Beiträge von NoStyle

    In dem Fall würde ich nach meiner Erfahrung nach behaupten: Zu tief gestimmt! Gleiches gilt für Floortoms. Man sollte hier keine Angst haben die (Fell)Stimmung ordentlich anzuziehen, deutlich über Faltenwurf hinaus! Tief patschige Rock-Stimmung funktioniert unter solchen Umständen nicht gut.

    Vielleicht kennt das der ein oder andere von Spielmannszügen. In meiner alten Nachbarschaft gab es z.B. einen Karnevals-Trupp - die höher gepitchten Marching-Snares und 18er/20er BassDrums hast Du viele Straßen entfernt schon klar gehört ... :)

    Meinen Senf dazu, da ich als junger Mann viel in BigBands auf Marktplätzen gespielt habe - meist komplett unverstärkt:
    Wie schon geschrieben - draussen verfliegt so ziemlich jede Nuance, die Du hinter dem Set vielleicht noch wahrnimmst, nach 2 bis 4 Metern Abstand ins Nirgendwo. Ob eine 20er oder 22er BD kriegsentscheident ist, wage ich etwas zu bezweifeln. Ja, eine Trommel mit größerem Durchmesser versetzt mehr Luft in Schwingung und hat deswegen etwas mehr Power, aber ich würde definitiv mit geschlossenem Reso-Fell spielen, nur ganz leicht mit Filzstreifen gedämpft. Was im Raum etwas mehr Tiefbass entwickelt macht das auch an der frischen Luft.

    Dazu würde ich generell BD und Toms eher mit etwas dickeren Schlagfellen bestücken und vorallen Dingen generell höher stimmen, damit sich ein klar definierter Ton zumindest ein Stück weit entfalten kann. Toms natürlich auch mit Reso-Fellen und ebenfalls so wenig wie möglich (wenn überhaupt) gedämpft.

    Ob man dann auch noch kräftiger spielen muss hängt dann sicherlich von der Gesamtlautstärke der ganzen Band ab. Gegen 12 bis 15 Blechbläser durfte in der Rhythmusgruppe bei lauten Passagen gerne mal gemetzelt werden - das ist bei Euch möglicher Weise anders.

    Das wichtigste ist aber dass Du die Kollegen gut hörst, gerade Gesang, wenn dieser nur eingeschränkt über Monitore zur Verfügung steht. :)

    Nach den älteren Threads zu urteilen, welche ich alle in Laufe der Jahre hier mal so gelesen hab dachte ich, dass Guss für euch ein Qualitätsmerkmal wäre

    also dein deutliches Plus gegenüber den älteren ...

    Ja und nein - meiner persönlichen Meinung nach ... :)

    Bei den verwendeten Hölzern gibt es durchaus Unterschiede, je nach dem wo sie resourced werden. Birke ist nicht Birke, das gilt auch für andere Hölzer. Bei den 80er High-End Tamas und Yamahas war die Hokkaido Birke durchaus klangprägend. Wunderschön gemasert, feinste Holzfasern und generell waren die Trommeln keine Leichtgewichte. Das lag zum einen an den etwas dicker konstruierten Kesseln und zum anderen an der hohen Dichte des Holzes. Das ist vergleichbar mit der A-Grade Skandinavischen Birke, die Sonor z.B. verbaut hat bzw. noch (vermutlich) verbaut. Auch ein Sonor Lite war nicht wirklich "leicht". Mein Yamaha Stage Custom hat z.B. Chinesische Birke verbaut, 7,4 mm dicke Kessel. Die Textur ist deutlich schwächer bis kaum vorhanden, die ein oder andere Macke im Holz wurde gleich mitverarbeitet und generell sind die Drums erstaunlich leicht dafür. Das lässt auf eine geringere Dichte/Qualität schließen. In etwa solche Qualitäten finden sich nun in den Einsteiger/Mittelklasse Birken-Sets der meisten Hersteller. Klanglich fehlt dann einfach die Nuance Biss, Volumen und Projektion. Deswegen klingen die meisten Birkensets aus dieser Zeit eben nicht weich, leicht "muffig" und "vintage", sondern nach wie vor "modern".


    Guß Spannreifen gibt es ja auch aus verschiedenen Metallen, z.B. Aluminium oder Zink. Früher dachte ich ebenfalls das sei ein Qualitätsmerkmal, mindestens mal bei Snares. Sind ja auch teurer in Material und Herstellung als diverse Stahl Spannreifen. Heute ist das für mich eher eine Frage des Klangs, denn Spannreifen haben, genau wie unterschiedliche Gratung, ordentlich Einfluss auf den Klang-Charakter. Da bevorzuge ich schon lange lieber das weichere, wärmer "singende" Obertonspektrum dickerer Stahlreifen. Andere möchten mindestens bei der Snare den scharfen "Crack" den nur Guß Reifen produzieren können.


    Btw: Ich vermisse bei Hardware und Qualität eher die aufwendigeren Parallel oder Throw-Off II (Semi-Parallel) Abhebungen bei Snares. Mit diesen Strainern konnte man die Teppich Spannung unabhängig vom Druck auf das Reso-Fell einstellen. Das sorgte für mehr Soundvielfalt. Ansprache und Sensibilität, gerade bei leisem Spiel, sind da nochmal eine andere Nummer, weil die Lötplatten nicht auf dem Reso-Fell aufliegen. Wahrscheinlich für viele zu kompliziert, weshalb sich die einfach funktionierenden Throw-Off Abhebungen vermutlich selbst bei vielen Edel-Snares weitestgehend durchgesetzt haben ... :)

    Ich bin kein Tama Experte, aber ich habe die alten Superstars oft spielen können. Die waren damals Tama´s Top-Serie und gehörten zu meinen Traumsets ... :)

    So wie ich die alte Serie in Erinnerung habe war die Verarbeitung in allen Belangen absolut top. Zu der Zeit wurden Kessel gerne etwas dicker konstruiert, ca. 7 Millimeter und dicker. Das Holz war Japanische (Hokkaido) Birke in sehr hochwertiger Qualität (Dichte und Maserung). Hat Yamaha bei der Top-Serie 9000/Recording Custom ebenfalls verbaut und war der asiatische High-End Gegenpol zu dem Nordamerikanischen Ahorn der USA-Hersteller.
    Bezüglich Hardware kann ich nur sagen, dass sie damals oft deutlich besser in Konstruktion, Funktion und Qualität war als das was z.B. Gretsch oder Ludwig produziert hat. Nicht vorhandene Umweltauflagen sorgten vielleicht auch für eine aufwendigere, dickere oder "bessere" Verchromung. Ähnlich wie bei den Sonor Signatures oder Phonics. Einige befreundete Drummer spielen Ihre 80er Superstars immernoch und die Sets sind tiptop in Schuss bzw. leicht zu pflegen oder zu restaurieren.
    Eine Trommel klingt hauptsächlich nach den verwendeten Fellen - da vollbringt auch ein altes Superstar keine Wunder. Ich persönlich würde es trotzdem den neueren vorziehen - natürlich aus nostalgischen Gründen, aber auch weil ich kein Fan von Gußspannreifen oder durchgehenden High-Tension Lugs bin.

    Die späteren Superstars konnte ich ein oder zweimal als Hyperdrive-Variante spielen. Ebenfalls tolle Sets, wenn man sehr kurze Kessel und überlange BassDrums mag. Ausser dem Namen hatte das aber mit den alten Superstars nicht mehr viel gemein. Komplett subjektives Empfinden ... :)

    Ich mach´s kurz:

    Die Sets der 80er sind das neue "Vintage". Sieht man bei Yamaha, wo Drums aus dieser Zeit (9000 oder Recording Custom) stetig steigende Preise generieren - oder man es zumindest als Verkäufer versucht. Gerne verwendete Attribute sind da:

    - MIJ = Made in Japan (Sakae Shells sind ja soooo viel besser als die aktuellen aus China)

    - Rare (Werden nicht mehr hergestellt)

    - Vintage (sag ich ja, 80er)

    Im Endeffekt ist es eine Sache von Angebot und Nachfrage. Oder was man bereit ist dafür zu zahlen. Manche verbringen Jahre mit der Suche nach bestimmten Einzeltrommeln und zahlen sich willentlich dumm und dusselig. Entscheide das für dich selbst.

    Ohne jeden Zweifel sind die alten Superstars ganz hervorragende Sets. Wenn der Preis für Dich stimmt: Kaufen!
    LG

    Toddy

    Grundsätzlich sind Drumset-Kessel, aus einem anderen Material als Holz, schon sicher interessant. Stahl und Glockenbronze, je nach Wandstärke, ist sicher die schwerste Variante. Aluminium dürfte deutlich leichter sein, vermutlich auch etwas "trockener" und "weicher" vom Klangbild - so zumindest meine Erfahrung mit einer Worldmax 13x6 Alu-Snare im 3 mm Wandstärke - eher wie Messing?!?


    Heute Morgen bin ich auf Insta auf Schlagerl gestoßen:

    Drum Sets - Schagerl Drums
    Finde ich bezüglich Kessel (Kupfer/Messing) sehr lecker, besonders der Look der Dark Vintage. Die Hardware sagt mir allerdings nicht zu. Die Preise möchte ich nicht wissen ...

    Mir fällt gerade der Name nicht mehr ein, aber es gab/gibt eine Company, die ebenfalls Kupfer und Messing verarbeitet haben, teilweise gehämmert und mit Holz-Verstärkungsringen, auf denen die Fellauflage eingearbeitet wurde. Konnte ich vor einigen Jahren mal kurz antesten und fand ich sehr interessant.

    Je länger ich spiele und je mehr ich lerne, desto mehr sehe ich, was ich nicht kann. Daher könnte ich rein theoretisch sagen, je fortgeschrittener ich werde, desto mehr mutiere ich zum Anfänger.

    DAS! Ich könnte es nicht besser ausdrücken ... ;)
    Ich spiele jetzt seit knapp 40 Jahren, habe für einen Hobby-Trommler ordentlich professionelle Erfahrungen in Bands, auf Touren, in Studios sammeln können - und trotzdem merke ich immer mehr, das ein Leben niemals ausreicht um zu lernen, was ich gerne können würde. Also: Stetiger Anfänger 24/7 8o

    Für mich sind die Dinger nichts. Klanglich finde ich die nicht so dolle, preislich ist das bisschen Plastik ... naja. Da nehme ich lieber den superdünnen Rohema Tango Stick (aka Essstäbchen) und spiele damit soft oder ich greife zu sowas wie dem Rohema Smooth Poly Brush.

    ...

    Und bei der BD. Fußgefühl, heel down und Wollbeater reichen doch für flüsterleise.... :/

    Jein. Ein Wollbeater ist leise, das stimmt. Allerdings auch sehr weich im Attack. Das passt vielleicht nicht immer und der Adoro Beater ist da schon noch punshiger und knackiger und trotzdem ordentlich leise. Sind schon beides leise, aber durchaus unterschiedliche Klänge.

    Die Sticks sind sicher nicht jedermanns Sache ... klar. :)

    Silent Sticks und Beater habe ich ebenfalls in Gebrauch. Mir helfen sie tatsächlich bei leisen Proben, wo man selbst mit dünnen, leichten, gestreichelten Sticks noch für Mitmusiker zu laut ist, oder auch akustisch etwas problematischen Räumen.

    Der Beater für die BD ist super. Die Sticks sind - natürlich - auch nur ein Kompromiss, aber ein guter, finde ich. Bauart bedingt sind sie sehr leicht, dünn und flexibler, deshalb ist der Sound auch "dünner", was zur Lautstärkenreduktion beiträgt. Cymbalsound, Rebound usw. sind aber deutlich besser als bei Rods.

    Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit diesen Tools.

    Hallo zusammen.
    Leider ist mein jetziger Proberaumkomplex zum Jahresende aufgelöst worden. Dazu musste ich meinen Wohnsitz von Köln (Hürth) nach Kerpen verlegen.
    Ich suche daher eine Räumlichkeit, wo ich an den Wochenenden trommeln kann. Nur ich als Einzelperson Samstags und Sonntags, keine Bandproben. Mein Equipment würde ich immer mitbringen und auf/abbauen.


    Über Angebote würde ich mich sehr freuen. Ebenso über Hinweise wo ich vielleicht gezielter suchen kann, da ich hier noch ortsfremd bin.


    Danke und viele Grüße

    Toddy

    Der neue Server kostet uns jedenfalls nur 250-350 € im Jahr inkl. Domains, der alte lag bei über 800 €. Da mussten wir jetzt jedes Jahr ums überleben kämpfen, jetzt ist es viel einfacher zu finanzieren. :)

    Ist schon gut so! :thumbup: :)
    Okeee, mein Avatar ist "futsch" 8o und auch sonst muss ich mich kurz etwas umgewöhnen. Trotzdem danke für all die Mühe!

    LG
    Toddy

    Hmmm ... klingt vielleicht komisch, aber ich finde den gezeigten Verschleiss grundsätzlich jetzt nicht sooooo ungewöhnlich. Nur die Kürze der Verschleisszeit ist möglicherweise zu ergründen ...


    Ich habe auf meinen beiden 13er Snares jeweils einen Puresound 30 Spiralen-Teppich mit dünnem Ambassador (Hazy?) Snare-Reso-Fell. Im Spielbetrieb ist der Teppich nicht sonderlich stark gespannt. Ungespielt entspanne ich den Teppich bzw. die Snares wandern in die Tasche. Die Unterseite schütze ich mit einem alten umgedrehten Snarefell für den Transport.


    Über kurz oder lang dehnen sich die Spiralen nunmal, in Abhängigkeit wie stark man sie spannt, wie oft man spielt usw.. Das erwähnte Durchhängen kann eine Ursache sein. Ein etwas lockerer gespanntes Reso-Fell schwingt viel extremer als mit dem bloßen Auge wahrnehmbar - auch ein Faktor, der über die Zeit die Spiralen ordentlich dehnt. Selbst ein hoch gestimmtes dünnes Reso schwingt viel viel heftiger als man denkt! Transport natürlich. Und natürlich das Snarebed! Ist es vielleicht nicht zu flach, sondern im Gegenteil sogar überdurchschnittlich tief?!? Eine reine Vermutung, wenn der Teppich selbst nicht stark gespannt ist, sich aber ordentlich ins Reso-Fell bohrt ... ?!? Ich würde fast auf die letzteres tippen, denn so starke Abdrücke des Teppichs auf dem Reso habe ich bei mir nicht. Meine Snarebeds sind allerhöchstens 3mm tief und laufen sehr breit und weich ...


    Ich persönlich bin auch überhaupt kein Fan von Schnüren! Stattdessen tun sauber geschnittene Stripes aus dünnen alten Reso-Fellen einen hervorragenden Dienst. Die schneiden sich nicht auf Dauer durch das Reso in das Snarebed (ist mir tatsächlich schon passiert!) und eine ausgeglichene Ausrichtung/Spannung des Teppichs ist auch gegeben.

    Sonor hat soeben ein Video mit den Neuheiten 2021 rausgehauen, hierbei gab es auch einige neue Produkte in der Vintage Series zu vermelden:
    https://www.youtube.com/watch?v=Vj9EW-qa91E&feature=youtu.be


    Ein toll gemachtes, sehr unterhaltsames Video, finde ich! :thumbup:
    Besonders bei den neuen Finishes Silver Glitter/Sparkle und Rosewood für die Vintage Serie bekomme ich größte Kaufgelüste. :love: Dabei wollte ich doch kein High-End Drumset mehr und hab eigentlich alles was ich brauche ...

    Ein echter Standard in Bezug auf die Abstände ist mir nicht bekannt.
    Ich würde persönlich bei einer gleichmäßigen 120 Grad Teilung der Beine bleiben. Beim Abstand zur Gratung scheint es auch keine feste Regelung zu geben. Yamaha´s "Nodal-Point" z.B. ist für mich eher Marketing als ein Gewinn für die sogenannte Resonanz des Kessels. Das Verhältnis 1 zu 5 bzw. 4 zu 5 ist aber funktional und optisch sehr ansprechend.
    Eine andere Überlegung wäre auch die Umrüstung auf Floortom-Rims. Dann wärst Du bezüglich Winkelung flexibel und ersparst dir die Bohrungen.