Daniel S #32 Danke, genau darum ging es mir. Und klar:
Dieser Mann spielt Drums wie er redet - spontan, unterhaltsam, dynamisch, tolle Spannungsbögen, und manchmal rutscht halt mal was raus - so what
Er hat verdammt gute Time und kann grooven wie Sau. Aber in dieser Momentaufnahme bei Drumeo habe ich mich halt gefragt, ob das noch songdienlich ist und wie man mit so nem Typen überhaupt zusammenarbeiten kann. Ich darf mir das aber auch nicht anmaßen. Es kommt halt so bei mir rüber, als dass er an dem Tag ein bisschen auf Playalongs angeballert hat, die er schon seit Jahren spielt. Dafür hat er sich aber vorher nichts überlegt und kam auch erst, als alles angerichtet war. "Sagt mir was ich spielen soll und ich machs (auf meine Weise)." Erinnert mich ein bisschen an einen Musiker, mit dem ich eine Band aufgebaut hatte und als es nicht mehr so nach seinem Gusto lief, zog er sich zurück, bot aber immer an mitzuproben, wenn man ihm sagt, was auf dem Programm steht.
Hat Copeland von den 5 Police Alben und den Konzerten, solange es die Band gab, so vorgesorgt, dass er sich diesen Auftritt leisten kann?
Ist das ein Verhalten, das man einem heutigen jungen Musiker nahelegen würde bzw. mit dem ein junger Musiker heute durchkäme? Kann man da sagen, das ist Copeland, der darf das?
Zumindest das von dir verlinkte Stück auf dem Video finde ich doch eher harmlos in Sachen "overplayed".
Falls du "King of Pain" aus dem Drumeo Video meinst, bin ich mir nicht ganz sicher. Könnte auch "Murder by numbers" gewesen sein. Es war gegen Ende des Interviews, wo er in der zweiten Hälfte eines Songs scheinbar völlig durchdreht und Crash-Läufe spielt, wo der Rest der Band eher Fläche und keine Akzente spielt. An einer Stelle spielt er auch eine Melodie auf den Toms nach, wo so ziemlich jeder Drummer wahrscheinlich nichts spielen würde.