Beiträge von Beeble

    Genau! Da ists viel interessanter den Haufen zusammenzuhalten und sich auf das gemeinsame Spiel zu konzentrieren. :)

    Eben. Noch interessanter wirds wenn man eigene Songs spielt, da ist man immer 100% am Original und muss sich nicht damit rumschlagen was andere mal gespielt haben.

    Mehr Spass machts außerdem mit anderen Musikern etwas neues zu schaffen.


    Die Tücke beim covern als Anfänger ist, das die Songs die leicht zu spielen sind entweder sehr öde sind, den eigenen Geschmack nicht treffen oder auf den zweiten Blick doch komplexer sind als es scheint und man sich daran aufreibt.
    Meiner Erfahrung nach bring es einen schneller voran, wenn man mit deutlich besseren Musikanten musiziert.

    Gitarre: " [bricht den Song ab] "du musst im Übergang zum Solo ein Fill spielen!"

    Ich so: " wie lang ist der Übergang zum Solo?"

    Gitarre: " na so lang.." [daddelt los]

    Ich so: " also 4 Takte"

    Gitarre: "keine Ahnung, halt das hier [daddelt wieder los] plus der letzte Teil vom Refrain"

    Ich so: " was ist der letzte Teil vom Refrain und wie viel Takte spielen wir den?

    Gitarre: " weiß ich doch nicht..du bist doch der Drummer!"

    Ich so: "ok, dann spiel mal bitte den letzten Teil vom Refrain plus den Übergang"

    Gitarre: "ich kann das nur komplett"

    Gesang: "will jemand ein Bier?"

    Ich so: "dann spiel halt den kompletten Refrain mit dem Übergang"

    Bass: "ich geh mal eine rauchen"

    Gitarre: [spielt die halbe Strophe, den Refrain und bricht dann ab]

    Ich so: "hmm das sind 15 Takte"

    Gitarre: "ja kann sein, da kommt dann jetzt nur noch der Wechsel auf A"

    Ich so: pasted-from-clipboard.gif

    Mein Notenwissen ist wohl doch zu beschränkt, um diese Notation tatsächlich zu verstehen.

    Nein, die Darstellung von Schlagzeugnoten in dieser Schreibweise ist beschränkt und meiner Meinung nach auch falsch, unübersichtlich und nicht logisch.

    Begründen werde ich wenn jemand meckert.

    was meinst du mit Grundschlägen?

    Das sind doch nur monophone Viertel- und Achtelnoten in einem 4/4 Takt.

    Denk dir statt der beiden 1/4 doch jeweils eine 1/8 + 1/8 Pause.

    Dann hast du 8 Achtel und es wird nur die 2 und die 4 nicht gespielt


    Edit möchte anmerken, das das da oben davon abhängig ist auf welchem Instrument man das spielt.
    Eine Trommel kennt keine Notenlängen, ein Klavier schon. Klingt dann völlig anders.

    Nicht das sich das so liest als wäre Vintage = schlecht nur weil man alte und schlechte/ungeeignete Mikrofone benutzt.
    Es gibt Mikrofone die seit 40 Jahren und länger nahezu unverändert gebaut werden, weil sie gut sind.

    Musikaufnahmen mit einem billigen Reportermikrofon würde ich dann eher al Lo-Fi denn als Vintage bezeichnen.

    Grundsätzlich ist bei DIN Buchsen die Masse immer in der Mitte, also auf 12 Uhr.
    9 Uhr und 3 Uhr sind für das Signal. Je nach Beschaltung des Geräts für symmetrische Signale oder für Stereo L/R


    Bei 5 poligen Steckern werden meistens die Pins auf 10Uhr und 2 Uhr ebenfalls für ein Stereosignal benutzt.

    Als Hin- und Rückleitung zb. für Geräte zur Aufnahme und Wiedergabe.


    So wie dani808 es verdrahtet hat ist richtig.

    Du verlierst nur den halben Pegel, thats all.

    dass Microsoft vs. Apple (heutzutage) nur noch eine Philosophie-Frage ist. Nun ja, die Philosophie habe ich jetzt.

    ja das ist es auch..bis auf den Bereich der Echtzeitanwendungen. Da ist Apple leider sehr weit vorne im Audiobereich und im Pro Audio Bereich wird man selten eine Windows Kiste finden.


    Aber mit einem Interface an deinem Surface leben zu müssen finde ich jetzt auch nicht so tragisch.
    Ansonsten bis du doch mit dem Teil zufrieden?

    Hier eine Statistik zu deiner rohen Aufnahme

    Die Aufnahme hat einen recht geringen Dynamikumfang und sollte für genügend Headroom zur Nachbearbeitung etwas niedriger ausgesteuert werden, also bei der Wandlung vom Tonband in den Rechner.
    Geht aber gerade noch so. Wahrscheinlich bist du auch gut in die Bandsättigung gefahren wie du versprochen hattest
    Ich habe versucht den Mulm etwas zu entfernen und die HH und allgemein die Hochmitten und Höhen etwas rauszuarbeiten.
    Leider ist wahrscheinlich durch die Position des Mikros die BD etwas untergegangen. Aus dieser Monoaufnahme ist sie so gut wie nicht herauszuarbeiten.


    Die Bearbeitungskette sieht wie folgt aus:


    Das Signal wurde über einen send zu einem IR Plate Reverbgeschickt, so richtig Vintage


    Das ist zwar ziemlich gefährlich und ein Kompromiss auf Kosten der Klangqualität zugunsten von etwas Raum.

    Der Reverb bekommt noch einen EQ mit low-und high cut um das ganze nicht zu sehr zu vermüllen (jaja, nicht vintage, aber das konnte man damals auch schon)


    und der Hall wurde dann auch noch mit einem LA2A komprimiert ( mein lieglings-Röhrenkompressor)



    Dann gings in die Masterig Kette von Ozone:

    Zuerst durch einen Pulteq ähnlichen EQ
    - da kommt dann schon die HH etwas noch oben



    Weiter gehts durch einen Vintage Kompressor

    - fängt etwas die Transienten ab und tut der HH und den Becken gut.
    der arbeitet aber nur ganz minimal.


    dann ein Limiter um die Spitzen abzufangen und ein Stereo Imager, welcher das Frequenzband (leicht) aufteilt und auf einen Stereokanal verteilt.
    Der ist jetzt nicht Vintage, aber gibt dem ganzen ein wenig Glitter und Klarheit. pasted-from-clipboard.gif
    Der Maximizer am Ende hat so gut wie keinen Einfluss auf den Klang und dient einzig dazu das nichts clippt.




    Bo-Diddley-Beat. vintage stereomaster_wide.mp3

    Meint ihr, das lässt sich beheben, oder brauche ich für diese Anwendung grundsätzlich eine gute (externe) Soundkarte?

    Nein, es lässt sich nicht beheben.
    Windows ist anders als Apples OS nicht für Echtzeitanwendungen konzipiert.
    Der Onboardsound wird komplett von Windows verwaltet und abgesehen von schlechten Wandlern ist auch der auch alles andere als linear.
    Diese Soundchips kosten zwischen ca 70 Cent und 5 Euro, sind nicht dafür ausgelegt die Audiosignale exakt zu wandeln und auch die Latenzen spielen bei der Wiedergabe von Videos/Musik/Voicechats oder beim Aufnehmen ja keine Rolle.

    Multimedia bezieht sich hier ja nur auf diese Anwendungen und nicht auf Echtzeitanwendungen wie in deinem Fall.

    Die Asiotreiber externer brauchbarer Soundkarten arbeiten Hardwarenah an Windows vorbei und komunizieren direkt mit der externen Hardware und der DAW.
    Asio4all ist auch nur eine Krücke die sich in Windows reinhängt und quasi einen echten Asiotreiber emuliert. Latenzen bis weit über 100ms sind da durchaus üblich.

    Wenn du dein Keyboard in Echtzeit hören willst, kommst du um externe Soundkarten die ihre eigenen Treiber mitbringen nicht drumrum.

    - Bei einem Macbook sähe das anders aus ;)

    Ich finde Klangvergleiche nur brauchbar wenn auch direkt verglichen wird.
    Ich würde alles ausser BD leicht runterfahren im Mix. Dann einfache 2-4taktige pattern spielen die sich gut loopen lassen.
    Erst jedes Mikro einzeln, dann alle zu einem Track zusammenschneiden wo zb. in jedem Takt das Mic wechselt ohne den durchgehenden Beat zu verlassen.

    Ja cool das du den Weg gehst.
    Habe ich Respekt vor und vollstes Verständniss.
    Auch wenn ich das selbe Ergebniss einfacher und unstressiger ohne Tonband umsetzen könnte.


    Damit es richtig vintage bleibt, würde ich dir zu einen kostenlosen Plate Reverb , erfunden 1957, raten.
    Grafische Equalizer sind ja nicht gerade vinatge, deswegen nimm doch noch den legendären Pultec EQ aus dem Jahr 1951.

    Ein Röhrenkompressor aus den frühen 60er rundet das Paket ab. Alles for free.
    So arbeitest du rein analog wie die Jungs in den 60er , auch wenns nur modelliert ist. :)


    Edit meint, du könntest mir ja mal eine rohe unbearbeitete Aufnahme geben, die dann ganz vintage bearbeitet wird.

    Wie ist der Workflow nach der Übertragung der analogen Aufnahme?

    ok mal etwas zusammengerafft:
    du kommt aus deinem Tonband in das Inteface und achtest darauf das der Pegel etwa bei -18dBfs steht. Den Kanalfader fasst du nicht an, der steht auf Null.

    Dann kommt gegebenenfalls erst ein low-cut wo du zb. alles unter 60Hz abschneidest (abhängig vom Signal, Gesang gerne auch bei 120Hz, Bass bei 40Hz)

    In der DAW hast du noch einen Eingangsregler, den PRE-Gain, damit stellt du das den Pegel so ein das er sich etwa bei -18dBfs tummelt.
    Dann kommt der EQ wo du störende Signale absenkst, das kannst du mit schmalbandigem "sweepen" ermitteln indem du erst stark anhebst, dann wirst du störendes sofort

    ermitteln.

    Danach geht das ganze durch einen Kompressor, der aber auch erst einmal verstanden werden will. Dazu gibt es gute Tutorials.
    Mit Raum meinst du einen Hall? Wenn dies erwünscht ist, kommt der zum Schluss. Auch der ist nicht leicht einzustellen. Benötigt in der Reglel ebenfalls einen EQ.
    In der DAW macht man sowas indem man einen Teil des Signals zum Hall schickt und sich das ganze im Stereoausgang wieder trifft.

    Fangen wir mal ganz vorne in der Aufnahmekette an.

    Da ist zunächst einmal dein gut klingendes Schlagzeug und..der Raum. Der Raum ist das wichtigste in der Aufnahmekette.

    Klingt der nicht gut, wird auch die Aufnahme nicht gut klingen. Da kann man auch nix mehr gerade bügeln.
    Da du mit nur einem Mikrofon aufnimmst, nimmst du den Klang des Raumes auf. Mit Mikrofonen und deren Positionen kann man experimentieren, der Raum ist wie er ist.
    Grundsätzlich kann man sagen, das wenn die rohe unbearbeitete Aufnahme schon nicht gut klingt, wird es nicht möglich sein einen guten Mix zu bekommen.
    (shit in-shit out)


    Zu den Pegeln: Die analogen und digitalen Pegel kann man nicht vergleichen. 0 dBu (analog) entsprechen -18 dBFS (digital). Warum das so ist würde hier zu weit führen.

    Auf dem Tonband strebt man 0 dB als Pegel an, wobei man bei >3 dB schön in die Sättigung fährt und auch der Abstand zum Grundrauschen des Bandes vergrößert wird.
    Digitalisiert man dieses Signal, sollte man auf jeden Fall hohe Pegel vermeiden. Im allgemeinen sollte das Eingangssignal mit -18 dBfs eingepegelt werden. Dabei ist weniger mehr, da wir kein Rauschen in der digitalen Welt haben, bzw das so weit weg ist das wir da keine Probleme bekommen.
    Auch die Effekte in der digitalen Welt, die ja oftmals analogen Vorbildern nachgebildet sind und sich exakt auch so verhalten, möchten am liebsten einen Pegel von -18 dBfs.


    Ich empfehle dir, wie Uli schon meinte, eine DAW. Ob Reaper oder Cubase oder was auch immer ist Geschmackssache.
    Dort kannst du auch ganz analog arbeiten, mit alten Röhren EQs, Röhrenkompressor und so ziemlich allem was in den letzten 70 Jahren gebaut wurde.
    Diese Plugins gibt es von gut bis sehr gut, von umsonst bis preiswert oder teuer.
    Klanglich gibt es keinen Unterschied, zumindest nicht hörbar ob man analog oder digital arbeitet.
    Audio ist recht unklompliziert und auch die Nachbildung analoger Schaltungen und deren Verhalten ist kein Hexenwerk.
    Das ist eher ein philosophisches Problem. Und auch ein nostalgisches


    Der Signalweg ist in einem klassischen Channelstrip zuerst ein Lowcut zu setzen um Frequenzen die man unten rum nicht braucht abzuschneiden, da sie stören und die weitere Bearbeitung sehr verschlechtern. (warum würde hier den Rahmen sprengen)

    Dann nimmt man in der Regel einen EQ um störende Frequenzen abzusenken und gegebenenfalls die schönen anzuheben.
    Danach kommt ein Kompressor. Der ist notwendig um den großen Dynamikbereich etwas zusammenzustauchen, damit das ganze gut hörbar wird.
    -Wir hören ja später über Lautsprecher und da ist so ein großer Dynamikumfang von Nachteil.
    Dabei rücken die leisen Anteile und die lauten etwas zusammen und das ganze wird besser und deutlicher hörbar.
    Den EQ kann man auch nach dem Kompressor setzen, das hängt vom Geschmack und der Situation ab.
    Ich bevorzuge in der Regel die störenden Frequenzen abzusenken bevor sie durch den Kompressor laufen.


    Da du nur mit einem Mikrofon arbeitest bleibt das ganze sehr übersichtlich und ist sicher gut zum lernen.
    Vielleicht willst du später mal mit 3 oder mehr Mikrofonen aufnehmen und weisst schon wie es geht und worauf du achten musst.


    Dein großes Problem was du vielleicht gar nicht siehst, ist, das du ja wenn du deine Aufnahmen ins Netz stellst sie digitalisiert und bearbeitet werden.
    YT und jeder andere Dienst zb. "normalisiert" die Lautstärke gnadenlos auf eine definierte Lautheit. Wenn du nicht schon so ablieferst wie die es brauchen, passieren schlimme Dinge mit deiner Aufnahme. Da sitzt dann keiner am Limiter und achtet darauf das deine Aufnahmen schön klingen.

    Das was du aus deiner Tonbandaufahme hörst entspricht nicht dem was man in deinen Videos hört.

    Ich weiß ja nicht was du da wie aufgenommen hast.
    Das alte Band und die Tonköpfe sind mit Sicherheit zum größten Teil für den Sound verantwortlich.
    Hast du den Soundchip vom Rechner genommen ?
    Du hast da noch kräftig das Lowend angehoben und damit auch unerwünschtes zu Tage gefördert ;)


    In die Bandsättigung darf man mit einem Tonband aber gehen, das gibt schöne harmonische Verzerrungen die meist dem Sound gut tun.


    Der Rest, das es bei 12kHz abfällt, ist einer verlusthaften Komprimierung und/oder dem eventuellen Onboardsoud geschuldet.
    Ohne dein Setup zu kennen ist es schwer alle Schuldigen zu ermitteln.

    Aber ich plädiere auf Freispruch für das Mikrofon, Verbannung für das Band und einer Kur für die Tonköpfe, incl. Reinigung, Entmagnetisierung und Justage.

    Den 40er Jahre Sound nehme ich auch zurück.