Beiträge von Druffnix

    Meine ist am Wochenende gekommen: eine ziemlich verwanzte, pickelige, leicht rostbefallene Ludwig Supra Phonic 14x6,5". Erstmal komplett auseinandergebaut, technisch und optisch soweit hergerichtet, ein Amba Coated draufgezogen, gestimmt: GEIIIIIL! So muß das sein. Ich fand meine D454 ja schön, aber das ist einfach DER Snaresound für mich.

    Hmmm..


    In den meisten anderen zeitgenössischen Musikrichtungen ist doch auch alles erlaubt. Nur würde sich dieses Geblaste bei Ernst Morsch und seinen Eberschändern Scheiße anhören, deswegen wird da gespielt, was zur Musik paßt. Bei manchen Metal-Richtungen finde ich halt die Kombination verschiedener Stile (Nu-Pagan-Neocryptic Grindcore Trash usw.) etwas gewollt, aber das kann ja jeder machen, wie er lustig ist. Man muß sich das ja nicht anhören. Zu der technischen Qualität und der musikalischen Geschmackspassung des Updates im Startpost ist ja alles gesagt. Technisch extrem anspruchsvoll, musikalisch na ja, wer's braucht...

    @kride


    Hör dir mal Skies on fire von der Black Ice an, da hört man ganz gut, was ich meine. Das fängt mit bumTschack an ohne andere Instrumente, wenn du da die HiHat ohne Akzente spielst, klingt es Scheiße.


    Und Hype? Keiner hier hält Rudd doch für den Erfinder des Schlagzeugs. Er ist der richtige Mann am richtigen Platz, und das was er macht, ist für die Mehrzahl der Leute nachvollziehbar. Er ist ein Musterbeispiel für geschmackvolles, timingbezogenes Trommeln, das zu der Musik paßt, die er spielt. nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn der BumTschack macht, wippt der Fuß, und darauf kommt es an! Wenn Ulle BumTschack macht, groovt es nicht und wackelt auch noch :D

    Der Unterschied zwischen Rudd und Slade ist der, daß Rudd timingmäßig etwas "hinter dem Beat" bleibt, Slade auf oder vor dem Beat. Rudd treibt die Band sozusagen vor sich her, bei Slade mußten sie hinterherrennen :D Und Rudd spielt die 1, 2, 3, 4 auf der Hihat betonter als die "unds", Slade nagelt 1 u 2 u 3 u 4 u durch. Mit Achteln oder Sechzehnteln hat das nix zu tun. Hat zumindest mein Lehrer mal so erklärt und auch mal vorgemacht. Bei ihm hört man es gut, bei mir nicht so, aber ich bin ja noch jung :D

    Siehste, und genau in der HiHat-Arbeit liegt das "Geheimnis" beim Rudd. Das ist sicher nicht das übermäßige Hexenwerk, bei ihm klingt's halt, wie's soll. Ich versuche das auch immer mal, können tu ich's nicht, klingt irgendwie anders bei mir :D

    Wenn ich mich da selber nehme: Ich war bei der Bundeswehr zwei Jahre lang mehr oder weniger durchgehend besoffen. Sofort nach Dienst ging das los, anfangs ein oder zweimal die Woche, nach einem halben Jahr (ich war zwei Jahre dort) jeden Tag. Wochenende war eh klar, da ging es auf die Piste. Irgendwann war es dann so, daß ich auch zu Hause nach einer erledigten Tätigkeit (nicht kacken ;) , irgendwas produktives) mal ne Hülse getrunken habe. Vom Gefühl her hatte ich das alles im Griff, ein Kumpel, auf dessen Meinung ich sehr viel Wert legte, meinte damals, ich würde saufen wie ein Gulli. Um dem das Gegenteil zu beweisen, hatten wir dann eine Wette laufen, daß ich 6 Wochen lang keinen Bölk trinke (Kontrolle war kein Problem, wir waren zusammen auf USA-Rundreise). Ich habe das hingekriegt, weil ich es wirklich wollte, aber die erste Woche habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt, so trocken. Und da ich aus einen eher abstinenten Basisumfeld stamme, habe ich mir dann überlegt, daß es vielleicht doch nicht so cool ist, dauernd zugesoffen zu sein. Wären diese beiden Umstände nicht gewesen, hätte ich auch recht leicht zum Gewohnheitstrinker werden können. Und da raus zu kommen, ist schwer.

    @kride


    Das mit Ulle und JJ war Spaß!!! ;) Wobei: Ab und zu mal ne Feinheit wäre schon gut, nur um zu sehen, ob er es überhaupt kann.


    @conga


    Gerade die Donington (ist ja Razor's Edge Tour) ist ein gutes Beispiel. Slade drückt gnadenlos auf die Tube, mit Wahnsinnspower, aber gerade die alten Sachen grooven gar nicht. Let there be rock hämmert er durch wie ein Drumcomputer, hart, schnell, aber irgendwie funzt es nicht. Das schlimmste ist FTATR, das ist völlig überpaced. Technisch mag er der bessere Trommler sein, aber sein Spiel paßt nicht. Simon Wright, Rudd's direkter Nachfolger hat seine Sache besser gemacht.


    Und ja, ich habe einen an der Waffel, da stehe ich auch zu!! ;)

    Ich meinte auch eher die Livearbeit der Herren. Die war ohne Rudd hauptsächlich durch zu hohe Geschwindigkeit geprägt, vor allem bei Herrn Slade. 91 auf der Razors Edge Tour klang es wie eine zu schnelle Coverband, 96 mit Rudd wieder wie AC DC.


    Und daß Rudd nicht Gott ist, ist klar! Gott ist ja Joey Jordison!! Oder Lars Ulrich?? Oder....

    Phil Rudd ist der Beweis, daß man auch einfache Sachen erstmal zum Klingen bringen muß, und daß man nicht an jeder Stelle zeigen muß, was man für tolle Fills kann. Daher ist er für mich durchaus ein Vorbild in seiner Spielweise. Ein echter Mannschaftsspieler sozusagen. Was er wirklich alles draufhat, werden wir wohl nie erfahren, aber solange er bei AtzeDatze seinen Job so macht, ist mir das auch wumpe. Als er 1983 gefeuert wurde, lief es bei AC DC nicht mehr gut, als er 1996 wieder an Bord kam, war der alte Groove wieder da.

    Danke Guido!!!


    Den Jugendschutz gibt es nicht umsonst, leider wird er vielerorts nicht ernst genommen. Wenn ein Erwachsener die Entscheidung trifft, daß er sich den Kanal zuschütten will, dann soll er. Wenn ein 15-jähriger meint, sich Sprit in den Kopf schütten zu müssen, dann ist das absoluter Mist. Mit 15 bin ich mit einem Dutzend Kumpels den ganzen Tag auf dem Sportplatz gewesen, bei uns in der Schule hat in dem Alter fast keiner geraucht oder gesoffen. Geschadet hat das keinem von uns. Mit 17 das erste Mal auf Entwöhnung zu sein ist nicht cool, sondern man hat sich gerade im jungen Alter schon irreparable Schäden zugefügt. Muß nicht sein, finde ich.


    Ich bin weiß Gott kein Moralist, ich war in meinem Leben auch schon mehr als einmal volltrunken, aber spätestens wenn man Verantwortung für jemand anderen hat (Kind, Familie) sollte man das in den Griff bekommen. Und am besten fängt man erst gar nicht damit an. Bei uns im Kaff sieht man die Kids von den Raucher- und Trinkereltern fast alle mit Fluppe und Bier rumhängen am Wochenende, die Karriere ist bei vielen vorprogrammiert. Und mit 14 im Gruppenzwang kann mir keiner erzählen, daß die alle wissen, wann sie aufhören müssen und das im Griff haben.