Beiträge von MoM Jovi

    Moin, eventuell auch ohne Mics ein Signal in den Preamp schicken, das könnte zB ein Rauschen sein, und dieses dann mit geeignetem Werkzeug auswerten.

    Allerdings kann das deinen gehörten Eindruck nicht ersetzen, was einerseits gut, aber auch wieder nicht ist. ?(

    Wenn die technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, würde ich beides machen: Die analytische Variante mit weißem Rauschen und die spielerische. Für die spielerische solltest du natürlich relativ sicher dasselbe spielen. Hast du ja bei den Bass Drum Mics auch gemacht - okay, da war es nur eine Klangquelle. :)

    Das Rauschen am besten direkt draufgeben, wobei für den relativen Vergleich ja nichts gegen eine Lautsprecher-Wiedergabe mit Mikrofon-Aufnahme spricht...außer dass man sich halt doch viele Verzerrungen einhandelt.

    Danach würde ich zuerst die eingespielten Varianten anhören und evtl. unterschiedliche Höreindrücke festhalten. Erst zum Schluss die Rauschaufnahmen anhören/analysieren und versuchen zu erklären, wie es zu den verschiedenen Höreindrücken kommt - auf keinen Fall vorher, denn dann wirst du wohl voreingenommen zuhören.

    Naja, der Original-Drummer scheint den angeblichen Original-Drum-sheet auch nicht so gut zu kennen: 😂

    Fine Again - Seether Live in Studio - YouTube

    Also der spielt jedenfalls nicht das, was da notiert ist. Die Notation höre ich auch nicht in der Studio Version, sorry.

    Ich muss an dieser Stelle auch zugeben, dass ich mir den Song gar nicht angehört habe, sondern nur die verlinkten Noten angeschaut. :saint:

    Vielleicht ist das auch meine Einstellung, das sich Lieder auch mit den Bands mit entwickeln dürfen, und ich behaupte, dass das auch recht oft vorkommt. Vielleicht wird teilweise eine eins zu eins Kopie verlangt, ich kann damit aber nix anfangen.

    Und darum ging es mir auch nicht. Ich bin mir sicher, dass auch die von mir genannten Drummer ab und an ihre eigenen Songs anders spielen. Ich wollte mit meinem Beitrag nur auf die Frage eingehen, wie man so einen komplizierten Notentext denn jetzt (auswendig) lernt. Oder vielmehr wollte ich anhand der mir bekannten Drummer klarmachen, dass es nicht verwerflich ist, wenn man einen Song nicht 1:1 nachzuspielen schafft (wenn man das denn möchte) - weil man sich ja immer klarmachen muss, dass die Originale kein fertiges Notenblatt zum auswendig lernen bekommen haben, sondern bei der Komposition dabei waren. Wenn es darum geht, etwas wirklich 1:1 nachzuspielen, dann haben die meisten in aller Regel auch mal Noten aufliegen. Man sieht das ja in der klassischen Musik, wo alle - abgesehen von einigen Wunderkindern - nach Noten spielen (müssen).

    Mal die Frage in die Rund, wie geht man mit so einem Song um? Auswendig lernen wird wohl schwierig, was jetzt nicht heißen soll, dass es nicht geht. Vielleicht haben die einzelnen Groove-Figuren ja einen Sinn. Beispiel aus dem Stück.

    Hab mir die >> Noten hier mal angesehen. Tja gut... ^^ Erst mal, über den Sinn und Zweck von Noten haben wir hier an anderer Stelle schon zu genüge diskutiert. Das rolle ich besser nicht noch mal auf. Auf der einen Seite bin ich immer sehr froh, wenn ich für einen Song eine solche Transkription bekommen kann. Es nimmt einem viel Arbeit ab. Gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen oder so ein Gefühl, dass ich mir zu wenig Mühe mit einem Song gebe, weil ich nichts mehr raushören muss. ^^ Gerade wenn man bedenkt, wie unsere Vorgänger das gemacht haben, als es noch kein Internet gab oder wenigstens die Möglichkeit, einen Song ohne viel Aufwand immer wieder an eine bestimmte Stelle "zurückzuspulen". Das kratzt dann manchmal ein bisschen am eigenen Selbstbewusstsein. Noch dazu bin ich ein Perfektionist, und wenn ich einen Song covere, dann möchte ich ihn möglichst originalgetreu spielen oder mindestens zum grooven bringen (hatten wir auch schon irgendwo...). Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass die allerwenigsten Schlagzeuger einen Bon Jovi Song richtig zum grooven kriegen. Tico Torres spielt ja recht wenige Noten, aber diese mit einer Schwere, die ich bei Festzelt-Versionen von It's my life oder Bed of roses schmerzlich vermisse und immer am liebsten selber hoch auf die Bühne wollte...bei meinen Covers bemühe ich mich also so gut wie immer, auch die originalen Fills zu treffen. Das schafft automatisch die Moves, die einen als "den Drummer" für den Song fühlen lassen.


    Es ist eigentlich amüsant, dass sich Leute immer wieder die Mühe machen, (ich nenne es mal) "Popsongs" so detailliert zu transkribieren, weil wohl die allermeisten Drummer dieser Songs im Original eher nicht nach Noten in dieser Detailtiefe spielen (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Ich kenne es von Songs, denen ich aus meist subjektiven Gründen nicht so viel Aufmerksamkeit schenke und dann doch "meine Version" spiele. Da ergeben sich dann nach einiger Zeit Grooves und Fills, die ich immer spiele, weil sie für mich so gehören und meiner Meinung dem Song guttun. Und so denke ich, haben das auch die meisten original Drummer gemacht, und dann kommen eben solche Notenblätter raus, wenn sich ein außenstehender die Mühe macht, das Zeug alles rauszuschreiben. Das heißt nicht, dass die original Drummer sich meistens nicht mehr drum scheren, was sie da aufgenommen haben. Im Gegenteil: Viele können zu mindestens 99% wiedergeben, was sie sich da einmal ausgedacht haben. Todd Sucherman ist so ein Beispiel. Er behauptet von sich, dass er mindestens 99% immer gleich spielt. Das kann er aber wohl nicht, weil er mit Noten arbeitet, sondern weil er bei der Entwicklung des Songs dabei war und es seine Drumparts sind. Ähnlich ist es bei Hena Habegger (Gotthard) und seinem "Drumbook of Bang!". Diese Noten sind nach der Album-Produktion entstanden, weil er für einen Song mit Orchesterbegleitung tatsächlich Noten brauchte. Wenn man sich die Noten so anschaut, überlegt man wirklich, ob er das alles so bewusst gespielt hat!? Aber er ist wohl in der Lage, es immer wieder so zu spielen.


    Ich behaupte dem Zuhörer ists komplett egal solange ein Groove da ist.

    Ja, größtenteils schon. Wenn man nicht We will rock you als Bumm-Tschak mit Offbeat-HiHat spielt. :D Also wenn man nicht bewusst eine Offbeat-Version machen möchte.


    Um zur eigentlichen Frage zurückzukommen:

    Ich denke, es gibt 2 Möglichkeiten. Die erste ist, es tatsächlich auswendig zu lernen oder sich sogar Teile spickzettelmäßig irgendwo hin zu kleben, um möglichst wenig an den Noten zu hängen. Die zweite ist so eine schrittweise Annäherung der ersten, nämlich es erst einmal ruhig anzugehen. Jenachdem, wie firm man im Noten lesen ist, also ob man wenigstens Takte zählen kann oder bis auf die 32tel genau lesen kann, was in jedem Takt passiert, kann das vorliegende Notenblatt eine echte Hilfe sein. Man kann zum Beispiel mal mitlesen, während man sich den Song anhört und schauen, ob es irgendwelche größeren Blöcke wie z. B. 4-taktige Einheiten oder so gibt. Das kann man auch evtl. in den Noten sehen. Ich erkenne da z. B. einige "4-Takter". Nehmen wir mal die Takte 5-8: der erste und dritte Takt (also Takt 5 und 7) sind gleich. Der zweite und vierte sind Variationen davon, wobei sie auf den ersten Blick eher nichts mit dem Rest zu tun haben. Bei Takt 6 bleit aber wenigstens die Bassdrum Figur gleich. Spätestens ab Takt 13 sind es offensichtliche 4-Takter mit identischen Takt 1 und 3. So kann man sich den Song nach und nach erarbeiten...

    Ich würde mich da erstmal auf die Bassdrum Patterns und die betonten Snares (also nicht die Ghosts) konzentrieren und den Song so zum Laufen bringen. Ich würde auch immer den Song als Ganzes betrachten und z. B. nicht 4 Wochen an den ersten 8 Takten rumdoktern. Und immer im Kopf behalten: Der original Drummer hat das sehr wahrscheinlich nicht nach Noten gespielt!

    Leider ist unser Bassist aber von der gnadenlos zählenden Sorte, der dann ohne Hemmungen den Rest des Songs um einen Takt versetzt spielt, wenn es die anderen zwischendurch rausgehauen hat.

    :D Da bin ich ja jetzt wirklich beruhigt, wenn das bei anderen auch so ist!

    Erstellt man sich in diesem Fall dazu nicht einfach mal gemeinsam ne Roadmap?

    Eigentlich schon. Es gibt aber Kollegen, bei denen ändern sich Größe und Schrittlänge nach Tagesform. Alles schon erleben. An einem der schlechten Tage hat es dann keinen Sinn, das Problem zu erörtern, sondern es heißt "komm, noch mal von vorne", oder "das machen wir nächste Woche nochmal."

    Im Amateurbereich ist das auch nicht ohne Streit zu lösen, wenn die Motivation nicht von jedem selbst kommt.

    Guten Abend,


    heute hat Gretsch ein Foto von Steve Jordan am Stones-Set auf Facebook gepostet, und ich habe die Gelegenheit genutzt, meiner Frage noch einmal auf den Grund zu gehen:

    Sehr interessant, dass es überhaupt kein Crash o. ä. auf der linken Seite gibt.

    Dort wurde ich auf ein Vanity Fair Interview mit Steve Jordan verwiesen. Daraus stammt folgender Auszug (an die Mods, ich hoffe, ich darf das hier zitieren!?):

    Zitat

    First of all, there was no question it had to be Gretsch drums, because that’s the sound of the band. So that was a no-brainer. But I wasn’t going to go and use exactly what he was using, because, you know, this is not a Stones karaoke band. I’m going to do my thing: I’m going to approach it in the way I want to hear the Stones. One of my favorite periods of the Stones was when all hell was breaking loose as far as their sound [in] live [performance], between ’71 and ’75. I just loved that period. They were on fire. So that’s what I’m hearkening back to. Charlie was using the black Gretsch kit then. So I looked at that set up and that was the treatment I wanted. I’m basically doing my version of that with a little bigger bass drum, a 24-inch bass drum. [Watts used a 22-inch bass drum.] That’s my set up. And I have a clear view of Keith without a cymbal in my way and I can really see Mick.

    Jürgen lag also nicht ganz falsch in der Becken-Frage, nur die "Kamera" war die falsche:

    b) Der Platz blieb frei, damit die Kamera eine Möglichkeit hat, den Burschen zu sehen.

    Und Seelanne hatte sowieso Recht:

    Dürfte auf jeden Fall eine Reminiszenz an Charlie sein:


    Zu sehen ist ja ein Gretsch Kit, also Charlies Marke

    die reden immer von "Runden" oder so was, also eine Melodieschleife und ich rede immer von Taktzahlen.

    Genau das meinte ich. Eine Runde ist dann z. B. "2x 4 Takte und dann noch mal 2 Takte". Manchmal wird so eine "Runde" aber spontan ohne die beiden zusätzlichen Takte gespielt (weil es nie richtig verstanden wurde), und das Chaos ist perfekt. "Was hast du denn? Wir hatten doch ausgemacht, dass wir da noch ne Runde spielen!? Nimm doch nicht alles so genau, Musik ist Gefühlssache."

    Aber leider habe ich auch keine Lösung, wenn erst einmal mit solchen "Runden" gearbeitet wird. Vielleicht könnt ihr euch wenigstens drauf einigen, dass die Runde zuende ist, wenn du es mit einem Fill oder anderweitig ankündigst. In meinem Beispiel gibt es in den 2 Extra-Takten meistens eine Steigerung, z. B. geht die HiHat langsam auf oder so. Aber das setzt halt voraus, dass wenistens du dir sicher bist.

    was das Ganze echt erschwert da bin ich mir sicher, ist der fehlende Gesang

    Das kenne ich nur zu gut. Aber nicht von mir, sondern von Bandkollegen. Es gibt ja manchmal Parts in Songs, die gehen kein Vielfaches von 4, sondern eine "ungerade" Zahl von Takten. Beispiel: Eine Strophe geht 2x 4 Takte und dann noch mal 2 Takte. Ich hatte schon Bandproben, da haben wir an sowas ne Stunde rumgemurkst (ich war verzweifelt!), wenn kein Sänger da war. Ich kann es als Schlagzeuger nicht verstehen, dass dann nicht wenigstens in so einem Fall mal alle die Takte auszählen oder es mindestens versuchen. Nein, vor allem Gitarristen neigen dann gerne zu "das machen wir einfach noch mal von vorne". Es ist nicht schwer zu erraten, wo es spätestens wieder hakt!?

    Ich kenne Leute, die drucken sich Leadsheets mit hübschen Akkordsymbolen über dem Text und kommen völlig aus dem Konzept, wenn der/die Sänger/in eine Silbe verschluckt. Wüsste ich nicht aus Erfahrung, dass eine solche Herangehensweise nicht nachhaltig ist (also der Ablauf nach 4 Wochen Probepause futsch ist), wäre es mir ja egal.


    Wofür ich also plädiere: Als Musiker (und mindestens als Schlagzeuger) sollte man einen Song möglichst nach Takten spielen können. Von mir aus auch Blöcke aus mehreren Takten oder man muss nicht mal wissen, wielange ein Takt ist. Aber das Gefühl für gewisse zeitliche Makroeinheiten ist durchaus hilfreich.

    Gestern hat es bei einem Song endlich Klick gemacht, weil ich jetzt auch die Gitarrenmelodie im Kopf habe und sie sie mitsumme...

    Denn man kann sich immer an seinen Mitmusikern aufhängen, aber so richtig Klick macht es wohl erst, wenn dann mal eine Gitarrenmelodie, Silbe oder was auch immer ausfällt, man es bemerkt, aber sich so sicher ist, dass der Song weiterläuft.


    Manche Leute meinen mit "aufeinander hören" häufig "aneinander hängen" anstatt "miteinander grooven". Meistens sind es auch noch die, die viel zu viel Equipment haben und einem erklären, warum man welchen Song nicht covern darf...damit meine ich natürlich nicht Miss Mieze's Band! ;) Wollte nur aus Erfahrung mitteilen, worauf man sich am besten von Anfang an nicht einlassen sollte.

    Ich habe keine Lösung dafür und bin mir nicht sicher, ob ich das kenne, aber wenn du sagst:

    Ich rede davon, dass Snareschläge Toms so zum Schwingen anregen, dass diese wiederrum das Snare-Reso zum Schwingen und damit den Teppich zum Rascheln bringen.

    Dann denke ich gerade an das Phänomen, dass man beim Stimmen der Snare schier verzweifelt, wenn der Teppich so nachpfeift. Ist das vielleicht dasselbe?

    Bin mir gerade nicht sicher, ob ich das nur "im Set" habe, oder auch wenn ich die Snare alleine habe. Letzteres kommt ja nicht so oft vor. Es geht dann manchmal schon weg, wenn man einen Finger aufs Snare-Fell legt. Aber das muss ja nicht heißen, dass es auch von der Snare alleine kommt. Interessanter Gedanke...

    Ich will zwar nicht ausschließen, dass ein Surface Book aus irgendeinem Grund so ungeeignet für Musikproduktion ist, aber es würde mich doch sehr wundern.

    Ein Audio-Interface mit eigener Stromversorgung wie das UI24r funktioniert ja. Aber ist es nicht ein Widerspruch, dass man am Ende ein Interface meist in Rack-Größe braucht, um mit einem mobilen Gerät wie dem Surface aufzunehmen? Die Unfähigkeit mit dem ASIO-Support und der Latenz lasse ich mir ja gerade noch gefallen...


    Vielleicht ist es mit den USB-Energieoptionen so wie bei neuen Geschirrspülern, bei denen die EU vorschreibt, dass sie per Default auf "Eco" Modus stehen müssen, wo sie weniger Wasser brauchen, dafür aber 2 mal so lange laufen und mehr Strom verbrennen. :)

    Da sagt dann jemand: Ein Surface ist ein mobiles Gerät und muss den USB abschalten, wenn er nicht gebraucht wird!


    Habe mal einen >> Thread in der Microsoft-Community dazu aufgemacht!

    Windows überwacht wohl den Datenstrom am USB Host, wenn keine Daten mehr kommen wird abgeschaltet.

    Ja genau.

    In den Energieoptionen gibt es die Einstellung; Erweiterte Einstellungen;USB-Einstellungen;Einstellung für selektives USB-Energiesparen.

    Ja genau, auf dem Desktop PC finde ich die Einstellung. Aber nicht beim Surface. Dort gelangt man zur selben Liste, aber der Punkt USB-Einstellungen fehlt.

    Also, ich habe hier ja 2 Probleme, die offensichtlich nicht mit Windows direkt, sondern mit dem Surface zu tun haben:


    Problem Nr. 1: Latenz der Onboard-Soundkarte

    Fakt ist: Die Onboard-Soundkarte (zumindest) meines Surfaces hat ein Latenzproblem mit ASIO-Treibern (MAGIX Low Latency 2011 oder auch ASIO4All).

    Ach, das wird sich schon lösen lassen. Ich habe in der Vergangenheit immer einigermaßen problemlos mit Windows-Notebooks aufgenommen bevor ich auf Mac und iPad umgestiegen bin, und das machen ja viele andere auch.

    Das dachte ich auch! Mein Desktop-PC zeigt dieses Problem auch nicht in der Form. Das habe ich eben ausprobiert, und zwar ohne externes Audio-Interface. Normalerweise habe ich dort immer das Alesis IO2 dran, nun habe ich das aber ausgesteckt und die Onboard-Soundkarte verwendet -> keine Latenz (also quasi keine, so dass sie halt nicht stört.

    Oder bin ich da einfach nur zu wenig "latenzempfindlich"?

    Du kannst uns nicht zufällig ein kurzes Handyvideo machen, an dem man deinen Anschlag sieht und die Latenz dann hört?


    Mir kommt vor, dass da bei dir irgendwo der Wurm drin ist. Das muss eigentlich funktionieren!

    Das Handyvideo vom gleichen Anwendungsfall mit dem Surface liegt hier. Die Latenz ist klar erkennbar.

    Aber mit einem Interface an deinem Surface leben zu müssen finde ich jetzt auch nicht so tragisch.
    Ansonsten bis du doch mit dem Teil zufrieden?

    Ja generell finde ich es super. Ich habe ja abgewägt, ob ich wirklich ein Mac brauchen würde. Nachdem das aber mit "normalen" Windows-PCs immer gut funktioniert hat, dachte ich, ein Surface wäre ja auch ein PC. Mit einem externen Interface könnte ich gut leben, wenn mich das nicht zum nächsten Problem führen würde.


    Problem Nr. 2: Windows schaltet USB-Geräten den Strom ab, wenn es glaubt, diese nicht mehr zu brauchen

    Wie ich schon schrieb, wird dem Alesis IO2 wenige Sekunden nach dem Einstecken die USB-Spannung gekappt. Folgendes habe ich versucht, jedoch gibt es wiederum beim Surface keine entsprechenden Einstellungen für USB. Es ist, als würde hier eine Spezialversion von Windows für mobile Geräte laufen:

    Vielleicht hilft das: How to Stop Windows From Powering Off Your USB Devices ?

    Der Markt an Audio/MIDI-Interfaces mit eigener Stromversorgung ist recht überschaubar. Das sind meistens Rack-Geräte und kosten auch etwas Geld. Das günstigste mit 189 Euro ist das Steinberg UR242.


    Edith, oder besser gesagt, orinocco hat das Problem Nr. 2 gelöst! >> da schau her!

    Rampen Danke, das werde ich später mal versuchen. Ich war allerdings schon in den USB-Einstellungen und die sahen sehr rudimentär aus. Bin mittlerweile auch schon auf Windows11, aber das sollte in dem Fall den Kohl nicht fett machen.

    Du hast diese ASIO Treiber nicht einfach nur auf deinem Laptop installiert, sondern auch in den Einstellungen deiner DAW ausgewählt oder?

    Ja klar. Bei der Treiber-Auswahl bin ich mir sicher. Es hat beim allerersten Einstöpseln des IO2 auch funktioniert, ich hatte MIDI-Input in Samplitude bekommen. Bis ich dann allerdings das Instrument ausgewählt hatte und was hätte hören können, war das IO2 ausgeschaltet. Ich hatte dann schon Bedenken, den USB-Port wegen Überstom abgeschossen zu haben. Dem ist aber nicht so. Denn wenn ich einen Player öffne, wird das IO2 ja aktiviert.

    Windows scheint wohl der Meinung zu sein, dass Samplitude kein Wiedergabe-Programm ist, und powert daher auch das Interface nicht.

    Bei einem Macbook sähe das anders aus ;)

    Ja, das hatte ich mir auch gedacht. Mir war aber das Preisleistungsverhältnis inkl. Umstellung auf Apple nicht angemessen genug, weil ich jetzt auch nicht so der Mega-Produzent bin und mir beim Surface die Tablet-Funktionalität für Live-Mischer Anwendungen sehr zugesagt hat. Zudem hatten wir es in einem anderen Thread davon, dass Microsoft vs. Apple (heutzutage) nur noch eine Philosophie-Frage ist. Nun ja, die Philosophie habe ich jetzt. 8o

    ....du solltest mal so Ergo Griffe, wo der äußere Handballen gestützt wird, oder auch (in Kombi) ne andere Lenkerbreite probieren.

    Ja...trotzdem legt es ein muskuläres Defizit offen, wenn es nur rechts ist, nach Lexikon75's Ausführungen.


    Ach daaas meintest du. ^^

    Andere Subdivisionen haben natürlich auch einen Einfluss auf die Beherrschung des Rhythmusraumes>>>Besseres Timing.

    Gerade wenn es ums Timing geht, gibt es so viele Möglichkeiten daran zu arbeiten. Ein Metronom ist da schon eine gute Hilfe.

    Ich brauche z.B. manchmal eine Referenz in meiner Bewegung. Ich lasse mein linken Fuß mitlaufen. Ich höre auf den Click-schaue auf meinen linken Fuß und sehe: "Jo, läuft". So kann ich, das was ich z.B. in der linken und rechten Hand spiele, nachjustieren.

    Benny Greb hat zu dem Thema auch etwas interessantes chid Wenn ich merke es läuft etwas unrund, trotz Metronom, dann hilft mir diese verbale Methode mich wieder zur Ordnung zu rufen. Daher auch wichtig, dass es laut ist.

    Sprichst du hier vom Mikro-Timing oder vom generellen Rhythmusgefühl, also wo die 1 usw. ist? Rhythmusgefühl bin ich ich persönlich der Meinung, ein sehr gutes zu haben, wenn es nicht zu schnell ist. Aber da ist wahrscheinlich das Problem, oder? Hast du es gesagt, oder sagt es Benny Greb im Video, dass man das, was man sprechen kann, auch spielen kann? Das wäre eine Erklärung, denn Zungenbrecher sind absolut nichts für mich. :saint: Die HiHat mit dem Fuß mitlaufen lassen, stellt für mich kein Problem dar, ein konstantes "Chid" allerdings schon. Da war ich echt erstaunt nach dem Video, dass es mit lautem "1 2 3 4" Zählen besser geht als mit "Chid"! Das ist ja auch tatsächlich eine andere Mundbewegung, die man noch nicht so oft gemacht hat:

    Stichwort Bewegungssicherheit.

    Jemand hat bei meinem Video weiter oben schon angesprochen, dass bei mir wohl das Rückholen der rechten Hand nicht so ausgeprägt ist. In der Tat stelle ich das auch auf dem Pad fest, wenn ich nicht konzentriert bin. Gestern war ich mountainbiken und stelle heute fest, dass mein rechtes Handgelenk schmerzt, wenn ich die Hand stark nach oben oder unten bewege. Da war die Hand wohl stärker abgeknickt, als sie normalerweise ist - wahrscheinlich ähnlich wie bei Nackenschmerzen. Dann sollte ich wohl diese Bewegung besser "einüben"...

    Oh, interessant. Danke, das beruhigt mich erstmal ein bisschen. :saint:

    Ich schreibe diesen Post hier auf einem Surface Pro (Tablet). Mit der internen Soundkarte komme ich da ebenfalls auf keinen grünen Zweig.

    Aber hast du dann vielleicht auch Erfahrung mit anderen Interfaces außer dem UI24r am Surface? Heute war es nämlich soweit:

    es wäre schön, mobil zu sein und auch mal schnell an einem anderen Ort per MIDI was einzuspielen (z. B. das E-Piano im Wohnzimmer).

    Habe mein Alesis IO2 mit ins Wohnzimmer genommen und schier den Vogel gekriegt. Das kann ja wohl nicht wahr sein: Die USB-Stromversorgung wird offensichtlich einige Sekunden nach dem Einstecken gekappt, wenn das Interface nicht verwendet wird. Das Interface geht einfach aus. Öffnet man den Mediaplayer oder den Browser z. B. mit YouTube, dann schaltet sich das Interface unter einem kurzen Plopp auf Lautsprecher/Kopfhörer wieder ein und funktioniert einwandfrei.

    In Samplitude allerdings ist es aus. Somit ist auch Einspielen über MIDI nicht möglich.

    Ich dachte zuerst, es gibt vielleicht eine Energiespareinstellung oder man sollte das Laptop-Netzteil einstecken. Aber no way!

    Es sieht für mich ganz so aus, als würde das am Surface nur mit extern gepowerten Geräten funktionieren. Andere Nutzer scheinen das Problem laut Microsoft-Hilfeforum auch zu haben. Es ist so ärgerlich, dass die solche einfachen Dinge nicht gebacken bekommen!

    Das hier ist eher ein allgemeines Recording-Thema und weniger bezogen auf Drums. Also ggf. gerne verschieben.


    Habe seit einiger Zeit ein Microsoft Surface Book 3 in der 32GB RAM Ausführung. Ich habe mich letztendlich für Microsoft entschieden, weil es mir einfach näher liegt als Apple. Habe darauf Samplitude laufen und mache in der Regel Aufnahmen mit dem Soundcraft UI24R als Interface/externe Soundkarte. Das funktioniert soweit super.


    Nun habe ich aber ein Problem mit der Latenz, wenn ich via MIDI-Keyboard in Samplitude einspiele und das UI24R NICHT dran habe, sondern über die Laptop-Lautsprecher abhöre. Die Frage in eine geeignete Google-Suche zu formulieren, ist mir bisher nicht gelungen. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass es ein Problem der Soundkarte ist und somit eine Angelegenheit von Microsoft (was meiner Meinung gar nicht geht, wenn man die Highend-Konfiguration des Surface als Multimedia-Flagschiff oder so ähnlich anpreist, aber ok...). Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee oder dasselbe Problem schon einmal gehabt.


    Also der Anwendungsfall ist folgender:

    MIDI-Aufnahme mit VST Instrumenten in Samplitude 17 via MIDI-Keyboard (MIDI2USB). Ich habe 2 MIDI-fähige Keyboards und das Problem ist bei beiden. Die Latenz ist so groß, dass man nicht spielen kann, weil man automatisch langsamer wird, wenn der Ton nicht kommt.

    Die Keyboards sind beide okay, weil sie an meinem Desktop-PC tadellos tun (7 Jahre alt, 16GB RAM). Allerdings nutze ich dort nicht die onboard Soundkarte, sondern ein Alesis IO2. Mit der onboard Soundkarte habe ich es noch nicht getestet, vielleicht ist da dasselbe Problem?

    Habe ich am Surface Book 3 das Soundcraft UI24R dran und mache die Audio-Ausgabe darüber, dann ist die Latenz quasi null.

    Ich habe verschiedene ASIO-Treiber versucht: Soundcraft ASIO, ASIO4All, MAGIX Low Latency 2011. Es ist immer dasselbe: Mit externer Soundkarte (Soundcraft UI24R oder beim Desktop-PC offensichtlich Alesis IO2) keine (spürbare) Latenz, mit Surface-Onboard-Soundkarte unannehmliche Latenz. Es geht einigermaßen, wenn ich bei ASIO4ALL oder MAGIX Low Latency die Buffer Size auf maximal 96Bytes runtersetze. Aber perfekt ist es auch nicht.


    Wenn ich "richtig" produziere, ist das Ganze kein Problem, weil dann sowieso das Soundcraft dranhängt. Aber es wäre schön, mobil zu sein und auch mal schnell an einem anderen Ort per MIDI was einzuspielen (z. B. das E-Piano im Wohnzimmer).

    Meint ihr, das lässt sich beheben, oder brauche ich für diese Anwendung grundsätzlich eine gute (externe) Soundkarte?