Nur ein paar kleine Anmerkungen von mir, zu Xians sehr kompetenten Ausführungen:
die Mehrstimmigkeit die viel Koordinationsvermögen Verlangt.
Was vielen nicht klar ist: Beim "Latin" wird eine Gruppe von Percussionisten immitiert, z.B. im Afro Cuban kann die linke Hand des Drummers den Part des Congaspielers übernehmen und die rechte spielt Cascara, den Part des Timbalesspielers.
Also eine Mann übernimmt die Aufgaben, die sonst mehrere Musiker übernehmen. Daher die Komplexität der Rhythmen.
Das ein Mann die Aufgaben mehrerer Drummer übernimmt, hat ja übrigens erst zur Erfindung des heutigen Drumsets geführt. Stichwort "double drumming". Aber ich schweife ab.
Am allerwichtigsten: "Latin" gibt es als Stil oder Groove nicht.
Wahre Worte - in der Theorie.
Aber was mache ich, wenn da oben links auf dem Notenblatt das Wörtchen "Latin" steht.
Dann kann ich den Bandleader groß anschauen und fragen "Brasilien oder Kuba?" Und der wird in den meisten Fällen groß zurückschauen und mit den Achseln zucken.
Ich frage da gar nicht mehr, sondern fange mit einem Mischmasch an, das ich anpasse, sobald ich die ersten Takte gehört habe.
@Kevin: Ich würde dir empfehlen dich mit den Stilistiken, wie sie traditionell gespielt werden, auseinander zu setzen. Das hilft dir auch "Pseudo"-Latins besser zu spielen und ist daneben eine gute Übung für die Unabhängigkeit.