Über das Schulsystem in seiner Struktur kann man sicher trefflich streiten, aber das Erlernen vieler Fächer ist unabdingbar. Ich weiß zum Beispiel bis heute nicht, wozu Logarithmenrechnung gut ist, und das periodensystem aus der Chemie werde ich auch nie wieder brauchen. Aber allein die Auseinandersetzung mit "fremden" Themen schult die Birne und schafft die Voraussetzung sich später auch mal mit Sachen auseinanderzusetzen, die man nicht sowieso schon weiß. Und das wird es immer wieder geben im Berufsleben. Lernen muß man auch lernen!
Und bloß, weil in der modernen Medienwelt alles irgendwo online zugänglich ist, heißt das noch lange nicht, dass man es auch kapiert.
Wenn ich in der Schule nur das gemacht hätte, was mir Spaß macht, hätte ich den ganzen Tag Englisch gequasselt, gerechnet und Tennis gespielt. Welche Berufschancen hätte ich da wohl gehabt?
Man kann natürlich auch früh abgehen, nichts lernen und dann so spannende Berufe wie Binnenschiffmatrose oder Karussellbremser machen, aber ob das auf die Dauer Spaß macht?