Der Einfluss der Feder kann nicht außer Acht gelassen werden, denn diese definiert die Kraft, die aufgewendet werden muss, nicht der Beater oder dessen Beschleunigung. Man kann das ganze, um den Verlauf der Kraft zu beschreiben, als ein statisches Problem betrachten, also so, als würde man das Pedal unendlich langsam durchtreten.
Die Kraft wird in erster Linie definiert durch die Ausdehnung der Feder. Diese Kraft ist linear, wird aber durch den Ausleger, der die Feder mit der Achse verbindet, in eine Kreisbewegung übersetzt. Diese Übersetzung ist immer konzentrisch, da es sich um einen einfachen Hebelarm handelt. In der Ruhelage zeigt der Hebelarm nach unten, die Feder ist nur leicht vorgedehnt, und die Geometrie des Pedals übersetzt diese Ruhelage in eine bestimmte Pedal- und Beaterstellung. Tritt man das Pedal bewegt der Ausleger das Federende auf einer Kreisbahn nach oben, dadurch wird die Feder gespannt und der Fuss muss die entsprechende Gegenkraft aufbringen. Diese Kraft steigt sinusförmig an.
Wie groß die Kraft ist, die der Fuß aufbringen muss um dieser Federkraft entgegenzuwirken hängt von der Form des Kettenblatts ab, da dieses den Hebelarm definiert, der das Pedal mit der Drehachse verbindet. Ein konzentrisches Blatt bedeutet, dass der Hebelarm konstant ist, dass heisst die Kraft ist tatsächlich sinusförmig - sprich, bei großen Winkeln bzw. bei weiter durchgetretenem Pedal steigt die Kraft, aber die Steigung ist geringer als linear, nämlich sinusförmig.
Bei einem exzentrischem Kettenblatt muss man als erstes definieren WIE es exzentrisch ist, nämlich ob die Achse ober- oder unterhalb des Mittelpunkts liegt. Wenn die Achse oberhalb des Mittelpunkts liegt, wie auf Bild 2 des Startposts, bedeutet das, dass der Hebelarm mit steigendem Winkel kleiner wird. Es muss also stärker gedrückt werden um die gleiche Kraft auf die Feder zu übertragen. Das exzentrische Kettenblatt kompensiert also die sinusförmige Charakteristik, die von dem anderen Ausleger eingebracht wird. Je nach Ausmaß der Exzentrizität kann insgesamt auch eine Überkompensation stattfinden, so dass tatsächlich mehr Kraft bei großen Winkeln aufgewendet werden muss.
Worauf die exzentrischen Cams aber tatsächlich abzielen ist eine größere Geschwindigkeit des Beaters bei großen Winkeln. Denn wenn das Pedal gleichmässig durchgetreten wird, übersetzt der kleiner werdende Hebel dies in eine schnellere Drehbewegung, also mehr Geschwindigkeit mit der der Beater auf das Fell auftrifft. Sprich mehr Punch.