Viertel hämmere ich dann Speichen, die diese jeweils in mittig teilen, diese dann wieder, etc. bis die gesamte Ober- und Unterseite gehämmert ist. Ich achte immer darauf, dass ich nacheinander gegenüberliegende Speichen bearbeite, und das nächste Paar dann jeweils um etwa 90° dazu drehe. Diese Vorgehensweise habe ich von der Webseite von Craig Lauritzen.


    Um beim Hämmern eine Orientierung zu haben, habe ich die Oberfläche in 32 Segmente eingeteilt, die ich so systematisch abarbeite:



    Ich benutze einen mittelschweren Hammer mit relativ großem Radius, um nicht zu kleine, tiefe Dellen zu machen, und als Amboss einen Schuster-Dreifuß, den ich mal für diesen Zweck auf dem Flohmarkt gekauft habe.


    Unmittelbar nach der ersten Bearbeitung, also etwa 1600 Hammerschläge später, sieht das Becken so aus:






    So klingt das Becken vorher (Vater Honey Maple Sweet Ride Stick):
    *klick*


    Und so klingt es unmittelbar nach dem Hämmern:
    *klick*



    Fazit: Man hört einen deutlichen Unterschied, und es geht auch in die richtige Richtung. Es ist trashiger, dunkler und trockener. Gefällt mir noch nicht gut, aber besser als vorher. (Das war allerdings nicht schwer.)


    Ich lasse jetzt das Becken so lange ruhen, bis sich der Klang nicht mehr ändert, das soll laut Craig Lauritzen etws 3 bis 10 Tage dauern. Dann mache ich eine zweite Runde.

    Ich habe das Diagram UND den Text angeschaut, deshalb weiss ich auch, dass das Diagramm Deine These nicht stützt. Es sei denn, Du weisst es besser als die Autoren dieser Statistik.


    Ausserdem werde ich mich hier nicht weiter reinknien, denn man kann schon an der Länge meiner Antworten auf Deine knappen Behauptungen einen Effekt erkennen, der ganz typisch ist für Verschwörungstheorien: der Verschwörungstheoretiker (bzw. sein gefügiger Anhänger) stellt flott eine unbelegte Behauptung in den Raum, deren Widerlegung dann erheblich mehr Aufwand und Zeit erfordert. Auch bei den Klimawandel-Verschwörungstheoretikern eine gern genutzte Methode, der gegenargumentierenden Seite Zeit zu stehlen.


    Auf dieser Seite kannst Du darüber und über das eigentliche Thema, der nicht-faktenbasierten Verharmlosung des Corona-Problems durch die Herren Wodarg und Bhakdi, mehr lesen. Sehr empfehlenswert auch die darin enthaltene Linkliste zu den fakten- und datenbasierten Entkräftigungen der Corona-Verharmloser. Fast alle von unabhängig recherchierenden, nicht interessenfinanzierten Organisationen bzw. Anstalten.


    Aber die haben Deiner Meinung nach sicherlich auch alle keine Ahnung, oder?

    Die Mortalität in Italien ist entsprechend nicht höher als die vorletzten 2 Jahre.
    http://www.euromomo.eu/outputs/zscore_country_total.html


    Es ist schon ganz schön übel, dass Du hier einfach eine Behauptung in den Raum stellst, die ganz einfach mit der von Dir zitierten Seite widerlegt werden kann. Da steht explizit:


    Zitat

    Pooled estimates of all-cause mortality show, overall, normal expected levels in the participating countries; however, increased excess mortality is notable in Italy.


    Das widerspricht direkt Deiner Behauptung.


    Es gibt einen ganzen Absatz auf der von Dir zitierten Webseite, der zu Corona und der scheinbar nicht vorhandenen Mortalität Stellung nimmt:



    Darüber hinaus, geht die Statistik bis Woche 12, 2020. Das ist jetzt 2 Wochen her, und wir alle wissen, dass sich in diesen 2 Wochen dramatisch viel geändert hat, vor allem in Italien


    Die Weltmacht USA haben das sagen, und alle ducken sich ganz brav! https://youtu.be/TVHZ1bLceRw?t=188


    Ist das ironisch oder meinst Du das jetzt ernst?
    Falls ernstgemeint: es ist an diversen Stellen, auch im Netz, gezeigt worden, dass Herr Köhnlein nicht wissenschaftsbasiert und an den Fakten vorbei argumentiert. Genau wie die Ausführungen des Herrn Wodarg ist das leider als irreführende Propaganda einzuordnen. Die derzeitigen Corona-Maßnahmen als "übertrieben" darzustellen ist fahrlässig und höchst gefährlich, denn alle nach wissenschaftlichen Standards durchgeführten Betrachtungen und Simulationen zeigen, dass es ohne diese Maßnahmen nicht möglich ist, das Gesundheitssystem vor katastrophaler Überbelastung zu schützen.
    Ich frage mich auch, wie man angesichts der unbestreitbar vorhandenen Zustände in Italien, und dem was gerade in den USA beginnt, noch behaupten kann, die Corona-Pandemie sei mit der normalen Influenza vergleichbar.