Ich finde die Preise für Trommelkrams generell auch nicht überzogen. Erstmal ist es ja so, daß in der Verkaufskette ein paar Leute die Hand aufhalten und was verdienen wollen (das ist bei fast jedem Konsumprodukt so). Wenn man heute 1.500 € ausgibt, kriegt man dafür ein solide verarbeitetes, sehr ordentlich klingendes Set, mit dem man als Normalbenutzer über viele Jahre seinen Spaß haben kann und sich bei keiner Probe blamiert. Und selbst im Einsteigerbereich ist das Niveau heute weit über dem, was vor 30 Jahren angeboten wurde. Und auch da kann man mit einem Magnum Birch/Basix Custom usw. schon was wirklich gescheites (und lackiertes) für kleines Geld erwerben, muß da halt in Kauf nehmen, daß man Generika von der Stange bekommt mit technischen Lösungen, die sich andere mal ausgedacht haben. Ich hatte letztens ein 30 Jahre altes Tama Swingstar zum Überarbeiten da, wenn ich die splissigen Kessel, die klöterige Hardware und die minderwertige Folie da sehe, dann ist man heute mit Drumcraft 4 und den oben genannten weitaus besser bedient.
Na ja, und nach oben war früher auch schon alles offen: Heute sind's die Sonor SQ2, früher waren's die Signatures. Wer so was will, muß halt hinblättern, das finde ich absolut legitim. Das sind ja auch Kleinserien, das große Geschäft wird bei Tama sicher nicht mit Starclassic Bubingas gemacht, sondern mit Imperial- und Superstar-Sets.
Und dazu kommt ja auch noch, daß man bei den wertigeren (und halt auch namhaften) Drums und Becken heutzutage genug Möglichkeiten hat, sie gebraucht wieder zu verticken. Insgesamt geht es einem also heute besser.