Beiträge von Zunge

    Klick dich am besten mal durch den Youtube Kanal vom Memphis drumshop, der hat tausende Becken recht neutral aufgenommen, da kann man sich ganz gut eine Übersicht verschaffen.


    Hast du mal ein Flatride angespielt? Die sind sehr trocken. Allerdings auch leise, vor allem kleinere.

    Löcher im Resonanzfell haben natürlich eine Daseinsberechtigung, anders lässt sich die Bassdrum bei schnellen läufen auch nicht gut aufnehmen.


    Abgeklebte Becken hingegen klingen in meinen Ohren einfach grausam, wie ein Spielzeug. Das mag subjektiv sein, ja - aber man wird hier wohl doch noch seine Meinung sagen dürfen :)


    Im Idealfall klingt das Instrument eben gut und man möchte das volle Klangpotential erleben. Becken sind ja darauf ausgelegt, zu resonieren - sonst könnten wir uns ja auch Sägeblätter auf die Beckenständer hängen. Oder diese Jack DeJohnette Signature Becken :Q


    Den Imperativ habe ich auch nicht benutzt. Nichts für ungut.

    Ich check diesen Thread grad absolut nicht.... ?(


    Dito :Q


    Ich meine eigentlich, dass man in 25 Jahren doch das ein oder andere Ride gehört haben sollte und Präferenzen entwickelt hat, die man dann im Laden des Vertrauens ansteuert.


    Und bitte keine Rides abkleben :( So ein (be)rauschendes Ride ist doch was schönes.


    Ich habe gestern ein dünnes 22er Jazzride zum Metalgig gebracht, hat super funktioniert, und crashen konnte man's eben auch noch, das ist das tolle bei dünnen Rides.

    habe es teilweise sogar geschafft zweilagige Tomfelle binnen zwei Wochen zu zerreißen....


    Das passiert, wenn der Winkel zwischen Fell und Stick beim Aufschlag zu groß ist, was weniger mit Technik als mit Aufbau zu tun hat. Mir ist das noch nie passiert, dafür habe ich schon 4 Bassdrumfelle zerschossen.


    Was ich noch vergessen habe zu sagen: Splashbecken nie einspannen! Das hat Portnoy zwar gern gemacht, der bekommt seine Taler aber auch geschenkt.

    Das interessiert mich auch schon länger.


    Ich habe für einige Zeit die Meinl fast Hats gespielt, die hatte ich damals gebraucht gekauft, mich haben sie dann auch nochmal 2 Jahre überlebt, bevor ich sie weiterverkauft habe. Momentan liebäugle ich mit einem 18er HHX O-Zone.
    Von denen habe ich ebenfalls noch kein defektes in der Bucht gesehen.


    Ein wichtiger Punkt wird wohl die Verarbeitung sein: Wenn die Bohrung unsauber oder zu schnell (Hitze-> Materialverzug) durchgeführt wurde, kann das Becken da sicherlich anfälliger für Rissbildung werden.
    Bei den etablierten Schmieden wird man wohl wissen, wie man das verhindert.


    Ich habe hier öfter gelesen, dass dünne Becken haltbarer sind als dicke, da sie die Schlagenergie besser umsetzen und dem Stick "auswechen" wohingegen bei dicken die Trägheit zu mehr "Auffangen" der Energie im Material führt.
    Löcher verstärken den ersten Effekt natürlich nochmal.


    Allerdings: Rides, bei denen Risse vom Zentralloch (äh, da gabs doch ein anderes Wort für?) in die Kuppe gehen, sind auch recht selten, obwohl das Becken hier nicht wirklich ausweichen kann (Ich gehe hier mal nicht von professioneller Technik aus, bei der 99% der Energie als Rebound zurückkommen).


    Letztendlich liegt es aber eben an der Technik, ob einem Becken kaputt gehen oder nicht. Und der Nutzungsfrequenz..


    Bei dem Air splash würde ich mir keine Sorgen machen, das hat eine extrem niedrige Aktivierungsenergie, wenn du die nicht stark überschreitest, kann da eigentlich nichts passieren.

    Nein!


    Wenn ich nicht gerade Hochgeschwindigkeitsmetall spiele, bleibt die Basstrommel leer! Und das mit Botschaftern*, vorn und hinten! Die soll singen!!

    *ambassadors

    Nicht mal Ghost Notes.. da hat er sich aber echt zusammengerissen. Das exakte Timing in Verbindung mit der Tatsache, dass er alles durchgängig in gleichmäßiger Dynamik und die exakt selbe Stelle auf der Snare spielt lässt das fast schon wie programmiert klingen.

    Ich finde, der Vergleich mit dem Passiven Fußballer hinkt. Erstens sind wir hier alle Aktiv am diskutierten Medium involviert, die Meisten auch jenseits des Anfängerlevels, zweitens sind Sport und Kunst zwei komplett unterschiedliche Sphähren.
    Beim Sport gewinnt immer nur einer, in der Kunst können alle gewinnen :)


    Gut, sportlich ist Lang's Performance allemal, aber eben an seinem Instrument, nicht auf dem Bolzplatz.


    Eine subjektive (!) Meinung bilden darf sich im Endeffekt jeder.

    Was Lang in der Zeit trieb, in der er "Creative coordination" produziert hat, ist technisch wirklich anmaßend. Ich bin mir manchmal nicht sicher, ob ich das inspirierend oder demotivierend finden soll.


    Verständlich, dass sein getrommle an viele nicht ran geht. Das ist ein ganz bestimmter Blickwinkel, aus dem man das betrachten muss.
    Ich vermute, seine Art zu musizieren ist aus sehr viel Zeit alleine am Instrument und viel Theorie entstanden, weniger mit Mitmusikern.


    Er gibt übrigens am 13.4 zusammen mit Virgil Donati eine Clinic in FFM, hab meine Karte schon. Kommt hier noch jemand vorbei?


    Wer langen, technisch komplexen Solos was abgewinnen kann, dem kann ich noch dieses leider sehr unbekannte Keith Carlock Video empfehlen.

    Böse Zungen behaupten, dass bei gleichen Kesselmaßen ein Gussspannreifen mehr Auswirkungen auf den Sound hat als ein anderes Kesselmaterial.


    Metallischer werden die Kantenschläge allemal, ist ja auch einiges mehr an metallischer Masse, die dann mitschwingt, und das auch noch direkt - nicht indirekt, wie der Kessel.


    Was auch noch zu berücksichtigen ist, dass es viel ausmacht, wie weit der Stick beim Rimshot in die Snare "hineinragt" - je weiter man am Rand ist, um so mehr Energie geht Vergleichsweise in den Spannreifen - es klingt metallischer und obertonreicher.


    Hier immer den richtigen Sweetspot zu finden ist unter Anderem auch, was richtig, richtig gute Drummer ausmacht, meiner Meinung nach.

    Da haben sie sich jetzt aber auch echt Zeit gelassen, meine Güte. Bin gespannt.


    Ich seh jetzt erst, dass Danny seine Pedale mit einem Winkel von knapp 90° spielt?!


    Die Konfiguration insgesamt ist interessant, aber optisch für mich irgendwie unstimmig..

    Henne: Danke!
    -


    Da schaue ich nur meine tägliche Dosis vom Memphis Drums Shop, um mein Ohr für Becken weiterzuentwickeln, und höre da den gewaltigsten Groove der mir je untergekommen ist. Meine Güte, was eine Wucht. (ab 1:00)


    [video]youtube.com/watch?v=d_u_QUtQHyg[/video]

    Oder man Investiert das Geld gleich in gebrauchte Mittelklasse und verschont den Planeten so mit etwas, das in 5- spätestens 20 jahren sowieso im Müll landet.

    Versuche mal, einen ganz dünnen Filzstreifen oÄ. um die Zugstange zu wickeln und auf die Höhe zu schieben, auf der das Geräusch entsteht, das müsste funktionieren.


    Nebengeräusche bei günstiger hardware ist leider keine Ausnahme.. fällt mir auch gerade bei einigen Beckenständern auf. Sehr nervig, wenn man extrem leise spielt und dadurch das Geräusch sehr präsent ist.

    Ich denke, Alu wird zu weich sein und daher die Spannung nicht aushalten und Spannreifen sich bei Kantenschlägen verbiegen.


    Es gibt ein paar Hersteller, die ihre Drums mit Holz- Spannreifen und Böckchen (Gewinde natürlich Stahl) verbauen, das wäre wohl die beste Alternative.

    Da fällt mir spontan das 26" Istanbul Sultan Flat Ride ein. Wunderschönes Instrument.


    [video]youtube.com/watch?v=6ggzrtMQ9F4[/video]


    Die meisten Flatrides ab 22" klingen holzig mit einem differenzierten Wash. Ich habe ein 22er Istanbul Nostalgica thin Flatride das ich auch so vom Klang beschreiben würde.
    mMn sind solche Becken die perfekten Timekeeper für leise Jazzgigs. Und man kann die sogar crashen ohne zu laut zu werden, herrlich. (Auch wenn man sich an gecrashte Flatrides gewöhnen muss)

    Es gibt da noch 2 Faktoren, auf die man achten sollte:


    Dass das Top Becken nicht bis zum Anschlag in die Clutch eingespannt ist, sondern wie ein Crash in der Clutch schwingen kann, und, dass man nicht zu viel Druck auf das Hihatpedal ausübt. Da recht meist das Eigengewicht des Fußes.


    Nun sollte man auch mit entspannter Spielweise einen breiten Sound aus der Hihat rausholen können. Ich habe so auch keine Probleme, mit meinen recht dicken Fierce hats leise zu spielen, alles eine Frage der Bedienung.

    Das hört sich so an, als würdest du die Energie des Rebounds nicht richtig nutzen, so dass sie sich im Arm verliert, ähnlich wie beim Tennisarm.


    Versuche, den Rebound so zu nutzen, dass du wieder in die Anfangsposition zurückkommst, ohne irgendwo kinetische Energie abzufangen.
    Dabei auf einen lockeren Grip achten und darauf, dass die Bewegung möglich aus den Fingern/Handgelenk und weniger aus dem Arm kommt.


    Gerald (Drumstudio1 hier im Forum) wohnt nähe Frankfurt und kann dir sicherlich weiterhelfen, 30km weiter östlich wäre ich anzutreffen, bei Interesse einfach eine PM.



    Gruß,
    Marcel