Beiträge von Angus67

    Hier, wie ich finde, ein sehr guter Nachruf von Ernst Hofacker, der vieles gut auf den Punkt bringt:


    Die Heiligsprechung des Lemmy Kilmister


    Nun ist er doch gegangen. Der Held, den sie für unsterblich hielten. Das letzte Jahr wird ein schlimmes gewesen sein, voller Leiden und Schmerzen. Man sah ihm das an, zuletzt wirkte die stolze und unnachgiebige Fassade fragil, fast durchsichtig, vielleicht sogar ein wenig verängstigt. Dass es nun so schnell und überraschend geschehen ist, wenige Wochen nur nach den letzten Motörhead-Konzerten, darf man also getrost unter Gnade verbuchen.


    Der Mann mit dem charakteristischen Bart und den auffälligen Warzen im Gesicht war keine feinsinnige, von mythischer Genialität umwehte Künstlerseele. Er war ein Instinktmusiker, ein cleverer Bursche und harter Arbeiter, der bis zuletzt für sich, für seine Band und für seine Fans gerackert hat. Alles gegeben, wie man im Fußball sagt. Ein einfacher Kerl aus der Grafschaft Staffordshire, der – ihn selbst dürfte das am meisten gewundert haben – nach bescheidensten Anfängen im Laufe der Zeit zum Superstar aufstieg und als Kultfigur verehrt wurde.


    Mit Motörhead hinterließ Lemmy einen Haufen halsbrecherisch schnellen, metallisch harten und vollkommen ungeschminkten Rock’n’Rolls. Laut, lakonisch, verlässlich. Allein dafür gebührt ihm ein Ehrenplatz in der Ruhmeshalle der populären Musik. Lemmy hinterließ aber auch ein Rollenmodell, das genauso kompromisslos wie seine Musik die hedonistische Seite des Rock’n’Roll verkörperte. Er pflegte einen Lebensstil, dessen sinnliche Erfüllung im Rausch lag und dessen Welterkenntnis in zweifelhaften Einsichten gipfelte. Etwa der, dass der Holocaust zur einen Hälfte wohl wahr sein mochte, zur anderen aber erlogen war. Die komplexe Welt konnte er, mit bodenständigem Witz, auf die Sicht eines Kindes herunterbrechen. Auch das machte ihn zum Idol – allerdings nur für jene Gemüter, welche die daraus folgenden, allenfalls flüchtigen Augenblicke der Erleuchtung schon für Weisheit hielten.


    Seinen Fans war Lemmy vor allem einer der wenigen glaubhaften Gegenentwürfe in einer Welt der politischen Korrektheit, der Empörungskultur und der gesellschaftlichen Durchformatierung. Das erklärt seine nun auf allen sozialen Medienkanälen einsetzende Heiliggsprechung. Die Absender: fast ausnahmslos zivilisierte Durchschnittsmenschen, denen nicht im Traum einfallen würde, ihre in Watte gebettete bürgerliche Mittelstandsexistenz gegen dieses so konsequent in den Abgrund rauschende Leben ihres Helden einzutauschen.


    Es ist die alte Geschichte: Lemmy war der Stellvertreter. Eine Kunstfigur, deren simple Wahrheiten Orientierung gaben in einer Welt, die zu durchschauen so viel anstrengender ist als sich von ein paar Marshallwänden bedröhnen zu lassen. Brot und Spiele. Und die Illusion von Freiheit, Exzess und dem allen Realitäten trotzig entgegengerecktem Mittelfinger. Eine Lüge, die man Rock’n’Roll nennt.


    Wie es in Lemmy wirklich aussah, wussten die wenigsten. Man darf aber vermuten, dass einer, der so sterben muss wie er, all diesen hohlen Rock’n’Roll-Mumpitz am Ende zum Teufel wünscht.


    Möge seine Seele Frieden finden.

    "Ich meine, wenn Mikkey (Motörhead-Schlagzeuger Mikkey Dee, die Red.) sich mal das Gehirn wegsaufen sollte kurz vor einem Auftritt, und angenommen, Phil Collins mit seinem lustigen Gesicht sitzt also zufällig in der Garderobe nebenan, okay? So. Und ich bitte ihn nun sehr, seeeehr höflich um Hilfe - wissen Sie was: Der spielt ein komplettes Set von Motörhead! Unfallfrei! So ist das. Ich ziehe meinen Hut."


    :D

    Ian Paice macht Werbung für E-Drums! Wer hätte das vor einigen Jahren noch für möglich gehalten.
    Aber die Dinger klingen schon verdammt gut, muß man sagen.
    Dennoch passen E-Drums und Ian Paice für mich nicht recht zusammen.

    Bei uns ist ab 1.4. ein Proberaum frei.
    Er befindet sich in Bonn Beuel im Industriegebiet und bietet ausreichend Platz und gute Bedingungen.
    Heizung, Aufenthaltsraum, Platz für Equipment, Toilette etc. sind selbstverständlich vorhanden.
    Warmmiete inkl. Heizung und Strom: 150 €
    Bei Interesse PN an mich. Dann gibt es auch Infos zu den Nutzungszeiten.
    Zum 1.1. war schon mal ein Raum frei. Dies ist aber nun ein anderer.

    Ich greife diesen Thread noch einmal auf, weil hier auch die Alpha Boomer erwähnt werden.
    Habe mir ein 19er Crash gegönnt und war überrascht, auf der Rückseite den Aufdruck "Made in Germany" zu lesen.
    Ein kurze Suche im Netz ergab kein wirkliches Ergebnis. Wo und von wem werden diese Becken denn hergestellt?
    Weiß das hier jemand? Danke!

    Da die Suche keinen Treffer ergab, möchte ich an dieser Stelle Rod de Ath, den meiner Meinung nach wichtigsten Schlagzeuger von Rory Gallagher, ehren.
    Habe durch Zufall erfahren, daß er letzten August verstorben ist.


    Er war, wenn die Infos korrekt sind, von 1972 bis 1978 der Mann an den Sticks in Rorys Band. Die Phase darf man sicher als kreativste und vielleicht auch beste Phase in
    Gallaghers Karriere bezeichnen.
    Immer wenn ich früher die alten Scheiben oder Live-Aufnahmen hörte, habe ich gedacht: "wow, der Drummer muß wirklich hart arbeiten, so schnell und viel der da spielt".
    Natürlich nicht, daß schnell und viel gleich gut ist, aber er hat schon sehr "aufwendig" gespielt, wenn ich das mal so ausdrücken kann. Ich finde er hat durch sein Drumming, den Stücken,
    die sich der gute Rory ausgedacht hat, einen guten Groove und echten Drive verliehen.
    Ich glaube seine weitere Karriere nach Rory Gallagher ist dann eher weniger erfolgreich und ruhig verlaufen. Aber allemal, ein Drummer, der es durchaus verdient hat, hier erwähnt zu werden.
    Hier ein Video vom Rockpalast 1977, welches Rod bei seiner "Arbiet" zeigt.



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    OffTopic und meine subjektive Meinung:


    Ich hatte gestern das zweifelhafte Vergnügen eine Band namens Dream Theatre hier in Bonn live erleben zu dürfen. Da sitzt ein Drummer namens Mike Maggi oder so hinter einer Festung.
    Er hat ne Bauarbeiterschutzbrille auf, trägt Schweißbänder und guckt immer ganz angestrengt in die in der Festung installierte Kamera.
    Ehrlich, so ein ungroovendes Geballere habe ich lange nicht erlebt. Selbst die "Balladen" wurden zu gehämmert. Der Sound war einfach nur mechanisch, hatte keinen Bauch und keinen Ton.


    Da muß ich sagen, guck ich lieber den guten Ringo, auch mit seinen vielleicht limitierten Möglichkeiten an. Dauergrinsend, gut gekleidet im Anzug und mit einem schönen Ludwig Schlagzeug.

    Ich denke, damit kann er leben. Hausarrest und Entziehungskur bringen ihn vielleicht zu der Erkenntnis, daß sein bisheriger Lebensstil doch nicht so das Gelbe vom Ei war.
    Und wer weiß, vielleicht sehen wir ihn nächstes Jahr wieder hier in Europa mit AC/DC.

    Jetzt auch im RockHard:


    JOURNEY-Schlagzeuger Deen Castronovo stand bei seiner Verhaftung am 14. Juni unter dem Einfluss von Methamphetaminen, wie Jennifer Gardiner, die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin von Marion County, laut "Statesman Journal" bei einer Anhörung verlauten ließ.


    Offenbar hatte Castronovo sein weibliches Opfer 14 Mal gegen eine Wand geworfen, sie an den Haaren gezogen und zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Direkt nach seiner Verhaftung wurde der Drummer wegen einer Methamphetamin-Überdosis zunächst ins Salem-Krankenhaus gebracht. Das Urteil der Strafverhandlung steht noch aus.

    Ja, habe ich genauso beobachtet. Chris hat wirklich sehr druckvoll und songdienlich gespielt. Die Bassdrum hat alles weggehauen. Im Verhältnis dazu fand ich die HiHat etwas leise - aber vielleicht auch besser so.
    Alles in Allem war die Band super. Ja, es gab praktisch keine Ansagen zwischen den Songs, aber die Pausen waren sehr kurz - alles ok.
    Das war mein 14. ACDC Konzert und der Sound und Druck im 1. Front of Stage Bereich war unbeschreiblich.