Grad gelesen, dass menschliche Ohren eine Latenz bis zu 11ms nicht von einer geringeren Latenz unterscheiden können.
Das ist nicht ganz richtig. Die Ohren können Laufzeitunterschiede im Nanosekundenbreich unterscheiden, sonst wäre räumliches Hören wie wir es haben nicht möglich.
Unsere Ohren sind da recht päzise und können Unterschiede von 0,1ms sehr gut unterscheiden.
Das hat etwas mit Schalllaufzeiten zu tun, ein Schallereignis was etwas versetzt vor dir stattfindet kommt an einem Ohr etwas früher an als am anderen.
Hier sprechen wir von der Verzögerung des Ereignisses bis zum Hören desselben.
Bei einer Feuerwerksrakete hörst du den Knall deutlich nach der Explosion weil sie hunderte Meter entfernt ist. Trotzdem kannst du mit geschlossenen Augen feststellen
ob der Knall von rechts, links oder von vorne kommt, obwohl der Schall zum linken Ohr meinetwegen 300m und zum rechten 300m +10cm unterwegs ist.
Je höher die Frequenz desto genauer können wir orten. Hat was mit Phasenverschiebung zu tun. Gehört aber nicht hierhin ;-)Was du wahrscheinlich gelesen hast und was damit gemeint ist die Zeit die wir noch als gleichzeitig empfinden wenn wir auf ein edrum schlagen und den Sound hören.
Das ist sehr subjektiv und empfindliche Geister bemerken ab ca. 6ms schon eine mehr oder wenige unbehagliche Verzögerung.
Ab 16ms sollte jeder in der Lage sein eine Verzögerung wahrzunehmen.
Mich stört es ab 12ms, was nicht bedeutet das es dann unspielbar wird, macht halt nur weniger Spaß.Die Verzögerung entsteht durch die ganze Rechnerei der Kette. Stichwort Gesamtlatenz.
Das Modul muss den Schlag auswerten, berechnen und ausgeben, der Rechner muss dieses Signal zu einem Sound berechnen und das Audiointerface rechnet diese
digitalen Daten in eine hörbares Analogsignal um welches du dann erst hören kannst, das alles braucht Zeit.
Die Latenzen im Rechner und die des DA Wandlers kann man durch bessere Komponenten beeinflussen, die des Moduls nicht.