Beiträge von greb

    Warum nimmst du dann ein Setup, das eh wenig Output liefert, und spielst dann auch noch mit Rods?

    Ich bin zwar nicht MoM Jovi, würde aber dennoch gerne die Frage allgemeiner versuchen zu beantworten.


    Selbst wenn IEM, Monitore und PA zur Verfügung stehen, empfindet es der durchschnittliche Zuhörer als Unplugged-Gig, denn vom seinem subjektiven Höreindruck her liefert das Sounddesign der Band genau das, was der Zuhörer von einem Unplugged-Gig erwartet. Ob das tatsächlich gänzlich unverstärkt ist oder auf einer großen Bühne spielt, ist dabei nebensächlich. Der Zuhörer hört das, was er sieht: Cajon, kleines Schlagzeug und Rods - wobei letzteres wohl seltener maßgeblich benannt werden dürften, allerdings der Klang unterbewusst vertraut ist.


    Nun kann man entweder den ganzen Bandsound für derartige Kontexte (z. B. Sektempfang, Weinproben, Hochzeiten, Weihnachtsfeiern oder eben für den Zuhörer kommerziell "MTV unplugged") darauf ausrichten, oder losgelöst davon eben ganz bewusst featuern (z. B. ein Unplugged-/Acoustic-Set im Rahmen eines Konzerts - ob unmittelbar auf der Hauptbühne oder aber extra davon etwas separiert im vorderen Bühnenteil oder unten im Zuschauerraum.) Ein Beispiel, das mir da immer wieder einfällt, ist Toto auf der "Falling in Between Tour" oder "Live in Paris 2007".

    Wenn man grundsätzlich schon bei den GEWA SPS Taschen ist, dann muss man sich folgendes überlegen:


    [Einzel- und Bundlepreise von Thomann.]

    GrößenGEWA SPSSKB Roto-molded
    22x18199 €249 €
    10x0975 €99 €
    12x10 89 €112 €
    16x16139 €143 €
    14x6,589 €98 €
    Summe der Einzelpreise591 €701 €
    Bundlepreis519 €689 €



    Hinsichtlich der Einzelpreise ist das eine Differenz von 110 Euro. Der Preisunterschied beim Bundle sind 170 Euro - den man sich eigentlich nur mit Händlerrabatten aufgrund der Einkaufspreise erklären kann.


    Dennoch sind es im Schnitt 35 Euro Aufpreis pro Trommel, damit aus einer Tasche eine Case wird. Dafür aber äußerst stabil und mit lebenslanger Garantie.


    Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass die angesprochenen Sets in der Regel in der Anschaffung weit über Durchschnitt liegen, machen die 170 Euro den Kohl auch nicht mehr fetter, als er eh schon ist.

    Das Twentys ist wirklich sensationell. Jeder Schlag ertönt eine Nuance anders: Es zischelt und perlt, baut sich auf und faucht, ohne dabei nervig zu werden. Sehr schön finde ich das "Atmen" - für mich das, was das Becken zwischen kurz nach dem Anschlag aber noch vor dem reinen Ausklingen macht. Es wirkt aufgrund seiner Mehrdimensionalität sehr lebendig , wild und weit.


    Das Dark MK2 wäre das Becken, dass ich wohl nennen würde, würde mich jemand nach DEM Paiste Sound fragen. Es klingt zu perfekt, zu poliert, zu analytisch, zu linear und zu vorhersehbar. Bell, Rauschen und Stickanschlag sind einzelt betrachtet, wirklich klasse. Im Zusammenspiel aber, wäre mir Grundrauschen des Beckens in Relation zum Stickanschlag etwas zu tief. Es fehlt in gewässerweise der "Kleber", der den Beckensound zusammenhält. Schön zu hören, im "back to back" Teil. Für mich ist da kein Leben drin.


    Das K Light schmiert mir zu viel, wäre aber vermutlich mit einem kleinen runden Tip angespielt - mein Favorit wäre ein Vater Hickory Sweet Ride - ein wirklich traumhaftes Jazzride, dass den ganzen Abend einfach durchswingen kann. Insgesamt hat es das zu viel, was das MK2 zu wenig hat.

    Zur Ergänzung von Beebles Ausführungen (und allen anderen ähnlich argumentierenden Diskutierenden) noch ein Auszug von Music&Stuff-Interview mit Schneider selbst. Das war zwar noch zur Sonor Zeit, spielt aber keine Rolle.

    Meines Erachtens liegt der Schlüssel zur Lösung von Problemen beim Bandsound in der "Recordingbrille". Ich habe vermehrt den Eindruck, dass gerade diejenigen, die sich mit dem Thema Recording befassen, mehrheitlich schon einschätzen können, wie sie ihre Instrumentierung in den Gesamtkontext angemessen einpassen und was für den Instrumenten- und Bandsound relevant ist oder eben nicht. Auch sind sie in der Lage, mit nur wenigen Handgriffen die Kuh vom Eis zu holen. Das macht die Soundfrage erheblich entspannter.


    Zur Positionierung im Raum muss man bei einigen Leuten wirklich ganz viel Geduld oder tatsachenschaffende Alternativen haben. Es gibt einfach Bassisten, die WOLLEN vor ihrem 4x10+1x15 Stack stehen, aber hören trotzdem nix und in der Nachbarschaft macht man sich um die Statik Sorgen. Es gibt auch Gitarristen, die WOLLEN vor ihren 4x12er Boxen stehen und mit Volumen auf 11 spielen, obwohl der gegenüberstehende Typ schon halbtot umfällt. Die Frage ist, ob man das für einen selbst funktioniert. Musiker kann man ersetzen, das Gehör nicht.


    Für ein paar Vorschläge zu Stellproben, den Recordinganfang und zügige Ergebnisse kann nur jedem die 7€-Lektüre von Moses Schneider empfehlen. shop bzw. Moses Schneider - Das etwas andere Handbuch // The Alternative Workbook . Das sind 130 kleine Seiten, die jeden weiterbringen.


    Edit: Zum Thema Inear (für Nichtschlagzeuger) und dessen Vorteile habe ich mich hier schonmal in gebotener Kürze ausgelassen. Selbst wenn man richtig steht (siehe Moses) und sich als Band im Griff hat, würde ich dennoch auf Inear setze. Schon alleine deshalb, weil die IEMs selten so laut aufgerissen sind, wie ne normale Box (egal welcher Art).

    Ein Zufallsfund, der wohl eigentlich eher für Gitarristen aufgrund des gezeigten Gitarreneffektes im Kern relevant sein dürfte.

    Interessant ist es wohl dennoch, denn der Focus liegt etwas versteckt doch auf dem Hocus Pocus. ;-)


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    Das Phänomen kenne ich nur von minderwertigen Strainern, wenn sich aufgrund der Vibrationen und großzügig geschnittenen Gewinden die Spannung des Teppichs langsam lockert. Die Abhebung von Yamaha hatte ich allerdings durchaus in guter Erinnerung.


    Mein Vorschlag wäre es, die Position des Teppichs nach dem Anspannen mit einem Folienstift auf dem Reso zu markieren, abzufotografieren und wenn das Phänomen auftritt, ebenfalls ein Foto des dann aktuellen Zustandes zu machen. Somit könntest du das zumindest schnell optisch vergleichen. Da reichen ja einfache Punkte auf dem Reso. Mit ruhiger Hand und entsprechender Vorsicht kann man aufs Bild auch die Position mit einer Schieblehre ausmessen.


    Mich würde interessieren, wie genau du die Schnüre am Strainer und am Buttend befestigst und welche Schur du dafür benutzt.

    Toto ist eine der Bands, die es geschafft hat, nachhaltig Generationen zu begeistern, obwohl sie ständig anders klingen. Begeistern könnten zwar andere auch, aber gemessen an der musikalischen Bandbreite und der durchaus öfteren Personalwechsel unterscheiden sie sich erheblich von anderen. Und so findet jeder irgendwie seine "Ära", die für ihn Toto ausmacht.


    Würde man meinen Dad fragen, welche Ära denn die Ära überhaupt war, dann wäre das für ihn wohl die Porcaro-Ära. Wenngleich die "Kingdom of Desire" meine erste Totoscheibe war, verbinde ich mit Toto hingegen die Phillips-Ära ab "Tambu". Das war auch der Beginn meiner Trommelei. Diese für meine damaligen Augen absurd riesige Bude sollte mich für die nachfolgenden Jahre prägen. Phillips' Tanz auf der HH, die superdezenten Ghostnotes, der sehr offene Tomsound und die gewaltigen Bassdrums - Das war einfach magisch, sowohl damals als auch heute. Die Porcaro-Ära entdeckte ich erst etwas später. Natürlich wusste ich zur Anfangszeit gar nicht, warum das alles so "anders" klang, aber es war bedeutend anders als die anderen Platten auch anderer Bands. Als ich dann Gitarre lernen wollte und daran anknüpfend auch das weite Feld hinsichtlich Equipment zu beackern war, war Lukather mein Hero, während alle anderen im Umkreis mehr oder weniger fleißig Slash und Angus Young nacheifern wollten. Es folgte für mich nahezu zeitgleich das Interesse am Bass und wurde wieder bei Toto mit Leland Sklar und Nathan East fündig. Als ich dann das Klavier wieder entdeckte und kurz darauf in die Synth-Welt eintauchte, stand abermals Toto mit David Paich und Greg Phillinganes bereit.


    Der Bandsound hat sich durch die Wechsel oft geändert, das hört man vor allem bei Lukathers Gitarrensound. Und selbst Studioalben kann man nur schwer auf den Toto-Sound bringen, da unzählige Leute involviert sind - von Mike Porcaro gibts selbst 2018 noch Bassspuren fürs Album.


    Das Maß der Dinge in Sachen Livesound und Drumsound ist für mich ganz besonders das Album "Falling in Between". Die Studioalben fand ich oft nicht so wirklich spannend, denn da waren keine unendlich langen Soli dabei. Tendenziell waren die auch weniger monströs, wie die Liveplatten. Aber das Intro von "I will remember" geht mir regelmäßig durch Mark und Bein.


    2015 hab ich es dann auch mal zum Konzert nach München geschafft, mit Joseph Williams am Gesang und mit Shannon Forest am Set. Das war eine bewusste Entscheidung: Zum einen waren die Vocals für mich immer mit Bobby Kimball und dem nachfolgenden Joseph Williams besetzt. Zum anderen hat mir Keith Carlock am Schlagzeug - auch wenn seine Trommelei im Allgemein zweifelsfrei großartig ist - im Toto-Kontext nicht wirklich gefallen, wenngleich er auf dem Album "XIV" ein sehr beeindruckendes Feuerwerk abliefert [zB. bei "Holy War", "Orphan", "Burn" (dort auch Backgroundvocals)]. Forest war für mich eine gute Mischung aus Porcaro und Phillips. In der jetzt neuen Besetzung lässt sich zumindest erahnen, dass Robert "Sput" Searight für mich wenigstens etwas Phillips' Flair und dessen lausbubartigen Witz wiederbringt, den ich damals in der Halle wirklich vermisst habe.


    Live in der Halle war ich dann doch etwas enttäuscht, vor allem vom ganzen Bandsound. Der war nicht ausgeglichen und in den Bässen bis zur Unendlichkeit breiig. Die Olympiahalle ist aber auch eine Herausforderung, die nicht jeder Mischer im Griff hat.

    Für mich ist die höchste Kunst im Drummerleben wohl Jazzensembles und Bigbands.


    Um so erfreulicher ist es, wenn die alte Schule neu auflebt: Greyson Nekrutman


    Auf seinem Instagram-Account finden sich absolut sehenswerte Beiträge, wie z. B. diese hier

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    Für mich hat er die Trommelei ziemlich gut durchgespielt.



    Seit kurzem bekommt er unter anderem von Meinl, aber auch von Promark, Pearl und Remo entsprechenden Rückenwind.


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    Wer öfters mal alte Trommelschätzchen aufarbeitet, der wird womöglich auch unter die Stimmschrauben schöne schwarze Kunststoffunterlegscheiben verarbeitet haben. Bisher habe ich dafür immer die Tama PW620 benutzt (20 Stk. für 4,90 Euro).


    Ausgerechnet heute war mein Bestand aufgebraucht. Allerdings habe ich noch eine größere Menge Unterlegscheiben für 19" Rackschrauben über und daher diese ausprobiert. Sie sind zwar etwas flacher und der Innendurchmesser geringfügig größer, jedoch funktioniert das ganz hervorragend.


    Für 20 Stück zahlt man 1,44 Euro.

    Vielen Dank für die Antworten. Mit Lösungsmittel oder Edding wollte ich da nicht ran.


    Geordert habe ich nun die Felle von Rathgeber Drums. Nach einem kurzen Telefonat sagte man mir, dass die 10" Felle logofrei wären und die 14er derzeit von einem anderen Hersteller bezogen werden und diese Logos hätten.


    Trotz 8 Euro Versand ist das sogar einen Ticken günstiger als die beiden 2Box Felle.



    Edit: Felle waren am 8.5 da. Völlig ohne Logo und in recht guter Qualität. Sie sind aber nicht so dicht wie die 2Box Felle. Zur Haltbarkeit werde ich kaum was sagen können, denn die Felle sind für mein Subkick.

    Ich hole den Thread mal hoch.


    Auf der Suche nach einlagigig schwarzen Meshheads ohne Logo werde ich nicht fündig.


    Die oben erwähnten Drum-Tec Felle haben mittlerweile leider auch ein Logo.

    Die Felle von 2Box, wie ich entgegen der Musicstore Seite feststellen musste, kommen leider auch mit Logo.


    Gibt es derzeit Hersteller, die auf das Label verzichten?

    Sehr interessant, ich bin durchaus auf deine Entschätzung gespannt.

    Ich habe einige Zeit lang immer mal wieder mit den HH-Tops experimentiert und irgendwann die Mischung aus einem schweren Bottom und sehr leichtem Top gefunden. Die Verhältnisse müsste ich glatt mal ermitteln, aber ein leichtes HH-Top mit flacherem Profil empfand ich sehr viel angenehmer und im Grunde auch klanglich schöner. Allerdings war der Chick der getretenen HH nicht so wirklich überzeugend. Man hat gehört, dass die Luft im Becken deutlich komprimiert. Darauf hin habe ich in das schwere Bottom ebenfalls solche Löcher in die Bell gebohrt.

    Naja, im Grunde hast du ja schon fast alles da. Es fehlen ja nur noch Stagebox und Buchsen. Eine 12er Stagebox liegt preislich etwa bei 30 Euro.

    Als Buchsen kann man problemlos die NCJ 9 FIS mit entsprechenden Schrauben zu kaufen. Selbst wenn man den Switching Kontakt erstmal nicht benötigt, lässt sich damit in späteren Kontexten später mehr anstellen. Sie sind unwesentlich teurer als die NC3 FD-L1, brauchen aber weder M3 Schrauben + Neutrik MFD (Der Rahmen ist deutlich stressfreier und viel schneller zu verarbeiten, als kleine M3 Muttern), noch muss du für Klinke die im Vergleich zur NCJ9 FIS deutlich teurere NJ3 FP-6 verbauen.

    Grundsätzlich macht es gerade am Schlagzeug absolut Sinn, den Footprint der Kabel so kompakt wie möglich zu halten. Die Umsetzung dessen würde ich jedoch abhängig vom Set und vom Raum machen. Es ist mit Abstand nunmal das Instrument, dass in der Regel die meisten Mikrofone und Kabel bei der Mikrofonierung benötigt. Je mehr Kabel rumliegen, desto mehr Kabelhaufen gibt es oder desto wichtiger werden je nach Anwendung auch Präventionsmaßnahmen.


    Sonderkonfektionierungen bergen immer den nicht auszuschließenden Fall eines raschen Defekts. Gerade bei Multicores ohne Stagebox und einem Spliss von 3 m ist das Risiko erheblich - auch bei noch so gutem Kabelmaterial. Je flexibler/dünner das Kabelmaterial, desto empfindlicher wird das Unterfangen, denn man muss sich dabei Gedanken um die Zugentlastung durch das Gewicht des Kabelmaterials machen. Sowohl im verkabelten Zustand zerrt das Kabelgewicht selber, im aufgewickelten Zustand hingegen zerrt der Stecker. Das Sommer Cable Quantum Mistral Multipair ist recht stabil, das Sommer Cable Quantum Highflex Multipair dagegen für diese Anwendung völlig ungeeignet. Selbst im Falle des Mistral glaube ich nicht, dass ein solch langer Spliss im Dauereinsatz langfristig ohne Schaden bleibt.


    Allgemein hat sich in der Praxis bewährt, eine Stagebox an das Set zu legen und normale Mikrofonkabel zum "Überbrücken" zu verwenden. Sind kompakte Kondensatormikrofone mit Klipphalterung und integriertem Kabel vorgesehen - darunter fallen bspw. AKG 418, Audio Technica Pro 25 oder ATM350D, DPA 4099 Core, Shure Beta 98 A/C, Audix Micro-D - so könnten deren Kabellängen ausreichen, um auf die Stagebox zu kommen. Overheadmikrofone haben schon aufgrund ihrer Höhe eigene und sehr langen Kabel; Bassdrum, Snare und HH sind in der Länge zumeist überschaubar. Je nach Setgröße (der Einfachheit für die Rechnung nehme ich mal 16 Kanäle an) könnte man darüber nachdenken, ob eine Teilung in linke und rechte Sethälfte in Frage käme. 2x8 wäre nicht nur buchstäblich in der Handhabung bei der Aufwicklungen leichter, sondern im Falle eines Defekts ein Austausch des gesamten Kabels für alle 8 Wege nur die halbe Arbeit oder eben der Ersatz durch ein neues 8er Multicore vorzunehmen. Im Grunde sei hierbei auch erwähnt, dass es auch Sinn macht, sich über Wege für Monitoring oder Zuspieler (Percussionpads, Sampler) Gedanken zu machen.


    Sofern ihr bereits Digitalpulte wie dem X32 arbeitet, kann die S16 oder S32 als digitale Stagebox zentral lokalisiert am Schlagzeug durchaus Sinn machen.


    Eine Möglichkeit möchte ich nicht unerwähnt lassen, zu welcher mir bisher aber selber Erfahrung fehlt und in diesem Kontext auch nur ein Randthema sein kann: Es ist möglich 4 Wege per XLRviaCAT5 aufzubauen [Mixerseite (oder wahlweise Mixerseite samt normalen Multicore) + Cat 5 Kabel + Setseite], es gibt hierzu auch Lösungen von Radial "Catapult"]. Auch hier handelt es sich um eine rein analoge Verbindung. Das ist in sofern charmant, da das Cat5 Kabel sehr flach und gut verlegbar ist. 4 Wege sind aber natürlich viel zu wenig, um damit am Set zu arbeiten.

    Zur Spornbildung:


    Betrachtet man die seitlich abgezeichneten Flanken, erkennt deutlich ein Trapez mit schmaler Seite unten. Der Filz in oberen Viertel ist stark komprimiert und wird nach unten hin immer gröber. Das würde für hohen Druck im oberen Bereich sprechen - eben jener, der durch den Schlag selbst und durch "im Fell stehen" entsteht.

    Der Sporn befindet sich in einer Linie zum Metall, und ist auch optisch etwas größerer Textur. Dem nach zu urteilen ist der Druck und die Abnutzung am Sporn selbst am Geringsten. Würde sich hier der Hauptdruckpunkt befinden, wäre die Stelle plattgedrückt.


    Eine Wulstbildung durch Reibung am Schlagfell/Patch scheidet aufgrund der fehlenden Wulste aus.


    Da die nebenbefindlichen Seiten abgetragen sind, dürfte allen vornan daran liegen, dass die DOFUMA zwar mittig der BD steht, aber die Beater neben den Mittelpunkt treffen. Soweit ich das nachvollziehen konnte, sind diese DW Beater am Kopf reicht breit und aufgrund sehr enger Spurweite zu so mancher DOFUMA gar nicht kompatibel, da die Beateraufnahmen zu nahe beinander sind. Da sie bei der Eli passen, sind die Beateraufnahmen etwas weiter auseinander und damit auch eben die Beater - dafür spricht auch, dass die Pearl Beater richtige Klötze sind.


    Da beide Beater auch nicht zu den leichten Exemplaren zu zählen sind und demnach ehrliche Flugkräfte aufbauen, ist es durchaus denkbar, dass die Wucht so stark ist, dass sie sich in der Aufnahme beim Auftreffpunkt jeweils Richtung Fellmitte drehen und die Fixierschraube diese Rotationskräfte nicht auffangen kann.


    Die rechte Seite des Filz ist etwas weniger verschlissen als links, was für eine überwiegende Nutzung als Main-Beater auf der rechten Beateraufnahme spricht. Ebenfalls ist eine diagonal verlaufende Kämmung/Riegelung an den Seiten erkennbar, ähnlich wie bei bookmatched Riegelahorn Decken von Gitarren. Die Kämmung bildet die unterscheidlichen Dehnungszuständ des Fells ab: Je weiter Richtung Beater Mitte, desto mehr drückt sich der Beater in das Fell; Je weiter Richtung Rand, desto weniger gibt das Fell nach. Aufgrund der Reibungsdifferenz entsteht eine diagonale Spannung, die sich im Filz ablesen lässt.


    Das deutet ingesamt für mich darauf hin, dass die Stellen um den Sporn abgearbeitet wurden und der Sporn selbst noch mehr oder weniger das "Rohmaterial" ist.



    Ich kenne ähnliche Abnutzungen vor allem von Beatermodellen, die keinen justierbaren Kopf und ansonsten auch dünneres Stangenmaterial haben. Zwar achte ich auf ausreichend festgezogene Schrauben, Beaterausrichtung zur Fellmitte und einen leicht darüber angesetzten Auftreffpunkt, allerdings habe ich Beater von Sonor hauptsächlich im oberen Bereich abgenutzt und deren Metall verbogen - zumeist rechts.