Touren gespielt, natürlich selber geschleppt, stundenlanges Sitzen in Bussen, dann selber aufbauen (meist unter Zeitdruck), zwei Stunden sitzend spielen, selber abbauen, schleppen, manchmal Nachtfahrten mit schlafen im sitzen.
Du sprichst mir aus der Seele. Im Auto schlafen ist dann größtenteils sogar noch das beste, was einem passieren kann. Da ich als Schlagzeuger nach einem Konzertabend meistens sowieso der einzig nüchterne bin (man will sich ja timing-technisch keine Blöße geben und muss noch abbauen während die anderen sich einen reinlaufen lassen) kann ich dann oft noch die 300-400 km nach Hause abfahren.
Für mich waren die Rückenprobleme übrigens DAS Hauptargument gegen eine Musikerlaufbahn.
Habe nun auch mal die Speed Cobra angetestet. Also mir hats gefallen, ich habe viele Jahre eine IC Power Glide gespielt und die Speed Cobra spielt sich definitiv anders, wie ich finde. Die lange Trittplatte hat mir sehr gefallen, konnte sogar mit meinen 45er Skaterschuhen Heel Toe darauf spielen, was auf meinen Axis Longboards bspw nicht so wirklich klappt. Das Spielgefühl war weniger träge und hatte IMHO irgendwie mehr Power als bei den normalen Iron Cobras. Also ich find die Pedale toll, sie liegen vom Spielgefühl her irgendwo zwischen den von Herrn Vesper angesprochenen "Speed Pedals" und der normalen Iron Cobra. Preis ist wenn man die Wucherei, die zur Zeit so betrieben wird, betrachtet auch noch in Ordnung.
Habe die Snare vorgestern mal angetestet. Nicht so wirklich mein Ding, aufgrund des dünnen Kessels ohne V-Ringe klingen Rimclicks eher lasch und das aufgeklebte Gummiding versaut meiner Meinung nach die ganze Optik.
Ein sehr interessantes Thema. Bei mir in der Familie ist jeder von Rückenschmerzen geplagt, also mache ich da natürlich auch keine Ausnahme und ärgere mich seit knapp 10 Jahren mit der Sache herum. Gelegentlich kam es auch schon vor, dass deswegen Bandproben ins Wasser gefallen sind.
Was hier noch nicht angesprochen wurde: Aufrechtes Sitzen ist für den Rücken per se nicht ungesund ABER: das Verharren in der ein und selben Position ist das Problem. Für Rückenproblematiker werden deshalb Bürostühle mit flexibler Lehne empfohlen. Diese sollte nicht dazu genutzt werden, sich den ganzen Tag zurückzulehnen, sondern seine Sitzhaltung immer wieder zu variieren. Ein Drumhocker mit Lehne ist ebenfalls sinnvoll. Nicht unbedingt weil man diese zum Spielen braucht, aber z.B. bei längeren Proben ist es gut, sich mal zurückzulehnen und den Rücken zu entlasten. Das Problem mit dem "runden Rücken" welches hier bereits angesprochen wurde, habe ich ebenfalls. Dies geschieht, wenn man bei längerem sitzen nicht mehr auf seine Haltung/Körperspannung achtet und im Steiß-Bereich zusammensackt. Das Rückgrat verliert in diesem Fall seine Doppel-S-Form, was zur Folge hat, dass sich die Verspannungen/Schmerzen aus dem Steißbein in den kompletten Rücken verlagern. Da ich beim Trommeln nicht unentwegt auf einen geraden Rücken achten kann, hat sich mein Setaufbau über die letzten Jahre hinweg so entwickelt, dass ich mich selbst zu einer geraden Haltung sozusagen zwinge. Meine Sitzposition, welche früher recht hoch war, ist dafür nach unten gewandert. Snare und alles andere sind etwas nach oben und in meine Richtung angewinkelt. So kann ich mich ein wenig zurücklehnen und muss mich nicht ständig nach vorne beugen um beispielsweise eine komplett waagrecht ausgerichtet Snare gut zu treffen. (Nur dass ich nicht falsch verstanden werde: sich gelegentlich nach vorne/links/rechts zu lehnen ist absolut nichts schlechtes) Wie sich vielleicht schon erahnen lässt, muss man gegen das Rückenproblem auf vielen verschiedenen Wegen vorgehen. Ich kann ja mal eine Liste machen:
1. Auf aufrechte Haltung achten und seinen Setaufbau nicht an irgendwelchen Katalogbildern orientieren
2. Die Sitzhaltung gelegentlich variieren. Das gilt zum Beispiel auch für den Notenständer beim Üben, wer mal zwei Stunden lang auf seine Noten links vom Set geschaut hat, weiß wahrscheinlich wovon ich rede --> steifer Nacken und verspannte Schultern
3. Beim Trommelhockerkauf nicht sparen. Auf den meisten Billighockern plagen mich bereits nach einer Stunde die ersten Verspannungen und Schmerzen. Ich selbst habe mir einen RocnSoc mit Gaslift aus den USA bestellt. Das ist so ziemlich das bequemste was es gibt, sicherlich aber nicht jedermanns Sache. Eine Lehne kommt demnächst noch dazu, um mich bei längerem Spielen zwischendurch zu entlasten.
4. Lockern! Bewegen! Das gehört auch zu Punkt 2. Ich stehe etwa im Stundentakt vom Set auf und mache 5 Minuten Gymnastik und Dehnübungen. Kann auch zur Unterhaltung von Bandkollegen dienen
5. Sport Sport Sport! Das ist die absolute Basis um seine Rückenprobleme loszuwerden. Ohne sinnvollen Muskelaufbau und Dehnen funktioniert es nicht. Geht ins Fitness-Studio und nehmt geringe Gewichte oder geht Schwimmen.
Hier mal ein Beispiel für übermenschliches Drumming und diskussionswürdige Sitzposition:
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Edit: Auch bei Benny kann man übrigens eine leichte Entwicklung der Sitzhaltung in den letzten Jahren erkennen. Auf seiner neuen DVD hat er die Snare etwas höher justiert und sitzt aufrechter am Set.
MIr ist nur der Trick aus Post # 109 noch nicht geläufig. Meinst du damit, dass man das Cajon etwas neigt, um die Bässe anzuheben? Oder ist der Trick das Ei in der Socke anstatt in der Hose?
Der "Trick" ist das Ei in der Socke Sieht bescheuert aus, klingt aber nicht so "leer" wie sonst.
Diese Fußrasseln muss ich mal ausprobieren. Generell kenne ich mich bei dieser ganzen Cajon-Zubehör überhaupt nicht aus.
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Ich muss leider sagen, dass mir da irgendwas fehlt. Versteht mich nicht falsch - das ist alles gut was ihr da macht, und hat auch seine Berechtigung... Aber es gibt einfach Leute, die setzen sich da mit ner Akustik Gitarre hin und singen dabei, und die Welt stürzt ein.... Das fehlt bei euch, bzw. eurem Sänger (in dem Kontext) irgendwie. Nicht falsch verstehen, es ist sonst echt gut, aber das gewisse etwas fehlt mir.
Ist schon richtig, um an einen Raul Midon ranzukommen brauchts halt doch ein bisschen mehr.
Hier mal noch eine eigene Idee ohne feste Lyrics. Gesang ist etwas schlechter als bei Fresh, da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf die famose Idee des Kopfhörer-Monitors gekommen waren.
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Der Gig in Stuttgart war eine Katastrophe, du hast also nichts verpasst Olly. Röhrenverstärker nach 5 Minuten kaputt, nur Störgeräusche auf dem In-Ear und bei den restlichen Bandkollegen überhaupt kein Signal auf dem Monitor.
Kommendes Wochenende kann man uns in der Stuttgarter Umgebung wieder live sehen, diesmal mit anderen Soundmenschen. Also beste Voraussetzungen, das Schlamassel in Stuttgart wieder gutzumachen.
Ich frage mich, was diesen extremen Mehrpreis rechtfertigen soll. Bis auf die Trittplatte sehen die Dinger nahezu baugleich wie die normalen Axis Longboards in schwarz aus.