Auch das sehe ich natürlich anders.
Schau mal, wir wollen doch recht rockige Musik machen. Da hielte ich es für verkehrt, im Proberaum immer nur mit Rods zu proben, damit es ja nicht zu laut wird.
Folglich proben wir das so wie wir's auch hinterher auf der Bühne spielen. Schön auf die zwölf, mit Schwitzen und so. Was Gehörschutz angeht, mag ich übervorsichtig sein, aber ich übe allein und mit der Band stets mit Gehörschutz (Hearsafe). Das geht mir nicht auf den Sack, denn ich habe mich daran gewöhnt.
Ich würde es sogar in einer Jazz-Combo mit Gehörschutz versuchen, denn auch da ist ein Rimshot zu laut.
EDITH: Schneider war schneller. Wenn ich nach der Probe stundenlang ein taubes Gefühl auf den Ohren habe geht mir das auf den Sack.
Insgesamt hast Du dann das Training dafür, auch mal anderthalb Stunden richtig Gas geben zu können, zum zweiten haben wir den Vorteil, dass wir den IEM-Sound aus dem Proberaum fast 1:1 auf die Bühne mitnehmen können.
Ich lasse meinen kleinen In-Ear-Mischer genau so eingestellt wie ich ihn im Proberaum ausgetestet hatte, die Mikros werden so positioniert wie beim Proben und ich habe gleich ein vertrautes Gefühl, egal, wo ich spiele. Finde ich gut.
Holle