Beiträge von Two

    Ich habe gerade mal versucht auf Holz zu hämmern. Das geht nicht. Man sieht keinerlei Effekt auf dem Becken, auch wenn man ordentlich knüppelt. Teppich probiere ich auch mal, gute Idee.
    Hier meine Hämmer:



    Ich habe mit der flachen Seite des vorderen gearbeitet (sieht auf dem Bild flacher aus als in Wirklichkeit). Der wiegt ca. 470 gramm.
    Die nächste Runde mache ich mit dem breiten Ende des anderen Hammers und mehr Kraft (ca. 350 gramm).

    Danke für Eure Kommentare!


    Tom: Ist natürlich Geschmackssache. Für mich geht das tonal schon sehr in die richtige Richtung. Kaputt würde ich nicht sagen. Das Spektrum ist nach meinem Gefühl breiter und flacher geworden, und da wollte ich auch hin. Es klingt wesentlich kürzer nach, dadurch wirkt es vielleicht auch gedämfter.


    Odd: Genau, mehr Charakter hat es jetzt schon. Löcher werde ich keine reinmachen, es soll schon ein reguläres Ride bleiben, kein Effektbecken.


    GuTh: Ich werde auf jeden Fall heute noch mal ein Soundfile zum direkten Vergleich machen. Bin sehr gespannt, ob da gegenüber gestern ein Unterschied hörbar sein wird.


    Gsüchd: Kein Problem, ist Geschmackssache. ;)


    Chuck: Danke! Die Beschreibung auf Cymbalholics konnte ich nicht finden, aber die von Craig hat insofern schon mal gepasst, als das die Methode das Becken in die gewünschte klangliche Richtung bringt. Fotos meiner Hämmer mache ich gerne.
    Zu der Hämmertechnik: Bisher habe ich einen harten Amboss verwendet, dabei wird das Becken beim Aufprall des Hammers zwischen Amboss und Hammer plattgedrückt. Ein schwererer Hammer dürfte nach meinem Gefühl nur zu einer lokal dünneren, evtl. etwas grösseren Einschlagstelle führen. Um schöne Dellen zu bekommen, die das gesamte Material nach unten ausbeulen lassen, müsste man, denke ich, eher auf einem weichen Untergrund arbeiten. Vielleicht versuche ich irgendwann später mal eine Runde auf Holz. Ich habe nur noch nirgends Beckenschmiede mit hölzernen Ambossen gesehen....

    Vor einiger Zeit habe ich mal aus Neugierde ein günstiges 24" Meinl Romen Ride gekauft, das mir dann aber doch zu hell und zu clean klang, und nicht zu meinen anderen, eher dunklen Becken passte. Damit habe ich jetzt ein neues Projekt gestartet: Nachhämmern um einen dunkleren, trashigeren Sound zu bekommen. Die Aussichten auf Erfolg sind nicht sonderlich groß, die möglichen Verluste aber auch nicht - also los!



    Hier das Becken im Orignalzustand. Meinl Romen, Nickelbronze, 24", Gewicht ca. 2.6 kg.



    Ich mache bei jedem Schritt des Prozesses Aufnahmen, immer gleich, sodass ich objektiv vergleichen kann, wie sich der Klang verändert. Das Setup bleibt dabei immer unverändert in meinem Proberaum aufgebaut. Die Aufnahme mache ich mit einem Zoom 4N, immer aus der gleichen Overhead-artigen Position.





    Um das Becken zu einem trashigeren Klang zu bringen, hämmere ich "speichenförmig", d.h. von der Kuppe nach aussen entlang des Radius des Beckens. Erst die Oberseite, ca 25 Schläge, dann die gleiche Stelle von unten, dann die gegenüberliegende Speiche genauso. Dann drehe ich das Becken um 180° und mache das gleiche. Danach habe ich also vier gehämmerte Speichen 90° zueinander gedreht. In diese Viertel hämmere ich dann Speichen, die diese jeweils in mittig teilen, diese dann wieder, etc. bis die gesamte Ober- und Unterseite gehämmert ist. Ich achte immer darauf, dass ich nacheinander gegenüberliegende Speichen bearbeite, und das nächste Paar dann jeweils um etwa 90° dazu drehe. Diese Vorgehensweise habe ich von der Webseite von Craig Lauritzen.


    Um beim Hämmern eine Orientierung zu haben, habe ich die Oberfläche in 32 Segmente eingeteilt, die ich so systematisch abarbeite:



    Ich benutze einen mittelschweren Hammer mit relativ großem Radius, um nicht zu kleine, tiefe Dellen zu machen, und als Amboss einen Schuster-Dreifuß, den ich mal für diesen Zweck auf dem Flohmarkt gekauft habe.


    Unmittelbar nach der ersten Bearbeitung, also etwa 1600 Hammerschläge später, sieht das Becken so aus:






    So klingt das Becken vorher (Vater Honey Maple Sweet Ride Stick):
    *klick*


    Und so klingt es unmittelbar nach dem Hämmern:
    *klick*



    Fazit: Man hört einen deutlichen Unterschied, und es geht auch in die richtige Richtung. Es ist trashiger, dunkler und trockener. Gefällt mir noch nicht gut, aber besser als vorher. (Das war allerdings nicht schwer.)


    Ich lasse jetzt das Becken so lange ruhen, bis sich der Klang nicht mehr ändert, das soll laut Craig Lauritzen etws 3 bis 10 Tage dauern. Dann mache ich eine zweite Runde.

    Ich habe das Diagram UND den Text angeschaut, deshalb weiss ich auch, dass das Diagramm Deine These nicht stützt. Es sei denn, Du weisst es besser als die Autoren dieser Statistik.


    Ausserdem werde ich mich hier nicht weiter reinknien, denn man kann schon an der Länge meiner Antworten auf Deine knappen Behauptungen einen Effekt erkennen, der ganz typisch ist für Verschwörungstheorien: der Verschwörungstheoretiker (bzw. sein gefügiger Anhänger) stellt flott eine unbelegte Behauptung in den Raum, deren Widerlegung dann erheblich mehr Aufwand und Zeit erfordert. Auch bei den Klimawandel-Verschwörungstheoretikern eine gern genutzte Methode, der gegenargumentierenden Seite Zeit zu stehlen.


    Auf dieser Seite kannst Du darüber und über das eigentliche Thema, der nicht-faktenbasierten Verharmlosung des Corona-Problems durch die Herren Wodarg und Bhakdi, mehr lesen. Sehr empfehlenswert auch die darin enthaltene Linkliste zu den fakten- und datenbasierten Entkräftigungen der Corona-Verharmloser. Fast alle von unabhängig recherchierenden, nicht interessenfinanzierten Organisationen bzw. Anstalten.


    Aber die haben Deiner Meinung nach sicherlich auch alle keine Ahnung, oder?

    Die Mortalität in Italien ist entsprechend nicht höher als die vorletzten 2 Jahre.
    http://www.euromomo.eu/outputs/zscore_country_total.html


    Es ist schon ganz schön übel, dass Du hier einfach eine Behauptung in den Raum stellst, die ganz einfach mit der von Dir zitierten Seite widerlegt werden kann. Da steht explizit:


    Zitat

    Pooled estimates of all-cause mortality show, overall, normal expected levels in the participating countries; however, increased excess mortality is notable in Italy.


    Das widerspricht direkt Deiner Behauptung.


    Es gibt einen ganzen Absatz auf der von Dir zitierten Webseite, der zu Corona und der scheinbar nicht vorhandenen Mortalität Stellung nimmt:



    Darüber hinaus, geht die Statistik bis Woche 12, 2020. Das ist jetzt 2 Wochen her, und wir alle wissen, dass sich in diesen 2 Wochen dramatisch viel geändert hat, vor allem in Italien


    Die Weltmacht USA haben das sagen, und alle ducken sich ganz brav! https://youtu.be/TVHZ1bLceRw?t=188


    Ist das ironisch oder meinst Du das jetzt ernst?
    Falls ernstgemeint: es ist an diversen Stellen, auch im Netz, gezeigt worden, dass Herr Köhnlein nicht wissenschaftsbasiert und an den Fakten vorbei argumentiert. Genau wie die Ausführungen des Herrn Wodarg ist das leider als irreführende Propaganda einzuordnen. Die derzeitigen Corona-Maßnahmen als "übertrieben" darzustellen ist fahrlässig und höchst gefährlich, denn alle nach wissenschaftlichen Standards durchgeführten Betrachtungen und Simulationen zeigen, dass es ohne diese Maßnahmen nicht möglich ist, das Gesundheitssystem vor katastrophaler Überbelastung zu schützen.
    Ich frage mich auch, wie man angesichts der unbestreitbar vorhandenen Zustände in Italien, und dem was gerade in den USA beginnt, noch behaupten kann, die Corona-Pandemie sei mit der normalen Influenza vergleichbar.

    Vermutlich ist es effektiver, durch die Isolation inspirierte Tracks alleine aufzunehmen, von allen Musikern zu sammeln und am Rechner alle Parts zusammenzumischen, in der Hoffnung so ein paar neue Ideen zu erzeugen, die man beim normalen Proben vielleicht nicht gehabt hätte. Post-pandemisch kann man das ganze dann wie gewohnt im Proberaum in einen gemeinsamen Song umsetzen.
    Vielleicht ist es ja so möglich, aus der Krise ein paar neue Impulse zu ziehen, statt zu versuchen dem Gewohnten möglichst nahe zu kommen.