Beiträge von MoM Jovi

    MoM Jovi: Wenn Du Kontake hast, fühl doch mal vor. ;)

    Ich glaube den Fritz vom Drumhouse kennt ihr auch. Den Namen hab ich im Podcast von euch mal gehört. ;)


    Zu dem Thema "Unterrichtsmillionen": Die Preise sollten eigentlich völlig selbstverständlich sein, dann das ist euer Job. Aber wenn es um die Vergütung und Eigenleistung geht, dann fehlt der Bevölkerung beim Thema Musik(-Unterricht) scheinbar jedes Verständnis gegenüber z. B. dem Sport. Mancher Junioren-Fußballtrainer, der nach der Arbeit ehrenamtlich noch 2 Stunden Kids trainiert, möchte nicht verstehen, warum er für seine Tochter 30€ die Stunde für Klavierunterricht löhnen soll. Für das Fußballtraining selbst muss man unter der Woche eigentlich nichts tun und kann herumdaddeln - im Gegensatz zum Musikinstrument.

    Das ist hart formuliert - sorry an alle Ehrenamtlichen!!! - aber ich denke, das ist leider die Realität.


    Ein anderes Thema, was ihr vielleicht mal aufgreifen könnt, wird gerade hier im Forum diskutiert:

    Mir kam grad der Gedanke:

    Geht es in der Diskussion eigentlich um den Nostalgie-Faktor:

    Was ich für mich schön fände, wäre so eine Zubehör- und Ersatzteil-Ausstellung, mit ein wenig Stöber-Atmosphäre.

    Oder geht es euch um das "Schicksal" der Menschen, die immer öfter ihre Geschäfte und vor allem Berufung aufgeben müssen?


    Völlig wertfrei gedacht! Beide Punkte absolut berechtigt und einer wichtiger als der andere!


    Das Stöbern - unmittelbar vor der Haustüre - vermisse ich auch. Gleichzeitig ohne den Zwang, beim Verlassen was mitnehmen zu müssen.

    Das andere ist ein emotionales Thema. Wer sich sowas aufgebaut hat und vor allem auch gut darin ist und ehrlich beraten kann, der hat das nicht verdient.

    Ein Laden voll mit Becken - das klappt eigentlich nur, wenn du auch die entsprechende Kundschaft in deiner Nähe hast. Das klappt in Nashville sicher hervorragend mit all den Studios, Clubs, Musikschulen und Musikern drum herum. In Delmenhorst hingegen nicht.


    Die einzigen Drumstores, die überleben können, benötigen andere Intrumente drum herum, die das Geld bringen. Gitarren, Flöten, Geigen, E-Pianos usw. Drums sind zwar optisch eher groß, die Zahl der Nutzenden ist aber im Vergleich zu anderen Instrumenten eher klein und damit der Umsatz begrenzt.

    Genau. Der Markt ist ja schließlich auch einfach überfüllt mit Produkten. Und abseits unserer Nerd-Bubble hier ist doch die Frage, wer in seinem Leben überhaupt mehr als ein einziges Instrument kauft!? Bei Blasinstrumenten ist doch das noch viel extremer, würde ich sagen. Da hast du wahrscheinlich die Masse, weil hierzulande die Blaskapellen gut gesät sind, aber welcher Trompeter hat mehr als eine Trompete? Diese Läden leben aber wohl von Service und Wartung.

    Die Idee mit den (gebrauchten) Becken hört sich für mich an wie eine riesige Kleinanzeigen-Seite im echten Leben. Das kann man dann auch ausweiten auf Trommeln, vor allem Snares und Shellsets. Aber halt alles tendenziell gebraucht. Im Prinzip wäre das ja ein Schlagzeug Second Hand Laden mit der Option, dass der Händler auch neue Ware auf Anfrage bestellen kann. Ein Laden zum Schmökern und Ausprobieren. "Nelson Drum Shop" in Nashville macht genau das, spezialisiert auf Vintage Zeug, aber der liefert mit Sicherheit auch Neuware, wenn gewünscht. Und das kann man dann auch skalieren, von der Garage bis zur Fabrikhalle. Aber welche Kundschaft setzt das wieder voraus? In Nashville funktioniert sowas, da tummeln sich die Musiker. Das Drumhouse Freiburg bei mir um die Ecke macht das aber im Prinzip auch so. Die haben mindestens gebrauchte Shellsets und Hardware, aber halt Einzelstücke.

    Wahrscheinlich sind wir Freaks hier im DF nicht das Problem. Für einen Laien ist es halt einfacher, für den Sohnemann zum Geburtstag beim großen A ein Komplettset mit Becken für 499€ zu bestellen als was wesentlich wertigeres gebrauchtes vom Fachhändler für 899€ inkl. Beratung abzuholen. Und wenn er dann morgen lieber Fußball spielt, ist die Kiste per Rückgaberecht einfach zu entsorg....zurückzusenden und ein paar Kickschuhe per Overnight geordert. Und selbst Traditionshersteller wie Sonor befeuern das mit ihren AQX Paketen.

    Bei Sonor damals vielleicht Hilite (Exklusiv), Signature oder Hilite Nussbaum, oder so. Und die Protec- oder Exklusiv-Kupfer-Hardware will ich dann natürlich auch im Laden mal anfassen...

    Oder, wenn ich mich nicht auf eine Marke festgelegt habe, dann will ich vielleicht die "Luxus-Serien" von Sonor und Yamaha mal vergleichen...


    Wenn das ein örtlicher Händler nicht leistet, nicht leisten kann, warum sollte ich mir dann ein "Luxus"-Schlagzeug bei ihm bestellen?

    Wobei ich hier auch mal sagen muss: In Treppendorf steht auch nur eine Auswahl, und die meist so sperrig aufgebaut, dass ich mich nicht dransetzen und wohlfühlen kann. Dann ein beliebiger Beckensatz, den ich auch nicht spielen würde, Felle, Stimmung usw. auch nicht meins. Würde da jetzt ehrlich gesagt auch nicht mein Set finden. Stand Oktober 2020, mit dem Neubau ist es vielleicht mehr. Aber das Grundproblem bleibt: Ein Schlagzeug muss ich mir einspielen und auch ein bisschen "schön spielen". Für mich war noch jedes Set am Anfang ungewohnt. Das ist bei Trommeln ja durchaus anders als bei Becken und Gitarren, weil viel zu viele Faktoren mit rein spielen.

    Meine beiden neu gekauften Sets hatte ich beide im Drumhouse Freiburg (damals noch Kollnau) geholt und da gings um Konfiguration, Aufbau (Dinge wie BD gebohrt oder nicht...) und Budget. Beim ersten Set wurde es Basix, beim zweiten Tama. Das war interessanterweise vor dem großen Social Media Boom, wo man (ich) noch nicht so auf Marken eingefahren war, sondern dem Händler glaubte. Beide Male keine Fehlgriffe. Beim dritten Mal wollte ich halt Sonor haben und der Preis für das, was ich wollte, lies mich gebrauchte oder B-Ware suchen - Benny Grebs Insta-Kanal ist wohl schuld daran. :D Aber hätte ich den Neukauf angestrebt, wäre ich wohl ins Drumhouse gefahren! Bei Tom-Erweiterungen habe ich das auch angepeilt, aber dann hatte leider ein anderer (aber immerhin!) Einzelhändler mit seinen Restposten den Zuschlag bekommen.

    Also wenn ich alle paar Schaltjahre ein (neues) Set kaufe, würde ich noch immer versuchen den Local Hero zu konsultieren. Genug der Rechtfertigung...

    Umgekehrt, wenn ich als Anfänger praktisch kaum Geld habe und mich noch nicht auf eine Marke festgelegt habe, dann soll mich der Händler beraten und durch den Dschungel der verschiedensten Marken und deren Serien führen, um den besten Kompromiss aus Geldnot und Qualität zu finden.

    Das ist richtig, und war beim oben beschriebenen Basix Set genau der Fall! Und das Drumhouse Freiburg macht das auch noch immer so und hat viele gebrauchte Anfänger-Sets am Start.

    Wenn ich mir ein neues Schlagzeug für 4-stellige Beträge gönnen möchte, dann mache ich heutzutage die Entscheidung ja nicht von der zufälligen geringen Auswahl des örtlichen kleinen Händlers abhängig.

    Das ist der Punkt. Früher war es aber bestimmt auch so, dass einer eher Sonor da hatte, der andere Yamaha oder Tama, oder nicht? Nur gab es da insgesamt weniger Zeug. Das ist aber in jeder anderen Branche auch so. Viele Händler bestellen bei ernsthaftem Interesse zwar dein Traumset mehr oder weniger unverbindlich "zur Anprobe", aber auch da sind die Grenzen verständlicherweise schnell erreicht. Man selber macht das ja auch nicht mit, über Wochen 5 Sets zu vergleichen. ^^

    Wenn die ganze Leistung des örtlichen Händlers darin besteht, mir aus den Webseiten oder Katalogen der Hersteller was vorzulesen, was ich dann auch noch verbindlich bei ihm bestellen müsse, aber dann doch im Laden selbst abholen muss, dann habe ich aus Kundensicht nur alle Nachteile von Versand- und Vor-Ort-Handel kombiniert

    Tja, und dann gibt es halt noch die, die sich gar keine Mühe geben. Meinem Vater hat mal ein Elektro-Kleinhändler gesagt: "Geht am besten zu Mediamarkt und sucht euch einen Kühlschrank aus, ich kann ihn euch dann bestellen."


    Wir hatten es ja oben schon von den "Thomann Franchise" Häusern. Aber auch dort wird "der Thomann" nicht in jedes Haus die Auswahl wie in Treppendorf hinstellen.

    Sorry, Jungs…😬 mein Fehler


    Meinte: zu weit auseinander bzgl. des Klangspektrums und der Serie.

    Byzance Traditional / Byzance Dark

    Hatte ich schon auch so verstanden. Dennoch: Wenn ich auf dem 2. Floortom lande, dort das "dunkle" Crash hängt, ich aber lieber das "helle" neben der HiHat möchte, dann hätte ich statt dem dunklen lieber ein helles, wenn auch größeres Becken. ;)

    Kommt wie immer drauf an. Für Musikstile, wo man direkt hintereinander mehrere Crashes spielt und es auch manchmal Zufall ist, ob das "linke" oder "rechte" Crash gespielt wird, finde ich "weit auseinander" eher schwierig. Ich rede da von Rock, Metal, Covermusik. Wenns jazziger wird und es auf breite Soundvielfalt und bewussteren Soundeinsatz ankommt, macht es wohl Sinn.

    Für mich ist das aber eher nichts. Wenn ich einen bestimmen Fill spiele und mich verrenken muss, um vom einen Ende des Drumkits zum passenderen Crash am anderen Ende zu kommen, mag ich das nicht so.

    Ich glaube, Phil Rudd hat (deswegen?) sogar 3 baugleiche Crashes am Set.

    Ich bin mit meinen zwar eher jungen Jahren dann halt doch einer vom "alten Schlag", wo man sagt, "kauf doch was gescheites".

    Stimmt net. Du sagst "kauf doch was von Paiste" :P

    Hahaha 8o

    Ach, im Grunde ist es ja auch egal, was man kauft, wenn es für einen passt. Und das Argument "nachkaufbar und soundtechnisch reproduzierbar" zählt bei mir auch nicht, weil wohl niemals ein Becken kaputt machen werde. Dazu fehlt mir das Genre und letztlich auch die Lebenszeit. 8o

    Mir gefallen sie auch nicht so sehr. Irgendwie trashig und unspektakulär...wobei die Demo im verlinkten Video auch nicht gerade aussagekräftig sein dürfte. Ist das ne offizielle Demo?

    Ich weiß eh nicht so recht mit diesen günstigen "Alternativen", die es mittlerweile wie Sand am Meer gibt und man gar nicht weiß, wo das alles herkommt und ob gar eine namentlich gleiche Serie überhaupt vollständig vom gleichen Kontinent stammt. In meiner Bubble heißt die Alternative halt Zultan, aber vermutlich hat das auch nur marketingtechnische Gründe. Ich bin mit meinen zwar eher jungen Jahren dann halt doch einer vom "alten Schlag", wo man sagt, "kauf doch was gescheites".

    Mir erschließt sich letztlich auch weder, dass ein "Profi" auf so was zurückgreift, noch ein "Hobbytrommler" mit wenig (Ahnung und) Erfahrung, nur weil such ein paar Euro sparen lassen... :/

    So erwischt man das Crash nie in der "Abschwingphase " und kann es dementsprechend nie "überpowern ".

    Hängt aber noch von anderen Faktoren ab: Schlagfrequenz und -stärke, Größe und Gewicht des Beckens... 8o

    Aber wenns dem individuellen Drummer nützt, dann ist doch gut! Andere stellen ihre Snare nach vorne schräg. ;)

    Falsch wäre, wenn du nicht hinkämst, oder wenn sich die verschiedenen Becken gegenseitig behindern

    Aber auch das ist von manchen so gewünscht. 8o

    Beim Verkauf muss das ja ebay und Co. ab einem bestimmten Jahresbetrag mittlerweile an das Finanzamt weitermelden.

    Wenn man das geschickt auf verschiedene Plattformen verteilt, fliegt man weiter unter dem Radar.

    Eigentlich ist das ja schon eine kleine Unverschämtheit vom FA. Wenn ich mir von meinem Nettogehalt über die Jahre einige private Anschaffungen gemacht habe, warum darf ich die dann nicht auf einen Schlag wieder veräußern - ernsthaften Gewinn dabei mal ausgeschlossen. Bei Sammlerstücken, die an Wert gewinnen, ist das vielleicht was anderes. Aber wenn ich jetzt mal von gebrauchten Becken ausgehe, die in der Regel für 60% des OVP weggehen.