Beiträge von Zunge

    Ohje.


    Hast du ein Trauma beim Gebrauchtkauf erlitten oder warum schließt du den aus?


    Ich wage mal folgende Vorhersage:


    1. Du kaufst dir ein neues Set für recht viel Geld.
    2. Im Laufe der nächsten 1-2 Jahre, wenn du diesmal dran bleibst, entwickelst du eine Vostellung, was du eigentlich für ein Instrument willst.
    3. Du verkaufst dein Schlagzeug mit hohem Verlust, um dir das Set zu kaufen, was deiner nun entstandenen Vorstellung entspricht.


    Also, hol dir doch einfach eines der dir genannten Sets gebraucht, bis du selbst weißt, was du willst.


    Falls du den Rat Ignorierst, kann ich vom Yamaha und den Tamas sagen, dass man damit ein recht solides Set hätte, beim Pearl weiß ich es nicht, vom Tornado würde ich die Finger lassen.
    Bei den Becken kannst du mit den Verlinkten nichts falsch machen.

    Klanglich macht sich Oberklasse erst dann wirklich bemerkbar, wenn man ungedämpfte einlagige Felle draufzieht, man sich intensiv mit Stimmung und Raumakustik befasst hat und Tausende verschiedene Schlagzeuge gehört hat.


    Letztendlich ist es auch eine Psychologische Sache, wenn man einen Monat Netto für ein Schlagzeug gearbeitet hat, setzt man sich da sicherlich öfter dran als wenn das aus der Portokasse finanziert wurde.
    So ein Edelset ist einfach einladender, und wenn man am Ende mehr Spielt, ist es die Investition auf jeden Fall wert.

    Falls du wirklich ein Set für die nächsten 20 Jahre suchst, würde ich definitiv mehr Geld in die Hand nehmen.
    Wenn man so viel Zeit mit einem Instrument verbringt, merkt man einfach mit den Jahren, ob das irgendwo im Akkord zusammengeschraubt wurde oder ob sich da jemand mehr Zeit für genommen hat.
    Auch wenn das viele abstreiten, merkt man das auch am Sound. Vielleicht weniger wegen der Holzsorte, sondern wegen der Verarbeitung. Das heißt, wenn man denn weiß, wie man den Sound aus den Kesseln holt..


    Und auch hier wieder: Wenn du dir unschlüssig bist, kauf dir was gescheites auf dem Gebrauchtmarkt und warte mit dem Neukauf bis sich eine genaue Vorstellung vom Traumset herauskristallisiert hat, die dir über längere Zeit treu bleibt.

    Starclassics sind made in Japan, das macht den großen Unterschied. Bei der Holzauswahl und der Verarbeitung wird da wohl auch genauer hingeschaut..


    Hatte mal ein Starclassic Performer, da gabt nichts dran auszusetzen.


    Komischerweise gehen die Oberklassesets von Tama auf dem Gebrauchtmarkt im Gegensatz zu zB. DW oder Sonor zu geradezu lächerlichen Preisen über den Tisch..

    ..Das ich mal neue Musik höre, die mich nicht an Vorhergehendes erinnert, kommt recht selten vor.. (Von dem ganzen Populären Zeug, das nur von Production und Marketing lebt mal abgesehen..)


    Die Kunst ist, das in einem gewissen Rahmen zu halten. Allzuoft klingen Bands wie eine "light" Version der Band, die sie zu Emulieren versuchen.
    Dieses Phänomen ist bei Meshuggah extrem, die mal im Interview gesagt haben, dass sie während der Songwriting- Phase keine Musik hören, um Fremdeinflüsse zu vermeiden..
    Das ist natürlich heftig, aber man muss seiner eigenen Kreativität vor dem Emulieren seiner Idole Prioriät geben, wenn man Authentisch klingen möchte. Auch wenn das verdammt lange dauert (Ich bin immer noch dabei)


    Wenn man sich viel mit Musik auseinandersetzt, vorallem mit Bach, kommt man gar nicht umher, überall Parallelen zu hören..
    Fragmente von Stravinskis Frühlingsritus (Pflichtauditüre) höre ich auch oft, der übrigens Basis für die Starwars Filmmusik ist, die auf die jetzt aufstrebende Generation Musiker wohl nicht unwesentlich eingewirkt hat..

    Wirst wahrscheinlich einige Zeit warten müssen, aber früher oder später wird sich wohl ein Liebhaber für dieses doch seltene Finish und die Größen finden, ansonsten irgendwann auf 900 - 800 gehen, die bekommst du auf jeden Fall.


    Ist das daneben das 6 teilige Starclassic Maple das gestern in der Bucht für 500 Taler inseriert war??

    Bedingt. Wenn auf beiden die gleiche Studiosoftware läuft, kannst du natürlich einfach das Project- File rüberziehen. Wenn es verschiedene Programme sind, müsstest du erst ein mp3 oder wav file exportieren und dann auf dem anderen Rechner importieren.


    Wenns nur 1-2 Spuren geht, ist das natürlich kein Problem, aber bei größeren Projekten mit plugins und vielen Spuren wird das natürlich sehr mühselig.

    Sehr cooler Sound, erinnert mich ein wenig an O.S.I. (Kevin moore, Gavin Harrison, zeitweise Portnoy).


    Der Groove ist solide, aber mMn. könnte man da noch einige Feinheiten (ghost notes) einbauen, die vermisse ich in dem Stück. Bassdrum finde ich zu viel, wenn mann die ab und zu einen Takt aussetzt, hat sie viel mehr Energie, wenn sie dann kommt.


    Aber das ist natürlich nur meine Perspektive.

    Du meinst wohl neu, denn gebraucht findest du für 1,5 netürlich alles, was das Herz begehrt..


    Aber wenn du keine Vorstllungen von den genauen Spezifikationen hast, frage ich mich, warum Neukauf? Für das Geld bekommst du ein gebrauchtes Maple Custom, weiter oben kann man objektiv nichts ansiedeln.
    Und wenn du dann in ein paar Jahren vielleicht mal genau weißt, was du willst, wirst du das Set wieder ohne Verlust los (wahrscheinlich eher mit Gewinn, da Yamaha die ja trotz "Legenden - Status" ausgemustert hat..)

    Ich benutze ein Yamaha AG03 Audio Interface und kann gleichzeitig Youtube, Mediaplayer und Cubase/Superior Drummer laufen lassen.
    Die in Consumer PCs verbauten Soundkarten sind idR. nicht Asio/Media multitaskingfähig.


    Ohne Audio Interface wirst du sowieso keinen Spaß haben, da die Latenz sehr groß sein wird.

    Ziehe mal das Becken nach oben und drücke mit einem kleinen Gegenstand (zB. Zahnstocher) den beweglichen Zylinder ganz nach unten. Wenn du dann immer noch keinen geschlossenen Sound bekommst, ist es tatächlich defekt.


    Triggert denn der Chick Sound beim treten?


    Ich vermute allerdings, dass das Becken auf der Auflage zum stehen kommt, bevor die Clutch den Zylinder ganz nach unten gedrückt hat. In dem Fall musst du das Becken an der Clutch weiter oben positionieren.

    Hört sich nach einer depressiven Phase an, dafür sind Künstler ja bekanntlich recht anfällig..


    Habe ich auch schon einige meiner Jahre durchmachen müssen. Was mir extrem geholfen hat, war mal zur Abwechslung auf die Texte der Musik zu achten, die ich Tag für Tag spiele.
    Dort wird oft (gerade im Metal - in meinem Fall Meshuggah) genau von diesem Dilemma Gesungen und wie das Individuum hinter dem Text damit umgeht.
    Das hat anscheinend auch funktioniert - sonst hätte es die Lyrik nicht in unsere Ohren geschafft.


    Versuch vielleicht auch mal eingesteifte Routinen und Vorlieben aufzubrechen. Neue Musikrichtungen, Bücher, etc.


    Und: Mediation wirkt Wunder. Wenn ich vor einer Performance 20 Minuten das flimmern im Kopf ausschalte, bin ich am Instrument vollkommen bei der Sache. Wenn ich das nicht mache, verfolgen mich alle möglichen Gedankengänge und sauberes musizieren ist nahezu unmöglich.


    Kopf hoch!