Beiträge von wolle70

    Auch ich habe dieses Set. Quasi ein "Un-Set". Sonor typische Resteverwertung in der Übergangsphase von Centennial Badge zu Silver Badge Phonics und vom Übergang von der alten zur moderneren Hardware


    Edit: Schnapper! Meins hat in etwas dasselbe gekostet, leider etwas verbastelt (Pearl Bassdrum Beine, Blasphemie!), aber ein super Player!

    Ich experimente sehr gerne mit Mini Setups und kombiniere da auch ziemlich herum aus folgenden "Pools":
    Taye Go Kit (wird in Deutschland leider nicht mehr vertrieben., gibt's aber manchmal auf Ebay. In Holland gibt es noch einen Vertrieb), oder auch nur dessen 18x7er Kick kombiniert mit einer Firecracker Snare, auch als Standschlagzeug . Oder auch anstelle der Kick eine Meinl Kick Box, die klingt schon akustisch ganz ok und Du kannst dank integriertem Trigger auch noch ein TM-2 oder so dranhängen. Eine weitere Option, die ich mir hab machen lassen, ist eine 22x10er Bassdrum. Also eine normale Bassdrum bei STdrums kürzen lassen. Klingt immer noch, hat natürlich nicht mehr den Druck einer 18" tiefen Kick, aber dafür ragt sie kaum in die Bühne und ist super für kleine Bühnen geeignet. Thema Hardware: Da habe ich mir die Tama Classic Flat Base Stative besorgt. Wiegen nichts und nehmen auch nur wenig Platz auf der Bühne ein. Becken: Für die Kleingigs nehme auch kleinere Becken. Zum Beispiel eine 12" Hihat. Snare: Besagte Firecracker hat, damit sie nicht so scharf klingt, mittlerweile einen Keller Maple Kessel von STDrums. Wenn die Snate auch in's Handgepäck passen soll kannst Du auch mal die Sonor Jungle Snare (ich glaube eine 10"x2") ausprobieren. Leichtere Stöcke oder Rods bringen auch etwas.

    Ich habe genau 1x das Mac Book nebst Wandler für eine vergleichbare
    Situation mitgeschleppt und hatte danach keine Lust mehr auf den
    Kabelsalat. Für "nur einen Zuspieler mit Klick" viel zu aufwändig. Und bei meinem technischen Mißtrauen fast schon an der Grenze der psychischen Belastbarkeit :-D




    Meine Zuspieler/Klick Lösung wurde dann auf Empfehlung eines Kollegen der Roland R-44 4 Spur Recorder/Player. Gründe:
    - Kompakt- Das Display ist zwar klein, aus heutiger Sicht Old-School, aber auf 1 Meter immer noch ausreichend ablesbar bei jeder Bühnenausleuchtung
    - Der Player stoppt automatisch am Ende eines Songs
    - 4 separate Outputs: Zuspieler stereo, 1 Mono Klick und eine weitere Spur für was-auch-immer
    - sehr solide Konstruktion
    - Große Gummi Tasten, die man auch mit dem Stick aus der Distanz betätigen kann
    - spielt auch 24 Bit, wenn man möchte


    Nebenbei
    kann man damit sehr brauchbare Konzert- und Proberaummitschnitte
    machen, indem man mit den 2 eingebauten Mikrofonen (oder 2 extern
    angeschlossenen) sowie dem Stereo Pultsignal eine 4 Spuraufnahme macht,
    die man anschließend auf der heimischen DAW noch weiter bearbeiten/mischen
    kann.
    Leider etwas teuer, aber duch die verschiedenen Anwendungen und
    die Road Tauglichkeit dann auch wieder gut angelegtes Geld. Steuerung
    von Visuals/DMX geht damit naturgemäß mangels Midi nicht. Eine
    preiswertere Alternative, bezüglich deren Ausfallsicherheit ich
    allerdings keine Erfahrungen teilen kann, könnte der Cymatic Player
    sein. Auch eine All-in-one Lösung. Der hat Midi, wie umfangreich das implementiert ist und ob das
    für Lichtsteuerung taugt müsste man mal in der Referenz nachschlagen

    Zitat

    Den kannst du doch auch weiter am EAD10 verwenden (TriggerInputs!). Man wird ja nicht gezwungen den Onboard-Kick-Trigger zu nehmen. ;)


    Das mache ich ja auch, also den Roland RT-30K Trigger am EAD10 verwenden. Das Ergebnis ist trotzdem deutlich schlechter als am TM-2, aber mittlerweile zumindest "ok". Und bis "ok" war es schon eine ziemliche Schrauberei


    Edit: Ich muss fairerweise hinzufügen, dass der Sensor als Trigger an einer Standard 22" Bassdrum zufriedenstellend funktioniert. An einer 18x7,5er Bassdrum funktionieren sowohl Sensor als auch o.g. Roland Trigger am EAD nur mittelmäßig

    Zitat

    Die Triggereinstellungen ab Werk fand ich furchtbar und um eine einigermaßen gute Dynamik beim Bassdrum Triggering zu erreichen hat es recht viel Herumprobiererei erfordert (ich habe warum auch immer das beste Ergebnis erzielt, wenn ich statt des Kick Eingangs einen anderern verwendet habe!). Leider sind die Triggereinstellungen global. Wenn ich also den Sensor an ein anderes Set anschraube geht das Spielchen von vorne los. Hätte ich einen Wunsch frei: Eine Möglichkeit mehrere Trigger Setups zu speichern und frei mit Kits zu kombinieren.


    Ich möchte meine Kritik an den globalen Trigger Einstellungen noch relativieren. Die kompletten Einstellungen des Geräts (also quasi ein Backup aller Szenen und globalen Einstellungen) lassen sich simpel und in Sekunden auf einem USB Stick speichern und ebenso in Sekunden etwa nach einem Factory Reset wieder laden und nicht wie bei vielen anderen Geräten aufwändig über Sysex/Midi Dump und über einen Rechner. Wenn man das Gerät also mit mehreren Drumsets/Setups verwenden möchte oder mal auf ein Leihgerät zugreifen muss, weil das eigene aus Versehen mitgewaschen wurde: Kein Problem. Backup Datei laden und gut. Danach springt das Gerät sogar wieder auf die letzte Szene (= das letzte "Kit"), die zum Zeitpunkt dieses Backups aufgerufen war

    In allererster Linie hast Du eine Aufwands- und Kanaleinsparung. Du hast halt nur noch diesen einen Sensor, das Brain und eine Strippe, um beides miteinander zu verbinden. Ich hatte das letztens in Asien bei einer Konzertreise dabei und der größte Vorteil bestand für mich genau darin, dass die Techniker vor Ort überhaupt keine Eingriffsmöglichkeiten mehr hatten als dieses eine (gute) Mono Signal. Die Alternative wäre gewesen: Riesige wackelige Mikroständer, billigste dynamische Mikrofone für die Trommeln und Technik Personal, dass wenn dann nur gebrochen englisch spricht/versteht. Mit dem EAD-10: 2 Minuen Aufbau und fertig. 1 Kanal mono zum Pult, linearer EQ, Fader hoch und gut. Ich finde der Sound ist mit etwas Schrauben ordentlich, natürlich wenn auch das Set ordentlich klingt. Nicht mehr und nicht weniger. Gegen gutes Close Miking kann das natürlich nicht anstinken, aber nach Abwägung von Kosten/Nutzen (auch Zeit und Platz gehört in die Bewertung) bin ich sehr froh, das zu haben. Zu erwähnen wären ja auch noch einigermaßen sinnvolle Features wie Hall oder Kompressor, die, wenn man sie geschmackvoll einsetzt, eine Aufwertung des Sounds darstellen.


    Randbemerkung 1: Die Triggereinstellungen ab Werk fand ich furchtbar und um eine einigermaßen gute Dynamik beim Bassdrum Triggering zu erreichen hat es recht viel Herumprobiererei erfordert (ich habe warum auch immer das beste Ergebnis erzielt, wenn ich statt des Kick Eingangs einen anderern verwendet habe!). Leider sind die Triggereinstellungen global. Wenn ich also den Sensor an ein anderes Set anschraube geht das Spielchen von vorne los. Hätte ich einen Wunsch frei: Eine Möglichkeit mehrere Trigger Setups zu speichern und frei mit Kits zu kombinieren. Vor dem EAD-10 habe ich übrigens für die Bassdrum das Roland TM-2 mit einem Roland Kick Trigger verwendet. Die Ansprache, Dynamik und "Sauberkeit" des Triggersignals sind absolut super. Darüberhinaus noch ein Close Mike für die Snare und ein Overhead. Das Ergebnis fand ich besser, aber da wäre wieder der Aufwandsnachteil: Mehr Strippen, mehr Kanäle am Pult, mehr Zeit und mehr zum "vergurken" für Hobby Soundleute


    Randbemerkung 2: Beim Recording verwende ich Close Miking UND zusätzlich das EAD-10. Letzteres kann man ganz schön nach Geschmack noch an den Mix anlegen (oder auch nicht) bzw. das als Signal für den Monitorweg nehmen


    Und nun zu Deiner Frage, ob das EAD-10 eine Alternative zu 4 günstigen Mikros ist: Nach meinem Empfinden ja, zumal falls Du mal feststellst, dass Du doch lieber die Snare wieder einzeln abnehmen möchtest, kannst Du das ja trotzdem machen. bei gleichzeitiger EAD-10 Nutzung

    Zitat

    Wenns gut läuft, werde ich in dem Club irgendwann auch mal darauf spielen


    Was heisst das denn? Wenn man nicht gerade mit Abrissbirnen-Metal-Core um die Ecke kommt sind die eigentlich recht offen. Und im Zweifelsfall ist dort auch hin und wieder "offene Bühne", womit auch meine Band dort vor ein paar Jahren einen Fuß in die Tür bekommen hat und dort regelmäßig gastiert. Sag bescheid, wenn Du da mal spielst!


    Zitat

    Ist das eine 20er BD?


    oh ja! Genau richtig dimensioniert für die dortige Bühne. Sowohl was Sound/Lautstärke als auch die räumliche Ausdehnung auf dieser Mini Bühne angeht. Apropos: Das Set, dass ich vorübergehend dahin gestellt hatte hatte übrigens eine (STdrums-gekürzte) 22x11er Bassdrum :-)


    Mir fällt übrigens noch ein weiterer Grund für den Erhalt des Sets ein: Obwohl es so abgerockt war, überall Gaffa auf den Fellen klebte und von "Stimmung" keine Rede sein konnte hat es trotzdem immer verhältnismäßig ordentlich und definiert geklungen. Das kann auch nicht jedes Kit in vergleichbarem Zustand von sich behaupten.


    Und noch ein Anekdötchen: Das letzte mal, dass ich das Set vor der Überarbeitung live erlebt hatte brach an der Fußmaschine (Sonor Phonic aus den frühen 80ern) der Stift am Pedal, über den der Antriebsriemen gezogen ist. Natürlich gab es kein Erstzteil, also haben wir ein iPhone Ladekabel geschlachtet, statt des Stifts durchgezogen und verknotet. Hat bis zum Ende des Auftritts gehalten. Das erinnerte mich daran, als mir 1990 am T2 Bulli das Gaspedal abbrach und ich mir eine Newsound Fußmaschine einbaute. Hat der TÜV durchgehen lassen. Ich muss mal an meinen Memoiren weiterschreiben...

    Zitat

    Vermutlich wärst du am Ende sogar fast günstiger gefahren, wenn du dem Club ein gebrauchtes, neueres Mittelklasse-Set in vernünftigem Zustand besorgt hättest und hättest wohl auch viel Zeit gespart


    Sogar ein neues obere Mittelklasse Set wäre günstiger gewesen. Aber es geht genau um DIESES Set. Das hat halt Geschichte. Das kannst Du nicht einfach gegen einen noch so tollen Chinesen austauschen. Das hat für den Club schon eine Bedeutung. Und alleine schon die ungläubigen Blicke "Was? Das ist unser altes schwarzes Set?" Unbezahlbar... Abgesehen davon kann gegen Trömmelchen basteln und hauen eh keine noch so teuer produzierte Netflix Serie anstinken

    Ich habe in dem Club damals zur Schulzeit viel Zeit verbracht. Zum einen war das (abgesehen von schlechten Discotheken) der einzige Ort in Leverkusen, der am Wochenende bis 3 Uhr morgens offen hatte. Und auch eigene Bandprojekte haben oft von diesem Club profitiert. Nicht zu vergessen, dass da seit 40 Jahren ehrenamtlich jedes Jahr um die 100 Auftritte veranstaltet werden (nicht ehrenamtlich für die Bands, die bekommen nämlich fast den kompletten Eintritt und müssen auch nicht zahlen, um überhaupt zu spielen!). Techniker, Booking, Kasse, Buchführung: Alles ehrenamtlich. Seit 40 Jahren! Dagegen ist so eine Schlagzeugüberholung wieder fast ein Fliegenschiss

    Man schließe die Augen und stelle sich folgendes vor:
    Ein Yamaha Recording Custom, Baujahr etwa Mitte/Ende 80er (Pre-YESS), schwarz lackiert. Es fristet seit über 20 Jahren sein Dasein in einem kleinen Jazz Club in Leverkusen (in dem ich selbst schon Leute wie Art Blakey oder Pete York sehen durfte). Es hat seit dem etwa 1000 Auftritte hinter sich gebracht. Drummer aus aller Herren Länder. Nie hat sich jemand gekümmert. Die Felle scheinen nie gewechselt worden zu sein und werden teilweise nur noch von Gaffa zusammengehalten. An allen trommeln fehlt mindestens 1 Stimmschraube.


    Der Club möchte ein 3 tägiges Festival veranstalten und fragt:
    Club: "Ey Wolle, kannste uns für die 3 Tage ein Schlagzeug leihen?"
    Ich: "Ja, ööhhmm" -rumdrucks- (ich möchte ja nicht, dass mein Set danach so aussieht wie das Club Yamaha)
    Ich: "Ihr habt doch selbst eins? Warum nehmt Ihr denn nicht das?"
    Club: "Das ist nicht mehr so schön"
    Ich: "Ich habe kein Set, welches ich verleihen möchte, aber ich kann ja mal nach Eurem Set schauen und zumindest mal neue Schlagfelle draufmachen"
    (Ich spüre die Begeisterung am anderen Ende der Telefonleitung)
    Ich: "Ich komm das die Tage mal holen und für die Übergangszeit stell ich Euch ein anderes Set hin"


    Gesagt getan. Das Problem: Meine Eitelkeit. Wenn ich nur die Felle wechsel sieht es zumindest für das Publikum (zu dem ich mich auch zähle) immer noch so bemitleidenswert aus wie vorher. Und wenn ich da schon Hand anlege, dann soll es besonders werden. Ganz besonders. As besonders at it can be besonders. Wie neu. Oder sogar besser. Showroom eben. Und nachhaltig.




    Bestandsaufnahme: Bis auf die letzte Schraube wird alles zerlegt. Was fehlt? Was ist kaputt?





    Das Recording Custom in Steve Gadd Schwarz. 2 Shells haben noch runde Originalgratungen. Das wurde später bei STdrums vereinheitlicht





    Am Kick Bein war ein Gewinde ausgefranst. Das Bein hielt die letzten Jahre nur durch großzügen Einsatz von Gaffa, dessen Entfernung bereits schwierig genug war. Ein Ersatzteil habe ich zwar noch gefunden, allerdings in Japan für horrendes Geld und die absehbare Lieferzeit war zu lang, also...





    ... ab zu meinem Bruder, dem gelernten Schlosser. Der hat ein M10 Gewinde reingeschnitten, mit Loctite Metallkleber eine M10er Schraube reingeschraubt und in diese wiederum ein M5er Gewinde geschnitten. Eine Stimmschraube habe ich mir dann selbst nachher von 1/4" auf M5 geschnitten. Wie neu.





    Kunststoffunterlagscheiben aus dem Baumarkt. Kosten nur einen Bruchteil dessen, was die großen Drum Firmen dafür ausrufen





    Auftragen... Polieren... Auftragen... Polieren... Alle Chromteile werden mit Caramba Politur und Nevr Dull auf Hochglanz gebracht





    Natürlich fehlten an den Füßen auch die Gummi Spitzen. Die hab ich tatsächlich noch bei Bax Shop bekommen. Aber auch hier: Lieferzeit 4 Wochen





    Die Floortombeine haben die letzten Jahre kalte Füße gehabt. Nun stehen sie auf Gummifüßen von Pearl. Passt





    Derweil kommen nach 10 Tagen die Kessel vom Graten und Folieren von STdrums zurück: Delmar red Glitter. Ein Traum! Warum rot? Das schwarze RC kam vor dem schwarzen Molton der Club Bühne nie zur Geltung. Ich hatte dort während der Restaurationsphase ein rot lackiertes Pearl WLX hingestellt. Und siehe da, auf einmal merken die Beteiligten, dass da ÜBERHAUPT ein Schlagzeug auf der Bühne steht. Daher die Idee mit dem rot. Rot Glitter ist natürlich nochmal um ein vielfaches schärfer





    und da ist das erste Tom auch schon fertig montiert





    und das zweite und dritte





    QC Check





    Keine Schraube fehlt, keine ist übrig. Passiert auch nicht immer :-)





    Das (fast) fertige Shellset





    auch das alte Frontfell war schwarz und sogar ohne Logo. Als Sahnehäubchen gab es dann ein Motiv aus dem Illustrationsarchiv des Club Betreibers und Gründungsmitglieds. Danke an Drumsigns!





    Und nun ist's endlich fertig. Nach ca. 4 Wochen und weiteren 2 Wochen Planung





    Das Set hatte 2 verschiedene Tom Arme. Einen alten und einen neuen. Das geht ja aus Symmetriegründen GARNICHT. Also wurde der alte auch noch ausgetauscht und fungiert nur noch als Ersatzteil. Ach ja: Da die schwarzen Bassdrum Rims auch ziemlich runtergerockt waren, gab es auch hier 2 neue von STdrums in Ahorn klarlackiert





    Aus Gründen der Haltbarkeit haben die Toms Evans G2 (2 lagig) als Schlagfelle bekommen. G1 als Reso Felle. Das sollte Rocker, Blueser und Jazzer gleichermaßen zufrieden stellen





    Und wenn doch mal was kaputt geht können die Drummer gleich den QR Code scannen und den Mangel an mich reporten 8)





    Die Ständer werden auch nochmal aufgemöbelt: Neue Filze und Muttern und was so im Laufe der Jahre an Hardware eben so kaputt und verloren geht





    Übergabe im Club: Tobi vom Jazz Club





    Und so sieht's aus. Leider etwas dunkel mangels aktiver Bühnenbeleuchtung





    Ach ja! Die Snare! Eine alte Premier Royal Ace, ich tippe auf 70er. Kannte ich bis dahin garnicht. Parallelabhebung und solche Spannreifen sind mir zuvor auch nie persönlich begegnet.





    2 fehlende Stimmschrauben, erhöhter Flugrost Befall, alte Aufkleber und eingetrocknete Gaffa Reste. Alles nicht so wild





    Die Böckchen werden jeweils nur von einer Schraube gehalten. Hm... es ist wie's ist





    Die Parallelabhebung. Interessanterweise kaum Verschleißerscheinungen. Und sie funktioniert sogar recht ordentlich





    Wieder alles auseinandergebaut. Nur die Abhebung habe ich gelassen. War mir zu friemelig die auszubauen





    Vorsichtig mit dem Ceran Schaber an die Aufkleber. Die Kratzer gehen mit Auto Politur wieder raus





    Die Gewindebüchsen und Stimmschrauben stehen vor Dreck, aber...





    ...was mit Basssaiten funktioniert sollte doch auch hier gehen, oder? Kochen der Metallteile in Essig. Und den Snareteppich kochen wir gleich mit. Der hat nämlich auch schon reichlich Patina angesetzt





    alles schön sauber geworden. Nach der Montage bekommen die Gewindebüchsen alle noch einen kleinen Kleks Silikon Fett mit





    Und nun wird alles wieder zusammengeschraubt





    Natürlich kommen auch hier neue Pellen drauf: Ambassador mit Dot auf der Schlag-Seite...





    ... und Hazy auf der Reso-Seite. Übrigens ein Pure Sound Teppich. Sicher nicht original (behaupte ich mal)





    Und fertig ist die Hütte. Eine echt interessante Snare. Klingt sehr ordentlich. Mit neuen Fellen und sauberem Teppich sowieso. Was mich begeistert hat war der laute Cross Stick Sound, der von diesen Rims kommt




    Das Set hat im Club voll eingeschlagen. Es gab sogar einen Zeitungsbericht darüber. Auch das kurze Zeit später stattfindene Festival war ein riesen Erfolg. Und ich freue mich, dass der Club, eine der heute selten gewordenen Quellen für "Qualitätskultur" wieder ein Drumset hat, welches für die kommenden Jahre gerüstet ist. Ich habe die Patenschaft für das Set übernommen und werde regelmäßig nach dem rechten sehen bzw. Service leisten, wenn's klemmt. Support your local Music Club!

    Hallo Augustin,
    die Midi Informationen werden über die USB Verbindung zwischen DDrum Interface und PC/Mac ausgetauscht. Du brauchst also kein extra Midi Kabel/Interface. Letzteres nur, wenn Du nicht in den PC gehst sondern direkt zum Beipiel einen Synthesizer oder Sampler ansteuern möchtest, der nur über Midi Anschlüsse (5 Pol DIN) verfügt
    LG

    Otoplastik mit Hörer dämpft, als hättest Du anstelle des Filters die Verschlüsse drin. Ich meine das war > 20 dB. Da ich im 2-3 Jahre Rythmus meine Otoplastiken verschlunze habe ich mir diesmal die Concha2 besorgt. Die haben je Seite 2 Öffnungen pro Ohr. Du kannst also sowohl einen Filter als auch einen Hörer gleichzeiit betreiben (siehe https://www.hearsafe.de/hearsa…es/gehoerschutz/produkte/ -> HS ER-Concha²). Funktioniert auch gut. Etwas Abstriche hast Du beim Tragekomfort, weil die Otoplastiken bedingt durch das Mehr an Material leicht drücken. Kann aber auch an der Form meiner Ohrmuscheln liegen. Ist aber "verschmerzbar"