An dem Video vom SAE mit direkter Bandaufnahme vs raw digital stört mich, das es kein Vergleich ist, sondern lediglich den Unterschied zwischen reinem unbearbeitetem Audiosignal und einer Bandsättigung abbildet.
Würde man das ganze wissenschaftlich angehen, müsste man in der der DAW natürlich auch eine Bandsättigung einsetzen, im besten Fall mit dem Pendant der verwendeten Studer. Im Video sagt er sogar noch das er ordentlich in die Sättigung fährt, so das das Signal natürlich nicht mehr dem Original entspricht.
Während in der DAW das Signal nahezu unverfälscht aufgenommen wurde.
In einer Mixsession verwendet man sehr wohl auch Nachbildungen analoger Vorbilder, die sich exakt so verhalten wie ihr Hardware Pendant.
Heutzutage wird oftmal hybrid gearbeitet. Man verwendet sowohl Plugins als auch analoge Hardware.
Das recorden in eine DAW hat keine Nachteile und bietet wesentliche Vorteile gegenüber Bandmaschinen, wie unbegrenzte Spuren, editing welches so anlog unmöglich ist.
Vor allem ist es schneller, preiswerter und Soundtechnisch überlegen.
Das analog subjektiv "besser" klingt, ist Sache des Geschmacks und vor allem wie man digital produziert.
Andrew Sheps ist schon vor Jahren weg von analoger Produktion, weil es keinen Unterschied macht ob man analoges Outgear oder deren 100% modelierte Plugin Pentants benutzt.
Der Grund, weswegen in Studios noch Hardware zu finden ist, ist überwiegend der Tatsache geschuldet, das man die Geräte kennt, haptisches Arbeiten damit schneller und einfacher ist und weil es einfach tolle Geräte sind mit denen man schon seit Jahrzehnten vertraut ist.
Eine Schallplatte ist technisch einer CD weit unterlegen. Sie klingt auf Grund ihrer physikalischen Beschränkungen anders, aber nicht "besser"
Eine CD kann man so produzieren, das sie klingt wie eine Schallplatte. Wird aber sicher nicht oft vorkommen, da man sich die Möglicheiten die man hat auch eher zu Nutzen macht, Wie höhere Dynamik, keine Beschränkungen der Frequenzverteilung im Panorama, sehr hoher Rauschabstand und vieles mehr.