Viele meiner Schüler spielen aus Lautstärkegründen daheim über ein E-Set.
Bzw. läuft es in der Beratung, sofern ein Schüler nach einiger Zeit dauerhaftes Interesse zeigt, in den meisten Fällen wohnraumbedingt auf den Kauf eines E-Schlagzeugs hinaus.
Ehrlich gesagt mache ich da bei den Eltern keine große Sache draus da jede Information, wie du schon sagst, meistens eher Verunsicherung und Fragen aufbringt.
Daher beschränke ich mich auf die für Kinder wesentlichen Dinge:
- sieht zwar uncooler aus... (für jüngere Schüler ein nicht zu unterschätzender Motivationsaspekt)
- ...ist aber immer noch die bessere Alternative zum reinen Übungspad, sollte man in der Wohnung keinen Krach machen dürfen
- Gebrauchtkauf ist mit etwas mehr Risiko zu betrachten und tendenziell im Preis-Leistungs-Verhältnis schlechter
- komfortablere Übesituation (integriertes Metronom, Playalongs, AUX-Anschluss fürs Trommeln zu eigenen Songs)
- je nach Modul ist eventuell etwas Eingewöhnungszeit nötig, bis der Umgang mit dem Instrument flüssig läuft
Da meine Schüler im Unterricht auf einem Akustikset spielen und so von beiden Welten etwas mitnehmen, sehe ich das mit den anderen von dir angesprochenen Punkten in Bezug auf Technik und Spielverständnis, die ein E-Schlagzeug nicht/bedingt umsetzen kann (Ansprache des Instruments, Dynamik, Klangspektrum etc.) nicht allzu eng.
Ich glaube, wie gesagt bezogen auf jüngere Schüler auf Einsteigerniveau, dass der Fokus da erstmal auf den rudimentären motorischen Dingen sowie dem Verständnis für Rhythmik oder generell Musik an sich liegen darf - auch wenn es natürlich Abstriche bedeutet, wenn es an die Feinheiten geht. An denen kann man dann ja immer noch im Unterricht feilen.