Beiträge von Beeble

    Den Test kannst du dir sparen. Mir ist keine DAW ohne Latenzkompensation bekannt.
    Vielleicht einige Multitracker. Zb. Audacity hat so etwas nicht. Dort kann man aber den Versatz berechnen und manuel "automatisieren" lassen.

    Kritisch bis unbenutzbar wird das ja auch nur beim Monitoring während der Aufnahme und beim Reamping, dem Einspielen von VSTi mittels Keyboards, edrums usw.
    Kritisch sind auch zb. Asio4all Treiber auf leistungsschwachen Systemen über den Onboardsound.


    Jeder, der selbst mit geringsten Ansprüchen Multitrackaufnahmen machen will, sollte bereit sein, mindestens 50 Euro zu investieren, die so ein benutzbares Audiinterface mit Direkter Mithörmöglichkeit etwa kostet. Arbeitet man mit Midi und VSTi, dann kommt man nicht umhin seine Hardware gründlicher auszuwählen.

    Leider kommt man als Drummer mit einem einfachen 2 Kanal Gerät nicht weit, deswegen möchte ich noch einen Absatz nachschieben:



    Man sollte überlegen, ob heutzutage die Anschaffung eines Zoom Lx bei den fallenden Preisen von Digitalkonsolen einen Sinn ergibt.
    Vielleicht ist es Unwissenheit in Verbindung mit reisserischem Marketing?
    Ein Plastikgehäuse mit umständlicher Bedienung, ohne Channelstrip, analogem Kanalaufbau, mit stark beschränkter Klangformung (Ein Knopf Kompressor, nur regalbare Mitten im EQ, vorgegebene Effektsetting) Das ganze dann für 900 Euro.
    Dagegen für 1200Euro ein Mixer mit 32 Kanälen, schneller intuitiver Bedienung, 16 Busse, 8 Effektbusse. Motorfader und ein 32Kanal I/O Interface. Vollem Channelstrip für alle Kanäle und Busse, über 100 Emulationen bekannter Effektgeräte. Dazu klanglich einem Zoom überlegen. Absolut tauglich gerade auch Live.


    Man könnte das Thema auch gerne mal auslagern in einem eigenen Thread um darüber zu diskutieren und um verschiedene Anwendungen mit den unterschiedlichen Geräten zu vergleichen. Ich habe in meinem Umfeld leider sehr viele Musiker und besonders Bands, die aus Unwissenheit die falschen Entscheidungen aufgrund von Marketing und/oder schlechter Beratung getroffen haben, was immer in Frust, Ernüchterung und meist in Neuanschaffung endet.

    Ich weiß nicht ob ich dich missverstanden habe. Ich denke nicht.
    Auch war es nicht meine Absicht zu provozieren, wenn du es so empfindest.
    Der erste Teil war mir wichtig, weil man halt mit hohen 2stelligen Latenzen nicht aufnehmen kann.


    Ich gehe aber gerne auch auf den zweiten Teil ein:
    Re-recording aller bereits vorhandenen Spuren? -Was ist ein kleineres Setup?
    Bei kleinen bis mittleren Projekten mit nur 20-50 Spuren benötigt man ein Interface mit entsprechend vielen Eingängen.
    Audiokonverter mit so vielen Eingängen sind in der Regel per se mit guten Treibern und DACs ausgestattet, das Latenz da keine Rolle spielt.

    Das hier thematisierte Zoom mit max 20 Eingängen würde da eh nicht reichen.


    Abgesehen davon, wie bekommt man die bereits aufgenommenen Spuren aus der DAW an die analogen Eingänge?
    Wenn man es denn schafft, die bereits aufgenommenen Tracks zu re-recorden, dann wird bei jedem neu zugespielten Take 2x gewandelt.

    Nimt man Bass, dann drums, danach 2 Gitarren, nochmal Gitarre gedoppelt, dann Keys, 2xVocals und backing Vocals auf,
    dann muss der Bass hier zb 18x gewandelt werden (AD und DA), wärend die backing Vocals nur 1x durch den AD Wandler mussten.
    Ich mag mir gar nicht vorstellen wie das ganze dann noch klingt. Vor allem bei so einem Zoom mit diskret aufgebauten Kanälen.
    Da wird das Rauschen wohl den Pegel des Nutzsignals überschreiten.


    Ich bin neugierig wie und mit welchem Interface du das umsetzt. Vielleicht ein paar kleine Eckdaten zu deinem Setup und was du mit kleineren Setup meinst.

    Einen zeitlichen Versatz der neu eingespielten Spuren zu den bereits vorhandenen hat man in so einem Fall ja mit jedem Interface, mal grösser mal kleiner

    Ein zeitlicher Versatz im unteren einstelligen Millisekundenbereich ist durchaus ok und nicht wahrnehmbar.
    Bei 30ms ist es halt doof, wenn du auf dem Keyboard eine Taste drückst und der Ton erst einen halben Tackt später erklingt.
    Oder du beim eintrommeln 30ms früher spielen musst als die bereits aufgenommenen Spuren. :)

    Noch ne Anmerkung, da du das Gerät auch als Audiointerface nutzen willst.
    Diese L12 bis L20 Teile sind mit Latenzen von mindestens 13ms bis 30ms zum Aufnehmen völlig ungeeignet.

    (abgesehen vom wirklich schlechten Klang der Wandler)

    Was ist mit Zoom Livetrack?

    für 900 Euro bekommt man zu wenig fürs Geld. Auch ist es nur sehr beschränkt nutzbar.
    nur 4 digitale Ausgänge, kein EQ, kein Kompressor, kein Gate, keine brauchbaren Effekte.
    Keine Motorfader, keine Speichermöglichkeiten für ein 100% Recall.


    Ein Compact kostet knapp 300 mehr. Hat aber 32 Ein/Ausgänge,
    32Kanäle mit channelstrip, Effektbusse, Monitor-und subgruppen.

    Viele sehr gute Effektgeräte.

    Und vor allem Motorfader und es ist komplett mit der Audiowelt zu verbinden.

    Außerdem klingt das Zoom12 was ich mal nutzen musste echt nicht gut und zum recorden taugt das nicht.
    Das Zoom 20 wird baugleich sein.

    Meine Frage: hat jemand schon mal ein ähnliches Szenario gehabt, und was habt Ihr getan,

    Wärmepads in die Schuhe und Heizstrahler/Pilze so das dein Oberkörper und besonders die Arme davon was abbekommen.
    Bei 15 Minuten sind die Füße eher kein Problem, die Hände schon.

    auf eine dicke Styroporplatte stellen (mit entsprechender Platte darauf) (bringt das was?)

    Nein! Das Styro ist oben genauso kalt wie unten wenn man es ins freie legt ;)

    Spielt man in einer SemiPro oder Profiband und geht noch einem Job nach, und hat >30 Gigs/Jahr und produziert jedes jahr eine Platte, dürfte der Platz für weitere Bands eng werden.


    Ich spiele nur in 2 Bands, wo alle noch einen Hauptjob haben, mit zusammen weniger als 30 Gigs,
    maximal mit einer Platte pro Jahr und Band, die nebenbei produziert wird. Da wird es schon eng.
    Daneben wenn es zeitlich passt noch einige Studioprojekte oder Aushilfsgigs.


    Allerdings wurde das mit den Bands besprochen, was möglich ist und wo die Prioritäten liegen.
    Kollisionen gab es bisher nur einmal. In der Regel werden Gigs viele Monate im Vorraus geplant, so das dies vermeidbar ist.


    Spielte ich in einer Profiband und würde dafür bezahlt, wären die Prioritäten klar und alle weiteren Projekte stünden hinten an.


    Allerdings in einer "Hobbyband" die maximal 2x pro Woche probt und einmal jährlich auf dem Strassenfest spielt, sehe ich kein Problem das jeder noch ernsthaftere Projekte fährt. -Kenne auch so so Aussagen nicht, wie in dem Zitat oben.

    Da man, bzw ich, in der Regel fürs Monitoring wohl eher mit P16 und dergleichen arbeitet, spielen die Outs da keine Rolle.
    Den einzigen Vorteil vom Wing sehe ich da in der Spannungsversorgung fürs Ultranet.

    Als reinen Monitormischer würde ich das Wing nur nehmen wenn Geld keine Rolle spielt.

    Die haben am Ende einfach nicht ihr Werk mit anderen Sachen verglichen.. da hätten die sofort gehört, wie schräg ihr Werk klanglich ist....

    Ich unterstelle mal, das hier Profis am Werk sind und die genau wissen was sie tun.
    Das hat kein unerfahrener Hobbyproduzent produziert.
    Solange man nicht das Original hört kann man auch kaum eine verlässliche Aussage nur aufgrund dieses YT Sounds treffen.
    Wie ich schon geschrieben habe, es kann auch möglich sein, das sie das falsche Master hochgeladen haben, oder das es gar kein Streamingmaster gibt,
    was dann allerdings recht unprofessionell ist.

    Um das wirklich beurteilen zu können, müsste man das Original hören.
    Was nämlich sehr oft passiert, ist, das oft kein extra Master fürs Streaming erstellt wird.
    Dann werden solche Effekte wie hier noch deutlicher wahrnehmbar.

    Ich kann jetzt nicht feststellen, das es in den letzten Jahren wieder schlimmer geworden ist.
    Bin aber in diesen Genres nicht so intensiv unterwegs.


    Die eigenen Produktionen meiner Rumpelkapellen mische ich so laut wie möglich und so leise wie nötig.
    Aber ist auch immer vom Genre, der Instrumentierung und des Aragements abhängig.
    Auch wenn ich wollte, reichen meine Skills nicht aus, sowas wie hier hinzubekommen.

    Es wirkt auf mich wie alles bis zum Anschlag. Und zwar dauernd. Selbst wenn eine Violine Pizzicato "anhauchen" ;-), würde fliegt mir das Ohr weg. Und das empfinde ich als Hör-Streß erzeugend. Alles scheint für mich zu pumpen oder stressig anzuziehen bzw. "wabert" nach oben

    Das tut es in der Tat!
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, das "junge Ohren" das anders wahrnehmen.

    ja, das ist schon unerträglich laut. Sehr unangenehm. 20 Minuten würde ich sowas nicht durchstehen.


    Man hört deutlich das bei dieser (zumindest hier der YT lossy Version) Produktion das Ziel war, alles möglichst laut ans Limit zu fahren.
    Das geht ja ohne Distortion und extremer Stereobreite kaum. 2-3dB Dynamikrange sind halt sehr anstrengend für unsere Ohren.

    Hier auf der Studioabhöre stört mich auch die sehr deutlich hörbare Automation um eben jede Sekunde voll in den Limiter zu fahren

    und die extreme Stereobreite sowie die zumindest hörbar vollen Pegel in allen Frequenzbändern. - wenn man sich das auf nem Analyser ansieht, sieht man sicher nur ein Rechteck.

    Interessant wäre mal das Original zu hören.


    Ich dachte der loudness war ist vorbei, seit Andrew Sheps den mit dieser unsagbar unhörbaren Metallicaplatte gewonnen hat.