Beiträge von NoStyle

    Tja, bei Anika muss sich das "arme" Vintage Pure Light Ride, vermutlich eines der trockensten Rides im Meinl Portfolio, auch gegen z.B. eine Traditional Heavy Hihat behaupten. Könnte schwierig werden ... ^^

    Zwischen "sehr lauten, durchsetzungsfähigen" Becken und "superdünn-trashig-dunkel" gibts ja noch einige Zwischenstufen.

    Ich finde, dass Becken letzterer Gattung bereits aus ein paar Metern Entfernung im Musikkontext absaufen. Vor allem auf kleineren Bühnen, wo nicht alles bis ins Detail durchmikrofoniert ist, haben solche Wabbelbleche kaum Tragweite. Ich rede hier nicht von Akustik-Jazz, sondern schon eher von gemäßigtem Rock, Funk und ähnlichen Sachen.

    Natürlich spielt da auch persönlicher Geschmack mit: Für mich ist es unverständlich, wie man in einer Band, wo elektrische Gitarren und/oder Keyboards mitspielen, auf dunkle, trashige Becken stehen kann. Sowas gefällt mir nichtmal im Jazz, aber im Rock finde ich es richtig furchtbar. Ich weiß, dass das mittlerweile trendy ist, um möglichst "low-fi" zu klingen. Auf mich wirkt so ein Klang aber nicht edel. Und ich mag es edel. :Q

    Ich widerspreche in Teilen! ;)

    Cymbals sind eine ganz persönliche Geschmacksache. Ich habe 3 paar HiHats, 3 Rides und eine Anzahl von Crashes/FX-Cymbals angesammelt, welche von relativ dünn/leicht bis ca Medium rangieren. Die funktionieren sicher nicht mehr optimal für Rock, insbesondere der härteren Gangart. Aber so einen Bandsound habe ich viele Jahre gemacht und bin inzwischen seit über einer Dekade in deutlich ruhigeren Gefilden unterwegs. Genau dort spielen mir solche Cymbalsounds fett in die Karten. Zum einen möchte und muss ich nicht mehr kräftiger spielen und zum anderen sind solche Cymbals deutlich "mittiger" und schneiden deshalb trotzdem beachtlich gut durch - nur eben nicht "aufdringlich" sozusagen. Auch live im kleineren Rahmen, bei Proben oder auch ganz besonders bei Recordings.

    Trotz Keyboards und verstärktem Bass und Gitarren saufen die keineswegs ab ... :thumbup:

    Schön das es passt! :thumbup:


    Ich denke, Geschmäcker ändern sich im laufe der Jahre. Ich war früher auch eher bei klassischen 14er HiHats, 16+18 Crashes und 20er Rides. Damals mochte ich den "helleren" Sound und die etwas schnellere Ansprache.
    Inzwischen hat sich das total umgekehrt - 16er HiHats, Crashes von 19 bis 21 Zoll und kein Ride unter 22. Eher 23". Dazu dünn, leicht, extrem stark gehämmert, tendenziell eher trashig dunkles Klangbild. Das ist aber stark abhängig von der gespielten Musik!!! Die Zeit runtergestimmter Gitarren und Bässe und Volume-Poti auf 11 sind für mich vorbei. Dementsprechend braucht es keine "durchsetzungsstarken" Cymbals mehr - im Gegenteil - so habe ich eine angenehme Lautstärke, angepasst an eine dezentere Spielweise und habe trotzdem einen vollen warmen Sound, welcher sich nicht "durchsetzen" muss.

    Hat allerdings einen "Nachteil", wenn man in die jazzige Klangwelt eintaucht: Man mutiert unbemerkt zum Cymbal Nerd/Fetischist - mit entsprechenden Geldausgaben ... :D

    Genau!
    Ich denke, mit dem 22er Istanbul Mehmet Kiko Freitas Signature Ride hast Du eine gute Wahl getroffen - und trifft so ziemlich meine theoretische Beschreibung vorher - also sich eher bei den größeren, leichten, jazzigen Rides umzuschauen ... ;)
    Und ja (!!!) man kann auch im leiseren Kontext die Beckenkuppe mit dem Stickschaft spielen - das ist alles eine Frage des passenden Equipments und angepasster Spielweise. :thumbup:

    Hmmm ... eine leisere Beckenglocke geht zum einen über die Größe, zum anderen über Dicke/Gewicht.

    Ich würde für solche Gelegenheiten, falls Cympads nicht so funktionieren, mal eher nach größeren, dünnen und leichten Rides schauen. Am besten sehr stark gehämmert, relativ raw gelassen und mit eher kleinerer Glocke. Also jazzy Thin Rides, oder auch Thin Crashes. Definitv größer als 20 Zoll - eher 22 Zoll und größer. Das gibt es in handgehämmerter türkischer B2x Bronze in allen Preisklassen. Solche Cymbals haben einen sehr tiefen, eher trockeneren Pitch, welcher nicht so aufdringlich ist und als "laut" empfunden wird. Zudem klingen diese leicht(er) bespielt schon voll und werden erst bei kräftigerer Spielweise vielleicht zu dünn im Klang - aber solche kräftigen Dynamiken sind dann ja nicht angesagt.

    Nimm irgendeine Snare in 14 x 5.5 oder 14 x 5, Guß-Spannreifen, mindestens mittelhoch gestimmt und lege ein prall gefülltes Portemonnaie zwecks Dämpfung auf´s Schlagfell??? Für so einen Sound braucht es keine spezielle Spezial-Signature Snare, finde ich ...

    Wie trommla denke ich auch inzwischen, das Dir ein 10er Tomtom, egal wie gestimmt, einfach nicht gefallen mag - und das ist voll in Ordnung! Kleinere Toms klingen für meinen persönlichen Geschmack einfach besser wenn sie tendenziell höher gestimmt sind, dann singen sie schön knackig, das ist aber nicht jedermanns Sache. Relativ tief gestimmt klingen sie dann vielleicht im Vergleich zum 12er oder 13er Tomtom nicht voll genug.
    Deshalb vielleicht 12/13/16 versuchen, oder 12/14/16, wenn es denn 3 Tomtoms sein sollen ... ?!?

    Ich habe im Laufe der Jahre einige verschiedene Set-Ups durchprobiert - wie vermutlich nahezu alle hier. Seit den späten 90ern dann viele Jahre auf einem 5-Piece Set-Up gespielt, mit 10 RT + 13 RT/ + 16 FT. Mal waren 10er und 13er leicht nach links versetzt, für eine bequemere Ridecymbal-Position. Mal war das 13er in der Position eines kleineren zweiten Floortoms. Hat alles gut funktioniert und war in allen Fällen sehr ergonomisch.


    Inspiriert von Dom Famularo habe ich irgendwann mal die Racktoms getauscht und fand es nach einiger Eingewöhnungszeit ziemlich gut. Natürlich musste ich gewohnte Abläufe vergessen und neue erarbeiten - im Gegenzug hat es mich wieder dazu verleitet mehr mit Rudiments zu spielen und als Rechtshänder die linke Hand wieder "aktiver über das Set" einzusetzen, wenn man das so sagen kann.


    Jetzt spiele ich schon viele Jahre ein 4-Piece Set-Up, mit 12 RT + 16 FT. Nach etwas Tüftelei bleiben alle Cymbals und Tomtoms in fixer Position. Nur wird nach Lust und Laune zwischen einer FX-HiHat oder einem 10er RT getauscht.


    Also: "Genervt" hat mich das zweite kleinere Racktom nie, egal wo es positioniert war. Auch habe ich kein "systematisches Problem" - für mich alles eine Frage des Set-Ups. Was brauche ich überhaupt, wie setze ich es ein und wie ergonomisch ist mein Aufbau, um alles flüssig mit beiden Händen bespielen zu können.

    Aber das "Problem" scheint mit dem vertauschten Aufbau der Racktoms ja gelöst zu sein???

    Wie hoch die sitzt!

    Danke für die links!

    Ja - das finde ich bei Roni auch interessant. Sie hat dabei diesen ergonomischen Set-Aufbau, mit niedrig hängenden Cymbals. Sie spielt die Drums "von oben" sozusagen und entwickelt dabei eine große Dynamik von soft bis volle Power. Da sie in Ihren Solo-Projekten auch singt, dürfte diese Sitzposition sicher auch von Vorteil sein.


    Naima hat da eher den klassischen Setaufbau, mit hohen, stark angewinkelten Cymbals. Aber sie hat die HiHats recht hoch - das sieht man auch eher selten. Bei Naima fasziniert mich Ihre crispe, kontrollierte Technik, mit der sie trotzdem auch eine breite Dynamik entwickeln kann.

    Ich mach´s kurz, damit es in diesem Thread wieder um´s Eigentliche geht: Tolle Trommlerinnen:


    Höre mich seit einiger Zeit wieder viel in jazzigen Gefilden um. Diese beiden Damen faszinieren mich, jede auf Ihre eigene Weise. Roni kann eine tolle Power entwickeln und hat eine angenehm "freche Art". Naima hat diese (für mich erstrebenswerte) leise und schnelle Technik und schafft es immer wieder, auch im wilden Notengemetzel die Akzente zu treffen. Auch Ihre Setups und Sounds der beiden gefallen mir sehr.


    Deshalb bevor man schaut: Ditte is Dschazz (im weiten Sinne) - nix Rock!!!

    Roni Kaspi:
    https://www.youtube.com/watch?v=8LqwB1-ZUpA


    Naíma Acuña:

    - YouTube

    Danke für das schöne Bild! Ich finde es witzig, wie sich das Auge täuschen lässt wenn man den Text nicht ließt. Ich dachte erst: "Die Snare ist aber klein...die restlichen Trommeln aber auch...und die Pedale..." bis ich dann gemerkt habe, dass die Hihat und die restlichen Becken riesig sind. Das hast du mit der Wahl der Perspektive auch genial gemacht.

    Es ist auch irgendwie niedlich wie das Crash auf der rechten Seite so schüchtern unter dem Ride hervor lugt.

    Mir gefällt es!

    :D :D :D
    Danke! Die Perspektive ist halt ... naja ... Birdseye ... :D
    Tatsächlich ist die Snare 13" und Tomtoms 12"+16", das Crash rechts mein kleinstes mit 18". Aber stimmt - bei der Perspektive wirken die Trommeln fast "niedlich" ... :P

    Hihi, ich hätte gefragt "warum die BD so klein?"

    In der Tat habe ich mich damit lange schwer getan. Da ich aber ein (körperlich) kleiner Wicht bin, möchte ich mehr Freiheit haben, mein Set etwas tiefer zu platzieren. Daher auch die kurzen Tomlängen. Bin auch kein Freund von horizontal „hängenden“ Toms mit senkrecht stehenden Fellen.

    Zwischenzeitlich habe ich genügend ermutigenden Zuspruch zur 20er im Rock gesammelt. Da ich damit in absehbarer Zeit keine Bühne bzw. Auditorium beschallen werde, bin ich konsequent nach meinen Bedürfnissen vorgegangenen.

    Deshalb hast Du alles richtig gemacht, finde ich! Das Drumset muss, unabhängig von "Sound", zum Körper passen. Ein ergonomischer Aufbau ist sehr wichtig, um über Stunden "spannungsfrei" spielen zu können. Ich persönlich habe viele Jahre gebraucht, bis ich ein Setup/Aufbau gefunden habe, an dem ich blind spielen könnte. Eine Konsequenz war: Bye bye "Männergrößen" ...


    Aus Erfahrung kann ich sagen: Eine 20er Bass-Drum ist vermutlich das vielseitigste Maß, mehr noch als 22er Bass-Drums. Aktuell spiele ich noch 20x17, aber die 3 Zoll mehr Kesseltiefe haben keinen nennenswerten Vorteil in Bezug auf Sound und meine nächste/neue Bass-Drum wird auch 20x14. Spätestens bei Mikrophonierung (Live oder Studio) ist das alles ziemlich egal, da man in der ganzen Signalkette so viel beeinflussen kann.


    Als Freund kräftigerer Kessel hätte ich bei der Bass-Drum vermutlich heavy Buche anstatt medium gewählt, auch wenn es bezüglich Transport mehr auf die Waage bringt.
    Bin gespannt ... :thumbup: :)

    Ich finde die Video-Reihe auch gut gemacht - eben aus den von panikstajan und Drumstudio1 genannten Gründen.

    Das Bass-Drum Video hat mir besonders gut gefallen, da hier der Sound mit zwei Spieltechniken demonstriert wird: 1.) Beater ins Fell pressen und 2.) Beater nicht ins Fell pressen. Je nach Stimmung und Dämpfung macht das einen recht großen Unterschied, finde ich und bin froh, das ich mir ersteres mit viel Übung wieder abtrainiert habe.

    Drums-Only in Koblenz hatte mal eine Verkaufs-Aktion mit ner Menge sehr günstiger DIY Parts im Angebot. Vielleicht dort mal unverbindlich nachfragen. Eventuell haben sie zufällig noch das was Du brauchst und wollen es loswerden.

    Ansonsten sind die Hoops von ST-Drums schon sehr fein in Preis/Leistung!

    Ich würde mir an Deiner Stelle keinen klar lackierten Spannreifen kaufen. Wäre unnötige Arbeit diesen vollständig vom Lack zu befreien - und der MUSS vollständig runter, was je nach Lack nicht so einfach ist.

    Unlackierte Spannreifen kann Dir ziemlich jeder Drumshop besorgen. Ich persönlich würde sogar zwei kaufen und diese entweder heller oder dunkler als das Finish der Bass-Drum beizen. Ich mag aber auch den Kontrast und ist nicht jedermanns Geschmack.

    Bei meinem damaligen DIY Drumset habe ich Beize auf Wasserbasis benutzt. Das war ein Pulver, in Wasser aufgelöst und hatte den Vorteil, das man nicht zwingend naß in naß arbeiten musste, sondern man mit einem feuchten Lappen auch nach Trocknung nochmals nacharbeiten konnte. Dazu war das nahezu rückstandslos abwaschbar, wenn ein Auftrag mal nicht so gelungen war.

    Anschließend mit Öl, Wachs oder Lack finishen.


    Würde das aber vorab an einem Stück Holz üben. Dann bekommt man ein Gefühl für den Beiz-Auftrag und wie stark das anschließende Finish zusätzlich abdunkelt.


    Ansonsten wie von panikstajan beschrieben: Vorher fein schleifen und anfeuchten, damit sich keine Fasern aufrichten. Das erspart eventuelle Zwischenschliffe.

    Ups - ich hab´s wohl falsch verstanden - sorry! 8)


    Anyway: Meine bisherigen Bass-Drums hatten alle eine rundliche 45er Gratung mit leichtem Gegenschnitt. War diese plan um so besser. Im Gegensatz zu Toms habe ich eine spitzere Gratung nie vermisst und mit rundlichen vintage Gratungen habe ich keine Erfahrung. Ich denke aber auch, das im Fall von Bass-Drums der hörbare Unterschied zwischen verschiedenen Gratungen eher gering ist.