Beiträge von NoStyle

    Ich benutze auch ausschließlich Yamaha Hardware, für Cymbals Stative aus der 700er und/oder 600er Serie. Was bei Yamaha klanghemmend bezüglich Nebengeräusche ist, ist der Umstand dass es nirgendwo direkten Metal auf Metal-Kontakt gibt. Die Rohre und Beine werden über Plastik/Gummi geklemmt, was schon deutlich klangneutraler ist. Die Filze sind schon recht groß und hoch, das stimmt schon. Allerdings ist der Filz eher hart bzw. dicht, sodass man ihn gut schneiden kann. Ich habe die unteren Filze so belassen, die oberen in der Höhe halbiert, damit ein Cymbal frei schwingen kann und weniger gedämpft wird. Die unteren Fize könnte man auch noch konisch schneiden um die Auflagefläche zu verringern.
    Jedenfalls hast Du mit Yamaha eine gute Wahl getroffen. :)

    Hallo,


    welche Dämpfungsfelle ... könnt ihr mir bitte für Snare, Toms, HH, Becken, Bass empfehlen, um diese möglichst leise zu bekommen, wo aber das Spielgefühl noch einigermaẞen ok ist quasi? ...


    Wäre im Falle 1 und Problem mit den Nachbarn denn nicht das Aufziehen von Meshfellen das simpelste? (inklusive Podestbau, damit der Trittschall gedämmt wird). Und bei Becken Silentbecken? Bronzebecken totdämpfen geht schon, aber ein richtiges Spielgefühl wird nicht aufkommen, wenn man auf etwas kloppt, das nicht mitschwingt.


    So wie tschino habe ich es auch gemacht - alles andere ist meiner Meinung nach nur ein fauler Kompromiss. :)
    Meshheads haben ein fast identisches Spielgefühl wie "richtige" Felle, vielleicht etwas mehr Rebound. "Sound" produzieren diese so nicht unbedingt, aber da das Reso-Fell mitschwingt klingt es nicht ganz tot.
    Am wichtigsten ist aber eine Isolierung des Trittschalls! Egal ob totgedämpftes A-Set oder E-Set - das Spielen der BD ist der größte, durchsetzungsstarke Störfaktor ...

    Ich persönlich würde auch eher den Phonic Kessel nebst Böckchen nehmen. Das Holz dürfte härter und wertiger sein (9 Lagen Buche). Die Böckchen vor allem dürften strammere Stimmungen, wie bei Snares durchaus üblich, auf Dauer problemlos mitmachen und sind zudem super stimmstabil.

    Ja, sehr traurig. Edo war meine erste Begegnung mit deutschsprachigem Soul - "Schweben" und "Ich frag mich" haben seit den 80gern einen festen Platz auf der/meiner All-Time-Favorite-Playlist. Sing mit den Engeln Edo. ;( ;(

    Jupp! Mein Arbeitgeber hat ein großes Fotostudio mit Küche und sehr großer, leicht erhabener Herdplatte. Eine 18er DB passt drauf, eine 20er BD steht leicht über, geht aber. Ceranfeld ist natürlich kein Garant, zum Überprüfen grober Schnitzer reicht es aber allemale ... :thumbup:

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
    Tatsächlich stört mich "Flickschusterei" auch, und als solche habe ich diesen Fall durch Eure Kommentare nun auch verstanden.
    Das hat mich jetzt dazu bewogen, mit dem Händler Kontakt aufzunehmen.
    VG Thomas


    Hallo Thomas.


    Genau das würde ich empfehlen (Händler Kontakt)!
    Ich habe ein Stage Custom (MY2017/2018) mit 10/13/16 toms, 18/20 Bass-Drum. Die Gratungen an meinen Kesseln sind überall einwandfrei. Grundsätzlich sind sie eine doppelte 45 Grad Gratung, platziert im ersten Drittel/der dritten Holzlage von aussen, bei den Toms tatsächlich recht scharf, bei den Bass-Drums etwas runder und zumindest Ceranfeld-Plan.
    Ich denke, dass angesichts des sehr günstigen Preises die Qualitätskontrolle entweder geschlafen hat, oder es innerhalb einer großzügigen Toleranz liegt. Ich würde umtauschen bevor Du Dich ärgerst.


    Es gab beim Relaunch des Stage Custom in 2014 einige Videos von Jim Haler (Yamaha Produkt-Manager Akustik-Drums), bei denen er die diversen Überarbeitungen erklärt. Die wichtigsten sind wohl die Absolute-Lugs, etwas dickere Kessel (wegen dickerer Holzlagen) und eben schärfer ausgeführter Gratungen. Das von orinocco gepostete Bondeo-Video bezieht sich auf das Vorgänger-Model und ist deshalb nicht mehr aktuell.


    LG
    Toddy

    @ DrumDiva123: Ich hoffe das ist nicht zu off-Topic, sondern vielleicht trotzdem interessant für Dich ... ! ^^



    Ich hatte bisher noch keine White Suedes drauf, wie ist denn die Oberfläche? Ganz glatt oder angerauht? Kann man da mit Besen einigermaßen arbeiten? Dann wäre das wirklich mal ne Alternative zum Testen.


    Hallo trommla,


    es gibt auch ganz glatte Versionen. Die nennen sich dann "smooth white", kenne ich persönlich aber noch nicht.


    Die Textur der white Suede im Vergleich zu einem Coating ist schon spürbar feiner. Vielleicht vergleichbar wie 1000er Schleifpapier (white Suede) zu 600/700er Schleifpapier (Coated). Ein rein subjektives Empfinden, wenn man mit den Fingerspitzen darüber fährt.
    Ich hatte eben noch ein 12er Ambassador Coated und 13er white Suede Ambassador in der Hand gehabt. Dazu auch mal mit einem Besen drauf gespielt/gewischt. Die Kratz/Wisch-Geräusche sind beim Coated schon härter und prägnanter als beim white Suede. Für Besenspiel eignet sich das Coating sicher besser, ist aber auf der Textur nicht unmöglich bzw. nur deutlich weicher.
    Falls Du zwei oder mehrere Snares hast, würde ich ein white Suede Ambassador definitiv mal ausprobieren! Sie sind ja nur minimal teurer. Ich persönlich spiele schon mit dem Gedanken diese als Reso-Felle für die Toms zu nehmen. Ist optisch etwas "oldskooliger" und der Klang würde im Vergleich zu Ambassador Clear etwas "angefettet" werden.


    LG
    Toddy


    Ich versteh das ja bis heute nicht. Mein Remo-Coating hab ich noch auf keiner Trommel zum Aufgeben bewegen können. Klar schmirgelt sich das auf der Snare im Laufe der Zeit etwas ab, und dreckig wird's leider auch. Aber zumindest gegen den Dreck hilft klares Wasser.


    Verstehen tue ich das leider auch nicht immer - manchmal erwischt man eine Charge, dessen Beschichtung sich schnell abspielt ... bei der Snare braucht das dann nur ein intensives Probenwochenende - und schon ist das Coating in Teilen weg. Bei den Toms dauert das natürlich etwas länger, aber das kenne ich auch ganz anders.
    Aber anyway: Jetzt, mit den white Suedes scheint das deutlich anders/besser zu sein. Eben wie beschrieben etwas lebendiger bezüglich Klangbild. Gerade bei den Emperors fällt mir das positiv auf und gefällt mir viel besser als die Coated E´s - die fand ich auf manchen Toms etwas leblos. Die Textur spielt sich natürlich flach/glatt, aber Schmutz/Stickmarks sammeln sich nicht bzw. lassen sich leicht entfernen und es gibt keine Coating-Abplatzer. Insgesamt finde ich die white Suedes wirklich gut bzw. "besser" als die coated Remo´s.

    Clear Felle sind ja bekanntlich nicht alle gleich, sondern gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Da stellt sich die Frage, was man sich von welchen Clear-Variaten erhofft ... mal unabhängig von Sonor Vintage?
    Wenn man einen knackigeren Attack und generell offeneren Klang sucht, trotzdem "stilecht" das Vintage bestücken möchte, würde ich die Remo White Suede mal in den Raum werfen.
    Mich nervt der recht schnelle Verschleiss der Remo Coated Felle inzwischen, also habe ich mir vor knapp einen Monat diese Varianten als Ambassador für die Snares und Emperors für die Toms gekauft. Mein persönlicher Eindruck ist, dass die White Suedes insgesamt angenehm offener und lebendiger als die Coated-Geschwister klingen. Die Emperors vielleicht sogar noch etwas knackiger als Coated Vintage Ambassadors, welche eigentlich dünnere 2-Ply Felle sind. Die White Suedes haben eine feinere Textur und die Farbe ist in die Folie eingearbeitet, das lässt sie rein optisch schon deutlich später verschleissen. Fast schon bedauerlich dass ich diese erst jetzt entdeckt habe ... aber die könnte ich mir auf einem Sonor Vintage sehr gut vorstellen. :)


    Ja, mit dem Video kann man sehrwohl etwas anfangen und nein - es ist kein Witz! :D


    Es zeigt Dir, trotz oder gerade wegen Youtube-Komprimierung, Smartphone-Recording, oder was man auch immer an Gegenargumenten finden möchte, das die Unterschiede zwischen verwendeten Materialien (Holzsorten, Acryl), Kessel-Konstruktionen usw. keine riesigen Unterschiede aufweisen, sondern sich in relativ kleinen Nuancen abspielen! Hörbar nur im direkten A/B Vergleich. Genau wie bei aufwendig produzierten Produktvideos wie z.B. das gepostete DW Vergleichsvideo, oder in denen von anderen Marken. Die wären dann auch ein Witz, sind sie aber nicht, denn sie zeigen die vom Marketing schöngeredete, aber relativ unspektakuläre Realität: Der Klangunterschied zwischen einem unteren Mittelklasseset vs. einem hochwertigen ist deutlich kleiner als der Preisunterschied. That´s it. :)


    Deshalb: Kauf was Dich emotional anspricht, was Dir optisch gefällt, oder mit dessen Firmenphilosophie Du dich identifizieren kannst! Wenn es jetzt ein Sonor Vintage ist ist doch prima - das ist ein wirklich tolles Drumset!


    Und ja - bei/ab einer bestimmten Preisklasse spielt die Optik eine sehr wichtige Rolle, da sind reibungslose Funktion und sehr gute Verarbeitung obligatorisch und man hat entsprechend Auswahl. Ich persönlich brauche bei Snares, Toms oder BassDrums kein High-End mehr - mir reicht ein Stage Custom völlig, denn es hat funktional und klanglich alles was ein sehr gutes Drumset braucht. Dafür ist die Optik sicher ein Kompromiss, aber ich kann gut damit leben und ändere das, sollte es mir nicht mehr zusagen. :)


    Hier ist viel richtiges gesagt worden, aber bei manchem sträuben sich mir die Nackenhaare ... sorry :D


    Ganz ehrlich, ich bin ganz bei Post 35 von Wolf P.: Wenn Dir ein Set von Ludwig oder Gretsch oder wem auch immer zusagt, dann kauf es Dir - und zwar in exakt dem Finish und den Größen die Dir gefallen. Es gibt wirklich nichts was gegen eine 20er BassDrum spricht - ist wie 22 universell einsetzbar. Geh mal in einen Shop, lass jemanden ein beliebiges Drumset spielen und stell Dich selbst mal einige Meter entfernt davor. Den Schub, den selbst noch kleinere BassDrums geben können, ist aus der Spielposition oft nicht wahrnehmbar.


    Egal ob man High-End oder untere Mittelklasse kauft - es gibt fast so gut wie keine schlecht produzierten, funktionierenden oder klingenden Trommeln mehr. Und viele Hardware-Komponenten oder ganze Sets werden schon seit Jahrzehnten in Taiwan, Indonesien oder China produziert.


    Zum Thema Holz oder Kesselkonstruktion einfach mal folgendes Video anschauen/hören, bevor man z.B. solchen Aussagen glaubt:
    " ... sonst würde es ja bedeuten, dass praktisch jedes Schlagzeug grundsätzlich gleich klingt - und das ist mitnichten (!) der Fall. Das Sonor Vintage und das Prolite sind z.B. zwei Schlagzeugserien, die unterschiedlicher gar nicht klingen können. Ein Gretsch USA Custom mit nahezu identischen Größen wie das Sonor Vintage klingt auch anders. Drei völlig verschiedene Instrumente."


    https://www.youtube.com/watch?v=WCg-tzxJZuQ

    LG


    Ich habe das Yamaha EAD10 ebenfalls seit einigen Wochen und kann Moe Jorello´s Aussagen nur bestätigen.
    Die erste Installation und Signal-Pegelung ist wichtig und sollte vernünftig gemacht bzw. an Dein Spiel angepasst werden, dann ist jeder Auf/abbau "set and forget". Etwas damit beschäftigen und die Bedienungsanleitung studieren macht schon Sinn, bevor man out of the box damit auf die Bühne geht. Prinzipiell ist die Bedienung und Funktion aber sehr einfach und recht übersichtlich.


    Mein bisheriger Eindruck:
    - Tatsächlich bekommt man recht schnell einen natürlichen und unverfälschten Sound hin. Deshalb sind Felle, gute Stimmung und eventuelles Dämpfen die wichtigsten Baustellen.
    - Die gebotenen Effekte sollte man behutsam einstellen, da sie auch bei geringer Parameterstärke deutlichen Einfluss haben. Ich habe für den Fall immer ein paar Takte Beats aufgenommen, dann abgehört und gegebenenfalls nachjustiert.
    - Gleiches gilt für die Samples. Wenn man solche unterlegt bedarf es schon Feinarbeit, damit Sound und Tuning passen.
    - Das Center-Mikrophon nimmt durchaus Umgebungsgeräusche auf - hier sollte man auf der Bühne schon darauf achten, ob Monitore, Verstärker/Boxen usw. so weit wie möglich wegstehen, oder nicht in Richtung Drumset strahlen.

    Ich werfe noch das Yamaha Stage Custom in die Runde. Dieses gibt es in verschiedenen Konfigurationen, auch mit zusätzlichem Hardware-Paket.
    Das Preis/Leistungsverhältnis der Stage Customs ist kaum zu schlagen. Klang und Verarbeitung der Trommeln sind sehr sehr gut. Gleiches gilt auch für die Hardware, welche meist aus der 700/750er Serie besteht, robust ist und einfach in der Handhabung.
    Einziger "Nachteil" sind die günstigeren China-Felle. Die kann man aber auch erstmal runterspielen, dann zumindest die Schlagfelle gegen andere tauschen.


    Stabilität/Robustheit ist eine Frage des ordentlichen Umgangs der jeweiligen Trommler mit fremdem Equipment! Bei normalem Gebrauch verschleissen die Felle nunmal, alles andere sollte viele Jahre halten. Zumal das Set wohl nur im Proberaum verbleibt.
    Hier sollten sich die Benutzer aber auch mal zusammentun für eine Art Kaffee/Fell-Kasse. Wenn da mehrere drauf rumdaddeln können diese auch mal gemeinsam in Felle investieren von Zeit zu Zeit.


    Bezüglich Cymbeln: Ich persönlich gebe meine nicht mehr aus der Hand bzw. lasse andere drauf spielen und nehme sie zu Proben mit und wieder mit nach Hause. Zuviel schlechte Erfahrungen in vielen Jahren ...
    Auch hier sollten die Trommler vielleicht mal die Köpfe zusammenstecken und eine adäquate Lösung suchen ... ?!


    Bezüglich Felle: Klar und doppel-lagig (z.B. Demo Emperor) sind lange haltbar und bedienen eine große soundliche Bandbreite - je nach Stimmung.

    Wikipedia sagt unter anderem folgendes:
    "... Blaine spielte auf mehr Hitsingles als jeder andere Schlagzeuger der Rockgeschichte. Seine Diskographie umfasst 40 No. 1 Singles, 150 Top 10 Singles und 35.000 Songs, auf denen er vertreten war. ..."
    Das sagt wohl alles - hier geht ein ganz großer! Rest in Peace Hal. ;(

    Meine Tama IC etwas älteren Baujahrs steht auch bombensicher. Ein Zweibein hat den Vorteil, rechts UND links davon noch ein Pedal zu vertragen. Wer also neben Double Bass noch Fußcowbell oder Remote Hat spielt, gewinnt Beinfreiheit. Für DB alleine reicht ein drehbares Dreibein.


    Mir schon klar ... war ja nur ne Frage ... :)
    Mich wundert es allerdings dass Ihr die alle wackelfrei bespielbar bekommt?!? Meine Erfahrungen mit den High-End DW´s, Pearl, Tama und Yamaha´s fand ich wenig befriedigend, egal wie ich die alle aufgebaut habe.
    Aber ist auch egal und Off-Topic!

    ... Wer es genauer wissen will kann ja mal hiermit anfangen: Properties of drum shells and bearing edges ...


    Hallo nils,


    Du hattest mir mal vor vielen Jahren einige Unterlagen zukommen lassen, darunter auch die oben verlinkte Abhandlung über Bearing Edges.
    Am letzten Wochenende stolperte ich zufällig über eine weitere Abhandlung (siehe Anhang), recht passend zum gerade diskutierten Thema. Nennt sich "The passive Shell Theory" aus dem Werk "The Drummers Drum 1987", verfasst von diversen Professoren und Doktoren, unter anderem von der Uni Braunschweig. Hast Du das zufällig? Ich werde da auf Anhieb nicht fündig ...


    LG
    Toddy